Erfolg der Anti-Hartz-Petition wird in bürgerlichen Medien totgeschwiegen

Antikapitalismus

Unsere Politiker und Leitmedien beschwören in Sonntagsreden so gerne das Engagement einer vitalen Zivilgesellschaft. Die Darstellung von Aktivitäten der Zivilgesellschaft ist höchst selektiv. Während Spendengalas von hoch wichtigen Prominenten oder Sammlungen der Kirchen immer gerne thematisiert werden, sind Aktivitäten von Erwerbslosengruppen oder anderen sozial marginalisierten Gruppen in den bürgerlichen Medien selten zu sehen. Und so ist es kein Wunder, dass der große Erfolg der Petition gegen das Sanktionsregime von  Hartz IV (mittlerweile über 90.000 Unterzeichner) in BILD, ZEIT, SZ, FAZ etc. kaum oder gar nicht erwähnt wird. Darauf weist die Junge Welt gerade hin.

Die Ausgegrenzten und Unterdrückten sollen bloß nicht erfahren, dass kollektiv organisierte Aktionen Erfolg haben können, wobei der Erfolg bei Petitionen begrenzt sein muss, da aufgrund der parlamentarischen Mehrheiten eine Abschaffung der Sanktionen im Hartz IV-Gesetz kaum zu erwarten ist. Die unterkühlte Übergabe der Unterschriften beim Petitionsausschuss, die Hannemann auf ihrem Blog schildert, lässt wenig Gutes bezüglich der Behandlung der Thematik im Petitionsausschuss erwarten.

2 Antworten

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  1. … und genau mit diesem Verhalten tun sie sich letztlich selbst keinen Gefallen,

    der medienkompetente Bürger findet hier die Bestätigung:

    „Die wichtigen Informationen findet man nur im Netz“

    Lass sie sich nur ruhig immer weiter selbst abhängen

  2. Was auch zu der Einstellung der Politiker passt!
    Landtag unterstützt Spendenaktion oder lieber Spenden-Schreck?

    Landtag Mecklenburg-Vorpommern
    Man stelle sich vor man ruft zur Spendenaktion auf und niemand…hat genug Geld mit?

    Oder wie darf man die großzügige Spendenbereitschaft der Konzertbesucher deuten? Oder war es schlichtweg nur das falsche Publikum?
    Woran mag es gelegen haben, dass jeder nur 0,23 Cent gespendet hat,, vermutlich an den Preisen der Konzertkarten…
    Da muss einigen der Besucher ja ein gehöriger Schreck in die Glieder gefahren sein.
    Der Ausgabe der SVZ vom Wochenende 14/15.Dezember 2013 war im Artikel, „Schweriner Landtag unterstützt Spendenaktion“, zu entnehmen, dass die (Volks)Zeitung zu einer Spendenaktion für die Schweriner Tafeln aufgerufen hatte. Dem Artikel ist zu entnehmen das bei der traditionellen Weihnachtsfeier mit Konzert in der Schlosskirche rund 450 Gäste waren am Mittwochabend in das Schweriner Schloss gekommen waren. Bei der Aktion gaben die Besucher insgesamt 105,45 Euro in die Spendenbüchse der Tafeln. Bei den edlen Spendern handelte es sich der Zeitung nach um
    Abgeordnete und Vertreter der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern, ehemalige Spitzenpolitiker und Parlamentarier wie Ex-Ministerpräsident Harald Ringstorff und die langjährige Vizepräsidentin Renate Holznagel sowie Vertreter aus Wirtschaft, Kirche und Kultur.
    Das Konzert gestaltete der Chor der Schlosskirchengemeinde gemeinsam mit Solisten des Mecklenburgischen Staatstheaters.
    Unsere neue Bundesministerin hat es sich natürlich nicht nehmen lassen mit auf das Bild mit dem Scheck zu kommen, Spendenscheck
    man spendet eben was man. Oh Ton unserer Frau Schwesig „ Die Tafeln sorgen dafür, dass Lebensmittel, die noch gut sind, nicht auf den Müll landen, sondern weiter verwendet werden“ Vielen Dank Frau Schwesig, die sie ihre Prioritäten so setzen, das die Ärmsten der Gesellschaft noch vor dem Mülleimer kommen! Frei nach dem Motto iss es oder ich werfe es weg!

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