{"id":804,"date":"2017-10-17T07:32:50","date_gmt":"2017-10-17T05:32:50","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/medsoz1\/?page_id=804"},"modified":"2018-06-06T07:41:12","modified_gmt":"2018-06-06T05:41:12","slug":"katharina-werhahn","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/medsoz1\/unsere-doktoranden\/katharina-werhahn\/","title":{"rendered":"Katharina Werhahn"},"content":{"rendered":"<h2><a href=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/medsoz1\/unsere-doktoranden\/katharina-werhahn\/katharin_werhahn\/#main\" rel=\"attachment wp-att-806\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright size-full wp-image-806\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/medsoz1\/files\/2017\/10\/Katharin_Werhahn.jpg\" alt=\"\" width=\"310\" height=\"306\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/medsoz1\/files\/2017\/10\/Katharin_Werhahn.jpg 310w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/medsoz1\/files\/2017\/10\/Katharin_Werhahn-300x296.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 310px) 100vw, 310px\" \/><\/a>Hallo Katharina, ein paar Fragen an dich zu deiner Promotion am Institut f\u00fcr Medizinische Soziologie:<\/h2>\n<p><strong>Wie kam der Kontakt zum Institut zustande und wie kam es zur Promotion?<\/strong><br \/>\nNachdem ich wusste, dass wenn ich tats\u00e4chlich eine Doktorarbeit schreiben w\u00fcrde, ich mich selbst stark einbringen und frei arbeiten wollen w\u00fcrde, r\u00fcckte die Vorklinik in den Focus. Ich habe die Vorklinik zwar in Leipzig gemacht, aber ich wusste aus meinem Bekanntenkreis, dass Doktorm\u00fctter und -v\u00e4ter aus klinischen F\u00e4chern meist weniger Zeit f\u00fcr die Betreuung haben und man oft in ein vorbestimmtes Forschungsvorhaben einbezogen wird. Also habe ich mich in der Vorklinik nach M\u00f6glichkeiten umgeh\u00f6rt. Und da ich mir lieber an gro\u00dfen Fragen als an wissenschaftlichen Details die Z\u00e4hne ausbei\u00dfe, habe ich bei dem Institut f\u00fcr Medizinische Soziologie der MLU angefragt. Schon beim ersten Treffen fand ich die Mischung aus viel Raum f\u00fcr eigene Ideen, fachlichen Hilfestellungen und kritischen Anmerkungen sehr hilfreich und anregend. Das ist auch so geblieben, gerade wenn ich mal alleine nicht richtig weiterkomme helfen die Treffen enorm.<\/p>\n<p><strong>Was ist das Thema und die Art?<\/strong><br \/>\nWie Niels Bormann strebe ich an publikationsbasiert zu promovieren. Meine Arbeit damit f\u00fcr einen gro\u00dfen Personenkreis zug\u00e4nglich zu machen, finde ich eine motivierende Vorstellung. Vor allem da es ein Projekt ist das ich selbst thematisch beeinflusst und in das ich viel Herzblut und Zeit gesteckt habe. Es geht um Drogenkonsumenten und Ihre Haltung zum Substanzkonsum. Als Mediziner haben wir viel mit Drogennutzern zu tun. Die Frustration, wenn man beispielsweise auf der Gef\u00e4\u00dfchirurgie assistiert wenn Raucherbeine amputiert werden, finde ich mehr als verst\u00e4ndlich und doch ist es nicht das richtige Gef\u00fchl um letztlich gut mit den Patienten umgehen zu k\u00f6nnen. Um besser verstehen zu k\u00f6nnen, was in Menschen die Drogen nehmen vor sich geht, habe ich 13 Interviews gef\u00fchrt (damit es deutlicher wird habe ich Konsumenten illegaler Drogen befragt) und versuche in der Auswertung zug\u00e4nglich zu machen was diese Menschen denken. Zu Sucht, zu \u00c4rzten, zu Drogen&#8230; Denn wenn man einander versteht, kann man auch konstruktiver zusammen arbeiten, beispielsweise im Krankenhaus f\u00fcr die Gesundheit der Betroffenen.<\/p>\n<p><strong>Wie gestaltet sich der Ablauf der Promotion?<\/strong><br \/>\nIch habe erst mal viel gelesen, den Ethikantrag vorbereitet, dann die Interviewpartner gesucht und interviewt. Auch die Verschriftlichung des Tonmaterials hat einige Zeit in Anspruch genommen. Dann konnte ich letztes Jahr den Stand meiner Arbeit auf dem gemeinsamen Kongress der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Medizinische Soziologie und der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Medizinische Psychologie vorstellen. Das war extrem anregend, vor allem weil ich positives Feedback von verschiedenen Wissenschaftlern aus ganz Deutschland bekam. Auch hier wurde ich sehr gut in der Vorbereitung durch meine Betreuer unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Seit ich das erste mal im B\u00fcro von Prof. Richter sa\u00df habe ich zwei Kinder bekommen und das Medizinstudium beendet. Manchmal war es schwierig Zeit f\u00fcr die Doktorarbeit zu finden. Aber dass ich fachlich hervorragend betreut werde und mit anderen Wissenschaftlern und Promovierenden vom Institut in Kontakt bin, hat mir immer wieder geholfen dran zu bleiben. Sobald man dann das eigene Projekt wieder in den H\u00e4nden h\u00e4lt kommt der Flow meist von alleine, da man sich erinnert warum man das machen wollte und welche H\u00fcrden man schon alle genommen hat.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ee7d00\"><strong>Mein Fazit ist, wer sich mal weit weit entfernt von ABCDE und trotzdem gut \u201ebeh\u00fctet\u201c intellektuell austoben will, der sollte sich am IMS melden und M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine Promotion besprechen.<\/strong> <\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/medsoz1\/files\/2017\/10\/Studienprotokoll_Werhahn.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Expos\u00e9\/Studienprotokoll zur Arbeit von Katharina Werhahn<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo Katharina, ein paar Fragen an dich zu deiner Promotion am Institut f\u00fcr Medizinische Soziologie: Wie kam der Kontakt zum Institut zustande und wie kam es zur Promotion? 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