Sieg der Konservativen in Südkorea

Wahlen

Bei den Parlamentswahlen in Südkorea am 11. April siegte die regierende, konservative Saenuri-Partei mit 42,8 Prozent der Stimmen (152 Sitze), verlor aber leicht (letzte Wahl: 167 Sitze). Die liberale Oppositionspartei „Vereinte Demokratische Partei“ gewann deutlich: 36,5 Prozent, 127 Sitze (+46). Die linksliberale „Vereinigte Fortschrittspartei“ legte auch zu: 10,3 Prozent, 13 Sitze (+8). Großer Verlierer war die konservative Partei für Freiheit und Fortschritt, die mit 3,2 Prozent und fünf Sitzen (-13) vierte Kraft im Parlament wurde. Außerdem sind drei unabhängige Abgeordnete in das koreanische Parlament eingezogen.

Der Konflikt mit Nordkorea soll (überraschenderweise) keine große Rolle gespielt haben. Die Regierung wurde wohl wegen ihrer zu unternehmerfreundlichen Politik „abgestraft“. Das koreanische Parlament („Gukhoe“) und seine 300 Abgeordneten werden nach einem Mischsystem/Grabenwahlsystem gewählt: 246 werden in Einmandatswahlkreisen in einfacher Mehrheitswahl direkt gewählt, die übrigen 54 Sitze werden in Verhältniswahl nach den für Parteilisten abgegebenen Stimmen vergeben. Für letztere Sitze gilt eine Sperrklausel von drei Prozent bzw. fünf Direktmandaten.

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentswahlen_in_S%C3%BCdkorea_2012

http://en.wikipedia.org/wiki/South_Korean_legislative_election,_2012#Election

http://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentswahlen_in_S%C3%BCdkorea_2008

Süddeutsche Zeitung

http://de.wikipedia.org/wiki/Gukhoe

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