RSS-Feed abonnieren

Passwort vergessen?

v Anmelden

20. Feb 2021

Was in unserem Körper passiert, wenn wir kiffen

Verfasst von

Photo by Shelby Ireland on Unsplash

Marihuana gehört zu den beliebtesten Drogen der ganzen Welt. In den Niederlanden und einzelnen Bundesstaaten der USA ist der Konsum von Joints, Gras und Co. gestattet. Deutschland weigert sich seit Jahren, THC-haltige Produkte zu legalisieren.

Im folgenden Artikel beschäftigen wir uns ausführlich mit dem beliebten Rauschmittel und gehen auch auf die Folgen des Cannabiskonsums ein.

Wie fühlt es sich an, high zu sein?

Wie sich Cannabis auswirkt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Während die einen vom einen Hochgefühl ins nächste gleiten und die Endorphine geradezu übersprudeln, zeigt sich bei anderen eine eher entspannende Wirkung. Probleme und Sorgen können ausgeblendet werden und die Stressbewältigung wird einfacher. So kann es durchaus dazu kommen, dass Aufgaben schneller und effizienter erledigt werden. Es kommt aber auch vor, dass Halluzinationen auftreten.

Wie lange hält die Wirkung an?

Die Wirkungsdauer ist davon abhängig, in welcher Form das Cannabis konsumiert wurde. Entscheidet man sich, das Cannabis zu rauchen, tritt die Wirkung augenblicklich auf. Dementsprechend schnell klingen die Effekte allerdings auch wieder ab. Spätestens zwei bis drei Stunden nach dem Konsum hat der Körper das Cannabis wieder verarbeitet. Fällt die Wahl hingegen auf die orale Einnahme – durch Brownies oder Cookies beispielsweise – lässt der Rausch einige Stunden auf sich warten. Infolgedessen verlängert sich aber die Dauer der Wirkung auf bis zu fünf Stunden.

Das Endocannabinoid-System – wie wirkt THC?

Im Körper gibt es das sogenannte Endocannabinoid-System, das für verschiedene lebenswichtige Funktionen verantwortlich ist. Es ist dem zentralen Nervensystem untergeordnet und besitzt die sogenannten Cannabinoid-Rezeptoren. THC ist ein pflanzliches Cannabinoid (Phytocannabinoid), das hauptsächlich am CB1-Rezeptor andockt. Durch diesen Prozess kann THC Einfluss auf die körpereigenen Abläufe nehmen. So verringert sich beispielsweise die Gedächtnisleistung. Beim Kiffen können wir dementsprechend nur sehr schwer neue Informationen aufnehmen und weiterverarbeiten. Darüber hinaus wird eine große Menge an Dopamin freigesetzt, was zu Angstzuständen oder Glücksgefühlen führen kann.

Wie lange dauert der Abbau von CBD?

Egal in welcher Form man das Cannabis zu sich genommen hat, die Spuren des Rauschmittels sind mehrere Wochen nachweisbar. Gemessen werden nämlich nicht die Symptome, sondern der THC-Gehalt im Blut. Es ist allerdings möglich, den THC Abbau aus dem Körper zu beeinflussen. So beweisen Studien, dass ein geringerer Körperfettanteil zu einer kürzeren Einlagerungsdauer führt. Die THC-Moleküle setzen sich nämlich gerne in den Fettzellen des Körpers fest. Dies bedeutet, dass dünne Menschen und vor allem auch Männer THC schneller aus ihrem System verbannen können.

Risiken des Cannabiskonsums

Kiffen wurde lange Zeit verharmlost und als Jugendsünde abgestempelt. Nun zeigt sich allerdings, dass der Konsum schwerwiegende Folgen nach sich ziehen kann, die sogar lebenslang andauern können.

Vor allem in der Pubertät hat der menschliche Körper alle Hände voll zu tun. Die Wachstumsphase geht in die letzte Runde und Hormone dringen mit aller Macht an die Oberfläche. Die dadurch verursachten Stimmungsschwankungen können durch den Cannabiskonsum enorm gesteigert werden. Das Zusammenspiel der körperlichen Prozesse und THC kann zu schweren Psychosen führen. Eine Reihe von wissenschaftlichen Studien konnte somit einen Zusammenhang zwischen Depressionen, Panikattacken und ebenso Atemwegserkrankungen und THC herstellen.

Zudem wurde festgestellt, dass die kognitiven Fähigkeiten der Kiffer in Mitleidenschaft gezogen werden. Messungen bewiesen, dass der IQ der Probanden im Verlauf des Konsums immer weiter sank. Letztlich können auch andere Nebenwirkungen wie Impotenz oder Inkontinenz auftreten.

THC hat natürlich auch eine positive Seite

Nichtsdestotrotz birgt der Cannabiskonsum natürlich auch positive Aspekte. Es zeigte sich beispielsweise, dass THC Schmerzen lindern kann. Vor allem Beschwerden, die durch Krankheiten wie Krebs oder Multiple Sklerose hervorgerufen werden, können durch die Einnahme von THC geschwächt werden. Es konnten auch positive Effekte bei ADHS nachgewiesen werden.

Über Kathi

Kommentieren


Kategorien