Marokko

Marrakesch

Die Perle des Südens

Ihr denkt die letzten Sommer in Deutschland waren trocken und heiß? Dann kennt ihr Marrakesch noch nicht. Marrakesch ist die die Kuschelsocke im Wanderschuh im Hochsommer – schwitzig, heiß und drückend.

Der Markplatz von Marrakesch

Trotzdem: Die Hitze ist einen Besuch allemal wert! Ich könnte mir zwar nicht vorstellen, einen mehrwöchigen Urlaub dort zu verbringen, weil mir in der Hitze ein Ausweg ins kühle Nass fehlt. Schließlich befindet sich Marrakesch ziemlich weit von der Küste entfernt, ich weiß allerdings nicht genau wie weit. – Präzise Kilometerangaben sind etwas für Leute ohne Orientierungssinn. 😉

Ein paar Tage kann man es allerdings durchaus in Marrakesch aushalten. Und wie! Wenn man sich dem Souk ausgiebig widmen möchte, kann schon das allein einen ganzen Tag in Anspruch nehmen. Über Souks erfahrt ihr mehr in meinem Beitrag zum Streetfood.

Marrakesch ist mit Abstand meine Lieblingsstadt in Marokko. Sie unterscheidet sich von Essaouira und Agadir nicht nur dadurch, dass die Gebäude in wunderschönen Ocker-Tönen gehalten sind, die einen exotischen, orientalischen Flair versprühen. Die Straßen sind außerdem gut gepflegt und in Stand gehalten und die vielen kleinen Gassen sind gemütlich.

Viele Touristen gibt es natürlich auch hier, aber aus Gründen, die ich selbst auch nicht ganz erfassen kann, hat es mich hier – im Gegensatz zu Essaouira – nicht besonders gestört. Die ganze Stimmung in Marrakesch ist anders. Die Menschen wirken entspannter, selbst die Touristen. Die Stadt scheint trotz des Trubels noch sie selbst zu sein.

Vorsicht auf dem Marktplatz

Auf dieses Bild bin ich überhaupt nicht stolz, auch wenn es so wirkt. Grundsätzlich find ich es immer fraglich, in Tourismusregionen auf irgendwelche Angebote von Einheimischen einzugehen, die Unterhaltung oder Attraktionen mit Tieren beinhalten. Die Tiere werden oft misshandelt und unter unwürdigen Bedingungen gehalten. Dieser Kobra hier zum Beispiel wurden die Giftzähne gezogen, damit sie nicht mehr beißen kann. An dieser Prozedur sterben die Tiere meistens nach ein paar Tagen.

Wie es dann zu dem Bild kam? Auf dem Marktplatz tümmeln sich Händler und auch Gauner. Behaltet also eure Taschen und Wertgegenstände im Blick. Die Händler sind hier besonders aufdringlich. Sie stellen es geschickt an, denn sie wissen, wie man Touristen um den Finger wickeln kann. Erst ist alles ganz ungezwungen, man soll „nur mal gucken“ und schwupps, schon hat man eine Schlange um den Hals. Hier muss man wirklich konsequent sein und von Anfang an alles ablehnen. Und am Ende ziehen sie einem dafür natürlich noch Geld aus der Tasche.

Ja, da sitzt ein Skorpion auf meiner Hand. Der wurde übrigens auch von einem Schausteller in einer unaufmerksamen Minute einfach auf meiner Hand platziert. Aber genau das Gleiche ist mir mit dem Henna-Tattoo auf meiner Hand passiert. Das hat eine Frau auf dem Marktplatz einfach auf meine Hand gemalt, während ich Gewürze gekauft habe. Das ist kein Witz. Und ich habe dafür umgerechnet 20 Euro bezahlt.

Weiß man das vorher und kann sich darauf einstellen, ist es aber kein Problem, die Händler freundlich abzuwehren. Meine Freundin Laura und sind lediglich unserer selbstverschuldeten Unwissenheit zum Opfer gefallen. Weiß man nicht, was für eine Masche dahintersteckt, ist man viel zu unvorsichtig und lässt sich einlullen. Ihr wisst es also jetzt besser. 🙂

Damit ich den Beitrag nicht mit einem so negativen Eindruck abschließen muss, habe ich noch eine kleine Anekdote für euch. Als Laura und ich durch den Souk spaziert sind, kamen wir bei einer Textilfärberei vorbei.

Natürlich waren die Leute dort auch ganz wild darauf, uns ihre Tücher und Farben zu zeigen. Kurzerhand haben sie Laura dann einfach eingewickelt…

Sie geht fast vollständig in dem Hintergrund auf.

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