Marokko

Essaouira

Die Perle am Atlantik?

Als ich in Essaouira angekommen bin, war ich ein bisschen enttäuscht. Vielleicht hat es daran gelegen, dass mir von allen Seiten erzählt wurde, wie toll Essaouira ist und meine Erwartungen dementsprechend hoch waren. Die Medina, also die Altstadt, ist UNESCO-Weltkulturerbe. Allerdings war die Stadt derart überlaufen, dass ich es gar nicht richtig genießen konnte, dort zu sein.

Der Hafen von Essaouira wird überall als traditioneller Hafen beworben, in dem Fischerboote noch aus Holz gefertigt und Netze mit Hand geknüpft werden. Und das mag auch stimmen, allerdings macht er trotzdem nicht viel her, wenn man ihn in der Realität sieht. Und vor allem riecht. Der Fischgestank ist wirklich enorm und das sage ich nicht, weil ich nicht weiß, wie ein Hafen riecht. Nein, der Hafen von Essaouira riecht wirklich so unangenehm, dass man dort nicht verweilen möchte. Auch der Strand, der direkt an den Hafen grenzt, lädt nicht unbedingt zum Baden ein, ist aber trotzdem – wie der Rest von Essaouira auch – von Menschen überlaufen. Das Wasser ist grünlich bis braun und was darin herumschwimmt ist auch alles andere als appetitlich.

Bob Marley lebte eine Zeit lang in Essaouira und das markt man auch. An jeder Ecke kann man Bilder, T-Shirts oder Tajinen mit seinem Porträt kaufen. Generell ist Essaouria vollkommen auf Tourismus ausgerichtet und nimmt einem – meiner Meinung nach – ein bisschen den orientalischen Flair, den es eigentlich versprühen könnte. Aber wem kann man das schon zum Vorwurf machen, schließlich bin ich selbst ja Teil des Problems.

Vor den Mauern der Medina

Essaouira kann man sich angucken, wenn man die Möglichkeit dazu hat, aber ich würde dort nicht länger als einen Tag verweilen. Dafür gibt es zu viele andere schöne Orte in Marokko.

Dracarys!

Fans der Serie „Game Of Thrones“ dürfte es vielleicht interessieren, dass Essaouira in Staffel 3 der Drehort für die Sklavenstadt Astapor war. Auf der Scala de la Kasbah, das sind die Türme und die Hafenmauer mit echten Kanonen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, ist Emilia Clarke aka Daenerys Targaryen entlanggeschritten und hat sich mal eben eine Sklavenarmee zugelegt.

Wie ihr seht, ist die Mauer gut besucht und man muss schon ein wenig Fantasie aufwenden, um Game-Of-Thrones-Feeling heraufzubeschwören.
Auf die Mauern kann man draufklettern, sodass man einen schönen Blick auf das Meer und die Scala de la Kasbah hat.

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