Entwicklung des Spielbretts zwischen Anspruch und Praxis

Das Spielbrett entstand über mehrere Wochen hinweg: Zu Beginn stand die Idee, eine Karte des Mittelmeerraums als Grundlage zu nutzen und darauf die in der Forschung vermutete Route des Odysseus einzuzeichnen. Da die eingeplante Abbildung von einer Website (Auszug aus Fachliteratur) in der ULB nicht verfügbar war, griff ich zunächst auf eine alternative Darstellung eines Historikers zurück und verglich diese mit frei zugänglichen Karten aus dem Internet, um die Route und die Inselstationen möglichst nah am aktuellen Forschungsstand abzubilden.

Im weiteren Verlauf zeigte sich jedoch, dass dieser Anspruch für die praktische Umsetzung nur bedingt zielführend war. Zum einen wollten die Schülerinnen und Schüler ihre Spielbretter selbst gestalten, sodass eine exakte kartografische Vorlage weniger relevant wurde. Zum anderen stellte sich heraus, dass für eine funktionierende Spielmechanik Anpassungen notwendig waren: So musste beispielsweise die Insel der Lotophagen bewusst anders platziert werden als in den Vorlagen, da sich sonst zwei Stationen zu nah beieinander befunden hätten und die Spieldynamik beeinträchtigt worden wäre.

Vor diesem Hintergrund entschieden wir uns schließlich für eine freiere Gestaltung des Spielbretts. Für die visuelle Umsetzung erhielten wir Unterstützung von einer Freundin, die Illustration studiert und das Spielbrett gestalterisch ausarbeitete. Dabei wurde bewusst ausreichend Raum gelassen, damit die Schülerinnen und Schüler eigene Elemente ergänzen konnten. Geplant war, dass sie das Spielbrett durch eigene Zeichnungen oder Materialien individuell weitergestalten und so aktiv in den Gestaltungsprozess einbezogen werden.

*Spielbrettvorschlag

verfasst von Aurelia Berger