‚Land ohne Regierungschef‘ des Tages

Was sonst noch in der Welt passiert

Warum soll die Regierungsbildung immer so einfach und unkompliziert laufen, denken sich scheinbar die Politiker in Nepal. Es soll Länder geben, wo so etwas in wenigen Wochen unter den beteiligten Parteien geklärt wird. Spaß beiseite. In Nepal kann man sich seit dem 30. Juni nicht einigen, wer der Nachfolger des zurückgetretenen Premierministers Madhav Kumar Nepal (KP Marxistisch-Leninistisch) wird. Sowohl die Maoisten, die im Verfassungskonvent die große Mehrheit stellen, als auch die Marxisten-Leninisten und die Kongresspartei finden keinen Weg, um im Dialog sich auf einen Kandidaten zu einigen. Bisher gab es 10 Parlamentssitzungen, jeweils ohne Mehrheit für irgendeinen Kandidaten. Das mutet für Außenstehende zunächst etwas komisch an, für die politische Stabilität des Landes ist das natürlich besorgniserregend. Bis jetzt bleibt es friedlich, doch wie lange will sich das Volk das noch zumuten? In Nepal herrschte jahrelang Bürgerkrieg, der von den Maoisten vorangetrieben wurde, doch 2007 wurde die Monarchie abgeschafft und die Maoisten legten die Waffen nieder. Seit dem wird über eine neue Verfassung debattiert und seit über drei Monaten auch über einen neuen Regierungschef.

Siehe:

http://www.jungewelt.de/2010/07-23/012.php

http://www.jungewelt.de/2010/10-08/006.php?sstr=nepal

http://www.jungewelt.de/2010/08-25/048.php?sstr=nepal

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