Der Prinz von Ägypten

Der ‚Prinz von Ägypten‘ ist ein am 16. Dezember 1998 von DreamWorks veröffentlichtes Zeichentrick-Musical. Produziert in den USA erzählt er die weltweit bekannte Geschichte von Moses und der Befreiung der Hebräer aus Ägypten. Regie führte, neben Steve Hickner und Simon Wells, Brenda Chapman, die somit als erste Frau in einem großen Animationsstudio diese Rolle übernahm. Musikalisch unterlegt wurde der Filme von Hans Zimmer, einem der berühmtesten Komponisten Hollywoods. In der Originalsprache werden die Charaktere unter anderem von Stars, wie Michelle Pfeiffer, Sandra Bullock oder Ralph Fiennes gesprochen.

Ralph Fiennes spricht in diesem ergreifenden Film die Figur von Ramses, dem Adoptivbruder von Moses. Gemeinsam aufgewachsen, verbindet die Brüder eine tiefe Zuneigung. Erst nachdem Moses erfährt, dass er vom Pharao und seiner Frau als Findelkind adoptiert wurde und in Wirklichkeit ein Hebräer ist, entfremden sich die Brüder. Während sich Moses bei einem Wüstenstamm aufhält, eine Frau und seinen Glauben findet, wird Ramses zum Pharao gekrönt. Und als Moses von Gott den Auftrag bekommt das hebräische Volk zu befreien und es in das gelobte Land zu führen, treffen die Brüder erneut aufeinander. Die auch nach Jahren noch bestehende Familienliebe prallt hier aufeinander mit nun weit auseinanderklaffenden Weltanschauungen. Der Film schafft es dabei auf subtile Art und Weise nicht nur die Wunder und Liebe Gottes, sondern auch seine Brutalität darzustellen. Die von Gott geschickten Plagen treffen in Ägypten Schuldige und Unschuldige zugleich. Als Zuschauer erwecken diese Szenen dank ihrer gelungenen musikalischen Untermalung und Animation auch für die Ägypter Mitleid und Sympathie. Keineswegs sind die Rollen für Gut und Böse klar zugeteilt. Stattdessen werden die Fehler und somit die Menschlichkeit beider Figuren dargestellt.   

Als Bibellektion ist dieser Film dabei keineswegs zu verstehen. Neben seriösen Momenten verstehen es die Regisseure auch Unterhaltung und Panoramalandschaften von Ägypten in 99 Minuten zu verbinden. Für Groß und Klein, Menschen aller Kulturen und Religionen kann dieser Film ein Beispiel für einen künstlerisch und menschlich wertvollen Zeichentrickfilm sein, der auch heute noch seine Relevanz behält.       

One thought on “Der Prinz von Ägypten

  1. Gut gebaut mit den für Kurzkritiken klassischen drei Absätzen: Einleitung, Hauptteil, Schluss. Gerade, weil es sich hier um einen alten Film handelt, wäre es spannend gewesen zu erfahren, warum dieser Film gewählt wurde. Erscheint er 2021 in einem neuen Licht? Werden hier möglicherweise Themen verhandelt, die über den Tellerrand des Films hinaus auch gesellschaftlich relevant sind?

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