Neben den Textgrundlagen, die die Schüler*innen während der Projektwoche in Gruppen erarbeiteten, war es uns auch wichtig, einen Input zur Vorgeschichte der Odyssee zu geben. Um zu verstehen, warum Odysseus und seine Crew eine zehn Jahre lange Irrfahrt auf dem Mittelmeer antreten musste, bereitete ich einen kurzen Input zum Trojanischen Krieg vor.
Bei der Vorbereitung erinnerten wir uns an die Kinderserie „Odyssee“ auf YouTube, die einige von uns selbst als Kinder angeschaut haben. Die kurzen, 20-minütigen Folgen bereiten den klassischen Stoff von Homer kindgerecht auf und adaptieren ihn auf seine eigene Art und Weise. Wir nutzten einen kurzen Ausschnitt der Serie als visuellen Impuls und stiegen danach in einen interaktiven Lehrervortrag in der Aula ein.
In der Aula konnte ich dann mit den Schüler*innen gemeinsam Schritt für Schritt die Ursprünge des Trojakrieges erarbeiten und war erstaunt, dass einige schon über ein hohes Vorwissen verfügten. Mir war es wichtig, dass alle Schüler*innen dem verlauf der Geschichte durch ansprechende Animationen folgen konnten. Sie diente nämlich als Grundlage für den darauffolgenden Praxisteil des szenischen Spiels innerhalb von Kleingruppen.

In selbstgewählten Kleingruppen durften die Schüler*innen sich einen Schlüsselmoment aus der Vorgeschichte aussuchen, den sie gemeinsam in Form einer 30-sekündigen Szene nachstellen sollten. Hier konnten sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen und in die Rollen der Helden und Götter schlüpfen. Auf dem Schulhof nutzten sie den vorhandenen Platz und das Schiff, welches eine authentische Szenerie darstellte. Durch das gegenseitige Präsentieren konnten die anderen die Szenen ihrer Mitschüler beobachten und erraten, wen sie verkörperten und wie sie versucht haben, ihren Aspekt der Geschichte umzusetzen.

