{"id":335,"date":"2026-08-12T12:04:59","date_gmt":"2026-08-12T10:04:59","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mythenprojektseminar\/?p=335"},"modified":"2026-08-12T12:10:11","modified_gmt":"2026-08-12T10:10:11","slug":"das-filmprojekt-ein-erfolg-bildungsauftrag-erfuellt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/mythenprojektseminar\/2026\/08\/das-filmprojekt-ein-erfolg-bildungsauftrag-erfuellt\/","title":{"rendered":"Das Filmprojekt: Ein Erfolg? Bildungsauftrag erf\u00fcllt?"},"content":{"rendered":"\n<p>W\u00e4hrend der Gruppenphase mit meinen Mitstudierenden hatten wir gro\u00dfe Pl\u00e4ne; wir wussten bereits im Vorfeld, was wir gerne machen m\u00f6chten in den vier Tagen mit den SuS der 6. Klasse. <\/p>\n\n\n\n<p>R\u00fcckblickend betrachtet wurden unsere Erwartungen weitestgehend erf\u00fcllt: Wir hatten alle vier unseren Wirkbereich, wir wussten, was zu tun ist, was wir ben\u00f6tigen. Das konnten wir, mit ganz kleinen Abstrichen, auch umsetzen. Nat\u00fcrlich kann man alles bis ins kleinste Detail planen und am Ende kommt alles anders. Doch ich w\u00fcrde behaupten, dass Fortuna auf unserer Seite war. <\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich wussten wir auch vom Bildungsplan Sachsen-Anhalt, welche Kompetenzen wir bei den SuS mit welchen Handlungen formen, erweitern und sensibilisieren wollten. Im Nachhinein betrachtet ist das nat\u00fcrlich nicht immer zu 100% umsetzbar. Ja, wir hatten alle eine tolle Zeit, die SuS waren bei der Sache, versp\u00fcrten Freude und es waren tolle vier Tage. Aber ich k\u00f6nnte jetzt nicht immer genau sagen, welcher Sch\u00fcler die &#8222;Kompetenz X&#8220; bei der Ausf\u00fchrung seiner T\u00e4tigkeit mitgenommen hat. Daf\u00fcr m\u00fcsste man das Ganze noch mehr protokollieren und den Fokus darauf setzen. Das w\u00e4re f\u00fcr mich ein Vorhaben, das ich beim n\u00e4chsten Einsatz in einer Schule mehr in meinen Plan \u00fcbernehmen w\u00fcrde: Am Ende war es sicher eine sch\u00f6ne Erfahrung f\u00fcr alle, aber ich m\u00f6chte als LK auch, dass meine SuS aus dem ganzen Tun mehr mitnehmen, als nur Spa\u00df an der Aktivit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe gemerkt, dass eine gute Planung zwar die Grundlage f\u00fcr eine erfolgreiche Durchf\u00fchrung bildet, gleichzeitig aber die Bereitschaft vorhanden sein muss, diese Planung spontan anzupassen. Eine Schulklasse l\u00e4sst sich nicht vollst\u00e4ndig vorhersehen, weshalb man als Lehrkraft flexibel auf Situationen reagieren muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig wurde mir bewusst, wie unterschiedlich die SuS innerhalb einer Klasse sein k\u00f6nnen. W\u00e4hrend einige sofort mit Begeisterung bei der Sache waren, ben\u00f6tigten andere mehr Anleitung oder Motivation. Dadurch wurde mir noch einmal deutlich, dass eine Methode, die f\u00fcr die gesamte Klasse geplant ist, nicht automatisch bei allen SuS dieselbe Wirkung erzielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Projektwoche konnte ich feststellen, dass sich viele der im Studium behandelten theoretischen Inhalte erst in der praktischen Situation wirklich greifbar anf\u00fchlen. Begriffe wie Kompetenzorientierung, Differenzierung oder Sch\u00fclerorientierung wirken in der Theorie zun\u00e4chst sehr abstrakt. In der tats\u00e4chlichen Arbeit mit einer Klasse bekommen sie jedoch eine ganz andere Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, als Lehrkraft nicht nur die eigene Planung im Blick zu behalten, sondern gleichzeitig st\u00e4ndig zu beobachten, wie die SuS auf Aufgaben und Situationen reagieren. Dabei geht es nicht nur darum, ob eine Aufgabe erfolgreich abgeschlossen wurde, sondern auch darum, was die einzelnen SuS w\u00e4hrenddessen tats\u00e4chlich gelernt oder f\u00fcr sich mitgenommen haben. Flexibilit\u00e4t, Spontanit\u00e4t sind somit sehr entscheidend.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles in allem war das Projekt f\u00fcr mich, und auch der Kurs mit Prof. Dr. M. Ballod, eine sehr sch\u00f6ne Erfahrung, die mich menschlich und auch fachlich weitergebracht hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der Gruppenphase mit meinen Mitstudierenden hatten wir gro\u00dfe Pl\u00e4ne; wir wussten bereits im Vorfeld, was wir gerne machen m\u00f6chten in den vier Tagen mit den SuS der 6. Klasse. R\u00fcckblickend betrachtet wurden unsere Erwartungen weitestgehend erf\u00fcllt: Wir hatten alle vier unseren Wirkbereich, wir wussten, was zu tun ist, was wir ben\u00f6tigen. 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