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9. Dez 2020

CBD-Öl und Antidepressiva – das sollten Anwender beachten

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Immer mehr Menschen erkranken im Laufe ihres Lebens an einer Depression, die in der Regel mit einem erheblichen Leidensdruck einhergeht. Die häufig verschriebenen Antidepressiva weisen ein enormes Spektrum an Nebenwirkungen auf, sodass die Lebensqualität der Betroffenen zusätzlich eingeschränkt wird. CBD zeichnet sich durch beruhigende sowie angstlösende Eigenschaften aus und kommt daher vor allem bei psychischen Erkrankungen immer häufiger zum Einsatz.

Wir erläutern in unserem heutigen Beitrag, wie CBD die Stimmung nachweislich stabilisieren kann und welche Wechselwirkungen bei der gleichzeitigen Einnahme von Antidepressiva und CBD auftreten können.

Häufig kommen Psychopharmaka bei Depressionen zum Einsatz

Rund acht Prozent der Deutschen entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Depression, die häufig durch traumatische Erlebnisse, übermäßigen Stress sowie eine allgemeine Unzufriedenheit manifestiert wird. Auch Veränderungen des Hormonhaushalts sowie eine verminderte Serotonin-Ausschüttung gehören zu den möglichen Auslösern einer Depression. Depressive Phasen sowie andere psychische Leiden gehen nicht selten mit einer Vielzahl an Begleiterscheinungen wie Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und Abgeschlagenheit einher.

Damit Betroffene trotz Depression wieder handlungsfähig werden, verschreiben Ärzte in der Regel verschiedene Antidepressiva wie selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und trizyklische Antidepressiva. Sie sind in der Regel mit einer Reihe von Nebenwirkungen verbunden, sodass Patienten über eine Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen sowie eine verminderte Libido klagen. Viele Betroffene wünschen sich daher eine nebenwirkungsarme Alternative zu den üblichen Psychopharmaka.

Wichtig: Mit Antidepressiva lassen sich ausschließlich die Symptome einer Depression lindern. Ein langfristiger Behandlungserfolg kann nur mit einer ergänzenden Psychotherapie gewährleistet werden.

CBD-Öl kann als natürliches Antidepressivum fungieren

Cannabidiol gehört zu den wichtigsten Cannabinoiden, die aus der weiblichen Hanfpflanze extrahiert werden können. Da Cannabidiol den Botenstoffen im menschlichen Organismus stark ähnelt, kann das Cannabinoid das körpereigene Endocannabinoid-System gezielt stimulieren. Das Endocannabinoid-System steuert zahlreiche Prozesse – zum Beispiel den Appetit, den Schlaf-Wach-Rhythmus sowie auch das Schmerzempfinden. CBD kann an den CB1- und CB2-Rezeptoren des Körpers andocken und sich ausgleichend auf die Stimmung, den Schlaf und das Hungergefühl auswirken. Da CBD weiterhin den 5-HT1A-Serotonin-Rezeptor gezielt stimulieren kann, ist davon auszugehen, dass die Serotonin-Produktion durch die Einnahme von CBD-Hanföl angeregt wird. Mittlerweile konnte in zahlreichen Studien nachgewiesen werden, dass Cannabidiol sich dank seiner beruhigenden sowie stimmungsstabilisierenden Eigenschaften als natürliches Antidepressivum bewährt.

Gut zu wissen: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte CBD als unbedenklich ein und betonte, dass Patienten von der gesundheitsfördernden Wirkung der Substanz profitieren können.

Kann CBD-Öl zusammen mit Antidepressiva eingenommen werden?

Viele Patienten, die CBD begleitend einnehmen möchten, werden sich vielleicht folgende Frage stellen: Vertragen sich CBD-Öl und Antidepressiva? Nun, wenn auch CBD bei Depressionen als sehr nebenwirkungsarm gilt, so sollte die gleichzeitige Gabe von Antidepressiva und CBD-Öl nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Schließlich kann Cannabidiol sich auf verschiedene Enzyme im Körper auswirken, sodass die Wirkung bestimmter Medikamente verstärkt oder vermindert wird. Da zu diesen Arzneimitteln auch verschiedene Antidepressiva gehören, sollte die CBD-Einnahme zunächst mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Sofern der Arzt der zusätzlichen Einnahme von CBD-Öl zustimmt, ist es sinnvoll, mit einer niedrigen Dosierung von wenigen Tropfen pro Tag zu starten. Sollten keine Wechselwirkungen oder andere Unverträglichkeiten beobachtet werden, kann die tägliche Einnahmemenge schrittweise erhöht werden. Da CBD beruhigend und entspannend wirkt, sollte die Einnahme jedoch in den Abendstunden erfolgen.

Gut zu wissen: Sofern CBD als Monopräparat eingesetzt wird, werden vor allem zu Beginn der Einnahme leichte Begleiterscheinungen wie vermehrte Müdigkeit, Durchfall sowie Mundtrockenheit beobachtet. Diese Nebenwirkungen verschwinden jedoch in der Regel wieder nach der ersten Eingewöhnung.

Fazit: Die CBD-Einnahme sollte mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden

CBD kann die Beschwerden einer Depression auf schonende Art und Weise lindern und als ideale Alternative für handelsübliche Antidepressiva dienen. Sofern die Therapie mit CBD unterstützt werden soll, ist die eingehende Rücksprache mit dem Arzt des Vertrauens jedoch dringend notwendig. Zudem ist es wichtig, im Zuge einer Therapie auch langfristig an den Ursachen der Depression zu arbeiten.

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