Geschichten erzählen im Deutschunterricht. Eine Lese-Schreib-Projekt-Woche

Projektwoche: Erster Tag in der Klasse 6/4

Der Projekttag begann für uns früh. Bereits um 7:45 Uhr trafen wir uns als Team vor dem Schulgebäude, um letzte Absprachen zu treffen. Der Einstieg verlief zunächst etwas holprig, da kurzfristig geklärt werden musste, wer für die erkrankte A. in der Klasse 6/4 einspringt. Ursprünglich war eine andere Aufteilung vorgesehen, doch wir entschieden uns schnell, dass ich die Vertretung übernehme.

Gleichzeitig entwickelten wir eine tragfähige Lösung für den von A. vorbereiteten Teil des Tages, in den ich mich nur kurzfristig einarbeiten konnte. Für die Einführung in die Mythologie sowie in Ilias und Odyssee legten wir daher die Gruppen zusammen, sodass der Ablauf weiterhin stimmig und professionell gestaltet werden konnte.

Um 8:30 Uhr starteten wir dann gemeinsam mit der Klasse 6/4 in den Projekttag, begleitet von der Klassenleiterin. Trotz der spontanen Umstrukturierung fanden wir schnell in unsere Rollen und konnten den Tag von Beginn an wie geplant gestalten.

Zum Einstieg setzten wir auf verschiedene Kennenlernspiele, die bei den Schülerinnen und Schülern sofort für Begeisterung sorgten. Die Stimmung war lebendig, die Beteiligung hoch und die Gruppe von Anfang an mit viel Energie dabei. Dabei wurde es leider durchgehend laut im Klassenraum, trotzdem zeigte sich vor allem hier eines: Die Lernenden hatten Lust, sich einzubringen und aktiv mitzumachen, wenn auch nicht in angemessener Lautstärke.

Nach den Kennenlernspielen war ursprünglich die gemeinsame Erarbeitung von Regeln für die Projektwoche geplant, auf Vorschlag der Schülerinnen und Schüler griffen wir dann jedoch direkt die bestehenden Klassenregeln auf und ließen sie uns noch einmal aus ihrer Perspektive erklären. So entstand eine gemeinsame Basis, die von allen getragen wurde und für Orientierung sorgte.

Wegen Annas fehlen legten wir nach der Frühstückspause wie bereits am Morgen geplant unsere Lerngruppen zusammen und wechselten in einen größeren Raum, der sehr schnell von einer uns betreuenden Lehrperson zur Verfügung gestellt worden ist. Dort führten wir gemeinsam als Team in die Mythologie, die Odyssee, den Trojanischen Krieg und das Spiel ein und stellten zugleich den geplanten Ablauf der Woche vor. Dadurch konnten wir gut den von Anna vorbereiteten Teil vorstellen.

Ein besonderes Highlight war das anschließende szenische Spiel zum Trojanischen Krieg. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen und der Raumgröße verlegten wir die Aktivität kurzerhand nach draußen auf den Schulhof. Dort organisierten sich die Schülerinnen und Schüler selbstständig in Gruppen und entwickelten kreative Darstellungen, die sie am Ende mit viel Engagement präsentierten. Die Ergebnisse waren äußerst unterhaltend und zeigten, wie motiviert, schnell und ideenreich die Gruppe arbeiten konnte.

Insgesamt verlief der gesamte Tag ungefähr nach Zeitplan und ohne Leerlaufphasen. Die Schülerinnen und Schüler waren durchgehend motiviert, interessiert und mit Freude bei der Sache.

verfasst von Aurelia Berger