{"id":282,"date":"2020-10-01T15:45:00","date_gmt":"2020-10-01T13:45:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/lelesu\/?page_id=282"},"modified":"2020-11-12T12:15:19","modified_gmt":"2020-11-12T11:15:19","slug":"informationen-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/lelesu\/informationen-2\/","title":{"rendered":"Informationen"},"content":{"rendered":"\n<p>Hier gelangen Sie direkt zu den Informationen f\u00fcr <a href=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/lelesu\/informationen-fuer-betroffene-2\/\">Betroffene <\/a>und f\u00fcr <a href=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/lelesu\/information-fuer-praxen-2\/\">Arztpraxen<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2>Informationen zum Projekt<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Hintergrund: <\/strong>Diabetes mellitus (DM) hat in Deutschland und allen modernen Gesellschaften eine zentrale gesundheitspolitische Bedeutung. Diabetes-bedingte Folgeerkrankungen und Komplikationen sind relevante Kosten- und Inanspruchnahmefaktoren im Gesundheitssystem. Als Behandlungsziel f\u00fcr Menschen mit DM werden in den aktuellen Leitlinien u.a. normnahe Blutzuckerwerte sowie regelm\u00e4\u00dfige Stoffwechselkontrolle und Screening auf Folgeerkrankungen empfohlen. Strukturierte Patientenschulungen nehmen bereits seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle in der Behandlung und Betreuung von Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 (T2DM) ein. Mit den Schulungen wird ein Patienten-Empowerment angestrebt, d.h. die Betroffenen lernen den Diabetesverlauf aktiv zu beeinflussen, indem sie Kenntnisse zu gesundheitsf\u00f6rderlichem Verhalten wie gesunde Ern\u00e4hrung, Bewegung und zu kardiovaskul\u00e4ren Risikofaktoren erwerben. Dies soll dazu f\u00fchren, die Diabetes-spezifischen Therapieanforderungen im Alltag erfolgreich umzusetzen. W\u00e4hrend im internationalen Kontext die Wirksamkeit von Patienten- und Selbstmanagementschulungen umfangreich untersucht ist, sind Studien zu Effekten von strukturierten Schulungsprogrammen f\u00fcr Diabetes mellitus im deutschsprachigen Raum selten und Kenntnisse \u00fcber die Teilnehmenden an den Schulungen und die Effekte der Schulungen liegen nur wenige vor.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ziel und Fragestellung:<\/strong> Ziel des Projekts ist es im Rahmen einer prospektiven L\u00e4ngsschnittstudie die Praxis der strukturierten Schulungen und die Auswirkungen auf unterschiedliche Patiententypen zu analysieren. Dabei sollen m\u00f6gliche Verbesserungen f\u00fcr sozial Benachteiligte, die sowohl eine h\u00f6here Pr\u00e4valenz an Typ 2 Diabetes, als auch mehr Komplikationen und schlechtere therapierelevante Parameter aufweisen als sozial bessergestellte Patientinnen und Patienten mit T2DM, erarbeitet werden. Folgende \u00fcbergeordnete Fragestellungen stehen im Fokus der Studie:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Manifestieren sich soziale Ungleichheiten bei Personen mit T2DM in der Teilnahme an Patientenschulungen?<\/li><li>Manifestieren sich soziale Ungleichheiten bei Personen mit T2DM in unterschiedlichen Lerntypen?<\/li><li>Auf welchen Lerntyp fokussieren die strukturierten Patientenschulungen zu T2DM?<\/li><li>Wie erfolgreich sind die strukturierten Patientenschulungen bei den verschiedenen Lerntypen und den verschiedenen sozialen Gruppen?<\/li><li>Welche Handlungsempfehlungen lassen sich aus diesen Erkenntnissen ableiten?<\/li><li>Unterscheidet sich das krankheitsbezogene Wissen von Personen mit Typ 2 Diabetes, die jemals an einer Diabetesschulung teilgenommen haben vom Wissen der Personen, die eine Teilnahme abgelehnt haben?<\/li><li>Was ist erforderlich, um eine strukturierte Patientenschulung f\u00fcr Menschen mit Typ 2 Diabetes, die Schulungen bislang ablehnten, patientinnen- und patientenorientiert zu gestalten?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Material und Methoden:<\/strong> Die Studie ist als monozentrische L\u00e4ngsschnittstudie geplant. Eingeschlossen werden Patientinnen und Patienten ab einem Alter von 18 Jahren, mit der Diagnose T2DM, die von Ihrem Arzt die Empfehlung zur Teilnahme an einer Schulung erhalten haben. Es findet eine pseudonymisierte Befragung mit standardisierten Frageb\u00f6gen statt (Papierfragebogen oder Online-Befragung). Die Daten werden mit inferenzstatistischen Methoden analysiert (u.a. Korrelationsanalysen, Regressionsmodelle, varianzanalytische Designs).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erwartete Ergebnisse:<\/strong> Das beschriebene Projekt widmet sich mit der Analyse der Schulungseffekte einer der vordringlichen klinischen Versorgungsfragen bei T2DM und legt erstmals Erkenntnisse \u00fcber Lerneffekte in den strukturieren Patientenschulungen des Disease Management Programms vor. Die Studie greift explizit die Lernvoraussetzungen f\u00fcr sozial schlechter gestellte Betroffene, einer hoch vulnerablen Gruppe in der diabetologischen Versorgung, auf und liefert Beitr\u00e4ge zur Erkl\u00e4rung unterschiedlicher Lernerfolge. Die Ergebnisse der Studie k\u00f6nnen dazu beitragen, einen Vorschlag zur ziel- und bedarfsgerichteten Schulung von sozial benachteiligten Personen mit T2DM zu erarbeiten und eine bessere Passf\u00e4higkeit der Schulungsangebote zu erstellen. So k\u00f6nnen Betroffene, die bislang weniger von entsprechenden Angeboten profitierten, zuk\u00fcnftig besser erreicht und damit Ungleichheiten in der Inanspruchnahme und im Erfolg strukturierter Diabetesschulung entgegengewirkt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier gelangen Sie direkt zu den Informationen f\u00fcr Betroffene und f\u00fcr Arztpraxen. 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