Neuigkeiten zur Landtagswahl

Landtagswahl

Diese Woche wurde eine neue Umfrage zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vom MDR veröffentlicht:

Sonntagsfrage: Welche Partei würden Sie wählen, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre?Quelle: MDR

Im Vergleich zur letzten Umfrage vom Januar verloren die CDU und SPD je ein Prozent, die LINKE und die FDP legen um je ein Prozent, die AfD sogar um zwei Prozent zu. Schwarz-Rot, die amtierende Regierung, hat nun nur noch 50 Prozent der Befragten hinter sich. Zugleich ist aber der Wert derjenigen, die mit der Arbeit der Regierung zufrieden sind, so hoch wie noch nie: 48 Prozent. Und 58 Prozent halten Schwarz-Rot für eine Koalition, die gut für unser Land ist. Nur 33 Prozent wünschen sich Rot-rot-grün, diese Parteien erhielten in der Sonntagsfrage zusammen 43 Prozent. Aus dieser Umfrage und auch dieser Reportage des TV-Magazins Exakt geht klar die große Unzufriedenheit mit der Politik im Allgemeinen und mit Schwarz-Rot hervor, doch der Protest geht nicht in eine eindeutige Richtung. Teile der Unzufriedenen wollen die linke Koalition, doch ein nicht unerheblicher Teil der Wähler will es mit der AfD versuchen.

Ob die AfD am Wahltag wirklich 17 Prozent erhält oder ob viele der Befragten nicht doch zu müde sein werden, um zum Wahllokal zu kommen, bleibt offen. Fest steht heute schon, dass es wieder mal keine stabile Mehrheit im Landtag geben wird – wie es sich Herr Haseloff (CDU) so sehnlichst wünscht. Schlimmer noch: es wird wieder keine Mehrheit für die Parteien links der Mitte geben. Die Mehrheit der Bürger wählt, wenn überhaupt, eine langweilige, konservative Abbau- und Stillstandspartei (CDU), eine gesellschaftlich rückständige Rechtsalternative, die für keines der sozialen Probleme echte Lösungsalternativen anbietet (AfD) oder andere rechte bzw. rechtsliberale Splitterparteien (FDP, ALFA, NPD etc.). UNd wer glaubt, dass er mit Stimmenthaltung ein Umdenken beim politischen Establishment bewirkt, ist naiv, denn 20 Jahre sinkende Wahlbeteiligung haben am Politikstil und auch an politischen Inhalten fast nichts verändert. Wer Politik wirklich verändern will, muss selbst in die Politik gehen, am besten indem er revolutionäre Parteien aufbaut, die das Gesellschafts- und Wirtschaftssystem grundlegend umwälzen. Anders wird es sich nicht zum Besseren entwicklen.

Siehe auch:

AfD bei 17 Prozent – Mehrheit für schwarz-rote Koalition (MZ)

Haseloff lehnt Koalition mit AfD ab, Die Stunde der Stellvertreter (ebd.)

Wahlomat zur Wahl 2016

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