{"id":252,"date":"2018-04-06T11:52:32","date_gmt":"2018-04-06T09:52:32","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mrecinema\/?page_id=252"},"modified":"2018-07-11T13:06:52","modified_gmt":"2018-07-11T11:06:52","slug":"my-son-my-son-what-have-ye-done","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mercinema\/my-son-my-son-what-have-ye-done\/","title":{"rendered":"My Son, My Son, What Have Ye Done (im englischen Original mit deutschen Untertiteln)"},"content":{"rendered":"<p>Der Student Brad Macallam t\u00f6tet seine Mutter und verschanzt sich mit zwei Geiseln in seinem Elternhaus. Zwei Detectives versuchen herauszufinden, weshalb Brad den Mord beging und wie die Situation deeskaliert werden k\u00f6nnte, ohne das Leben der Geiseln zu gef\u00e4hrden. Hierzu befragen sie seine Verlobte Ingrid und den Leiter der Schauspielgruppe, mit der Brad die Orestie nach Aischylos einstudiert hatte. Nach und nach zeigt sich, dass Brad in Folge eines traumatischen Erlebnisses eine schizophrene St\u00f6rung entwickelte und zunehmend den Bezug zur Realit\u00e4t verlor. Er f\u00fchlt sich in mystisch-narzisstischer Weise mit Gott verbunden und auch seine Rolle als der Mutterm\u00f6rder Orest gr\u00e4bt sich tief in seine Pers\u00f6nlichkeit ein.<\/p>\n<p>Werner Herzogs Film ist stilistisch eng mit dem Werk von David Lynch verbunden und man kann sich kaum einen besseren Orientierungspunkt vorstellen, wenn es um die Thematisierung von Realit\u00e4tsverlust, Paranoia und Halluzinationen geht. Brads Schizophrenie wird im Kino sicht- und f\u00fchlbar, Herzog schafft beim Publikum selbst immer wieder Unsicherheit, ob das Gesehene real oder Teil von Brads Wahrnehmungsst\u00f6rung ist. Dass auch hier wieder eine psychische St\u00f6rung im Film mit Gewalt verbunden wird, l\u00e4dt ebenso zur kritischen Diskussion des herausragenden Filmes ein wie Herzogs Kunst der Publikumsverwirrung.<\/p>\n<p>Wir zeigen den Film <b>im<\/b> <b>englischen <\/b><b>Original mit deutschen Untertiteln<\/b>.<\/p>\n<pre>USA, D 2009; 91 Min.\r\nRegie: Werner Herzog\r\nDarsteller: Michael Shannon, Willem Dafoe, Chlo\u00eb Sevigny, Udo Kier, Grace Zabriskie<\/pre>\n<p>_________________________________________________________________________<\/p>\n<p><iframe width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/e_X5Mf-fmAE?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>\u00a0Dr. Eva-Maria <\/b><b>Fahm\u00fcller<\/b> ist freie Dramaturgin und Dozentin, unter anderem an der Filmuniversit\u00e4t Babelsberg. Sie leitet die Masters School Drehbuch in Berlin. Zudem ist sie Vorstandsvorsitzende von VeDRA, dem Verband f\u00fcr Film- und Fernsehdramaturgie. Seit vielen Jahren besch\u00e4ftigt sie sich mit der Darstellung psychischer Krankheiten in Film und Fernsehen in zahlreichen Vortr\u00e4gen, Artikeln und Essays.<\/p>\n<p><b>Dr. med. Stephan R\u00f6ttig <\/b>hat als Oberarzt der Universit\u00e4tsklinik f\u00fcr Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik\u00a0des UKH umfangreiche Erfahrungen mit Betroffenen, die unter einer ver\u00e4nderten Realit\u00e4tswahrnehmung leiden<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Student Brad Macallam t\u00f6tet seine Mutter und verschanzt sich mit zwei Geiseln in seinem Elternhaus. Zwei Detectives versuchen herauszufinden, weshalb Brad den Mord beging und wie die Situation deeskaliert werden k\u00f6nnte, ohne das Leben der Geiseln zu gef\u00e4hrden. Hierzu befragen sie seine Verlobte Ingrid und den Leiter der Schauspielgruppe, mit der Brad die Orestie [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1403,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mercinema\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/252"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mercinema\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mercinema\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mercinema\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1403"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mercinema\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=252"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mercinema\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/252\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":296,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mercinema\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/252\/revisions\/296"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mercinema\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=252"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}