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In Gedenken an Vittorio Arrigoni

Was sonst noch in der Welt passiert

Dieser Beitrag ist Vittorio Arrigoni gewidmet, einem außergewöhnlichen Menschen, der auf Grund seines humanitären Einsatzes für die unterdrückte Bevölkerung des Gaza-Streifens sein Leben riskierte und vergangenen Donnerstag vermutlich von der islamistischen Salafistengruppe „Brigade des ritterlichen Kameraden des Propheten Mohammed Bin Muslima“ entführt und ermordet wurde. Arrigoni war Mitglied der Internationalen Solidaritätsbewegung (ISM), die seit 2001 gewaltlos gegen die menschenverachtende Besatzung Gazas durch Israel aktiv war und sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen der dortigen Bevöölkerung einsetzte. Arrigoni lebte seit 2008 in Gaza und berichtete u.a. für die italienische Zeitung „il manifesto“.

Bekannt wurde Arrigoni für mich mit seinem erschütterndem Tagebuch des Gaza-Krieges zum Jahreswechsel 2008/09, als Israel in der „Operation gegossenes Blei“ mehr als 1000 Zivilisten im Gaza-Streifen getötet. Arrigoni begleitete Sanitäter und berichtete so nah vom alltäglichen Leid der Zivilbevölkerung, dass man sich in das Leid der Bevölkerung sehr gut hineinversetzen kann. Ich kann allen am Nahostkonflikt Interessierten sein Buch „Gaza. Mensch bleiben. Restiamo umani“ (Zambon-Verlag, 143 S.) empfehlen, weil es die negativen Folgen eines Krieges für die Zivilbevölkerung sehr anschaulich darstellt.

Frieden für Gaza, Frieden für Israel – Shalom und peace now!

Siehe:

http://de.wikipedia.org/wiki/Vittorio_Arrigoni, http://de.wikipedia.org/wiki/International_Solidarity_Movement,

http://www.palsolidarity.org/, http://www.ism-germany.net/

http://www.jungewelt.de/2011/04-16/054.php, http://www.jungewelt.de/2011/04-16/055.php

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Zum Angriff Israels auf den Schiffskonvoi nach Gaza

Was sonst noch in der Welt passiert

Was soll man dazu eigentlich sagen? Kann man diesen Angriff des israelischen Militärs irgendwie rechtfertigen? Ich glaube nicht. Es ist ein Akt der Barbarei und hat mit dem legitimen Recht auf Selbstverteidigung Israels nichts zu tun. Niemand, der auf diesen Schiffen war, wollte Israel mit Waffen attackieren. Niemand kann bislang beweisen, dass Schusswaffen oder ähnliches an Bord war. Der einzige Aggressor bei dieser Aktion war Israel, das in internationalen Gewässern fremdländische Schiffe kaperte und dabei mindestens neun Menschen tötete und dutzende Menschen verletzte. Und wie viele israelischen Soldaten wurden verletzt?

Warum stellt Israel die gesamte Bevölkerung Gazas unter den Terrorismus-Verdacht? In Gaza leben ungefähr 1,5 Mio. Menschen. Soll das alles Terroristen sein? Es gibt keine völkerrechtliche Legitimation der menschenunwürdigen Gaza-Blockade – oder haben die Palästinenser nicht dieselben Menschenrechte wie alle anderen Menschen. Was gibt Israel das Recht, Medikamente, Baumaterialien oder Lebensmittel nicht nach Gaza durchzulassen? Warum ist Israel nicht bereit, friedlich mit und neben den Palästinensern zu leben?

Wie sollen der Terrorismus und der Hass der wenigen Palästinenser jemals ersticken, wenn Israel nicht die grundlegendsten Menschenrechte der Palästinenser anerkennt? Ich verstehe nicht, wie Holocaust-Opfer so eine unmenschliche Politik betreiben können, die sie selbst, wenn sie gegen Juden angewendet werden würde, niemals akzeptieren können.

Als lesenswert betrachte ich folgenden Bericht Henning Mankells auf einer Pressekonferenz: http://www.jungewelt.de/2010/06-05/010.php

Ich bin bestürzt über diese Aktion Israels und vielleicht möchte auch jemand anders seine Meinung/ Kommentar dazu geben.

Solidarität mit Palästina! Schluss mit der Blockade Gazas!

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