Kundenmagazin „Burger Fährhaus“

Dieser Post beschäftigt sich mit der Erstellung eines Kundenmagazins für ein existierendes Restaurant/Café/Hotel. Die erste Ausgabe des Magazins ist bereits im Sommer 2021 entstanden. Mein Projekt im Zuge dieses Moduls umfasst die Dokumentation der Entstehung des ersten Magazins, sowie das Erstellen von drei neuen Artikeln für die zweite Ausgabe.

Hintergrund
„Burger Fährhaus“

Seit 1895 ist das Burger Fährhaus ein Restaurant in dem Luftkurort Burg in Dithmarschen. Im Laufe der Jahre hatte es unterschiedlichste Besitzer und Küchen beherbergt, beliebt und bekannt war es jedoch vor allem für seine unverwechselbar schöne Lage mit einem direkten Blick auf den Nord-Ostsee-Kanal und die Burger Fähre. Auch Radtouristen, deren Strecke am Nord-Ostsee-Kanal entlangführt, machen hier oft halt, um eine kurze Pause einzulegen, etwas zu essen oder in einem der Hotelzimmer zu übernachten.

Im Jahr 2012 stand das Restaurant bereits seit einiger Zeit leer, nachdem die vorherigen Betreiber das Projekt finanziell nicht mehr tragen konnten. Die Familie Röttger kaufte das Anwesen und sanierte es von Grund auf. Über ein Jahr später, wurde das Burger Fährhaus in neuem Stil eröffnet.

Seit diesem Zeitpunkt befindet sich das Konzept des Restaurants und Cafés in ständiger Verbesserung und Wandlung. Insbesondere in den letzten drei Jahren gab es konkrete Veränderungen bezüglich der angebotenen Produkte: der Beitritt zum FEINHEIMISCH e.V. markierte die verbindliche Zusage zur Verwendung von ausschließlich regional hergestellten Produkten (es gibt einige Ausnahmen, diese können in den Richtlinien des FEINHEIMISCH e.V. nachgelesen werden). Auch die angebotenen Gerichte haben sich im Laufe der Jahre von typischer dithmarscher Vollwertkost, hin zu aufwendig zubereiteten und gut durchdachten Gerichten gewandelt, welche den Gast zum Genießen und Staunen einladen sollen. Der Fokus des Gesamtkonzepts ist es, die Gäste zum Verweilen einzuladen, verantwortlich mit Mitarbeitern und der Umwelt umzugehen und die dithmarscher Küche weiterzuentwickeln.

Nachdem das Restaurant auf Grund der COVID-19 Pandemie mehrere Monate geschlossen blieb, wurden die Preise im Sommer 2021 etwas erhöht, um den entstandenen Verlust auszugleichen. Dies führte zu vielen Beschwerden und Missmut unter den Gästen. Auch in den Jahren zuvor gab es bereits die Problematik, dass die Besucher die Preise nicht nachvollziehen konnten, sich über zu kleine Portionen beschwerten und unter den Gerichten keine Standartspeisen zu finden waren. Ganz generell kristallisierte sich heraus, dass es ein Problem bei der Kommunikation des Konzeptes und der Philosophie gab: sobald die Servicekräfte beispielsweise über die Herkunft der Produkte aufklärten und erwähnten, dass vom Brot über Saucen und Bier alles im Haus selbst gemacht wird, waren die Gäste überwiegend eher beeindruckt und begeistert.

Bereits im Jahr zuvor wurde diese Problematik angegangen, indem die Webseite modernisiert wurde und darauf mehr Informationen zur Verfügung gestellt wurden. Allerdings ist das Internet nicht die erste Anlaufstelle für das Klientel des Burger Fährhauses, daher stand fest, dass die Kommunikation über die Webseite und die Social Media Kanäle nicht ausreichten. Auch ein Zusatzblatt in der Speisekarte würde nicht alle Informationen unterbringen können. Daher wurde beschlossen, ein Magazin zu erstellen, welches sowohl das Konzept, die Philosophie, die Arbeitsweise und den Hintergrund des Fährhauses vorstellt und gleichzeitig interessant zu lesen ist. 

Material & Größe

Es wurde sich für ein starkes Naturpapier entschieden, wobei das Naturpapier Nachhaltigkeit vermitteln sollte und die festen Seiten einen qualitativ hochwertigen Eindruck erwecken sollten. Das Naturpapier wurde auch für vorherige Druckprodukte des Betriebs verwendet und passt daher in das Corporate Design. 
Die Größe wurde auf A4 festgelegt. Das Heft sollte zum Vermitteln einer bestimmten Atmosphäre viele Großaufnahmen beinhalten, dafür wurde ein größeres Format benötigt. Außerdem sollte die Schrift nicht zu klein und gut leserlich sein, da das Klientel im Burger Fährhaus überwiegend bereits fortgeschrittenen Alters ist und nicht mehr so gut sehen kann. Ebenso sollte eine gewisse Qualität mit der Größe kommuniziert werden: es handelt sich nicht um ein billiges Beilage- oder Werbeheft, welches man direkt aussortiert, sondern um ein richtiges Magazin. 

Design

Das im Jahr zuvor auf der Webseite umgesetzte Design sollte sich in dem Magazin widerspiegeln, um ein durchgehendes Corporate Design zu verfolgen. Ziel war es, das Burger Fährhaus in dem Design darzustellen: elegant und gleichzeitig familiär und gemütlich. Eine minimalistische und eher schlichte Seitengestaltung, sowie Großaufnahmen sollten für Eleganz sorgen. Die Verwendung von kleinen Icons sollte dem Design einen liebevollen Aspekt geben. Auch die großzügige Verwendung der Farben des Corporate Designs sollten dem sterilen Weiß, welches in minimalistischen und eleganten Designs häufig sehr präsent ist, entgegenwirken.  

Struktur/Umfang

Das 22-seitige Heft wurde nach einer bestimmten Struktur aufgebaut. Diese wurde so gewählt, dass Teile des Magazins vollständig und unverändert für folgende Auflagen übernommen und andere Seiten mit neuen Inhalten gefüllt werden können, ohne ein komplett neues Layout erstellen zu müssen. Der feste Teil umfasst eine Vorstellung des Betriebs und der Geschichte, Inhaltsangabe, Vorstellung des Konzepts und Philosophie, eine Übersicht der Lieferanten, eine Doppelseite über die Mitarbeiter und Kontaktmöglichkeiten. Natürlich kann es auch hier zu Veränderungen kommen, jedoch soll der Aufbau gleichbleiben. Der flexible Teil umfasst verschiedene Berichte zu aktuellen Themen, Statements und Einblicken in den Betrieb. 

Inhalt

Inhaltlich versucht das Heft dem Leser einen Eindruck von den Überzeugungen und dem Alltag des Betriebes zu vermitteln. Einerseits soll dem Leser bewusst werden, warum das Burger Fährhaus höhere Preise für Speisen verlangt als andere Restaurant (gute Bezahlung der Mitarbeiter, regionale Lieferanten, nachhaltig angebaute Produkte/ Fokus auf biologischen Anbau, faire Tierhaltung, keine Verwendung von Convenience Produkten, Herstellung und Verarbeitung im Haus, …). Gleichzeitig soll es dem Gast ermöglichen, eine persönliche und emotionale Verbindung zum Betrieb aufzubauen, indem Einblicke gewährt werden, die ein Gast bei einem Besuch sonst nicht erleben würde. Zusätzlich soll unter anderem durch das Rezept erreicht werden, dass das Magazin einen Nutzen birgt, sodass die Gäste es mit nach Hause nehmen und dort vielleicht sogar aufbewahren.

Gesamtkommunikation

Um das gesamte Konzept der Unternehmenskommunikation abzurunden, sollen die im Zuge des Magazins entstandenen Berichte auch im Internet verfügbar sein. Hierfür wurde eine Blog-Seite auf der Webseite hinzugefügt (Bemerkung: Blog-Seite befindet sich derzeit im Umbau). Außerdem sollen die Berichte über die Social Media Kanäle geteilt werden. Geplant ist es, im Laufe des Jahres weitere Berichte zu schreiben, diese direkt online zu veröffentlichen und jeweils jährlich ein Magazin rauszubringen. 

Umsetzung

Da die Sommersaison bereits begonnen hatte, als die Problematik dringlich wurde, wurde ein Plan ausgearbeitet, welcher zwei Wochen für die Erstellung und weitere eineinhalb Wochen für den Druck plante. Zuerst wurde ein Gerüst mit genauem Plan des Umfangs, der Inhalte und des Layouts erstellt und dieses erneut mit dem Restaurant abgesprochen. Einige Textbausteine und viele Foto gab es bereits, sodass diese übernommen werden konnten. Als besonders schwierig erwies es sich, einen Termin für Teamfotos zu finden. 
Sämtliche Fotos, die noch benötigt wurden, konnten an einem Tag erstellt werden, sowie sämtliche inhaltliche Themen und Fakten konnten bei einem Gespräch mit den Besitzern des Restaurants gesammelt werden. Das fertig erstellte Heft wurde im Betrieb von mehreren Mitarbeitern Korrekturgelesen und Fehler wurden behoben. Aufgrund des Zeitdrucks blieb es bei der Korrektur von Laien, dafür wurde das Magazin wie geplant innerhalb kürzester Zeit umgesetzt.

Rückmeldung/Fazit

Die erste Auflage, welche am 06.07.2021 fertig gedruckt eintraf, umfasste 500 Stück und lag offen, für die Gäste zum Mitnehmen oder Stöbern, im Gastraum aus. Bei reservierten Tischen (die standartmäßig vorbereitend eingedeckt werden) wurde ein Magazin mit eingedeckt.
Insbesondere das Servicepersonal gab sehr positive Rückmeldungen, da es insgesamt zu weniger Nachfragen oder Beschwerden kam, sofern ein Magazin bereits auf dem Tisch lag oder sich die Gäste eines beim Betreten des Restaurants mitgenommen hatten. Außerdem konnte das Servicepersonal ein Magazin anreichen, anstatt jedem Gast die Umstände zu erklären. Dieses half vor allem an stressigen Tagen, an denen nicht ausreichend Zeit war, um sich mit jedem Gast lange zu unterhalten. Auch gab es häufig positiv überraschte Rückmeldungen von Gästen, die zuvor bereits zufrieden waren, denen jedoch nicht bewusst war, nach welchen Standards das Burger Fährhaus arbeitet.
Ebenso ließ sich ein Rückgang von negativen Bewertungen im Netz beobachten. Obwohl in diesem Bezug sicherlich auch die etwas ruhigere Pandemielage und eine Wiedergewöhnung der Leute an ein normales Leben nicht ganz unerheblich mitwirkte. Im Laufe der Zeit wurde deutlich, dass alle Restaurants ihre Preise angehoben hatten und bei den Menschen setzte ein Verständnis der Lage ein.
Ende August war der Bestand aufgebraucht und es wurden weitere 500 Hefte nachgedruckt, wobei nur kleinere Änderungen vorgenommen wurden (Rechtschreibfehler, Helligkeit der Fotos).

2022 • Ausgabe 2

Zwar werden die Hefte aus dem Jahr 2021 noch weiter verwendet/ausgelegt, jedoch kann die neue Ausgabe bereits vorbereitet werden, um gedruckt zu werden, sobald die anderen Hefte aufgebraucht worden sind. 

Unter folgenden Links sind die drei neuen Artikel als Blog-Posts zu finden. Da ich derzeit noch keine Freigabe von allen Parteien habe, sind diese passwortgeschützt. Das Passwort ist: PreVersionZugangMLU .

Bei Fragen oder falls etwas nicht funktioniert, könnt ihr mir gerne unter elela@pm.me schreiben.

Handwerklich und regional: vom Feld zum Teller

Gemütlich sitzen auf der Terrasse

Ausbildung im Burger Fährhaus

Im Magazin werden die Artikel wie folgt aussehen (kleinere Änderungen vorbehalten):

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