{"id":2161,"date":"2021-10-26T10:38:45","date_gmt":"2021-10-26T08:38:45","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mlu4career\/?page_id=2161"},"modified":"2021-10-26T14:03:53","modified_gmt":"2021-10-26T12:03:53","slug":"interview-mit-anne-kurzmann","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mlu4career\/interview-mit-anne-kurzmann\/","title":{"rendered":"Interview mit Anne Kurzmann"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mlu4career\/files\/2021\/10\/anne-Kurzmann-edited.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2163\" width=\"419\" height=\"279\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mlu4career\/files\/2021\/10\/anne-Kurzmann-edited.jpg 924w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mlu4career\/files\/2021\/10\/anne-Kurzmann-edited-300x200.jpg 300w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mlu4career\/files\/2021\/10\/anne-Kurzmann-edited-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 419px) 100vw, 419px\" \/><figcaption>Anne Kurzmann<br>Foto: Johanna Sch\u00fcnke<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"zeilenabstand\">Anne Kurzmann hat ihren Bachelor in Wirtschaftswissenschaften mit dem Nebenfach Psychologie sowie ihren Master in Human Resources Management an der MLU absolviert. Aktuell arbeitet sie an ihrer Promotion zum Thema &#8222;Agiles Verhalten: Konzeption, F\u00f6rderung und Einflussm\u00f6glichkeiten&#8220; an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakult\u00e4t. Sie finanziert ihre Promotion einerseits \u00fcber eine 50%-Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl f\u00fcr Personalwirtschaft und Business Governance und zum anderen \u00fcber ein Forschungsstipendium der Graduiertenf\u00f6rderung durch das Land Sachsen-Anhalt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"has-text-align-left\"><strong>Wie bist du bei deiner Karriereplanung vorgegangen und warum hast du dich f\u00fcr eine Promotion entschieden?<\/strong><br><strong>Hattest du alternative Pl\u00e4ne au\u00dferhalb der Wissenschaft und wenn ja, wie sahen diese aus?<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"zeilenabstand\">Meine Karriereplanung entwickelte sich erst St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck w\u00e4hrend meines Masterstudiums: Einerseits konnte ich durch das Studium in verschiedensten Bereichen wissenschaftlich arbeiten und die Vielfalt, M\u00f6glichkeiten und Auswirkungen von Forschung insbesondere auch bei der Zusammenarbeit mit Praxispartnern entdecken. Andererseits habe ich durch meine T\u00e4tigkeit als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl f\u00fcr Personalwirtschaft und Business Governance von Prof. Dr. Anne-Katrin Neyer einen guten Einblick in die Aufgabenbereiche, T\u00e4tigkeitsfelder und Verantwortlichkeiten erhalten, mit denen man als Promotionsstudentin konfrontiert wird. Auch wenn mich die praktische Arbeit au\u00dferhalb der Wissenschaft sehr interessiert und ich mich auch \u00fcber Stellen informiert hatte, wollte ich unbedingt die gro\u00dfe Chance wahrnehmen, noch tiefer in eine Thematik einzusteigen und eine Dissertation in dem Themenfeld zu verfassen, das mich am meisten interessiert.<br><br>Die Entscheidung f\u00fcr eine Promotion ist mir letztendlich leicht gefallen, weil ich einige gro\u00dfe Vorbilder \u2013 und vor allem auch gro\u00dfartige Frauen \u2013 in der wirtschaftswissenschaftlichen Fakult\u00e4t und insbesondere am Lehrstuhl f\u00fcr Personalwirtschaft und Business Governance kennenlernen und begleiten durfte. Ohne die offene, innovative und wertsch\u00e4tzende Kultur, die eine gesunde Mischung von Begeisterung f\u00fcr neue, kreative Ideen und einer Wertsch\u00e4tzung wissenschaftlicher Leistung beinhaltet, h\u00e4tte ich mich vermutlich nicht so schnell f\u00fcr den Weg der Promotion entschieden.<\/p>\n\n\n\n<h4><strong>Wie hast du bei deiner Entscheidungsfindung vorgegangen und welche Herausforderungen hattest du dabei?<\/strong><br><strong>Welche Rolle haben deine Erfahrungen als wissenschaftliche Hilfskraft dabei gespielt?<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"zeilenabstand\">Tats\u00e4chlich war ich durch meine T\u00e4tigkeit als wissenschaftliche Hilfskraft recht gut informiert und bei Unsicherheiten konnte ich mich immer an Mitarbeitende des Lehrstuhls wenden. Durch die offene Kommunikation war es m\u00f6glich, dass ich meine Bedenken direkt ansprechen konnte und ehrliche Antworten erhalten habe. Das hat mir dabei geholfen, auch unabh\u00e4ngig von m\u00f6glichen F\u00f6rderungen eine f\u00fcr mich gute Entscheidung zu treffen.<br><br>Nach der generellen Entscheidung f\u00fcr eine Promotion war der Bewerbungsprozess f\u00fcr die Graduiertenf\u00f6rderung eine weitere gute Unterst\u00fctzung. Dadurch, dass auch ein Arbeitsplan eingereicht werden musste, konnte ich die kommenden Jahre bereits skizzieren und wertvolles Feedback von zwei Professor*innen bekommen. Auch wenn ich jetzt die gro\u00dfe Ehre einer F\u00f6rderung habe, h\u00e4tte ich auch im Fall einer Ablehnung stark von der intensiven gedanklichen Auseinandersetzung profitiert.<\/p>\n\n\n\n<h4><strong>Was empfiehlst du anderen Studierenden, die \u00fcber die Aufnahme einer Promotion nachdenken und welche Tipps hast du f\u00fcr diejenigen, die sich auch f\u00fcr ein Stipendium bewerben wollen?<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<ul type=\"1\" class=\"zeilenabstand\"><li><strong>Umfeld:<\/strong> F\u00fcr mich pers\u00f6nlich ist das Umfeld, in dem ich promoviere, sehr wichtig. Nat\u00fcrlich hatte ich den gro\u00dfen Vorteil, meine Betreuer*innen bzw. Gutachter*innen w\u00e4hrend meines Studiums kennenzulernen \u2013 aber so gehe ich mit der Gewissheit in die kommende Zeit, dass ich sowohl w\u00e4hrend guter als auch herausfordernder Phasen der Dissertation ein Netzwerk habe, in das ich mich einbringen, mich aber auch unterst\u00fctzen lassen kann. Ich w\u00fcrde also jedem empfehlen: Wenn die Begeisterung f\u00fcr Forschung und der Wunsch zur Promotion da ist, dann versucht, vorher euren potenziellen Platz in der Universit\u00e4t so gut wie m\u00f6glich kennenzulernen. Oftmals gibt es auch Angebote, wie Forschungskolloquien etc., die helfen, gut anzukommen.<br><\/li><li><strong>Ein Plan:<\/strong> Auch wenn es banal klingt und vorher geschriebene Pl\u00e4ne aufgrund unvorhersehbarer Entwicklungen der Forschung h\u00f6chstwahrscheinlich \u00fcber den Haufen geworfen und \u00fcberarbeitet werden m\u00fcssen, hat mich die Spezifikation meines Themas zu einer wesentlich intensiveren Auseinandersetzung mit sowohl der Thematik als auch meinen k\u00fcnftigen Aufgaben gezwungen als ich es normalerweise wahrscheinlich getan h\u00e4tte. Meine Empfehlung: Durchdenkt die kommende Zeit, um das Vorhaben besser einsch\u00e4tzen und eure Entscheidung besser treffen zu k\u00f6nnen. Auch wenn noch kein spezifisches Thema besteht, hat es mir geholfen, eine Struktur sowohl methodisch als auch grob inhaltlich zu schaffen, an der ich mich nun orientieren kann.<br><\/li><li><strong>Reflexion und Kommunikation:<\/strong> Vor allem im Schreibprozess der Masterarbeit wurden mir meine St\u00e4rken, aber auch meine Schw\u00e4chen beim wissenschaftlichen Arbeiten noch einmal sehr bewusst. Die Reflexion dar\u00fcber und die ehrliche, l\u00f6sungsorientierte Kommunikation haben dazu beigetragen, dass ich optimistisch in die kommenden drei Jahre starten kann. Ich finde es sehr wichtig, sich seiner F\u00e4higkeiten und pers\u00f6nlichen Herausforderungen bewusst zu sein und \u2013 sofern es n\u00f6tig ist \u2013 ehrlich zu kommunizieren und L\u00f6sungen zu suchen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"zeilenanstand\">All diese Punkte haben mir schlussendlich auch bei meiner Bewerbung f\u00fcr das Stipendium geholfen. Ohne die Unterst\u00fctzung meiner Betreuer*innen, die mich beraten und meine Pl\u00e4ne diskutiert haben, w\u00e4re der Prozess f\u00fcr mich pers\u00f6nlich herausfordernder gewesen. Es gibt jedoch auch zahlreiche Stipendien und Internetseiten, die einen guten \u00dcberblick \u00fcber diese geben. Da lohnt es sich in jedem Fall, sich zu informieren und auszuprobieren. Da f\u00fcr mich allein der Prozess der Bewerbung hilfreich war, kann ich diesen Weg in jedem Fall empfehlen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anne Kurzmann hat ihren Bachelor in Wirtschaftswissenschaften mit dem Nebenfach Psychologie sowie ihren Master in Human Resources Management an der MLU absolviert. Aktuell arbeitet sie an ihrer Promotion zum Thema &#8222;Agiles Verhalten: Konzeption, F\u00f6rderung und Einflussm\u00f6glichkeiten&#8220; an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakult\u00e4t. 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