{"id":466,"date":"2026-01-14T10:32:51","date_gmt":"2026-01-14T09:32:51","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/netzwerkgraduiertenfoerderung\/?p=466"},"modified":"2026-01-14T10:46:34","modified_gmt":"2026-01-14T09:46:34","slug":"jahresrueckblick-2025-die-erhoehung-der-foerderung-kam-anders-als-gedacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/netzwerkgraduiertenfoerderung\/2026\/01\/jahresrueckblick-2025-die-erhoehung-der-foerderung-kam-anders-als-gedacht\/","title":{"rendered":"Jahresr\u00fcckblick 2025: Die Erh\u00f6hung der F\u00f6rderung kam \u2013 anders als gedacht!"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Das Netzwerk der Stipendiat:innen der Landesgraduiertenf\u00f6rderung Sachsen-Anhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Liebe alle,<\/p>\n\n\n\n<p>zum Jahreswechsel m\u00f6chten wir wieder die Gelegenheit nutzen, um auf die Aktivit\u00e4ten des Netzwerks zur\u00fcckzublicken \u2013 insbesondere angesichts der lange \u00fcberf\u00e4lligen und endlich erfolgten Erh\u00f6hung des F\u00f6rderbetrags. Die letzten 12 Monate waren f\u00fcr uns nicht nur ereignis- und arbeitsreich, gepr\u00e4gt von \u201aup\u2018 und \u201adowns\u2018, sondern bed\u00fcrfen einer summarischen Stellungnahme.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>R\u00fcckblick I: Gr\u00fcndung des Graf\u00f6-Netzwerks<\/strong><br>Am 26. Oktober 2023, vor inzwischen \u00fcber zwei Jahren, trafen sich auf Initiative von Wiegand K\u00f6rber und David Holtgrave erstmals rund zwanzig Stipendiat:innen der Landesgraduiertenf\u00f6rderung am Steintor-Campus. Rasch zeigte sich, dass die damaligen F\u00f6rderbedingungen in vielerlei Hinsicht nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df waren. Die Berichte reichten von existenziellen finanziellen Engp\u00e4ssen bis hin zu erfolglosen politischen Vorst\u00f6\u00dfen einzelner Betroffener.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesem Treffen erwuchs die Idee eines Netzwerks und der Entschluss, ein Positionspapier zu verfassen. Nach mehreren intensiven Treffen lag es im Februar 2024 vor. Es wurde an alle demokratischen Parteien des Landtags sowie an die Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg versandt, begleitet von Einladungen zu Gespr\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>R\u00fcckblick II: Politische Schritte und erste Erfolge<\/strong><br>Schon im Fr\u00fchjahr 2024 kam Bewegung in die politischen Debatten. Auf Initiative der Fraktion DIE LINKE \u2013 insbesondere Hendrik Lange \u2013 wurde das Thema unter der Initiative \u00bbGraduiertenf\u00f6rderung zukunftsf\u00e4hig gestalten\u00ab im Landtag aufgegriffen. In den folgenden Gespr\u00e4chen sagten uns Vertreter:innen der meisten demokratischen Parteien ihre Unterst\u00fctzung zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch auf universit\u00e4rer Ebene entwickelten sich konstruktive Kontakte:<br>Unter anderem mit der Prorektorin f\u00fcr Forschung, Internationalisierung und Transfer, Professorin Doktorin Christine F\u00fcrst, und dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Internationalen Graduiertenakademie (InGra), Doktor Thomas Michael. Gemeinsam konnten wir im November 2024 eine neue Tradition begr\u00fcnden: die offizielle Begr\u00fc\u00dfung der neuen Landesgraduierten Sachsen-Anhalts in der Burse zur Tulpe.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend dieser Begr\u00fc\u00dfung erfuhren wir erstmals von den Pl\u00e4nen des Ministeriums, die F\u00f6rdersumme zu erh\u00f6hen \u2013 allerdings in einer H\u00f6he, die weit hinter den realen Bedarfen und unseren Forderungen zur\u00fcckblieb. Die folgenden Wochen waren gepr\u00e4gt von weiteren Gespr\u00e4chen mit Landespolitiker:innen, die letztlich eine Nachbesserung erreichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 4. Dezember 2024 beschloss der zust\u00e4ndige Landtagsausschuss, die Landesgraduiertenf\u00f6rderung im kommenden Doppelhaushalt mit dem Ziel anzupassen, die F\u00f6rdersumme auf circa 1.500 Euro zu erh\u00f6hen. Hier endete mit gro\u00dfen Hoffnungen unser letzter Jahresr\u00fcckblick.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>R\u00fcckblick III: Eine vermeintliche Erh\u00f6hung auf 1500 \u20ac<\/strong><br>Das Jahr 2025 begann damit, dass sich die konkrete Umsetzung auf Landesebene herausz\u00f6gerte. Erst Ende Mai 2025 wurden wir sowie u. a. Frau Prorektorin F\u00fcrst zur Anh\u00f6rung im Landtagsausschuss f\u00fcr Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt eingeladen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dort pr\u00e4sentierte der Minister f\u00fcr Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalts Prof. Dr. Armin Willingmann seine Berechnungen: \u00bbIch halte eine Erh\u00f6hung um 300 \u20ac auf 1 400 \u20ac f\u00fcr richtig. Wir werden den Sachkostenzuschuss pauschalieren; das entspricht einer Erh\u00f6hung um etwa 100 \u20ac. Damit ergibt sich eine Stipendienh\u00f6he von 1 500 \u20ac[.]\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gegenwart: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit<\/strong><br>Inzwischen konnten alle Stipendiat:innen den tats\u00e4chlichen F\u00f6rderbetrag auf ihren Kontoausz\u00fcgen nachvollziehen. Obwohl der versprochene Grundbetrag auf 1400 \u20ac erh\u00f6ht wurde, fehlt eine Erh\u00f6hung der Sach- und Reisekosten, welche nur ann\u00e4hernd einer Erh\u00f6hung von 100 \u20ac im Monat entsprechen w\u00fcrde. Die bereits zuvor 1100 \u20ac betragenden Kosten sind zwar nur pauschalisiert \u2013 vermeintlich weniger b\u00fcrokratisch \u2013, aber entsprechen bei 36 Monaten Regelf\u00f6rderungsdauer ca. 31 \u20ac im Monat. Der F\u00f6rderbetrag ist, je nach Rechtsverst\u00e4ndnis, somit auf 1400 bzw. 1431 \u20ac erh\u00f6ht worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Keine Frage \u2013 wir sind dankbar daf\u00fcr, dass nach gut 2,5 Jahren freiwilligen Engagement endlich der viel zu niedrige F\u00f6rderbetrag angepasst wurde. Doch wir sind auch realistisch, ohne unseren Einsatz w\u00e4re wohl nichts passiert \u2013 und es bleibt weiterhin viel zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausblick I: Nach der Verordnung folgt das Graduiertenf\u00f6rderungsgesetz<\/strong><br>Unser inzwischen bald zwei Jahre altes Thesenpapier muss letztlich im Gro\u00dfen und Ganzen als nicht erf\u00fcllt gelten \u2013 und das trotz der Erh\u00f6hung des F\u00f6rdersatzes. Zumindest teilweise liegt der Grund darin, dass bisher nur die Graduiertenf\u00f6rderungsverordnung (Grad FVO), nicht das -gesetz (Grad FG) angefasst wurde. Das steht jedoch 2026 an.<\/p>\n\n\n\n<p>Dementsprechend sind viele Forderungen aktueller denn je:<\/p>\n\n\n\n<p>(1) partnerschaftsunabh\u00e4ngige F\u00f6rderung,<br>(2) Reform der Arbeitszeitbegrenzung (Stichwort: \u203aArbeitsverbot\u2039)<br>(3) verbesserte Vernetzung und<br>(4) erh\u00f6hte Sichtbarkeit der Landesgraduierenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Es w\u00e4re zu w\u00fcnschen, dass die Novellierung des Graduiertenf\u00f6rderungsgesetzes erfolgreicher verl\u00e4uft als die Novellierung der Verordnung. Hier sehen wir neue Spielr\u00e4ume und Chancen, eine zukunftsf\u00e4hige Landesgraduiertenf\u00f6rderung f\u00fcr alle zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausblick II: Graf\u00f6-Netzwerk und Dank<\/strong><br>Wir als Sprecher:innen des Graf\u00f6-Netzwerks blicken mit einem zwiesp\u00e4ltigen Gef\u00fchl auf unser Engagement zur\u00fcck \u2013 einige verlassen uns, andere sind neu dazugesto\u00dfen. Wir hoffen, dass das Netzwerk weiterhin in der Zukunft \u2013 stellvertretend f\u00fcr alle Graduierenden \u2013 die Stipendiumsbedingungen verbessern kann. Wir danken allen, die uns tatkr\u00e4ftig im Gro\u00dfen und im Kleinen auf diesen Weg unterst\u00fctzt haben und hoffen, dass wir weiterhin gemeinsam an einem Strang ziehen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuletzt verabschieden wir Olga und David als Sprecher:innen des Graf\u00f6-Netzwerks und w\u00fcnschen alles erdenklich Gute. Beide waren von Anfang an dabei und trugen entscheidend zu den bisherigen Erfolgen des Netzwerks bei. Wir laden jede:n ein, mit uns Kontakt aufzunehmen, und uns auf dem weiteren Weg zu unterst\u00fctzen \u2013 ob als Mitglied des Netzwerks oder als zuk\u00fcnftige:r Sprecher:in.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit besten Gr\u00fc\u00dfen und erfolgreiches neues Jahr 2026,<br><br><strong>euer Graf\u00f6-Netzwerk.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Halle (Saale), 14.01.2026<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<p><strong>2025 Year in Review: The funding increase came \u2013 but not as expected!<\/strong><br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>The Das Netzwerk der Stipendiat:innen der Landesgraduiertenf\u00f6rderung Sachsen-Anhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dear all,<br>As the new year started, we would like to take this opportunity to look back on the network&#8217;s activities \u2013 especially in light of the long-overdue and finally realised increase in funding. The last 12 months have not only been eventful and busy for us, marked by \u00bbups\u00ab and \u00bbdowns\u00ab, but also warrant a summary statement.<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Review I: Founding of the Graf\u00f6 Network<\/strong><br>On 26 October 2023, more than two years ago now, around twenty scholarship holders from <strong>Graf\u00f6 Network<\/strong> met for the first time at the Steintor Campus on the initiative of Wiegand K\u00f6rber and David Holtgrave. It quickly became apparent that the funding conditions at that time were no longer appropriate in many respects. The reports ranged from existential financial bottlenecks to unsuccessful political initiatives by individual affected parties.<\/p>\n\n\n\n<p>This meeting gave rise to the idea of a network and the decision to draft a position paper. After several intensive meetings, it was ready in February 2024. It was sent to all democratic parties in the state parliament and to Martin Luther University Halle-Wittenberg, accompanied by invitations to discussions.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Review II: Political steps and initial successes<\/strong><br>Political debates began to gain momentum as early as spring 2024. On the initiative of the DIE LINKE parliamentary group \u2013 in particular Hendrik Lange \u2013 the issue was taken up in the state parliament under the initiative \u00bbGraduiertenf\u00f6rderung zukunftsf\u00e4hig gestalten\u00ab. In the ensuing discussions, representatives of most democratic parties pledged their support.<br>Constructive contacts were also developed at the university level:<\/p>\n\n\n\n<p>Among others, with the Vice-Rector for Research, Internationalisation and Transfer, Professor Christine F\u00fcrst, and the Managing Director of the International Graduate Academy (InGra), Dr Thomas Michael. Together, we were able to establish a new tradition in November 2024: the official welcome of Saxony-Anhalt&#8217;s new state graduates at the Burse zur Tulpe.<\/p>\n\n\n\n<p>During this welcome, we learned for the first time of the ministry&#8217;s plans to increase the amount of funding \u2013 albeit to a level that fell far short of the actual needs and our demands. The following weeks were marked by further discussions with state politicians, who ultimately achieved an improvement.<\/p>\n\n\n\n<p>On 4 December 2024, the responsible state parliament committee decided to adjust state graduate funding in the upcoming double budget with the aim of increasing the funding amount to approximately \u20ac1,500. This is where our last annual review ended with high hopes.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Review III: A supposed increase to \u20ac1,500<\/strong><br>The year 2025 began with delays in the concrete implementation at the state level. It was not until the end of May 2025 that we, along with Vice-Rector F\u00fcrst and others, were invited to a hearing in the state parliament committee for science, energy, climate protection and the environment.<\/p>\n\n\n\n<p>There, the Minister for Economic Affairs, Science and Digitalisation of the State of Saxony-Anhalt, Prof. Dr. Armin Willingmann, presented his calculations: \u00bbI consider an increase of \u20ac300 to \u20ac1,400 to be appropriate. We will make the material costs subsidy a flat rate, which corresponds to an increase of around \u20ac100. This results in a scholarship amount of \u20ac1,500[.]\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Present: Between aspiration and reality<\/strong><br>All scholarship holders have now been able to verify the actual amount of funding on their bank statements. Although the promised basic amount has been increased to \u20ac1,400, there has been no increase in the allowance for material and travel expenses, which would only correspond to an increase of approximately \u20ac100 per month. The costs, which previously amounted to \u20ac1,100, are only lump sums \u2013 supposedly less bureaucratic \u2013 but correspond to approximately \u20ac31 per month for a standard funding period of 36 months. Depending on your interpretation of the law, the funding amount has thus been increased to \u20ac1,400 or \u20ac1,431.<\/p>\n\n\n\n<p>There is no question that we are grateful that, after a good 2.5 years of voluntary commitment, the far too low subsidy amount has finally been adjusted. But we are also realistic: without our efforts, nothing would have happened \u2013 and there is still a lot to be done.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Outlook I: The regulation will be followed by the Graduate Funding Act<\/strong><br>Our position paper, which is now almost two years old, must ultimately be considered largely unfulfilled \u2013 despite the increase in the funding rate. At least in part, this is because only the Graduate Funding Regulation (Grad FVO) has been addressed so far, not the Graduate Funding Act (Grad FG). However, this is scheduled for 2026.<\/p>\n\n\n\n<p>Accordingly, many demands are more relevant than ever: <br>(1) partnership-independent funding,<br>(2) reform of working time restrictions (keyword: \u201cwork ban\u201d)<br>(3) improved networking and<br>(4) increased visibility of state graduates.<\/p>\n\n\n\n<p>It is to be hoped that the amendment of the Graduate Funding Act will be more successful than the amendment of the regulation. Here we see new scope and opportunities to enable sustainable state graduate funding for all.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Outlook II: Graf\u00f6 Network and thanks<\/strong><br>As spokespersons for the Graf\u00f6 Network, we look back on our commitment with mixed feelings \u2013 some are leaving us, others have joined us. We hope that the network will continue to improve scholarship conditions in the future on behalf of all graduates. We would like to thank everyone who has actively supported us in this endeavour, both in big and small ways, and hope that we will continue to work together towards a common goal.<\/p>\n\n\n\n<p>Finally, we bid farewell to Olga and David as spokespersons for the Graf\u00f6 Network and wish them all the best. Both have been with us from the beginning and have contributed significantly to the network&#8217;s success to date. We invite everyone to get in touch with us and support us on our journey \u2013 whether as a member of the network or as a future spokesperson. <\/p>\n\n\n\n<p>With best regards and wishes for a merry Christmas, a happy New Year and a prosperous 2026,<\/p>\n\n\n\n<p>Your Graf\u00f6 Network<\/p>\n\n\n\n<p>Halle (Saale), 14.01.2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Netzwerk der Stipendiat:innen der Landesgraduiertenf\u00f6rderung Sachsen-Anhalt Liebe alle, zum Jahreswechsel m\u00f6chten wir wieder die Gelegenheit nutzen, um auf die Aktivit\u00e4ten des Netzwerks zur\u00fcckzublicken \u2013 insbesondere angesichts der lange \u00fcberf\u00e4lligen und endlich erfolgten Erh\u00f6hung des F\u00f6rderbetrags. 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