{"id":143,"date":"2014-12-07T09:00:46","date_gmt":"2014-12-07T08:00:46","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/klangidentitaet\/?p=143"},"modified":"2015-05-29T17:08:33","modified_gmt":"2015-05-29T15:08:33","slug":"geblubber-fuers-hirn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/klangidentitaet\/geblubber-fuers-hirn\/","title":{"rendered":"Geblubber f\u00fcrs Gehirn"},"content":{"rendered":"<!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-143-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/klangidentitaet\/files\/2014\/12\/coherencStimulus.mp3?_=1\"><a href=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/klangidentitaet\/files\/2014\/12\/coherencStimulus.mp3\">https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/klangidentitaet\/files\/2014\/12\/coherencStimulus.mp3<\/a><\/audio>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<\/p><p style=\"text-align: justify\">Was das blo\u00df f\u00fcr komis\u00adches Geblub\u00adber sei, mag sich der geneigte H\u00f6r\u00ader fra\u00adgen. Ein audi\u00adtiv\u00ader Tex\u00adturstim\u00adu\u00adlus, antworte ich. Die obige Sound\u00addatei plane ich, bald f\u00fcr ein EEG-Exper\u00adi\u00adment zu ver\u00adwen\u00adden. Wie man vielle\u00adicht h\u00f6ren kann, set\u00adzt es sich aus drei Seg\u00admenten unter\u00adschiedlich\u00ader Dauer zusam\u00admen. Diese beste\u00adhen aus im Zeit-Fre\u00adquenz-Raum zuf\u00e4l\u00adlig ange\u00adord\u00adneten Fre\u00adquen\u00adzram\u00adp\u00aden, deren Koh\u00e4renz ich f\u00fcr ein bes\u00adtimmtes Seg\u00adment definieren kann. Im Seg\u00adment, das ihr zu Anfang h\u00f6rt, ist diese Koh\u00e4renz auf 100% gestellt, kurze Zeit sp\u00e4ter wech\u00adselt sie zu 0%, um daraufhin wieder auf 100% zu sprin\u00adgen. Diese Koh\u00e4renz bedeutet, wie schnell die einzel\u00adnen Ram\u00adp\u00aden in der Ton\u00adh\u00f6he an- oder absteigen. Bei hoher Koh\u00e4renz tun sie dies in der gle\u00adichen Geschwindigkeit und in die gle\u00adiche Rich\u00adtung, bei niedriger Koh\u00e4renz sind Geschwindigkeit und Rich\u00adtung zuf\u00e4llig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Mit dem Skript, welch\u00ades <a title=\"Zur Herkunft der Stimuli\" href=\"http:\/\/www.jneurosci.org\/content\/30\/6\/2070.long\" target=\"_blank\">diese Stim\u00aduli<\/a> erzeugt, wurde mal ein MRT-Exper\u00adi\u00adment durchge\u00adf\u00fchrt. In der entsprechen\u00adden Arbeits\u00adgruppe habe ich mal ein Prak\u00adtikum gemacht. Jet\u00adzt, zwei Jahre sp\u00e4ter, bin ich auf der Suche nach einem Stim\u00adu\u00adlus, welch\u00ader sich als Ziel\u00adreiz nicht durch spek\u00adtrale Unter\u00adschiede vom Hin\u00adter\u00adgrund abhebt. Diese Stim\u00aduli werde ich dur\u00adchaus bemitlei\u00addenswerten Frei\u00adwilli\u00adgen zeigen und dazu ihr <span class=\"caps\">EEG<\/span> aufze\u00adich\u00adnen, w\u00e4hrend sie immer, wenn sie einen \u00dcber\u00adgang von koh\u00e4renten zu inko\u00adh\u00e4renten Seg\u00admenten bemerken, eine Taste dr\u00fcck\u00aden. Ich hoffe dann, dass ihre Reak\u00adtion\u00adszeit davon abh\u00e4ngt, zu welch\u00ader Phase ein\u00ader neu\u00adronalen Oszil\u00adla\u00adtion mir unbekan\u00adnter Fre\u00adquenz dieser Wech\u00adsel im Stim\u00adu\u00adlus vorkam. Die spek\u00adtralen Unter\u00adschiede m\u00f6chte ich deshalb umge\u00adhen, da man bere\u00adits klar zeigen kon\u00adnte, dass sich Hirnoszil\u00adla\u00adtio\u00adnen an solche Merk\u00admale im Input anpassen. Bei solchen <a title=\"angepasste Oszillationen\" href=\"http:\/\/www.pnas.org\/content\/109\/49\/20095.abstract\" target=\"_blank\">angepassten Oszil\u00adla\u00adtio\u00adnen<\/a> kon\u00adnte man auch schon mehr oder weniger \u00e4hn\u00adliche Phasen\u00adab\u00adh\u00e4ngigkeit\u00aden demon\u00adstri\u00aderen. Nicht aber f\u00fcr <a title=\"bei spontanen Oszillationen\" href=\"http:\/\/rstb.royalsocietypublishing.org\/content\/369\/1641\/20130214.long\" target=\"_blank\">spon\u00adtan auftre\u00adtende Oszil\u00adla\u00adtio\u00adnen<\/a>, die ich hier gerne unter\u00adsuchen m\u00f6chte. Ich hypo\u00adthetisiere, dass sie einen neu\u00adronalen Ver\u00adar\u00adbeitungss\u00adchritt wider\u00adspiegeln, der in regelm\u00e4\u00dfi\u00adgen Abst\u00e4n\u00adden abstrahierte Merk\u00admale des audi\u00adtiv\u00aden Inputs auswertet und solche \u201ehigh\u00ader lev\u00adel sam\u00adples\u201c dann weit\u00ader\u00adf\u00fchren\u00adden Hirn\u00adprozessen zur Ver\u00adf\u00fc\u00adgung stellen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Ein Beitrag von Christoph Daube zum <a title=\"Der Auditive Adventskalender\" href=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/klangidentitaet\/der-auditive-adventskalender\/\">Audi\u00adtiv\u00aden Adventskalen\u00adder<\/a>.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was das blo\u00df f\u00fcr komis\u00adches Geblub\u00adber sei, mag sich der geneigte H\u00f6r\u00ader fra\u00adgen. Ein audi\u00adtiv\u00ader Tex\u00adturstim\u00adu\u00adlus, antworte ich. 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