{"id":30,"date":"2020-04-13T10:26:46","date_gmt":"2020-04-13T08:26:46","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/lkev\/?page_id=30"},"modified":"2020-04-21T16:59:10","modified_gmt":"2020-04-21T14:59:10","slug":"womans-bible-comentary-newsom-ringe-lapsley","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/lkev\/womans-bible-comentary-newsom-ringe-lapsley\/","title":{"rendered":"Woman\u00b4s Bible Comentary &#8211; Newsom, Ringe, Lapsley"},"content":{"rendered":"\n<p>Bitte stellen Sie Ihre Eintr\u00e4ge in diesen Bereich ein. Sollte bereits ein Text vorhanden sein, machen Sie bitte einen gut sichtbaren Absatz und f\u00fcgen Ihren Text dann darunter ein. <\/p>\n\n\n\n<h2>Gospel of Luke von Jane D. Schaberg und Sharon H. Ringe (Daniel Siegmund)<\/h2>\n\n\n\n<p>Jane D. Schaberg und Sharon H. Ringe haben die Kommentar zum Evangelium nach Lukas im Womens Bible Commentary verfasst. Bereits die Einleitung ist so ungew\u00f6hnlich, dass ich ihn hier im Wortlaut wiedergeben werden: \u201eWarning! The Gospel of Luke is an extremely dangerous text, perhaps the most dangerous in the Bible.\u201c (S. 493) Zu dieser Einsch\u00e4tzung kommen die Autorinnen auf Grund ihrer Beobachtung, dass viele Leser meinen, dass Lukas ein Freund der Frauen w\u00e4re, der in fast schon moderner Weise ihnen eine progressive neue soziale Identit\u00e4t und Rolle geben w\u00fcrde. Doch ist dies, ihrer Auffassung nach, eine Fehleinsch\u00e4tzung, die ihre Ursache im ungenauen Lesen hat (S. 493).<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr in ihren Ausf\u00fchrungen zeigen sie, wie sie zu der Einsch\u00e4tzung kommen, dass Lukas sein Evangelium nutzt um eine m\u00e4nnlich gef\u00fchrte\/dominierte Christenheit seiner Zeit zu legitimieren. Ohne dabei jedoch, Jesus ein einziges Mal dabei sagen m\u00fcsste, dass Frauen sich unterzuordnen haben, sondern er transportiere diese Botschaft unterschwellig, so dass eine Leserin f\u00fcr sich selbst die untergeordnete Rolle, als die richtige und gottgewollte Rolle zu erkennen (S.493; 510f). Dieses Ziel gr\u00fcndet sich aber weniger in einer Art \u201eFrauenhass\u201c, sondern viel mehr in dem Umstand, dass sich Lukas und seine Zeitgenossen mit der Parusieverz\u00f6gerung abgefunden haben und sich nun auf ein Leben im r\u00f6mischen Reich einstellen m\u00fcssen. Dies zeige sich vor allem in der Darstellung der Passion, in der historisch unpr\u00e4zise die Verantwortung f\u00fcr die Kreuzigung der j\u00fcdischen Elite zugeschrieben wird, wodurch deutlich werden soll, dass Jesus kein Revolution\u00e4r gewesen sei und auch seine Anh\u00e4nger keine Gefahr f\u00fcr den Staat darstellen w\u00fcrden (S. 496).<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Autorinnen\nzeigen sich Hinweise auf die Absicht, die m\u00e4nnliche F\u00fchrung der\nfr\u00fchen Kirche zu legitimieren, des Evangelisten schon in der\nstatistischen Betrachtung. Denn obwohl das lukanische Sondergut viele\nErz\u00e4hlungen mit Frauen beinhaltet (S. 495), dominieren trotzdem vor\nallem M\u00e4nner das Evangelium. So kommen zehn Frauen mit Namen vor,\ndoch stehen ihnen 133 M\u00e4nner gegen\u00fcber (39 handelnde und 94\nerw\u00e4hnte). Dies ist ein Verh\u00e4ltnis von 13:1, \u00e4hnlich verh\u00e4lt es\nsich auch mit namenlosen Personen. Auch in den Reden Jesu geht es\nzwar 18 mal um Frauen, aber auch 158 mal um M\u00e4nner. Schlie\u00dflich\nf\u00e4llt auf, dass nur 15 mal Frauen sprechen im gesamten Evangelium\n(S. 499). Somit zeigt sich doch recht deutlich, dass das\nLukas-Evangelium (und noch st\u00e4rker die Apostelgeschichte)\nandrozentrisch sind. In der weiteren Betrachtung f\u00e4llt auf, dass\nFrauen bei Lukas durch gezielte \u00c4nderungen des Textes gegen\u00fcber\nMarkus aus dem Kreis der J\u00fcnger ausgeschlossen werden (Mk\n10,28-30\/Lk 18,28-30; S. 500).<\/p>\n\n\n\n<p>Anhand von f\u00fcnf\nAusgew\u00e4hlten Textstellen zeigen die Autorinnen, wie sehr Lukas\nversucht den Frauen eine untergeordnete Rolle im Christentum zu zu\nschreiben, damit dieses in die r\u00f6mische Gesellschaft passt.\nBesonders problematisch sehen sie vor allem die Wirkungsgeschichte\ndes Lukas-Evangeliums, inder Frauen oft zu einer Selbstentmachtung\nverf\u00fchrt wurden sind durch diese Texte, was bis zur\nstillschweigenden Hinnahme von Gewalt ging (S. 501).<\/p>\n\n\n\n<p>In<strong> Lk 1 <\/strong>gehen sie u.a. auf Hanna ein, die im Gegensatz zu Simeon kein eigenes Canticum hat, sondern auf ihre Witwenschaft und ihr Fasten und Beten im Tempel reduziert werde. Auch wird \u00fcber sie nicht gesagt, dass sie voll des Heiligen Geistes w\u00e4re, was gleich dreimal \u00fcber Simeon ausgesagt wird. Au\u00dferdem f\u00fchren sie aus, wie pr\u00e4gend Lukas zwar f\u00fcr das \u00fcbliche Bild von der Jungfrau Maria ist, w\u00e4hrend Maria (ausnahmsweise) im ersten Kapitel noch alles andere als eine den M\u00e4nnern untergeordnete Frau ist, sondern Gott f\u00fcr ihre Befreiung und sein Merken auf die Unterdr\u00fcckten lobt. Dies \u00e4ndert sich im zweiten Kapitel, in dem sie dann zur beispielhaften schweigsamen Zuh\u00f6rerin wird. (S. 503-504)<\/p>\n\n\n\n<p>In <strong>Lk 7,36-50<\/strong> \u2013 Jesu Salbung durch die S\u00fcnderin \u2013 machen die Autorinnen durch den synoptische Vergleich deutlich, wie sehr Lukas die Bedeutung der Perikope durch ihren neuen Kontext ge\u00e4ndert hat, indem er der Frau die prophetische Rolle nimmt, die sie in den anderen Evangelien hat und f\u00fcr die sie da von Jesus ger\u00fchmt wird. (S. 504-505)<\/p>\n\n\n\n<p>Mit ihren Ausf\u00fchrungen zu<strong> Lk 8,1-3<\/strong> \u2013 die nachfolgenden Frauen \u2013,  <strong>Lk 10,38-42<\/strong> \u2013 Maria und Martha \u2013 und <strong>Lk 23,49;24,1-12<\/strong> \u2013 den Frauen am Kreuz und am leeren Grab \u2013 zeigen sie, wie Lukas Frauen unterschwellig aus dem Kreis der J\u00fcnger und Apostel herausschiebt und ihre besondere Rolle untergr\u00e4bt.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie fassen mit folgenden Worten ihre Ausf\u00fchrungen zusammen: \u201eLuke\u2018s Jesus [\u2026] does not call a community of equals. Women ar included in Jesus\u2018 entourage and table community, but not as the equals of men.\u201c (S. 511)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bitte stellen Sie Ihre Eintr\u00e4ge in diesen Bereich ein. Sollte bereits ein Text vorhanden sein, machen Sie bitte einen gut sichtbaren Absatz und f\u00fcgen Ihren Text dann darunter ein. Gospel of Luke von Jane D. Schaberg und Sharon H. 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