Interview mit zwei Journalisten

Am 23.11.2021 Dem Tag, an dem der Hallesche Weihnachtsmarkt öffnete und einen Tag darauf wieder schloss, bekamen wir im Rahmen unseres Seminars die Möglichkeit, mit zwei Journalisten zu sprechen. Im Folgenden möchte ich nun eine kurze Einschätzung dieses Gespräches anführen-unabhängig jedoch von genauen Inhalten.

Nach einem anstrengenden Dienstagmorgen machte ich mich hektisch auf in die Uni. Dort angekommen, musste ich feststellen, dass ich fälschlicherweise davon ausging, die Veranstaltung würde in Präsenz stattfinden-dem war nicht so. Ob der kurzen noch verbleibenden Zeit bis zum Beginn der Vorlesung entschied ich mich meinen Laptop in einem der freien Räume aufzubauen. Auch, wenn ich mich eigentlich zurück in mein Bett wünschte.


Zu Beginn wurden wir auf das anstehende Gespräch mit Herrn Montag und Herrn Zimmermann vorbereitet und anschließend in Kleingruppen aufgeteilt. Meine Gruppe war für die Unterscheidung von Print und Onlinemedien zuständig, wir hatten die Aufgabe verschiedene Fragen zu formulieren.
Wieder zurück in der großen Gruppe stellten wir unsere Fragen vor. Dann ging es auch schon los.
Zuerst schaltete sich Herr Montag in die Sitzung, sein Bild lag bedauerlicherweise auf der Seite – ein Fehler, der sich auch in der weiteren Sitzung nicht beheben ließ. Dennoch sah und verstand man ihn gut, auch Herrn Zimmermann stieß nach wenigen Minuten zu unserer Konferenz.
Frau Schürmer begann mit einer kurzen Einleitung, in welcher sie unser Seminar zusammenfasste. Danach bat sie unsere zwei Gäste um eine kurze Vorstellung. Herr Montag begann mit einer interessanten Erzählung über den Ursprung seiner (unfreiwilligen) Karriere als Journalist. Eine durchaus interessante Erzählung, auch wenn sie, ob der kurzen Zeit, etwas langwierig erschien. Ein ähnliches Problem deutete sich auch bei der Vorstellung von Herrn Zimmermann an. – Und verstehen Sie mich nicht falsch. Ich schätze eine interessante biografische Darstellung, doch mit Blick auf unsere vorbereiteten Fragen, liefen mir die ersten Schweißperlen über die Stirn. Ein Phänomen, dass ich bereits seit der Grundschulzeit bei mir beobachte, immer wenn ich in mir den Drang spüre etwas sagen zu wollen, beginne ich nervös zu werden, solange bis ich das zu Sagende loswerden kann. Ein Gefühl, dass ich in diesem Gespräch noch öfter bekommen sollte. Aber genug von mir.
Als die Beiden geendet hatten, waren ihre grundlegenden biografischen Hintergründe sowie ihr derzeitiges Handeln deutlich geworden. Nun entbrannten in mir eine Menge Fragen, vor allem an Herrn Montag, der eindrücklich sein Arbeiten in der DDR erwähnt hatte. Im Zuge dessen fragte ich ihn nach seiner Einschätzung zur Pressefreiheit zur heutigen Zeit, die er als durchaus gegeben und auch als weitestgehend uneingeschränkt beschrieb. Im Weiteren stellte Herrn Zimmermann noch seine Zeitschrift vor – deren Namen ich allerdings nicht verstanden hatte, jedoch empfand ich es, als unhöflich noch einmal nachzufragen – und schon wieder Schweißperlen.

Nachdem eine Stunde oder mehr vergangen war, hatten Herr Montag und Herrn Zimmermann einen Großteil der Sitzung mit ihren Redebeitragen gefüllt. Bedauerlicherweise konnten wir so nicht einmal ansatzweise all unsere Fragen stellen, dennoch war es ein durchaus gelungenes Gespräch, in dem ich mir allerdings mehr Dialog als Monolog gewünscht hätte.
Trotz dessen war ich froh an diesem Gespräch teilgenommen und nach meinem anfänglich hektischen Morgen nicht erneut mein Bett aufgesucht zu haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.