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27. Mrz 2021

Marke Eigenproduktion: Wie man CBD Öl selbst herstellen kann

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Photo by CRYSTALWEED cannabis on Unsplash

CBD-Öle sind teuer und Studierende können eher selten das Geld mit vollen Händen ausgeben. Die Covid-19-Pandemie hat die finanzielle Lage noch verschärft, weil viele Nebenjobs weggefallen sind. Dennoch ist niemand auf die kostspieligen Markenprodukte aus Hanfshops, Reformhäusern, Apotheken und Drogerien angewiesen. Wer das CBD Öl selbstständig herstellt, erreicht zwar nicht ganz die Qualität der handelsfertigen Produkte, spart im Endeffekt aber viel Geld.

Wie wird CBD Öl hergestellt?

Ob Profis oder Amateure, das Ziel der CBD-Extraktion ist für alle gleich. Unterschiedlich sind nur die Methoden, mit denen sie operieren. Das effizienteste Verfahren, die überkritische CO²-Extraktion, ist immens aufwendig und scheitert bei den meisten bereits bei der Beschaffung einer CO²-Extraktionsanlage. Hier wird die Hanfpflanze mit CO² gesättigt und soweit erhitzt, dass das Material in einem Zustand zwischen flüssig und gasförmig übergeht. In diesem Zustand lässt sich die Extraktion nun leicht gestalten.

Die Herauslösung kann außerdem mit Lösungsmitteln wie Ethanol, Hexan, Butan, Propan, Naphta und Isopropylalkohol erfolgen, bei denen zum Beispiel Kohlenwasserstoff die Ansatzstelle des Verfahrens bildet.

CBD Zuhause extrahieren

Für Amateure empfehlen sich die Verfahren mit Alkohol oder Trägerölen, denn beide Materialien sind leicht und legal zu besorgen. Außerdem benötigen Anwender natürlich das Biomaterial, die CBD Blüten.

Aufgrund des derzeitigen Hypes um CBD-Produkte gehören Pflanzen mit hohem CBD Gehalt bei den meisten Seedbanks inzwischen zum Repertoire. Der Anbau von Cannabispflanzen ist in Deutschland aber nach wie vor für Privatpersonen verboten!

Extraktion mit Alkohol oder Öl

Bei der Herstellung mit Alkohol werden die Blüten gründlich zerkleinert. Anschließend werden sie zusammen mit unvergälltem Lebensmittelalkohol, dessen Alkoholgehalt 95 % beträgt, in einen Kochtopf überführt und drei bis vier Minuten ziehen gelassen. Geeignet dafür ist zum Beispiel Spiritus. Der Vorgang wird danach in einem anderen Behälter mit neuem Alkohol wiederholt. Der Topf kann erhitzt werden, sodass der Alkohol verdampft und die Hanfpflanze decarboxylieren kann. Nachdem der Alkohol verdampft ist, lassen sich die Rückstände als CBD-Öl nutzen.

Kommt statt Alkohol ein Trägeröl zum Einsatz, ist meist von Olivenöl, Hanfsamenöl oder Kokosöl die Rede. Auch hier wird das Pflanzenmaterial zerkleinert, um danach in einen Topf zusammen mit dem Öl überführt zu werden. Das Verhältnis zwischen Pflanzenmaterial und Öl beträgt dabei 2:1 zugunsten des Öls. Der Topf wird daraufhin erhitzt und für eine Stunde bis zwei Stunden kochen gelassen, wonach das Endprodukt aus dem Topf entnommen wird.

Wer etwas Geduld mitbringt, kann dabei auch die Methode der Mazeration anwenden. Sie wird auch Kaltentzug genannt, weil hierbei auf das Kochen verzichtet wird. Stattdessen werden die Pflanzenteile zusammen mit dem Trägeröl in einem Glasgefäß für rund drei Wochen ziehen gelassen. So viel Zeit braucht das Trägeröl, um zumindest 50 % der Inhaltsstoffe der Hanfpflanze aufgenommen zu haben.

Die Vor- und Nachteile der Extraktionsmethoden

Sicherlich sauberer ist die CBD-Extraktion mit Olivenöl oder anderen Trägerölen. Allerdings ist das Extrakt nicht besonders hochwertig, selbst wenn man auf die Mazeration verzichtet. Das so entstandene Öl ist außerdem leicht verderblich und muss unter kühlen und lichtarmen Bedingungen gelagert werden. Bei der Ethanol-Extraktion wiederum können durch die Erhitzung mit Alkohol chemische Prozesse aktiviert werden, die gesundheitlich nicht unbedenklich sind. Auch kann der Vorgang dazu führen, dass gesunde Inhaltsstoffe der Hanfpflanze zerstört werden. Auf Brand- und Explosionsgefahr ist zu achten!

CBD Öl mit Kristallen herstellen

Einen weiteren Weg finden Anwender schließlich in der Herstellung von CBD Öl mit Kristallen. Die Kristalle enthalten 99 % reines CBD und sind im Vergleich zu CBD Ölen kostengünstiger. Dadurch, dass das Produkt bereits gebrauchsfertig ist, ersparen sich Anwender den mühseligen und zeitintensiven Vorgang der Extraktion. Die Kristalle können direkt mit einem Trägeröl vermischt oder auch ohne Umwege sublingual eingenommen werden. Werden nämlich die Kristalle unter der Zunge belassen, dann können die empfindlichen Rezeptoren der Mundschleimhaut diese direkt aufnehmen. Wer die Kristalle mit einem Trägeröl vermischt, kann das Produkt danach direkt in eine Sprühflasche überführen und bei Bedarf daraus schöpfen.

Fazit

Selbst ist der Mann und selbst ist die Frau. Wer aktiv zur Selbsthilfe schreitet, kann von der breit gefächerten Heilwirkung von CBD auch bei klammem Geldbeutel profitieren. Inbegriffen sind dabei wertvolle Erfahrungswerte und handfeste Erkenntnisse zum Wirkprofil der Hanfpflanze. Denn in der Botanik gilt das, was für alle Lebensbereiche seine Gültigkeit hat: Am meisten lernt jeder durch die Praxis.



Über Kathi

1 Kommentar

  1. Cbdglobe sagt:

    Man kann auch einfach günstig CBD Isolat kaufen und das verwenden

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