{"id":2071,"date":"2021-10-08T12:39:13","date_gmt":"2021-10-08T10:39:13","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mlu4career\/?page_id=2071"},"modified":"2021-10-26T10:44:12","modified_gmt":"2021-10-26T08:44:12","slug":"interview-mit-lucie-baltz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mlu4career\/interview-mit-lucie-baltz\/","title":{"rendered":"Interview mit Lucie Baltz"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mlu4career\/files\/2021\/10\/Lucie-Baltz-958x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2072\" width=\"290\" height=\"310\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mlu4career\/files\/2021\/10\/Lucie-Baltz-958x1024.jpeg 958w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mlu4career\/files\/2021\/10\/Lucie-Baltz-281x300.jpeg 281w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mlu4career\/files\/2021\/10\/Lucie-Baltz-768x821.jpeg 768w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mlu4career\/files\/2021\/10\/Lucie-Baltz.jpeg 1066w\" sizes=\"(max-width: 290px) 100vw, 290px\" \/><figcaption>Lucie Marie Baltz <br>(Foto: Florian Fritz)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"zeilenabstand\">Mein Name ist Lucie Marie Baltz und ich bin seit April 2021 Doktorandin der Arbeitsgruppe Allgemeine Zoologie, Institut f\u00fcr Biowissenschaften, der Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg. Mein Fachgebiet ist die Untersuchung des Einflusses der Urbanisierung auf die Populationsgenetik von Wildbienen.<br><\/p>\n\n\n\n<h4><strong>Wie sah dein Karriereplan aus und welche Herausforderungen sind dir begegnet? War die Entscheidung f\u00fcr die Promotion eine bewusste?<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"zeilenabstand\"><br>Nach der Schule war f\u00fcr mich klar, dass ich Biologie studieren m\u00f6chte und so bin ich vor 8 Jahren aus Rheinland-Pfalz nach Halle (Saale) gezogen. Einen wirklichen Plan, wohin meine Reise gehen sollte, hatte ich nie und habe ich auch jetzt nicht. Ich lasse mich von dem antreiben, was mir Spa\u00df macht und mich erf\u00fcllt. So bin ich durch meinen Bachelor gegangen und habe schon dort angefangen, mich auf Wildbienen zu spezialisieren und mich im Labor an Projekten zu beteiligen. Zu der Zeit wurde f\u00fcr mich klar, dass ich beruflich in die Forschung gehen m\u00f6chte, da mir eigentlich alles daran Spa\u00df macht: Die Feldarbeit, das Arbeiten im Labor, das Verkn\u00fcpfen der Zusammenh\u00e4nge und das Schreiben.<br><br>Meine erste, innerliche H\u00fcrde hatte ich w\u00e4hrend meines Bachelors nach einem Gespr\u00e4ch mit einem anderen Wissenschaftler, der sich durch die Schwierigkeiten, eine Stelle als Postdoc zu finden und Beruf mit Familie zu vereinbaren, nun auf Lehramt umschulte. Mein Gedanke war: \u201eWozu studiere ich das Fach \u00fcberhaupt, wenn es mir sp\u00e4ter vielleicht genauso geht und ich keine Stelle finde?\u201c. Schnell hatte ich meine Antwort darauf: Weil es mir Freude macht. Alles was dann in der Zukunft kommt, sehe ich, wenn es soweit ist. Und somit setzte ich mein Studium fort und h\u00e4ngte direkt nach dem abgeschlossenen Bachelor das Masterstudium an.<br><br>Da man, um als Wissenschaftlerin in der Forschung zu arbeiten normalerweise einen Doktor braucht, war f\u00fcr mich im Masterstudium klar, dass ich danach promovieren m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<h4><strong>Wo hast du dir Informationen bzgl. der Promotion eingeholt und welche Unterst\u00fctzungsm\u00f6glichkeiten hast du genutzt?<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"zeilenabstand\">Neben meinem Studium habe ich an Forschungsprojekten in der AG Allgemeine Zoologie mitgearbeitet und war  als  wissenschaftliche Hilfskraft angestellt. \u00dcber den AG-internen E-Mail-Verteiler werden regelm\u00e4\u00dfig Stellenangebote geteilt, nicht nur der MLU, sondern auch von Arbeitsgruppen anderer Institute und St\u00e4dte, die alle an Bienen forschen, sodass ich auch von verschiedenen Promotionsstellen erfuhr. Allerdings wollte ich gerne in Halle bleiben und bewarb mich in der Zeit zwischen der Abgabe der Masterarbeit und der Verteidigung, auf eine Stelle in der AG Allgemeine Zoologie. Da es mir an Erfahrung fehlte, eine Bewerbung zu erstellen, fragte ich andere Doktorandinnen um Hilfe und nahm deren Bewerbungen als Vorlage. Das Bewerbungsgespr\u00e4ch fand einige Wochen danach statt und noch am selben Tag bekam ich die Zusage f\u00fcr die Stelle. Zurzeit bin ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin angestellt und habe die M\u00f6glichkeit zu promovieren die ich auf jeden Fall wahrnehmen m\u00f6chte.<br><br>F\u00fcr die Zukunft habe ich keine festen Pl\u00e4ne. Wenn es mich gl\u00fccklich macht und ich damit voran komme, m\u00f6chte ich nach meiner Promotion in der Wissenschaft arbeiten und eine Postdoc-Stelle finden. Allerdings kann ich jetzt noch nicht sagen, was ich in drei Jahren m\u00f6chte und habe auch Alternativen in meinem Kopf (z.B. Wissenschaftsjournalismus), falls sich meine Priorit\u00e4ten in Zukunft \u00e4ndern sollten und ich z.B. aufgrund famili\u00e4rer Umst\u00e4nde nicht bereit bin, umzuziehen. Doch erst mal genie\u00dfe ich die Zeit als Doktorandin und plane momentan in der Forschung zu bleiben.<\/p>\n\n\n\n<h4><strong>Was empfiehlst du Studierenden, die mit dem Gedanken spielen ebenfalls eine Promotion aufzunehmen?  <\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"zeilenabstand\">Wissenschaft ist f\u00fcr mich Leidenschaft und auf meinem Lebensweg konnte ich beobachten, dass die erfolgreichen Wissenschaftler sehr leidenschaftlich ihrer Forschung nachgehen. Ich halte es f\u00fcr sehr wichtig, dass man Spa\u00df an der Forschung hat, wenn man diesen Berufsweg gehen m\u00f6chte. Es lohnt sich auch, direkt zu sein und Dozent*innen darauf anzusprechen, ob man sich an einem Projekt beteiligen kann. So sammelt man zus\u00e4tzlich Erfahrungen, und unter Umst\u00e4nden auch schon im Publizieren, wodurch man unter dem Meer an Bewerber*innen hervorsticht. Einen festen Plan zu haben, halte ich f\u00fcr nicht notwendig, aber ein Ziel oder ein Traum, hilft auf jeden Fall, die Motivation aufrecht zu erhalten und Spa\u00df an der Arbeit zu haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein Name ist Lucie Marie Baltz und ich bin seit April 2021 Doktorandin der Arbeitsgruppe Allgemeine Zoologie, Institut f\u00fcr Biowissenschaften, der Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg. Mein Fachgebiet ist die Untersuchung des Einflusses der Urbanisierung auf die Populationsgenetik von Wildbienen. Wie sah dein Karriereplan aus und welche Herausforderungen sind dir begegnet? 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