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22. Sep 2012

Über neue Bekanntschaften und den Segen eines winzigen Bades

Verfasst von

Heute stand der Zimmer-Check auf dem Plan – die Mail hatten wir am Tag zuvor bekommen, sodass ich noch etwas aufräumte und mich dann an den Tisch setzte, um zu lernen. Kurz nach 9 Uhr kamen Frau Nakano und Frau Koyama (alias „die liebe Frau“ ^^) vorbei und fragten, ob ich irgendwelche Fragen hätte. Bei dieser Gelegenheit erkundigte ich mich noch einmal nach den Flaschen und deren Entsorgung – Etikett und Deck gehören in den brennbaren Müll, die Flasche selbst wird mit den Dosen zusammen entsorgt. ^^ Im großen Zimmer, sah sich Frau Koyama erst mal kurz meinen auf dem Nachttisch liegenden Manga (Nihonjin no shiranai Nihongo – das Japanisch, das Japaner nicht kennen) an und kam dann „in die Runde“, wir redeten noch über meinen auf dem Tisch stehenden Shiba Inu-Kalender und dann fragten sie noch, ob ich schon einen silbernen Rucksack besitze. Sie gingen dann wieder hinaus, kamen jedoch mit silbernen Rucksäcken zurück. Die sind für den Notfall – also im Falle eines Erdbebens kann ich das Gebäude nun schnell verlassen und hab trotzdem das Wichtigste dabei. ^^°  Ja, dann lernte ich noch etwas und brach dann gegen 11.10 Uhr zur Uni auf, um das Certificate of Enrolment für das Bafög-Amt abzuholen. Wie es der Zufall so will, kam gerad, als ich die Straße überqueren wollte, die eine, die mich vom Bahnhof abgeholt hat, mit einer Gruppe Ausländer an und ich gesellte mich kurz dazu. Die beiden Jungs – ein Ire und ein Amerikaner (aus Chicago) – redeten auch gleich mit mir, sie waren sehr nett. =) Während sie in die Bibliothek gingen, schaute ich nach, ob dem Certificate schon fertig war, Frau Nakano sagte jedoch, dass ich 14 Uhr noch einmal wiederkommen sollte. Mir fiel auch auf, dass jetzt, da das Semester angefangen hat, überall kleine (und größere ^^) Stände mit Bento-Boxen (Bento sind Kästchen in verschiedensten Farben, Größen und Formen, in die man Essen reinmachen und sich das dann mitnehmen kann – hier gab es nur einfache, zum Wegschmeißen, haben mich an die Schälchen im Asia-Imbiss erinnert XD) aufgebaut wurden – coool!  Also wenn man keine Hoffnung darin sieht, in der Mensa essen zu können, kann man sich so etwas kaufen. =) Ja, das Grüppchen kam dann auch gleich angetappst und wir gingen in die Mensa – für mich gab es heute mal Yakitoridon (gebratenes Hühnchen auf Reis), dazu wieder leckere Miso-Suppe und Wasser. Ich half der einen Amerikanerin mit 70 Yen aus, weil sie nur einen 5000 Yen-Schein und 250 Yen hatte und ich auch nicht wusste, wo und ob man den umtauschen kann. Ich hoffe, sie denkt nicht, ich will mir Freundschaft erkaufen. ^^° Ich war nur auch schonmal in der Situation und musste dann eine Tafel Schokolade (vielleicht 100 Yen) mit einem 10000 Yen Schein bezahlen… jetzt stellt euch mal vor, ihr würdet in Deutschland eine 1 Euro-Tafel Schokolade mit einem 100 Euro-Schein bezahlen… Die Verkäuferin würde ich sicherlich seeehr komisch angucken! Naja, sie bedankte sich zumindest und aß die Miniportion meines Essens. Wir setzten uns an den Tisch mit einer aus… ich glaub Nebraska und die, der ich ausgeholfen hatte kam aus Texas. Leider waren sie nicht so gesprächig – ich hoffe, es lag nicht an mir, sondern daran, dass sie erst gestern gelandet sind… Naja, so ein bisschen Smalltalk war dann doch drin. Nach dem Essen gesellte ich mich noch ein bisschen dazu beim Rundgang, blieb dann aber im Uni-Shop, um mich mit ein bisschen Kram einzudecken – ein Hefter und Blätter, Minen für meinen Keio-drei Farben-Stift – ich hoffe, die passen rein! – Markierstifte und das Senshu-Maskottchen „Sendi“ als Handyanhänger. ^^  Dann setzte ich mich in den Aufenthaltsraum und wiederholte noch etwas Grammatik. Währenddessen bemerkte ich, dass einige in den witzigsten Positionen schliefen, was ja eigentlich hier nichts neues ist, aber eines war neu: einer putzte sich die Zähne und fand sich dabei obercool… o.O Komischer Typ! Nachdem ich dann das Certificate abgeholt hatte, ging ich noch ein wenig im Seria, im Life und in der Drogerie einkaufen und dann nach Hause. Ich schrieb etwas mit Susi, die alle Hände voll zu tun hat mit Unikram – mal sehen, wie es mir in einer Woche geht! – und bekam dann die Nachricht von Shotaro, dass er im Kokusai Kenshukan sei und dass ich doch vorbeikommen könnte, was ich glatt machte. Ich war so gegen 17 Uhr dort. Anstatt Ausländer traf ich Japaner an. =) Naja… ich wisst ja… ich und Namen… der eine hieß Yuusuke… tja, das war es auch schon. Da war noch ein Mädchen und ein anderer Junge, der dann aber auch schon bald ging. Yuusuke und so ein anderer, mit dem ich nach Hause ging gegen 19.15 Uhr kamen erst später. Zumindest unterhielten sie sich über Anime/Manga und waren total verblüfft, dass Shotaro kaum etwas davon kannte. Auch Kartenspiele waren Thema und wir spielten auch eine Runde Black Jack – ich gewann – hihi. ^^ Zwischendurch rief ich mal Haruna an, sie ging jedoch nicht ran, rief aber zurück. Leider konnte sie am Samstag nicht nach Ueno, weil ihre Oma da aus dem Krankenhaus entlassen wird – aber das ist ja schön. =) Dann eben nächste Woche Freitag. <3 Naja, der, mit dem ich nach Hause ging, war ein Jahr in Australien gewesen, hatte jedoch dort das Lernen etwas vernachlässigt, sodass er nun mit der Uni etwas hinterherhinkt. ^^ Und er möchte Deutsch lernen – allerdings möchte er dafür in die Schweiz nach Luzern. Ich hab ihn schon darauf hingewiesen, dass es sein kann, dass er dort nicht das Deutschland-Deutsch, sondern das Schweizer-Deutsch lernt. Ich weiß nur, dass es sich vom Klang her unterscheidet – man kann es als Deutscher verstehen, wenn man sich daran gewöhnt hat/genauer hinhört, aber ich weiß nicht, ob sich das grammatikalisch unterscheidet. Naja, da wird einfach mal nachgefragt. ^^

Es wundert euch vielleicht, dass ich als Frau überglücklich über mein winziges Bad bin, aber so ist nichts Schlimmeres passiert, als ich heute ausgerutscht bin, nur meine Oberschenkel haben ein bisschen gelitten, aber ich konnte mich zum Glück an der Tür abstützen, um Schlimmeres zu verhindern. ^^ Vielleicht sollte ich  mir solche Antirutschteile kaufen, damit das nicht noch einmal passiert…

Über Julia Streubel

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