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27. Sep 2012

Hunde- und Schildi-Sensor

Verfasst von

Am Mittwoch und heute (Donnerstag) fand also der erste „richtige“ Unterricht statt. Ich habe wirklich ganz großartige Lehrer – zwei Frauen und einen Mann. Der Mann erklärt sogar so manches mit vollem Körpereinsatz! hihi ^^ Wir haben Dialog-Einheit (mit japanischen Studenten), Kanji-Einheit, Zeitungsartikel oder ähnliches (oftmals vereinfacht im Falle von Zeitungsartikeln ^^)-Einheit, Aussprache-Einheit, Grammatik-Einheit, Vokabeleinheit, Aufsatz-Einheit, Umfrage u.ä.-Einheit… an jedem Tag etwas anderes und etwas, das sich zum vergangenen Tag ähnelt. Jede Stunde ist 50 Minuten lang, danach gibt es circa 10 Minuten Pause. Zum Glück können wir bei allen Lehrern während des Unterrichts trinken (manche verbieten das!), Essen natürlich nicht. Unsere drei Lehrer sind, wie gesagt, Engel auf Erden und meine Angst, dass vor allem der Mann sehr schnell sprechen und nuscheln könnte, hat sich überhaupt nicht bestätigt. Besonders wenn es um das frei Sprechen geht, merkt man, dass die anderen schon länger Japanisch lernen als ich und auch schon längere Zeit in Japan verbracht haben. Aber ich hoffe trotzdem, dass ich nicht allzu schlecht im Gegensatz zu ihnen bin. Aber es muss ja einen Grund haben, dass ich in den J3- und nicht in den J2-Kurs gekommen bin. ^^ Wir bekommen jeden Tag Hausaufgaben auf, die einen sind zeitaufwendiger, andere nicht. Die zu heute (einen 3-minütigen Vortrag zu einem ausgewählten Graphen aus dem Lehrbuch (über Bildung =)) ausarbeiten und vortragen können) waren zum Beispiel etwas aufwendiger, als die zu heute: Beispielsätze zu den heute gelernten (für mich wiederholten ^^) Grammatikstrukturen. Dass ich gestern erst 22.15 Uhr zu Hause war, erschwerte die Vortragvorbereiten-Lage noch etwas mehr, aber ich habe es geschafft und konnte halb 1 ins Bett gehen – mit chinesischer Hintergrund(musik – er hat nur geredet) meines Nachbarn… Naja, die Müdigkeit hat letztendlich gesiegt. ^^

Nun zu dem Grund meines späten Nachhause-kommens. Gestern habe ich nämlich meinen Betreuungsprofessor, Herrn Minei, kennengelernt – noch so ein Engel! Mit Herrn Yamada habe ich im International Office erstmal alles grob besprochen, dann sind wir zu seinem Büro, Herr Yamada hat einiges geklärt und dann war ich auf mich selbst gestellt, was aber kein großes Problem war, weil Herr Minei wirklich seeeeeehr nett ist. =) Wir wählten 4 Kurse aus den von mir zuvor im Internet und im Semesterheft herausgesuchten (ich entschied mich aber heute morgen, ihm eine Mail zu schreiben und den Kurs am Freitag zu streichen, weil ich echt nicht über Langeweile klagen kann, was er verstanden hat – zum Glück!). Ich besuche also zwei Kurse zum Thema Bildung (einen von ihm) und dann noch einen für Austauschschüler zum Thema Vergleich zwischen Japan und den Ländern aus denen man kommt. Herr Minei lud mich zu einer Willkommensfeier am Montag ein – am Kanda-Campus – etwas weit weg, aber ich kann einfach nicht nein sagen. ^^° Dann kam mein Tutor – Name schon wieder vergessen -, er hat glaub ich gerad mit dem Deutsch-Lernen angefangen. =) Wir gingen dann also zum Vorlesungsraum, da Herr Mineis Vorlesung von 14.50 Uhr bis 16.20 Uhr stattfand. Ich wurde von ihm nach vorne gebeten, um mich vorzustellen und da mich alle Japaner angeschaut haben, als käm ich von nem anderen Stern, hab ich mich an einer Stelle so verhaspelt, dass ich am liebsten im Boden versunken wäre… >o<# Er gab mir noch ein Buch an dem er mitgewirkt hatte und wir sollten einen Zeitungsartikel aus der Mainichi Shinbun lesen – bei mir war es nur ein Bekannte Worte-Suchen… bis auf grobe Themen habe ich leider so gut wie nichts verstanden. Herr Minei machte früher Schluss und ich unterhielt mich noch etwas mit meinem Tutor – ich glaub, wir werden uns gut verstehen. =) Dann ging ich schnell nach Hause schmiss unnützen Kram aufs Bett, setzte mich kurz hin, stand wieder auf, ging zum Lawson um ein Onigiri zu kaufen, beobachtete die meterlange Schlange vorm Mister Donut , hätte den Shiba Inu vorm Life am liebsten heimlich geklaut  und ging dann zum Bahnhof, stieg in die Bahn, stieg zweimal um und war dann nach circa 30 Minuten in Aoyama Itchome. =) Dort traf ich mich mit Markus und wir gingen zum Goethe-Institut. Mit David bereiteten wir die Häppchen für den Kulturtreff vor, ich unterhielt mich kurz mit der Verantwortlichen Frau Richter und dann konnte der Kulturtreff zum Thema „Sparen“ losgehen. Dort treffen sich Japaner, die Deutsch können/lernen und Deutsche, um über Themen zu reden/diskutieren – geniale Idee! =) Es war auch verdammt interessant, auch wenn die Deutschen viel geredet haben. Japaner muss man wirklich oft direkt ansprechen, damit sie ihre Meinung äußern. =) Dannach zeigte David noch was wir alles ausmachen müssen, da ich den Kulturtreff und Markus den Spieleabend übernimmt, wenn David nicht mehr da ist und schon war dieser schöne Abend auch schon wieder vorbei…

Nach dem heutigen Unterricht besuchte ich noch das Seminar für Austauschstudenten – auch die schauten mich an, als käm ich vom Mond, aber die kannten sich auch alle vom vorherigen Semester wie ich erfahren habe. Die Dozentin (auch ein Engel ^^) erklärte, wie sie sich den Unterricht vorstellt – es gibt anscheinend immer zwei Vortragende/Thema Entscheidende. In der jeweiligen Sitzung wird darüber diskutiert, dann wird das Herausgefundene zusammengetragen und dann von jemandem vorgetragen. Nach dem Unterricht setzten wir uns nochmal zusammen, damit sie weiß, wo ich einzuordnen bin. Sie schien sich zumindest über deutschen Zuwachs zu freuen hihi – im Kurs sitzen nur Leutchen aus China, Korea und Indonesien. ^^

Auf dem Nachhauseweg war ich wohl die Einzige, die das auf einem Stein sitzende, sich nicht bewegende Schildi, sah bzw. sich dafür interessierte… Es war so niedlich, ich wär am liebsten runtergeklettert und hätt das Köpfchen gestreichelt… V.V Ich glaube ich habe einen zusätzlichen Sinn für Hunde und Schildkröten entwickelt. Zumindest ist einigen schon aufgefallen, dass ich Hunde oftmals schneller sehe, als sie selbst – hihi. ^^° Ich glaube, wenn ich mal ein eigenes Haus habe (hoffentlich!) werden ein Shiba Inu und ein Schildi zu den Familienmitgliedern gehören. ^^ Und als ich heut im Life einkaufen war, war es auch wieder Schicksal, dass ich die Flasche mit dem letzten Koopa-Anhänger (die Schildkröter aus den Mario-Spielen ^^) bekommen hab. ^^

Über Julia Streubel

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