Zitat des Tages

Antikapitalismus

„Meine Sorge ist nicht, ob die Finanzmärkte der herrschenden Politik vertrauen oder nicht. Wenn der Wille bei der Bundesregierung vorhanden wäre, sich von der Umklammerung durch die Finanzmafia zu befreien, dann wären entsprechende Maßnahmen sofort umsetzbar und die Frage nach dem Vertrauen der Märkte bedeutungslos. Um dem Europäischen Rettungsfonds EFSF eine Banklizenz zu geben, bräuchten noch nicht einmal die Europäischen Verträge geändert werden. Stattdessen werden die Finanzmärkte als Kettenhunde zur Durchsetzung europaweiter Kürzungsorgien eingesetzt. Deshalb mache ich mir mehr Sorgen darüber, dass die Menschen das Vertrauen in die Demokratie verlieren, weil sie nichts mehr entscheiden können. Wahlen würden praktisch bedeutungslos werden, sollte sich Merkel mit ihren Vertragsänderungswünschen durchsetzen.“ (Sarah Wagenknecht, Interview auf linksfraktion.de)

Was übrigens als Ergebnis des neuesten Krisengipfels der EU-Regierungschefs in den Leitmedien und diversen Talkshows kaum beachtet wurde: Eine  Beteiligung der privaten Gläubiger wird für die Zukunft ausgeschlossen, d.h., es gibt keine Schuldenschnitte zu Lasten der Banken und Finanzinvestoren. Das ist skandalös, da dies bedeutet, dass wieder die Steuerzahler, Rentner, Arbeitslosen und andere Unterprivilegierte allein die Zeche bezahlen sollen.

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