{"id":2932,"date":"2024-03-28T12:35:42","date_gmt":"2024-03-28T11:35:42","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mlu4career\/?page_id=2932"},"modified":"2024-03-28T12:36:54","modified_gmt":"2024-03-28T11:36:54","slug":"interview-mit-rebekka-sendatzki","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mlu4career\/interview-mit-rebekka-sendatzki\/","title":{"rendered":"Interview mit Rebekka Sendatzki"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mlu4career\/files\/2024\/03\/20354AA4-77AC-4306-BD4D-028EFF4A19E4_1_102_a-576x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2933\" width=\"314\" height=\"558\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mlu4career\/files\/2024\/03\/20354AA4-77AC-4306-BD4D-028EFF4A19E4_1_102_a-576x1024.jpeg 576w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mlu4career\/files\/2024\/03\/20354AA4-77AC-4306-BD4D-028EFF4A19E4_1_102_a-169x300.jpeg 169w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mlu4career\/files\/2024\/03\/20354AA4-77AC-4306-BD4D-028EFF4A19E4_1_102_a-768x1366.jpeg 768w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mlu4career\/files\/2024\/03\/20354AA4-77AC-4306-BD4D-028EFF4A19E4_1_102_a-864x1536.jpeg 864w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mlu4career\/files\/2024\/03\/20354AA4-77AC-4306-BD4D-028EFF4A19E4_1_102_a-1152x2048.jpeg 1152w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mlu4career\/files\/2024\/03\/20354AA4-77AC-4306-BD4D-028EFF4A19E4_1_102_a.jpeg 1330w\" sizes=\"(max-width: 314px) 100vw, 314px\" \/><figcaption>Rebekka Sendatzki<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h4><em>Vorstellung<\/em><\/h4>\n\n\n\n<p>Aus dem Berliner Umland stammend, zog es mich 2016 f\u00fcr mein Studium nach Halle, wo ich sowohl meinen Bachelor als auch meinen Master in Psychologie absolvierte. Ich bin der MLU treu geblieben und arbeite aktuell als wiss. Mitarbeiterin in der Abteilung f\u00fcr Psychologische Diagnostik und Differentielle Psychologie. Dabei widme ich mich in meinem Promotionsprojekt dem Pers\u00f6nlichkeitsmerkmal der Verspieltheit und dessen Formen und Auswirkungen im Arbeitsbereich. Neben meiner halben Stelle am Lehrstuhl, erhalte ich ein Forschungsstipendium der Graduiertenf\u00f6rderung durch das Land Sachsen-Anhalt. Was die Zukunft nach meiner Promotion betrifft, habe ich mich noch nicht festgelegt und kann mir sowohl einen Post-Doc als auch den \u00dcbergang in die Wirtschaft vorstellen.<\/p>\n\n\n\n<h4><em>Weg zur Promotion<\/em><\/h4>\n\n\n\n<p>Bereits w\u00e4hrend meines Bachelorstudiums wagte ich den Spagat zwischen zwei Welten: Ich arbeitete sowohl als wissenschaftliche Hilfskraft in der Psychologie als auch in der Personalentwicklung der MLU. Diese Doppelfunktion begleitete mich auch durch mein gesamtes Masterstudium und erm\u00f6glichte mir ein gro\u00dfes Erfahrungsspektrum sowohl innerhalb als auch au\u00dferhalb der Wissenschaft. Auch nach dem Studium bin ich erstmal weiterhin beiden Orten treu geblieben &#8211; ich habe eine Elternzeitvertretung in der Abteilung f\u00fcr Psychologische Diagnostik und Differentielle Psychologie angetreten und zeitgleich als Projektmitarbeiterin in der Personalentwicklung der MLU gearbeitet. Nach einem Jahr wurde ich als Doktorandin in der Abteilung \u00fcbernommen und habe mich somit vollends f\u00fcr die Promotion entschieden \u2013 einen Schritt, \u00fcber den ich sehr froh bin, da mich mein Arbeitsalltag voll erf\u00fcllt und ich mich in meiner Arbeitsgruppe sehr wohl und wertgesch\u00e4tzt f\u00fchle.<\/p>\n\n\n\n<p>Geplant hatte ich auf jeden Fall nicht, diesen Weg einzuschlagen &#8211; da ich in meiner Familie Erstakademikerin bin, wusste ich vor Beginn meines Studiums nicht mal, dass man sowas wie &#8222;Forschung&#8220; \u00fcberhaupt beruflich machen kann. Durch meine T\u00e4tigkeit als wiss. Hilfskraft wurde ich aber im Laufe meines Studiums St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck immer mehr an die Wissenschaft herangef\u00fchrt. Einen gro\u00dfen Anteil daran hatte mein Betreuer Kay Brauer, der mir von Anfang an nicht nur die T\u00fcren zur Forschung \u00f6ffnete, sondern mich auch behutsam \u201ehinter die Kulissen\u201c f\u00fchrte, wodurch ich einen realistischen Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten erlangte. Durch viele Gespr\u00e4che mit ihm und anderen Doktorand*innen waren mir sowohl die Herausforderungen einer wissenschaftlichen Karriere bewusst (wie z.B. kurze befristete Vertr\u00e4ge, kaum unbefristete Stellen abseits der Professur, Zeit- und Publikationsdruck), aber auch die vielen Freuden des Forschungsalltags. F\u00fcr mich \u00fcberwiegten am Ende die positiven Seiten und ich bin heute noch gl\u00fccklich, den Schritt der Promotion gewagt zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz meiner Eingebundenheit in die Forschung, hatte ich durch meine T\u00e4tigkeit in der Personalentwicklung stets einen Plan B im Hinterkopf. H\u00e4tte es mit der Promotionsstelle nicht funktioniert oder h\u00e4tte ich es mir anders \u00fcberlegt, w\u00e4re ich nach dem Studium wahrscheinlich auch im Bereich der Personalpsychologie untergekommen. Diese zus\u00e4tzlichen Erfahrungen w\u00e4hrend des Studiums zu sammeln, hat mir viel Sicherheit bez\u00fcglich meines Starts ins Arbeitsleben gegeben.<\/p>\n\n\n\n<h4><em>Informationen und Unterst\u00fctzungsangebote<\/em><\/h4>\n\n\n\n<p>Die wichtigste Informationsquelle und Unterst\u00fctzung waren definitiv der Austausch mit meinem Betreuer \u2013 oder allgemeiner gesprochen, der Austausch mit anderen Doktorand*innen, am besten in der Abteilung f\u00fcr die man sich interessiert. Ich denke, es ist wichtig, auch die Herausforderungen und negativen Seiten der Promotion bzw. einer wissenschaftlichen Karriere zu kennen, um f\u00fcr sich selbst entscheiden zu k\u00f6nnen, ob man bereit ist, diese in Kauf zu nehmen \u2013 f\u00fcr alle positiven Seiten (und davon gibt es viele!), die dieser Job noch f\u00fcr sich bereit h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich war es au\u00dferdem wichtig, m\u00f6glichst viel dar\u00fcber zu wissen, wie eine Promotion abl\u00e4uft, wie das Wissenschaftssystem in Deutschland funktioniert und welche Wege es nach der Promotion gibt. Um sich dar\u00fcber zu informieren, kann man beispielsweise die Ressourcen der Uni Halle (siehe diese Website) oder auch anderer Universit\u00e4ten nutzen. Mir hat dar\u00fcber hinaus geholfen, Erfahrungen von anderen Promovierenden auf Social Media zu lesen bzw. zu sehen (z.B. auf Reddit, Instagram oder YouTube) und mich mit meinen Fragen und Unsicherheiten an die Weiten des WWW zu wenden.<\/p>\n\n\n\n<h4><em>Empfehlungen f\u00fcr Studierende<\/em><\/h4>\n\n\n\n<p>Meine Hauptempfehlung ist es, sich fr\u00fch in die Forschung einzubringen, beispielsweise als wiss. Hilfskraft oder im Rahmen eines Praktikums. Diese Zeit sollte man dann unbedingt sinnvoll nutzen, in dem man sich aktiv einbringt, Fragen stellt, Initiative zeigt und bereit ist, zu lernen. Und sich trauen, seine eigenen Unsicherheiten und Fragezeichen anzusprechen \u2013 die allermeisten Menschen freuen sich, ihre Erfahrungen und Ratschl\u00e4ge zu teilen. Im Rahmen von Abschlussarbeiten kann man die gekn\u00fcpften Kontakte gut vertiefen und abteilungsspezifische Themen oder Methode noch n\u00e4her kennenlernen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bez\u00fcglich der Promotion noch drei abschlie\u00dfende Tipps, die ich pers\u00f6nlich sehr wichtig finde:<\/p>\n\n\n\n<p>1) Es ist einfacher, wenn man sich f\u00fcr sein eigenes Forschungsthema begeistern kann und die Antworten auf die Forschungsfragen wirklich wissen will.<\/p>\n\n\n\n<p>2) Es ist hilfreich, zu Beginn Energie in die zeitliche und inhaltliche Planung der Promotion zu investieren \u2013 auch wenn nie alles nach Plan l\u00e4uft, hat man somit einen gewissen Rahmen, der einem hilft, diesen doch langen Zeitraum sinnvoll zu f\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<p>3) Weitaus wichtiger als die Bekanntheit, die ein Betreuer \/ eine Betreuerin hat, ist, ob die Person genuin an Forschung, mentorship und dem Wohlergehen seiner\/ihrer Mitarbeitenden interessiert ist.<\/p>\n\n\n\n<h5>Und zuletzt: Enjoy the journey!<\/h5>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorstellung Aus dem Berliner Umland stammend, zog es mich 2016 f\u00fcr mein Studium nach Halle, wo ich sowohl meinen Bachelor als auch meinen Master in Psychologie absolvierte. 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