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3. Mrz 2013

Essen und Party

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Am Montag (4.2.) ging es nach dem Unterricht zum Kokusai Kenshukan, um zu sehen, wie unsere Franzosen Crepes zubereiten. Im Vorfeld gingen wir Zutaten, sowie Schokicreme, Erdbeeren, Sahne und Custard kaufen. Ich schaute ganz gespannt zu, denn immer wenn ich dachte, der Teig sei schon flüssig genug, schütteten sie noch mehr Milch dazu. ^^° Es dauerte bei der Masse an Crepe-Teig natürlich so einige Zeit, bis alle gebacken waren, aber sie waren natürlich sehr beliebt und plötzlich stand eine große erwartungsvolle Masse um den silbernen Tisch in der Küche herum, um ihr Glück zu versuchen, auch einen Leckerbissen abzubekommen. =) 

Am Dienstag ging es dann mit meinen Klassenkameraden und Bomee-chan wieder nach Shinoukubo, in das koreanische Viertel. Eigentlich wollten wir ein neues Restaurant ausprobieren, landeten aber letztendlich wieder in dem, in dem wir schon mit Shiho und Aya zusammen gegessen hatten. =) Es gab wieder meine leckere Pizza und Bomee war erneut so lieb, das Fett vom Fleisch abzuschneiden und es mir dann zu geben. Ich weiß auch nicht, warum ich die Einzige bin, die das nicht mag… Vielleicht, weil ich Europäerin bin und die anderen Asiaten…?! Habe ja gehört, in Japan sei es eine Art Privileg Fleisch mit Fett zu essen, das ist hier Delikatesse.. Naja, jedem das Seine. ^^ Auch eine scharfe Suppe wurde ausprobiert, sie war sehr lecker und mein Magen hatte auch nichts dagegen, find ich super! Da ich jedoch noch nicht ganz zufrieden war, bat ich Bomee, noch ein paar Süßigkeiten aufzutreiben, dies führte uns dann zu einem Laden, der Parfeeartiges anbot – in Korea sehr beliebt. Das war auch eigentlich ganz lecker, bis es dann nur noch Anko (Sojabohnen) und Eis gab… =/

Am Freitag (8.2.) stand das vorgezogene Hina-matsuri (Puppenfest) an, zu dem sich, wer wollte wieder in einen Kimono hüllen lassen konnte – da braucht man mich natürlich gar nicht zu fragen, die Antwort steht von vorneherein fest! ^^ Und diesmal war ich auch nicht die Letzte, die sich in die Liste eintrug, sondern die 4., sodass ich mir relativ früh meinen Kimono aussuchen und damit stundenlang herumlaufen konnte. ^^ Es war wieder ein tolles Gefühl, eingewickelt zu werden und dann damit rumzutippeln, nur das Hinsetzen und Aufstehen wurde etwas erschwert, aber das Gute daran ist, dass man gar nicht verkrüppelt sitzen kann, weil der Obi den Rücken schön gerade hält. ^^ Es wurden natürlich Fotos gemacht und Hina-matsuri-typische Süßigkeiten gefuttert. Leider lernten wir nicht wirklich etwas über dieses Fest, nur, dass Puppen aufgestellt werden (meines Wissens nach die Kaiserfamilie mit Untertanen) – diese Puppen gibt es in den verschiedensten Größen und dementsprechend auch Preisklassen und dass an diesem Tag „Mädchentag“ ist. Ich weiß aber leider nicht, ob es auch einen equivalenten Jungstag gibt.

Nach dem Hina-matsuri ging es noch ins Goethe-Institut, zum Die Feuerzangenbowle schauen. Ich sah so einige bekannte Gesichter vom Kulturtreff wieder. =) Den Film fand ich sehr lustig und es kam so ein nostalgisches Gefühl in mir hoch. Der Leiter des Goethe-Instituts erzählte noch die Entstehungsgeschichte, bzw. die Zulassungsgeschichte des Films. Er wurde während des zweiten Weltkriegs gedreht und der Regisseur soll Hilter persönlich gefragt haben, ob der Film im Kino gezeigt werden dürfe, was dieser bejahte. Das finde ich irgendwie beeindruckend. ^^ Nach dem Film gab es auch Feuerzangenbowle und ich probierte auch ein Schluck, mir war sie jedoch viel zu stark und unsüß, schon eher bitter, weshalb ich langsam trank. 

Am Samstag besuchte ich dann das Ageha (ein wohl sehr angesagter und großer Club in Shinkiba – wenn mich nicht alles täuscht, auf einer aufgeschütteten Insel ^^) zusammen mit Harald – einem der Doppelmasterstudenten, weil dort Sven Väth, auflegte, ein in Deutschland wohl äußerst bekannter Techno DJ – ich kannte ihn nicht. ^^° Hätt ich nicht das Plakat mich dem Herrn Väth drauf gesehen, wäre ich glatt am Ageha vorbeigegangen, weil ich es für eine Lagerhalle gehalten hätte. Ich hab mir das Gebäude sowas von anders vorgestellt – ein bisschen Prunkvoll, farbenfroh, mit sämtlichen Lichtern, die man zu Verfügung hat, aber nein… ^^° Wir hätten gar nicht so früh da sein und uns halb tot frieren müssen, denn die erwarteten langen Schlangen blieben aus. Um 23 Uhr war Einlass. Im Vorfeld schlossen wir überflüssigen Kram in Schließfächern ein. Am Eingang wurde geschaut, ob ich denn auch alt genug bin – ich glaube, hier darf man ab 20 in einen Club. Leider – oder mit Absicht – hatte der Kontrolleur nicht darauf geachtet, dass ich noch unter 24 bin, weshalb ich noch einmal die Verkaufsstelle verlassen und mir meinen Rabattcoupon abholen musste, denn zwischen 4000 Yen und 2500 Yen Eintritt besteht schon ein nicht ganz ignorierbarer Unterschied. Auch interessant fand ich einen Deutschen, den wir beim Warten kennengelernt hatten. Er arbeitete zu der Zeit in Oosaka und ist extra für dieses Event nach Tokyo gekommen, er erzählte, dass Sven Väth in den 90ern sehr berühmt war unter den Leuten, die für Techno zu begeistern sind. Vielleicht liegt es daran, dass ich ihn nicht kannte. ^^ Wir versorgten uns im Laden erstmal mit Getränken – die meisten 500 (Soft Drinks) bis 700 (Alkoholhaltiges) Yen und schauten, was so um uns herum passierte. Kurz nach 0 Uhr bemerkten wir dann, dass man schon in den Raum, wo Herr Väth auflegte, hineinkonnte – ein großer Tanzraum und begaben uns dorthin. Ich fand es toll, dass man nicht mit Getränken auf die Tanzfläche durfte und auch, dass in diesem Raum verboten war, zu rauchen. =) Die Musik gefiel mir erstaunlich gut (bin eigentlich sonst nicht so der Techno-Freund, aber Herr Väth spielt nicht die Techno-Musik, die ich nicht mag (nur Bass und eintönige Rythmen und ähnliches)) Eine Weile wurde dann eben fröhlich hin und her gewirbelt und zwischendurch auch mal beobachtet, wie sich denn Japaner zu solcher Musik bewegen, wobei man sagen musste, dass die Ausländerdichte hier höher war. ^^ Es gab Japaner, die zeigten, was sie glaubten, zu können (Breakdancer z.B.) andere Wippen von einem Fuß auf den anderen. Da ich Durst hatte, bewegte ich mich wieder in den Barbereich und wartete – ich kam genau zur richtigen Zeit, denn auf einmal standen Tänzerinnen (und Tänzer, andererseits weiß ich nicht, ob sie als Männer gesehen werden wollen ^^°) auf dem Thresen und gaben ein richtig tolle Show ab! Vor allem die Performance an der Stange war beeindruckend, denn sie trotzten oft jeglichen Gravitationsgesetzen. ^^° Nachdem ich dann also eine kleine Ruhepause eingelegt hatte, ging es wieder zurück – erneut genau richtig. ^^ Auf der Tanzfläche gab es 4 quadratische, höherliegende Tanzflächen und ich fragte mich schon, ob man denn als Gast darauf tanzen dürfte – diese Frage wurde mit Nein beantwortet, denn als ein Gast dies probierte, wurde er heruntergebeten. ^^ Als ich die Fläche wieder betrat, sah ich die Treppen, die davor standen, nach einiger Zeit wurde es dunkel und hübsche Frauen in tollen Kostümen bewegten sich zur Musik, während ein Männlein von Kubus zu Kubus sprang und Fotos machte. ^^ Apropos Fotos, ich musste auch meine Kamera einschließen – hätt ich mir ja denken können, da jedoch Handys erlaubt waren, sah ich so einige Gäste, die fröhlich Fotos knippsten. Wäre mein Handy dazu in der Lage gewesen, hätt ich das bestimmt auch gemacht. ^^° Die Mädels  kamen noch zwei weitere Male heraus und nach diesem zweiten Male kroch ich zum Bahnhof, denn es war gegen 4..30 Uhr und ich wollte ins Bett. Ich fand auch die Kleidung sehr interessant: es gab Leute in Jogginganzügen, in knappen Kleidchen, relativ alltäglichen Sachen, aber auch im Kimono. Den einen Kimono fand ich besonders interessant, denn das Mädchen sah aus, als würde es ein Kuhkostüm tragen. ^^° Der Kimono war weiß und hatte schwarze Flecken – wer denkt da denn nicht an eine Kuh? ^^° Sie zumindest stand die ganze Zeit in einer Ecke und werkelte an ihrem Handy rum, hab nicht ganz verstanden, warum sie überhaupt auf der Party war.

Über Julia Streubel

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1 Kommentar

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