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Mittwoch wichtige Senatssitzung

Hochschulpolitik

Der neugewählte Akademsiche Senat der MLU trifft sich an diesem Mittwoch ab 14 Uhr zu einer Sondersitzung, um den Hochschulentwicklungsplan zu diskutieren. Dieser wird mit Spannung von den hochschulpolitisch Aktiven und Interessierten erwartet, soll dieser doch die Umsetzung der Sparvorgaben des Landes abbilden. Doch wie vorab in der MZ zu lesen ist, hat Unirektor Sträter auch in seiner zweiten Amtszeit nicht die Absicht, die völlig irrationalen Kürzungsabsichten bei den Hochschuletats umzusetzen, zumindest sind keine der in letzter Zeit zur Debatte gestellten Institute auf der Streichliste zu finden. Im gegenteil hofft man auf finazielle Zusatzmittel vom Bund z. B. für die Kleinen Fächer.

Hier findet man die Tagesordnung der öffentlichen Senatssitzung am 08.10.

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Neues aus dem Akademischen Senat

Hochschulpolitik

Hier die aktuellen Informationen aus der letzten Senatssitzung, die die letzte des alten Senats war:

Sitzung vom 9. Juli 2014

 

Der Senat traf sich am 9. Juli zu seiner letzten turnusgemäßen Sitzung der Legislaturperiode 2010–2014.

Der Rektor berichtete zu Beginn, dass ein abschließender Hochschulstrukturplan nach wie vor nicht vorliegt. Es fehlen noch Mitzeichnungen einzelner Ministerien. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Stellungnahme des Kuratoriums zur Hochschulstrukturplanung des Landes, die den Senatoren vorlag. Das Kuratorium unter Vorsitz von Frau Prof. Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug hatte sich ausführlich am 13.06. damit befasst und brachte im Schreiben vom 26. Juni an Minister Hartmut Möllring zum Ausdruck, dass sich das Kuratorium bewusst ist, dass die Notwendigkeit von mittelfristigen strukturellen Veränderungen und Anpassungen für die Martin-Luther-Universität besteht. Der Brief ist unter folgendem Link nachzulesen.

Des Weiteren informierte der Rektor über eine E-Mail von Studierendenpfarrer Johann-Hinrich Witzel. Er bittet die Universität um Unterstützung eines Appells an die Bundesregierung bzw. das Auswärtige Amt im Zusammenhang mit der Flüchtlingsproblematik syrischer Staatsbürger. Inhalt dieses Appells ist es, ein Stipendienprogramm einzurichten, das syrischen Studierenden ihr Studium in Deutschland weiterzuführen, ermöglicht. Im Ergebnis der Diskussion sprachen sich die Senatoren für eine Unterstützung des Anliegens aus.

Frau Prof. Dr. Foljanty-Jost verwies auf den Tag der Promovierenden am 10.07.14 und lud alle Interessierten dazu ein.

Frau Prof. Dr. Dräger brachte den TOP Strategische Transferkonzeption für die Martin-Luther-Universität und Leitbild der Martin-Luther-Universität zum Wissens- und Technologietransfer ein. Sie führte aus, dass die Entwicklung einer Transferstrategie für die Universität eine wesentliche Aufgabe im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft geförderten Vorhabens EXIST-Gründerkultur darstellt und legte Leitlinien vor, die dazu beitragen sollen, aktiv Wissens- und Technologietransfer zu betreiben und zu fördern. Die Senatoren tauschten sich dazu aus und verabschiedeten im Ergebnis der Diskussion die Strategische Transferkonzeption für die Martin-Luther-Universität und das Leitbild der Martin-Luther-Universität zum Wissens- und Technologietransfer.

Breiten Raum nahmen Diskussionen zu den Studien- und Prüfungsordnungen ein. Die Vertreter der Statusgruppe der Studierenden äußerten sich insbesondere kritisch dazu, dass am Ende des Studienjahres eine so große Anzahl von Satzungen und Satzungsänderungen eingereicht werden und den Studierenden zu wenig Zeit zur Befassung mit den Regelungen bleibt, um sich sachkompetent dazu zu äußern.

Im Ergebnis der Diskussion zu den einzelnen Regelungen erfolgten positive Stellungnahmen zu folgenden Ordnungen:

Juristische und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät:

Fachspezifische Ordnung zur Regelung des Auswahlverfahrens im internationalen BA „Business Economics 180 LP“

Gebührenordnung MA „Management von Bildungseinrichtungen“

(Die vorliegende Satzung ersetzt die in der Juni-Senatssitzung beschlossene Satzung)

Philosophische Fakultät III:

3. ÄO StOPO BA Erziehungswissenschaft 180 LP

 

Naturwissenschaftliche Fakultät I:

ÄO Fachspezifische Auswahlordnung zur Regelung des Auswahlverfahrens für den Masterstudiengang Biochemie 120 LP

 

Naturwissenschaftliche Fakultät III:

5. ÄO BA Agrarwissenschaften 180 LP

4. ÄO MA Agrarwissenschaften 120 LP

Philosophische Fakultät I:

2. ÄO StOPO BA Soziologie 60/90/120 LP

ÄO StOPO MA Soziologie 45/75 LP

ÄO StOPO MA Soziologie 120 LP

2. ÄO StOPO ÄO BA Judaistik 60/90 LP

ÄO StOPO MA Judaistik 45/75 LP

2. ÄO BA Südasienkunde / South Asian Studies 90 LP

2. ÄO BA Interkulturelle Südasienkunde 60 LP

Zu den nachfolgenden Ordnungen der Phil. Fak. I sprachen sich die Senatoren dafür aus, die Regelungen an die Kommission für Studium und Lehre zurückzugeben:

3. ÄO StOPO BA Politikwissenschaft 60 LP

3. ÄO StOPO BA Politikwissenschaft 90 LP

3. ÄO StOPO BA Politikwissenschaft 120 LP

ÄO StOPO MA Politikwissenschaft: Parlamentsfragen und Zivilgesellschaft 120 LP

ÄO StOPO MA Politikwissenschaft MA 45/75 LP

3. ÄO StOPO BA Politikwissenschaft und Soziologie 180 LP.

Auf der Grundlage eines Vorschlages zum Umgang mit Satzungen, Satzungsänderungen zu noch offenen Regelungen nach der Juli-Senatssitzung sprach sich der Senat dafür aus, die folgenden Regelungen erst nach Durchführung eines Umlaufverfahrens in der Kommission für Studium und Lehre vom Rektor genehmigen und veröffentlichen zu lassen:

  • MA Kunstgeschichte und Archäologien Europas 120 LP
  • BA Kunstgeschichte 60/90/120 LP
  • MA Kunstgeschichte 45/75 LP
  • MA Kunstgeschichte 120 LP
  • MA Sprechwissenschaft 120 LP
  • BA Sprechwissenschaft 180 LP
  • MA Sport- und Ernährungswissenschaften 120 LP

Bestätigt wurde vom Senat ein Fortsetzungsantrag für den DFG-Sonderforschungsbereich Transregio „Polymere unter Zwangsbedingungen: eingeschränkte und kontrollierte molekulare Ordnung und Beweglichkeit“. Der SFB bettet sich in den Sonderforschungsbereich Materialwissenschaften – Nanostrukturierte Materialien ein. Sprecher ist Herr Prof. Dr. Thurn-Albrecht (Institut für Physik).

Unterstützt wurde vom Senat auch der Antrag zur Einrichtung eines Graduiertenkollegs mit dem Titel „Historisierung und ihr Widerpart“. Die Federführung hat dafür Herr Prof. Dr. Fulda (Phil. Fak. II). Das Graduiertenkolleg fügt sich in den Forschungsschwerpunkt „Aufklärung – Religion – Wissen“ ein. Auf der Grundlage dieser Entscheidung kann nun die Antragsskizze zur Einrichtung des o. g. Kollegs bei der DFG eingereicht werden.

Nach intensiver Diskussion sprach sich der Senat für die Verabschiedung der Satzungsänderung des Interdisziplinären Zentrums für Pietismusforschung in Verbindung mit den Franckeschen Stiftungen aus. Explizit wurde vom Senat entschieden, den in der Änderung nicht mehr vorgesehenen § 10 zur Regelung des Evaluierungsverfahrens wieder aufzunehmen. Die Satzungsänderung erscheint demnächst im Amtsblatt der Universität.

Seit 2009 bestehen enge fachliche Beziehungen der Naturwissenschaftlichen Fakultät I der Martin-Luther-Universität zur Universität Nizwa (Oman). Diese Kooperation soll nun weiter ausgebaut werden. Die Philosophischen Fakultäten I und II kooperieren ebenfalls mit der Universität Nizwa. Damit liegen die Voraussetzungen dafür vor, die Kooperation im Rahmen eines Universitätsvertrages zu regeln. Der Senat wurde um seine Zustimmung dazu gebeten. Dieser Bitte kamen die Senatoren nach.

Folgende Themen standen des Weiteren auf der Tagesordnung:

  • Denominationsänderungen (W3 Bürgerliches Recht, Europäischen Privatrecht, Handels-, Wirtschafts-, Europarecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung in W3 Bürgerliches Recht, Wirtschaftsrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung und W3 Anatomie und Reproduktionsbiologie in W3 Anatomie)
  • Stellenfreigabe und Ausschreibung der W3 Bürgerliches Recht, Wirtschaftsrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung und W3 Anatomie
  • Zusammensetzung der Berufungskommission für die W3 Anatomie (Die Entscheidung zur Zusammensetzung für die W3 Bürgerliches Recht, Wirtschaftsrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung wurde vertagt.)
  • Entscheidung zur Berufungsliste W3 Bodenkunde und Bodenschutz
  • Entscheidung zu einem Antrag auf Apl.-Professur
  • Änderungen von Berufungskommissionen und Senatsberichterstatter
  • Liste der Vertretungsprofessuren für das WS 2014/2015
  • Neubestellung der Mitglieder des Verwaltungsrates des Studentenwerkes Halle zum 01.09.2014

In allen Punkten folgten die Senatsmitglieder den Vorschlägen der Beschlussvorlagen.

 

Studienjahresablauf

 

Entschieden wurde vom Senat zum Studienjahresablauf für das Studienjahr 2015/2016. Danach gestalten sich die Zeiten wie folgt:

WINTERSEMESTER 2015/ 2016: Beginn: 01.10.2015, Ende: 31.03.2016

WS 2015/ 2016 (15 Wochen) Vorlesungszeit:

Beginn: Montag, 05.10.2015, Ende: Freitag, 29.01.2016

SOMMERSEMESTER 2016: Beginn: 01.04.2016, Ende: 30.09.2016

SS 2016 (15 Wochen) Vorlesungszeit:

Beginn: Montag, 04.04.2016, Ende: Freitag, 15.07.2016

Unterbrechungen: Mittwoch, 23.12.2015 bis Dienstag, 05.01.2016, und an allen gesetzlichen Feiertagen.

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Neues zur Kürzungsdebatte an der MLU

Hochschulpolitik

Mittlerweile sind die Medien- und Kommunikationswissenschaften vorerst gerettet, dafür wird das Uniklinikum durch tiefrote Zahlen und fragwürdigen Finanzgutachten wieder in Unruhe versetzt. Genug Themen für die letzen beiden Senatssitzungen, über die sich hier (9. April) und hier (14. Mai) informiert werden. Zur letzen Sitzung vom 14. Mai ist zu lesen:

„Wegen der Hochschulwahlen fand die Senatssitzung am 14. Mai am Von-Seckendorff-Platz statt. Auch diese Sitzung wurde interessiert von einer großen Öffentlichkeit verfolgt. Nach Klärung einiger Formalien stand zu Beginn die aktuelle Situation der Universitätsmedizin Halle auf der Tagesordnung.

Der Senator Bertolt Marquardt brachte den Antrag ergänzend zur vorliegenden Tagesordnung ein. Wegen der in der Medizin stattfindenden Personalversammlung (Beginn: 15:00 Uhr UKH) wurde der TOP zuerst behandelt.

Dekan Prof. Dr. Michael Gekle legte dazu die Situation dar und berichtete zum Statusbericht, der von Klaus Teichert im Auftrag des Finanzministers vorgelegt wurde. Sein Auftrag bestand u. a. darin, eine Bestandaufnahme, Dokumentation und Analyse der finanziellen Situation sowie der organisatorischen Abläufe in den Universitätskliniken Halle und Magdeburg vorzunehmen und die wirtschaftliche Situation beider Kliniken zu beurteilen.

Im Ergebnis wurden Überkapazitäten festgestellt und die wirtschaftliche Situation als kritisch betrachtet, wobei das UKH schlechter abschneidet als das Universitätsklinikum Magdeburg.  Grundsätzlich besteht bei den Krankenhäusern mit Maximalversorgung eine Unterfinanzierung – das ist ein bundesweites Problem. Am 12.05.14 fand die Aufsichtsratssitzung statt, in der das Entwicklungskonzept für das UKH bestätigt wurde und die Entlastung des Klinikumsvorstandes erfolgte. Es gilt nun, dieses Entwicklungskonzept konsequent umzusetzen und an den vorgesehenen Kooperationen zu arbeiten. Darüber hinaus sollte die Landesregierung aufgefordert werden, eine Bundesinitiative zu initiieren, die die Maximalversorger in der Krankenhauslandschaft besserstellt.

Der Rektor stellte nochmals klar,  dass es sich bei dem Bericht von Herrn Teichert nicht um ein verbal abgefasstes Gutachten handelt, sondern um eine Folienpräsentation. Am verbalen Teil wird das Finanzministerium nun arbeiten.

Herr Marquardt begründete den Anlass für seine Antragstellung mit dramatischen Meldungen zur Situation der Universitätsmedizin. Seiner Auffassung nach hat der Senat eine wichtige Verantwortung auch für das Universitätsklinikum. Deshalb ist es für ihn wichtig, dass der Senat eine Erklärung abgeben sollte. Der Meinung schlossen sich die Senatoren an und verabschiedeten einstimmig die zwischen Bertolt Marquardt, Prof. Dr. Michael Gekle und dem Rektorat abgestimmte Erklärung, die folgenden Wortlaut hat:

Erklärung des Akademischen Senats zur aktuellen Diskussion über die  Zukunft des Universitätsklinikums der Martin-Luther-Universität Halle-WittenbergDie Landesregierung Sachsen-Anhalts hat durch einen externen Gutachter die Situation der Universitätsklinika des Landes überprüfen lassen. Die Ergebnisse des Gutachtens, welches deren wirtschaftliche Situation und insbesondere die des Universitätsklinikums der MLU als dramatisch einschätzt, wurden der Landesregierung vorgetragen, ohne dass die Universität, die Medizinische Fakultät und das Klinikum sie kannten und dazu Stellung nehmen konnten. Die Landeregierung erwägt infolge des Gutachtens drastische Konsequenzen für die Hochschulmedizin des Landes. So wird eine Fusion der Universitätsklinika Halle und Magdeburg oder eine verstärkte institutionalisierte Kooperation der Universitätsklinika mit andern Krankenhäusern der Region vorgeschlagen. Die grundlegenden Entscheidungen will die Landesregierung innerhalb der nächsten zwei Wochen treffen.

Der Senat stellt hierzu fest:

1. Es ist nicht hinnehmbar, dass in der Öffentlichkeit Negativdiskussionen über das Universitätsklinikum mit Zahlen geführt werden, die selbst der zuständige Wissenschaftsminister anzweifelt. Nach der unsäglichen Diskussion im Vorjahr über eine mögliche Schließung des Standortes Halle führt alleine dieses zu einer weiteren Verschärfung der wirtschaftlichen Situation des Universitätsklinikums.

Die Universitätsmedizin hat mit ihrem „Entwicklungskonzept Universitätsmedizin Halle 2025″ einen fundierten Plan für die Zukunft der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums vorgelegt, welcher bereits teilweise realisiert wurde. So hat z.B. in den letzten 6 Monaten eine substanzieller Anpassung der Bettenzahlen stattgefunden, wodurch auch die Belegungsquote deutlich überdurchschnittlich wurde. All dies ist in den Darstellungen von Herrn Teichert nicht berücksichtigt worden.

Der Senat erwartet, dass  die Landesregierung diese Tatsachen und den Willen zur Konzept- und Handlungsfähigkeit zur Kenntnis nimmt und die Umsetzung der Konzeption unterstützt.

2. Die Medizinische Fakultät der MLU ist ein untrennbarer Bestandteil der Universität. In der Hochschulmedizin gehören Lehre, Forschung und Krankenversorgung zusammen. Nach § 8 Abs. 1 des Hochschulmedizingesetzes des Landes Sachsen-Anhalt dienen deshalb die Universitätsklinika den Universitäten zur Erfüllung deren Aufgaben in der medizinischen Forschung und Lehre.

Der Senat ist das höchste Gremium der Universität in grundsätzlichen Fragen von Lehre und Forschung. Überlegungen zur Rechtsform und Strukturänderungen am Universitätsklinikum tangieren diese in erheblichem Maße. Der Senat erwartet deshalb, dass die Landesregierung ihm die Möglichkeit einer Stellungnahme gibt, bevor hier grundlegende Entscheidungen getroffen werden. Dies ist nur möglich, wenn ihm alle Informationen vorgelegt werden, die der Landesregierung zur Verfügung stehen und die entsprechende Zeit für deren seriöse Bewertung zur Verfügung gestellt wird.

3. Der Senat fordert die Landesregierung auf, ihrer Verantwortung nachzukommen und sich für die notwendigen Rahmenbedingungen einer gedeihlichen Entwicklung der Universitätsmedizin einzusetzen bzw. diese sicherzustellen. Dies bedeutet vor allem:

keine weiteren Unsicherheiten hinsichtlich der Zukunft der Universitätsmedizin Halle zuzulassen,kurzfristig eine Bundesinitiative für den von allen Seiten für notwendig gehalten Systemzuschlag für die Universitätskliniken zu initiieren, damit eine adäquate Vergütung ihrer Leistungen erfolgt (u.a. für Leistungen in der Weiterbildung, Vorhaltekosten als Maximalversorger und für die Zentrale Notaufnahme sowie für komplexe und seltene Fälle),die Verantwortung für eine Koordinierung der Krankenhauslandschaft in Sachsen-Anhalt wahr zu nehmen,dafür zu sorgen, dass die Hochschulambulanzen  Leistungen der Universitätsklinika angemessen finanziert werden,eine leistungsgerechte Vergütung der Rechtsmedizin zu sichern,unverzüglich eine abschließende Rahmenplanung für die Vollendung der notwendigen Baumaßnahmen am Universitätsklinikum vorzulegen und die notwendigen finanziellen Mittel bereitzustellen undden Baustopp für die Zahnmedizin aufzuheben und deren umgehende Sanierung zu gewährleisten.

Halle, am 14. Mai 2014

Prof. Dr. Udo Sträter

Rektor

Unter dem TOP „Informationen des Rektorats“ berichtete der Rektor über den Stand der Erarbeitung des Hochschulstrukturplans. Eine überarbeitete Fassung befindet sich gegenwärtig im Mitzeichnungsprozess der Ministerien (Soziales; Kultus; Landwirtschaft). Nach dem Rücklauf wird sich das Kabinett im Juni damit befassen. Anschließend wird sich eine Anhörungsfrist von vier Wochen ergeben. Die Ausschüsse des Landtages und der Landtag selbst werden in den Prozess einbezogen. Wie die Fassung des Hochschulstrukturplans endgültig aussehen wird, wird sich voraussichtlich Anfang Juni ergeben.

[…]

Zum nächsten TOP war ebenfalls Dr. Volkmar Thom als Ansprechpartner gefragt. Der amt. Kanzler berichtete zum Vorgang der „Übertragung von Mensen durch die Universität auf das Studentenwerk Halle“. Nach dem Gesetz zur Neuordnung der staatlichen Hoch-, Bau- und Liegenschaftsverwaltung vom Dezember 2012 sollen ab dem 01.01.2015 sämtliche Zuständigkeiten zur Bewirtschaftung der Hochschulgrundstücke an den Landesbetrieb Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt übergehen. Im Rahmen dieses Prozesses stellte das Studentenwerk den Antrag zur schuldrechtlichen Übertragung der Heide-Mensa, der Weinberg-Mensa und der Harz-Mensa. Sowohl das Rektorat der Universität als auch der Verwaltungsrat des Studentenwerks stimmten der geplanten schuldrechtlichen Übertragung zu. Das Kuratorium der Universität wurde über den Vorgang informiert. Dem Senat oblag es nun, dazu Stellung zu nehmen, was im Rahmen der Diskussion erfolgte – per Akklamation stimmten die Senatoren dem Anliegen zu.

Auf Antrag der Statusgruppen 3 und 4 befasste sich der Senat mit der „Vergütung von Lehrbeauftragten an der Martin-Luther-Universität„. Im Vorfeld der Behandlung im Senat stellten die Antragsteller Fragen an das Rektorat, die schriftlich beantwortet wurden.  Hintergrund des Antrages waren u. a. die nicht abgesicherte Lehre im Bereich der Musik im Sommersemester durch Lehrbeauftragte und eine fehlende Regelung der Universität zur Vergütung von Lehraufträgen. Konkret wurde folgender Antrag gestellt:

Der Senat der MLU spricht sich dafür aus, dass die Höchstsätze der Richtlinie über Lehraufträge an den staatlichen Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalt nicht unterschritten werden, damit eine angemessene Vergütung an Lehrbeauftragte gezahlt wird. Er bittet das Rektorat, einen entsprechenden Beschluss zu fassen. Darüber hinaus bittet er das Rektorat, nach 15-jährigem Stillstand eine angemessene Anhebung der Sätze zu beschließen.

Dieser Antrag fand nicht die Befürwortung des Senats. Die Senatoren sprachen sich dafür aus, das Rektorat mit der Erarbeitung einer Richtlinie zur Regelung der Lehrauftragshonorierung zu beauftragen, wobei jedoch unbedingt fachspezifische Gegebenheiten zu regeln sind.

In der Diskussion führte der Rektor aus, dass das Rektorat zur Situation in der Musikpädagogik am 13. Mai beschlossen hat, die Lehrauftragsstunden in diesem Bereich mit 20 Euro pro Stunde zu vergüten, um weiteren Ausfall von Lehrveranstaltungen zu vermeiden. Gleichzeitig erging die Bitte an das Institut für Musik, bis zum Ende des Sommersemesters einen konkreten Plan vorzulegen, wie im Rahmen des dann noch vorhandenen Budgets die Lehre im Wintersemester 2014/2015 abgesichert wird.

Der Senat befasste sich mit dem „Nachtragshaushalt„. Dieser wird 4,5 Mio. Euro umfassen. Die Mittel dafür kommen aus dem Hochschulpakt und sollen die Kürzungen im Mittelverteilungsmodell gezielt abmildern. Die Nachbesserungen beziehen sich u. a. auf den unabweisbaren Mehrbedarf der Fakultäten in Höhe von 2,5 Mio. Euro, die Milderungen der Kürzungen im Literaturetat der ULB in Höhe von 1 Mio. Euro oder die Nachforderung im Bereich der Musikpädagogik.

Sowohl zum Nachtragshaushalt als auch zum „Haushaltsaufstellungsverfahren 2015/2016″ führte die Prorektorin für Struktur und Finanzen, Prof. Dr. Birgit Dräger, aus. Zu letzterem erklärte sie, dass bei der Aufstellung nach einer strikten Systematik, die vom Land vorgegeben ist, vorgegangen werden muss. Eckdaten waren dabei die Umsetzung des Bernburger Beschlusses, nach dem das Gesamtbudget von 2014 um 1,5 % abgesenkt werden muss und bis zum Jahr 2019 auf diesem Niveau eingefroren wird. Damit ergibt sich für die Haushaltsjahre 2015–2019 ein Haushaltsansatz von 135.571.100 Euro.“

Die Mitarbeiter des Uniklinikums haben sich mit einem Offenen Brief wegen des neuen Gutachtens von Teichert (SPD) an den Ministerpräsidenten und die beiden Regierungsparteien SPD und CDU gewandt. Zur Berichterstattung der Mitteldeutschen Zeitung

Weitere Informationen zur Sitzung des Senats: http://www.magazin.uni-halle.de/15951/senat-fordert-fairen-umgang-der-landesregierung-mit-dem-universitaetsklinikum/

Am Dienstag den 20. Mai (dem bundesweiten Aktionstag zum Bildungsstreik 2014) wird übrigens das Audimax von 9 bis 18 Uhr besetzt und ein alternatives Vorlesungsprogramm der Mitglieder des Aktionsbündnisses MLU Perspektiven gestalten angeboten. Ich werde ab 12 Uhr zusammen mit VertreterInnen des SDS über „Demokratiedefizite an der MLU“ sprechen. Eine herzliche Einladung an alle LeserInnen!

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Mobilisierung zur Senatssitzung am 12. März: MuK droht das Aus

Hochschulpolitik

Die Studierenden, und zwar nicht nur die der Medien- und Kommunikationswissenschaften, sind aufgerufen, zur Senatssitzung am 12. März (Beginn 14 Uhr) zu kommen. Es gilt die ersten konkreten Schließungspläne in der Strukturdebatte zu torpedieren.

Hier der Aufruf des Studierendenrates:

„Liebe Studierende,

am kommenden Mittwoch (12. März 2014) geht es um die Existenz der Studiengänge der Medien- und Kommunikationswissenschaften. Die Universitätsleitung beantragt zur Sitzung des Senates, keine Studierende mehr in diese Studiengänge einzuschreiben. Dies ist der Beginn der Schließung des Faches an unserer Universität. Mehr als 400 Studierende sind davon betroffen, da die Studienbedingungen während der Abwicklungsphase empfindlich leiden werden. Denn wer möchte schon gerne an einem Department lehren und lernen, das keine Zukunft mehr hat? Dabei sind die Medien- und Kommunikationswissenschaften nur der Anfang des Übels. Weitere Kürzungen und Schließungen von Instituten und Studiengängen an unserer Universität sind zu befürchten.

 

Um zu zeigen, dass wir Studierende es nicht einfach hinnehmen, wenn das Rektorat willkürlich mit der Schließung von Studiengängen beginnt, rufen wir euch auf, am kommenden Mittwoch ab 14.00 Uhr in den Hallischen Saal über der Burse zur Tulpe zu kommen. Zeigt mit eurer Anwesenheit, dass ihr mit den Kürzungsmaßnahmen nicht einverstanden seid!

 

Die Studierenden der Medien- und Kommunikationswissenschaften haben auch eine Petition für eine zukunftssichere Perspektive ihre Faches gestartet, die ihr hier findet. Unterschreibt, wenn auch ihr euch für den Erhalt der Medien- und Kommunikationswissenschaften einsetzen wollt!

 

In der Petition fordern die Studierenden auch eine vernünftige Profil- und Strukturdiskussion an der MLU. Eine solche Diskussion über die Schwerpunkte und das Profil unserer Universität hat noch nicht stattgefunden. Stattdessen kürzt das Rektorat bei den Fächern, wo viele Professuren frei sind oder in nächster Zeit altersbedingt frei werden. Dies ist auch der einzige Grund, warum die Medien- und Kommunikationswissenschaft vor dem Einschreibestopp stehen. Denn schon jetzt sind im Department zwei Professuren weder besetzt noch ausgeschrieben und die beiden letzten Professuren werden im März 2015 altersbedingt frei. Damit kann das Department schnell geschlossen werden.

 

Anlass für den Antrag des Rektorats auf einen Immatrikulationsstopp ist die Haushaltslage der Universität und die Kürzungsdiskussion im Land Sachsen-Anhalt. Zurzeit hat die Universität ein seit Jahren bestehendes Haushaltsdefizit, was durch Gelder aus dem Hochschulpakt gedeckt wird. Unserer Ansicht nach ist es aber falsch, aus diesem Grund Fächer und Studiengänge zu schließen. Denn der Hochschulpakt läuft noch bis 2020 und die Universitätsleitung sollte sich vielmehr um eine angemessene Ausfinanzierung der Hochschule gegenüber dem Land bemühen.
Daher kämpfen wir für den Erhalt jedes Studiengangs an der Universität und rufen euch dazu auf, euch ebenfalls dafür einzusetzen!

 

Viele Grüße aus dem Studierendenrat

Anne und Richard

P.S. Mehr Infos findet ihr auf der Seite des Departments, auf der Protest-Seite der Studierenden der MuK und auf den Seiten eures Studierendenrates. Es gibt auch eine Veranstaltung auf

Facebook.“

Auch Ver.di mobilisiert für die Senatssitzung:

„Rektorat ignoriert eindeutiges Votum des Senats!

Funktionierende Strukturen werden zerstört!

Mittel aus dem Hochschulpakt bleiben ungenutzt!

Nichtverlängerung von Verträgen wiss. Hilfskräften, kürzere Öffnungszeiten der Bibliotheken, keine Besetzung von dringend benötigten Stellen in der Verwaltung, Anordnung von Mehrarbeit etc. sind erste Folgen des Alleingangs des Rektorates. Gegen das eindeutige Votum des Senats sollen die Sachmittel pauschal um 30 % gekürzt und vorhandene Personalmittel nicht an die Fakultäten ausgereicht werden.  Es gibt keinen Anlass, den Haushalt 2014 nicht auf dem Niveau von 2013 fortzuführen. Die Zerstörung bestehender Strukturen soll  also erfolgen, obwohl ausreichend Mittel aus dem Hochschulpakt zur Verfügung stehen, die ja gerade zum Erhalt der Studienplätze eingesetzt werden müssen.

Die von Rektor Sträter, Minister Möllring und Ministerpräsident Haseloff zugesicherte Verfahrensreihenfolge, zunächst transparent und unter Beteiligung der Betroffenen, Strukturen zu diskutieren und erst danach über finanzielle Auswirkungen nachzudenken, wird hier erneut verlassen. Es hat bisher keine inhaltliche Analyse der Strukturen der Universität stattgefunden. Jetzt soll der Senat nach dem Willen des Rektors sogar beschließen, dass im Wintersemester keine Einschreibungen im Department für Medien- und Kommunikationswissenschaften erfolgen. Das wäre der erste Schritt zur Schließung der entsprechenden Studiengänge. Die ver.diHochschulgruppe fordert alle Senatoren und Senatorinnen auf, diesem Antrag ihre Stimme zu verweigern.

Die ver.di-Hochschulgruppe ruft alle Mitglieder der Universität auf, sich solidarisch mit dem Department für Medien- und Kommunikationswissenschaften zu zeigen. Nicht nur die wissenschaftlichen und kulturellen Auswirkungen, sondern auch die wirtschaftlichen Folgen für Halle und die Region wären fatal. Sollte es zu dem Einschreibestopp kommen, werden weitere Schließungen folgen.

Deshalb kommen Sie zu der Senatssitzung am 12.03.14 um 14:00 Uhr in den Halleschen Saal und setzen Sie ein Zeichen gegen die Vorhaben des Rektorats!

Unterzeichen Sie außerdem die Petition gegen den Stopp der Immatrikulation:  http://protest.medienkomm.uni-halle.de/hintergrund/

Zeigen Sie sich solidarisch für unsere Studenten, unsere Beschäftigten und die MLU!“

Last but not least noch eine Information aus dem Sprachenzentrum:

Der 30%-Kürzungsbeschluss des Rektorats im Bereich Sachmittel wird auch am Sprachenzentrum umgesetzt. Sachkosten sind  v.a. Mittel auch für Lehraufträge. Diese machen im Bereich „Latein“ 100 %, in „Spanisch“ knapp 50 % und in „Englisch“ gut 25 % des Angebotes aus. Außerdem bereitet das Rektorat eine Gebührenordnung vor, die noch im April-Senat durchgewunken werden soll. Im Bereich Deutsch als Fremdsprache ist für die ausländischen Studierenden schon das größere Angebot von studienbegleitenden Deutschkursen kostenpflichtig.

Auch anderswo brodelt es: http://www.zeit.de/studium/2014-03/humboldt-universitaet-bildungsstreik-berlin-protest

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Wichtige Senatssitzung am 11.12.!!! Haushalt der Grausamkeiten geplant

Hochschulpolitik

Am 11.12. ab 14 Uhr lohnt es sich, im Hallischen Saal (Burse zur Tulpe) bei der Sitzung des Akademischen Senats anwesend zu sein. Denn nachdem von der Landesregierung ein wenig Druck von den Unis genommen wurde, setzt die Universitätsleitung selbst zum großen Kürzungsplan an. Ursache ist das seit Jahren wachsende „strukturelle Defizit“ von bislang 6,8 Mio. Euro, das nächsten Jahr Richtung 10 Mio. Euro anwachsen könnte. In der Senatssitzung wird unter anderem über den MLU-Haushalt 2014 diskutiert.

Um das sog. strukturelle Defizit auf 5 Mio. Euro zu drücken, werden u.a. folgende Maßnahmen vorgeschlagen:

  • keine Nachbesetzungen von Abgängen in 2014
  • keine Besetzung Regelabgänge in ZUV (Kustos, Sprachenzentrum, Zentrum für Lehrerbildung, Naturkundl. Museum, ITZ, Interdisziplinäre Zentren, Kanzler frühestens Juni 2014)
  • keine Verlängerung bisher befristet eingestellter Tarifbeschäftigter in der ZUV nach Teilzeitbefristungsgesetz
  • Keine neuen Einstellungen im Rahmen der Finanzautonomie (Zielvereinbarung; Titel 429 96)
  • Deckelung der Aushilfskräfte für Botanischer Garten
  • keine Vertretungsprofessuren im Sommer- und Wintersemester 2014/2015.
  • 30%ige Sachkostenkürzung aller Einrichtungen (incl. Fakultäten)
  • 30% Kürzung der Literaturmittel
  • Kürzung von Frauenförderung und Internationalisierung um 30%
  • Familienbüro Kürzung auf 35.000 Euro
  • Öffnungszeiten der Bibliotheken reduziert werden sollen.

Die Tagesordnung der Sitzung sieht folgendermaßen aus:

Teil A (öffentlich)

1.         Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit

– Rektor

2.                                 Bestätigung der Tagesordnung

            – Rektor –

3.         Protokollkontrolle

            – Rektor –

                                    Material:        Entwurf Protokoll vom 13.11.13 per Email verschickt

4.                                 Informationen des Rektorates

            – Rektoratsmitglieder –

5.         Entwicklungsplan der Medizin  

– Rektor –

Material:         Vorlage*

6.         Haushalt 2014 – 1. Lesung  

– Prorektorin für Struktur und Finanzen –

Material:         Vorlage*

Gast:               Frau Dr. Denzel-Trensch                 

7.         Kooperationsvertrag mit der Universität Neapel Federico II / Italien

– Prorektorin für Forschung und wiss. Nachwuchs –

Material:         Vorlage*

8.         Verschiedenes

– Rektor –

Teil B (nichtöffentlich)

9.         Protokollkontrolle

– Rektor –

Material:                     Entwurf Protokoll vom 13.11.13 per Email verschickt

10.       Zusammensetzung Wahlausschuss

            – Rektor –

            Material:         Beschlussvorlage*

11.       Berufungen

– Rektor –

            Material:         Beschlussvorlagen*

                                   Berufungsunterlagen**                                   

12.       Apl.-Professur

– Rektor –

            Material:         Beschlussvorlage*

                                   Berufungsunterlagen**

13.       Senatsberichterstatter

– Rektor –

Material:         Beschlussvorlage wird als Tischvorlage ausgereicht

14.       Gastprofessuren 2014

– Prorektorin für Forschung und wiss. Nachwuchs –

Material:         Vorlage*

15.       Verschiedenes

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Senatssitzung vom 9. Oktober 2013

Hochschulpolitik

Ich bin kein Mitglied mehr im Akademischen Senat (dazu hätten weniger Leute die Jusos wählen sollen), möchte aber weiter informieren. Folgender Beitrag ist eine gekürzte Fassung des Berichtes aus dem Uni-Newsletter.

Informationen des Rektorats

Der Rektor eröffnete die Sitzung und wünschte allen ein gelingendes Wintersemester 2013/2014. Er forderte den Senat auf, sich in den anstehenden Trubel im Herbst und Winter einzumischen. Unter dem Punkt „Informationen des Rektorats“ ging er zu Beginn auf die aktuellen Entwicklungen zur Haushalts- und Strukturdiskussion ein. Der Ausschuss für Wissenschaft und Wirtschaft stoppte am 04.10.2013 die Sparpläne zu den Hochschulen. Dies ist ein positives Signal, bedeutet aber noch keine Entwarnung. Mit dieser Entscheidung wurden gesetzliche Vorgaben durch das Haushaltsgesetz aufgehoben und eine gewisse Öffnung erreicht. Es ist aber nur gedämpfte Freude angesagt. Am 10.10.2013 findet die Zusammenkunft der Rektoren mit Staatssekretär Marco Tullner statt. In dieser sollen die Vorstellungen des Ministeriums für Wissenschaft und Wirtschaft zum Strukturplan dargelegt werden.

Danach ging der Rektor auf die geplante konstituierende Sitzung der Kanzlerfindungskommission ein. Diese ist für den 05.11.13 um 12 Uhr vorgesehen.

Des Weiteren verwies er auf die Veranstaltung am Freitag, 11.10.13, zu der die Deutschlandstipendien verliehen werden. Es sind im WS 57 – Tendenz steigend; insgesamt hat die Universität bisher 190 Stipendien eingeworben. Dahinter verbirgt sich die stolze Summe von 342.000 € eingeworbener Mittel aus dem Bereich der Wirtschaft.

Einschreibezahlen

Prof. Dr. Christoph Weiser schloss einen Zwischenbericht zum Stand der Einschreibezahlen an. Um den Hochschulpakt zu erfüllen, müssen 2.638 Hochschulerstsemester eingeschrieben sein. Mit Stand 09.10.13 kommt die Universität auf 2.991. Einige wenige Plätze im Bereich der Medizin und der Pharmazie werden noch hinzukommen, so dass ca. 3.000 Hochschulerstsemester zu registrieren sind. Die Universität bewegt sich damit auf dem Niveau des Vorjahres. Positiv ist, dass sich die Strukturdiskussion auf die Einschreibungen nicht negativ ausgewirkt hat. Insgesamt sind 20.794 Studierende eingeschrieben, davon sind 1.941 (fast 10%) ausländische Studierende. Die größte Fakultät ist die Juristische und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, die auf 5.085 Studierende kommt und damit erstmals die 5.000er-Marke überschritten hat.

Situation des Studentenwerks

Prof. Dr. Hans Lilie als Vorsitzender des Verwaltungsrats des Studentenwerks und Dr. Volkmar Thom als Geschäftsführer informierten den Senat zur Situation des Studentenwerks. Professor Lilie nahm zu Beginn nochmals Bezug auf den Prüfbericht des Landesrechnungshofs. Die dazu abgegebenen Stellungnahmen des Studentenwerks führten dazu, dass der Landesrechnungshof am 12.02.13 die Mitteilung gab, dass alle kritischen Punkte für erledigt erklärt wurden. Darüber hinaus verwies er auf das deutschlandweit einmalige Projekt Wohnportal „www.in-Halle-zuhause.de   “, das gemeinsam mit den Wohnungsgenossenschaften auf den Weg gebracht wurde und zur Attraktivität des Studienstandortes Halle beiträgt.

Danach übernahm Dr. Thom das Wort und legte die wirtschaftliche Lage wie folgt dar:

Die Studentenwerke erhielten im Zeitraum 2006–2010 4,6 Mio. Euro Zuschuss. 2011–2013 waren es 2,5 Mio. Euro. Für 2014 wird auf 1,2 Mio. Euro reduziert und ab 2015 sollen dann keine Zuschüsse mehr vom Land gegeben werden. Diese Entwicklung wäre für das Studentenwerk dramatisch. In der Konsequenz müssten die Semesterbeiträge um 40 Euro angehoben werden. Der Rektor teilte in diesem Zusammenhang mit, dass sich die LRK in ihrer letzten Sitzung dazu auch verständigt und ihre Unterstützung zugesagt hat.

Änderungen von Studienordnungen und weitere Beschlüsse

Verabschiedet wurden die fachspezifischen Studien- und Prüfungsordnungen, die auf Antrag der Nat. Fak. III zur Diskussion gestellt wurden. Es handelte sich dabei um die „Ordnung zur Änderung der Studien- und Prüfungsordnung für den Bachelorstudiengang Geographie (180 LP)“ und die „Bachelorstudienprogramme 60 und 120 Leistungspunkte“ sowie die „Ordnung zur Änderung der Studien- und Prüfungsordnung für den Masterstudiengang Geographie (120 LP)“.

Zustimmung fand bei den Senatoren der „Kooperationsvertrag mit dem Deutschen Jugendinstitut e. V. (DJI)“. Die Universität und das DJI vereinbaren darin, auf beiderseits interessierenden Gebieten der Forschung zusammenzuarbeiten und auf dem Gebiet der Lehre zu kooperieren.

Der Senat entschied des Weiteren über die Änderung der Denomination der Professur W2 „Hygiene und Reproduktionsphysiologie in der Nutztierhaltung“ in W2 „Tiergesundheitsmanagement“. Die mit dieser neuen Denomination vorgelegte Ausschreibung wurde ebenfalls bestätigt. Zustimmung fand auch die Zusammensetzung der Berufungskommission für diese Professur.

Auf der Tagesordnung stand die Schließung folgender Berufungsverfahren:

W3 „Ernährungsphysiologie“; W3 „Funktionelle Genomik“; W2 „Pädiatrische Palliativmedizin und Neuroonkologie“.

In allen Fällen gab der Senat seine Zustimmung.

Entscheiden mussten die Senatoren über die Berufungslisten zur W3-Prof. „Molekulare Zellbiologie“, W3-Prof. „Geschichte der Philosophie“ und W2-Prof. „Grundschuldidaktik Deutsch / Ästhetische Bildung“. Zu den Vorschlägen für die beiden erstgenannten Berufungsverfahren gaben die Senatoren ihre Zustimmung. Die Liste der W2-Prof. „Grundschuldidaktik Deutsch / Ästhetische Bildung“ fand nicht die notwendige Mehrheit und wurde an die Fakultät zurückverwiesen.

Übrigens hat der Landesverband Sachsen-Anhalt im Deutschen Hochschulverband (DHV) in einer Pressemitteilung die für 2014 geplanten Kürzungen im Wissenschaftsetat in Höhe von 26,5 Mio. Euro kritisiert.

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Neues aus dem Akademsichen Senat

Hochschulpolitik

Die Offene Linke Liste ist nicht mehr im Senat vertreten, wird aber weiter zu hochschulpolitischen Entwicklungen berichten. Hier geht es zu einem Bericht über die Sondersenatssitzung, hier findet ihr eine Stellugnahme des Rektorats zum peinlichen Geschehen um die Hochschulstrukturplanung.

Keine Antworten

Ergebnisse der Senatssitzung vom 10. Juli 2013

Hochschulpolitik

In seiner letzten regulären Sitzung hatte der Akademische Senat 23 Tagesordnungspunkte abzuarbeiten und konnte sich auch nach fünfeinhalb Stunden nicht in die Sommerferien verabschieden. Denn das „Beste“ wird noch kommen: Am 19. Juli findet zwischen 10 und 14 Uhr eine öffentliche Sondersenatssitzung zum Gutachten des Wissenschaftsrates statt.

Gutachten des Wissenschaftsrates

Das Gutachten, dessen Entwurf schon seit einigen Tagen in der Presse und ausgewählten Kreisen der Universität bekannt war, beschäftigte den Senat auch in der letzten Sitzung. Auf Nachfrage von Frau Dr. Federle ging es vor allem um die Frage, wie es zu den Sparplänen der Medizinischen Fakultät gekommen ist, die jüngst in der Mitteldeutschen Zeitung zu lesen [Link] waren. Der Dekan der Fakultät erläuterte dies und äußerte die Vermutung, dass das als vertraulich zu behandelnde „Planspiel“ wohl vom Finanzministerium an die Presse lanciert wurde. Unsicher war er, ob sich dies zum Vor- oder Nachteil der Uniklinik entwickeln wird. Es könnte sein, dass damit die Handlungsfähigkeit der Uniklinik öffentlich bekannt wird. Andererseits ist das Planspiel für das interne Arbeitsklima nicht gerade förderlich, da nun jeder Mitarbeiter in der Uniklinik weiß, dass es auch im Klinikvorstand Sparbemühungen verfolgt werden. Die inhaltliche Diskussion des restlichen Gutachtens wird – da bislang nur Entwürfe existieren – auf den 19. Juli vertagt. Am 12. Juli wird nämlich erst das Endgutachten vom Wissenschaftsrat beschlossen und dann am 15. Juli in einer Pressekonferenz vorgestellt.

Graduiertenförderung und verbesserungswürdige Gleichstellung an der MLU

Zu den Berichten des Rektorats ist noch bemerkenswert, dass für den Zeitraum 2014/15 doch wieder 350.000 Euro für die Graduiertenförderung vom Land gestellt werden. Das ist zwar weniger als in den letzten beiden Jahren, aber es gibt wenigstens mehr als gar nichts, was vor einiger Zeit noch zu befürchten war. Im Zusammenhang mit der Auswertung der Begutachtung im Rahmen der forschungsorientierten Gleichstellungsstandards durch die DFG konstatierte die Prorektorin für Forschung und wiss. Nachwuchs kein gutes Abschneiden der MLU. So wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass ein Gremium zu Gleichstellungsfragen einzurichten ist. Auf diesen Hinweis reagierte das Rektorat mit der Gründung einen Gleichstellungsbeirats, der seine konstituierende Sitzung im Oktober haben soll.

Debatte zur Leitungsstruktur

Eine Stunde nahm die Diskussion um die Vorlage der AG Leitungsstruktur in Anspruch. Der Senat beauftragte im April eine AG, eine Veränderung der aktuellen Leitungsstruktur (Rektorat mit Kanzlerposition) zu diskutieren. Hintergrund war der Wechsel von Altkanzler Hecht nach Hamburg, den einige Senatoren gerne für eine grundsätzliche Diskussion der Führungsstruktur der Universität, die sie als nicht mehr zeitgemäß betrachteten, nutzen wollten. Der Vorschlag der AG war nun, die Kanzlerposition beizubehalten, ihr aber das Stimmrecht bei Rektoratssitzungen für Entscheidungen, die nicht den Haushalt betreffen, zu entziehen. Nach dem fast jeder Senator eine oder zwei Stellungnahmen abgegeben hatte, war klar, dass es für diesen – aus Sicht der studentischen VertreterInnen und VertreterInnen der Mitarbeiter – unsinnigen Vorschlag keine Mehrheit geben wird. UM ihn umzusetzen, hätte es einer Zweidrittelmehrheit für die Änderung der Grundordnung der MLU gebraucht. Für den Vorschlag der AG stimmten aber nur sieben Senatsmitglieder, 14 waren dagegen und eines enthielt sich. Auf der Sondersenatssitzung wird daher die Ausschreibung der Kanzlerposition auf die Tagesordnung kommen.

Neuer Studiengang und Änderungen von Studienordnungen

Danach wurde mit großer Mehrheit ein neuer interdisziplinärer Masterstudiengang beschlossen. Ab dem kommenden Wintersemester können „Interdisziplinäre Polenstudien“ (45/75 LP) belegt werden. Dieses Masterstudienangebot steht im Zusammenhang mit der Einrichtung des Alexander-Brückner-Zentrums für Polenstudien, das durch die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit gefördert wird und wird in Halle und Jena zu absolvieren sein. Es folgten dann eine Reihe von Änderungsordnungen, die im Großen und Ganzen unspektakulär waren:

Theologische Fakultät:

  • StOPO Dipl.-Studiengang Evangelische Theologie 300 LP
  • ÄO StOPO BA Evangelische Theologie 60, 90 und 120 LP
  • ÄO LA Evangelische Religion GS
  • ÄO LA Evangelische Religion LA Gym u. Sek

Juristische und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Juristischer Bereich:

  • Vierte Ordnung zur Änderung der Schwerpunktbereichsprüfungsordnung (SPO)
    der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vom 09.07.2003

Wirtschaftswissenschaftlicher Bereich:

MA Management von Bildungseinrichtungen:

  • StOPO (Neufassung)
  • Gebührenordnung (Neufassung)
  • Eignungsfeststellungsprüfungsordnung (Neufassung)
  • Fachspezifische Ordnung zur Regelung der Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen

Philosophische Fakultät I:

StOPO MA Arabistik/Islamwissenschaft 45/75 LP

  • ÄO StOPO BA Klassisches Altertum 90 LP
  • ÄO StOPO BA Klassisches Altertum 120 LP
  • ÄO StOPO BA Klassisches Altertum 180 LP

 

Philosophische Fakultät II:

  • 2. ÄO Französisch LA Gym
  • 2. ÄO Italienisch LA Gym
  • 3. ÄO Spanisch LA Gym

Philosophische Fakultät III:

  • Fachspezifische Bestimmungen Rehabilitation LA Förderschule

Naturwissenschaftliche Fakultät III:

  • StOPO MA Informatik (Neufassung)
  • 3. ÄO StOPO BA Angewandte Geowissenschaften
  • 3. ÄO StOPO MA Angewandte Geowissenschaften
  • 4. ÄO StOPO BA Agrarwissenschaften 180 LP
  • ÄO Praktikantenordnung BA Agrarwissenschaften 180 LP
  • 3. ÄO StOPO MA Nutzpflanzenwissenschaften 120 LP
  • 3. ÄO StOPO MA Agrarwissenschaften 120 LP
  • ÄO StOPO MA Management natürlicher Ressourcen 120 LP
  • ÄO StOPO BA Management natürlicher Ressourcen 180 LP

 

Zu einigen Studien- und Prüfungsordnungen der Nat. Fak. III (Geo- und Agrarwissenschaften) ist zu sagen, dass dort leider noch die alte Abmeldefrist für Modulleistungen drin geblieben ist (3 Tage). Durch die neuen Allgemeinen Bestimmungen wurde die Frist auf eine Woche heraufgesetzt, daher ist die 3-Tage-Regel in den fachspezifischen Ordnungen nicht gültig! Einzige Ordnungen, die wir als studentische Senatoren ablehnten, waren die Gebühren- und Studienordnung zum Weiterbildungsstudiengang Master Management für Bildungseinrichtungen. In der Studien- und Prüfungsordnung wurde unter dem Punkt Masterarbeit unter anderem als Schriftart Times New Roman oder Arial als Muss vorgeschrieben. Wer also nicht MS Word und andere Schriftarten benutzt, kann seine Masterarbeit nicht abgeben. Doch der zuständige Dekan und auch der Prorektor beharrten auf der Notwendigkeit dieser klaren Regelung im Sinne der Chancengerechtigkeit. Auch mein Einwand, dass die Studiengebühren mit fast 7000 Euro sehr hoch seien und sich bei einer monatlichen Ratenzahlung noch um weitere 700 Euro erhöhen würden, wurde mit erhöhtem Aufwand bei Ratenzahlung und einer entsprechenden Kostenkalkulation zurückgewiesen.

Gegen die Stimmen der studentischen Senatoren wurde weiterhin beschlossen, dass auch in diesem Sommersemester der Rektor in dringenden Fällen fachspezifische Studien- und Prüfungsordnungen, die noch zum Wintersemester 2013/14 in Kraft treten müssen, unterzeichnen darf, ohne dass diese Ordnungen durch die dafür vorgesehenen Gremien gehen. Weitere Beschlüsse im öffentlichen Teil betrafen u. a. die Satzung des neuen LLZ, die Verlängerung bzw. der erstmalige Beschluss dreier Kooperationsverträge mit der Universität Woronesch, der BioSolutions GmbH und der National University of Ruanda.

Ausschreibungen und Berufungen

Im nicht-öffentlichen Teil standen drei Ausschreibungen aus dem Juristischen Bereich auf der TO sowie eine aus dem Institut für Katholische Theologie und ihre Didaktik. Bei zwei Professuren wurde die Denomination verändert, alle vier Professuren wurden dann zur Ausschreibung freigegeben: W3 „Deutsches, Europäisches und Internationales Öffentliches Recht“, W3 „Strafrecht, Strafprozessrecht und Medizinrecht“, W3 „Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Recht der Sozialen Sicherheit“ und W1 „Biblische Theologie“. Unter den Berufungen war auch die Didaktik Physik mit Fachaufsicht Chemie, die schon mehrmals in dieser Legislatur diskutiert wurde. Während der ersten Ausschreibung wurden keine Bewerber gefunden, da niemand sowohl in Physik als auch in Chemie über didaktische Kompetenzen verfügte. Nachdem die Ausschreibung etwas entschärft wurde, fanden sich nun drei Bewerber auf der Berufungsliste, aber wieder alle ohne chemische Kompetenz. Vertreter des Mittelbaus und der Studenten kritisierten das, trotzdem wurde allen Berufungslisten mehrheitlich zugestimmt:

W3 „Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Personalwirtschaft und Business Governance“

W3 „Klinische Epidemiologie“

W3 „Osteuropäische Geschichte mit dem Schwerpunkt Geschichte Polens und Ostmitteleuropas“

W3 „Experimentelle Pharmakologie für Naturwissenschaftler“

W2 „Didaktik der Physik mit Fachaufsicht Chemie“

W3 „Biodiversity Conservation“ (iDiv)

W3 „Biodiversitätssynthese“ (iDiv)

Abschließend wurde die Kurt-Mothes-Gastprofessur und 21 Vertretungsprofessuren für das kommende Wintersemester beschlossen. Die Termine der nächsten Senatssitzungen lauten: 09. Oktober 2013; 13. November 2013; 11. Dezember 2013; 29. Januar 2014.

Siehe auch:

Aus dem Akademischen Senat (nur aus Uni-Netz zugänglich)

MZ zur Uniklinik Halle

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Senat einstimmig gegen geplante Kürzungen bei Hochschulen

Hochschulpolitik

Die letzte Senatssitzung hat wieder die Kondition aller Senatsmitglieder und der zahlreich erschienenen Öffentlichkeit beansprucht. Nach fast fünfeinhalb Stunden waren alle Tagesordnungspunkte abgearbeitet, wobei vor allem die Diskussion der aktuellen Kürzungspläne im Mittelpunkt der Sitzung stand.

 

Senat verabschiedet Resolution gegen Kürzungspläne

Zunächst hat Rektor Prof. Sträter die Pläne der Regierung und die Ergebnisse eines Gesprächs von LRK (Landesrektorenkonferenz) und Spitzenpolitikern der Landesregierung vorgetragen. Der Rektor führte aus, dass das Land für 2014 einen Einjahreshaushalt plane und daher auch die Zielvereinbarung der MLU mit dem Land nur um ein Jahr verlängert wird. Für eine langfristige Planungssicherheit wäre allen Mitgliedern des Senats eine fünfjährige Laufzeit der Zielvereinbarung lieber gewesen. Oberstes Zeil der Landesregierung ist das Vermeiden von neuen Schulden und das Abtragen der Altschulden in Höhe von etwa 20 Mrd. Euro. Der Finanzminister rechnet damit, dass wegen des Auslaufens des Solidarpaktes 2019 1,5 Mrd. Euro weniger für den Landeshaushalt zur Verfügung steht. Daher müsse man nun sparen, und zwar auch im Wissenschaftsetat (beträgt derzeit rund 613 Mio. Euro). Der Finanzminister plant für 2014 ein sofortiges Kürzen des Wissenschaftsetats um 26,5 Mio., ab 2015 dann um jährlich 5 Mio. Euro bis 2025. Im Wissenschaftsetat sind nicht nur die Landeszuschüsse für die Universitäten und Hochschulen, sondern auch die Ausgaben für die Universitätskliniken, Studentenwerke, Forschungsförderung, Graduiertenförderung und anderes enthalten. Der Rektor kritisierte die schlechte Pressekampagne der Regierung, wo z. B. fälschlicherweise behauptet wurde, dass das Land 55.000 Studierende finanzieren würde. Schön wär’s, dann hätte die MLU nie eine Strukturdebatte anfangen brauchen, denn in Wahrheit finanziert das Land nur etwa 34.000 Studierende landesweit.

Der Rektor sprach von wenig erquicklichen Gesprächen mit den Politikern, die die positiven Wirkungen der Universität für regionale Wirtschaft und die Wissenschaft nicht wirklich sehen bzw. verstehen wollen. Außerdem wird kaum verstanden, dass man nicht von heute auf morgen fünf Mio. Euro einsparen und irgendwelche freiwerdenden Professuren streichen kann, ohne die Gesamtstruktur ganzer Institute oder Fachbereiche anzugreifen. Der Rektor beendete diesen TOP mit folgender Zusammenfassung, wie er sich das weitere Vorgehen vorstellt, ohne dass der Senat dazu ein Votum abgab:

  • Der Rektor erarbeitet in Abstimmung mit dem Rektorat einen Profilvorschlag, der in der Koordinierungskommission beraten wird.
  • Dazu erfolgt eine enge Abstimmung mit den Dekanen.
  • Diskussionen im Senat werden in den regulären Senatssitzungen geführt. Die für Mai angekündigte Klausursitzung wird voraussichtlich auf Juli verschoben.
  • Ein detaillierter Zeitplan wird im Laufe der Zeit erarbeitet.

Aktueller Stand der internen Profildiskussion

Die interne Struktur- und Profildiskussion in der Koordinierungskommission, die bis zur Senatssitzung dreimal tagte, kam zu dem Ergebnis, dass sie ihren Auftrag vom Dezembersenat nicht erfüllen konnte. Das vorliegende Datenmaterial, mit dem eine Stärke-Schwäche-Analyse jeder Fakultät erarbeitet und das Profil der Universität vorbereitet werden sollte, sei nicht aussagekräftig genug. Strukturüberlegungen allein auf einer Stärken-Schwächen-Analyse vorzunehmen, die auf Zahlen basieren, sei nicht möglich. Deshalb schlug die Kommission vor, den Rektor zu beauftragen, einen Profilvorschlag zu erarbeiten, der die Eckpunkte der zu erwartenden Empfehlungen des Wissenschaftsrats berücksichtigt und auf den bestehenden Forschungsschwerpunkten aufbaut. Zeitlich soll dies bis zur Veröffentlichung des Berichts des Wissenschaftsrats am 12.07.2013 erfolgen, und das Rektorat und der Senat müssen sich für das Wochenende am 13.07/14.07.2013 auf Klausursitzungen einstellen. Geplant ist dann, am 15.07.2013 mit einer mit den Gremien abgestimmten Vorstellung zum Bericht des Wissenschaftsrats vor die Presse zu treten. Damit ist zum wiederholten Male ein Anlauf des Rektorats zur Profilbildung gescheitert. Immerhin ist die Erkenntnis, dass es unmöglich ist, eine freiwillige Strukturanpassung (also eine Kürzung des Budgets in Höhe von 6,5 Mio. Euro) ohne Eingriff in das Profil der MLU durchzuführen, nun auch beim Rektorat angekommen. Das „Aktionsbündnis MLU – Perspektiven gestalten“ hat schon im vergangenen Jahr darauf hingewiesen, dass in unserer unterfinanzierten Universität keine Stellen mehr wegfallen können, ohne die Struktur und das Profil der Universität nachhaltig zu zerstören. Abschließend wurde eine von Mitarbeitern und Studierenden eingebrachte Resolution einstimmig vom Senat verabschiedet, deren Wortlaut hier  zu lesen ist.

Informationen des Rektorats

Zuvor informierte das Rektorat über die Vertretung der vakanten Kanzlerposition: Herr Förster wird die Position vorübergehend übernehmen. Die Funktion der Haushaltsbeauftragten übernimmt allerdings Prorektorin Dräger. Die Prorektorin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, Gesine Foljanty-Jost, berichtete über die Dialogrunde zum Thema „Rahmenbedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Halle“ am 14.03.2013, die in Anwesenheit von Ministerin Birgitta Wolff  stattfand, und über die erfreuliche Entwicklung bezüglich der Not syrischer Studierender. Infolge des Spendenaufrufs in der vorletzten Senatssitzung konnte der „Verein Hilfe für ausländische Studierende e. V.“ bislang 10.000 Euro an Spenden einnehmen, was fast den gesamten Jahreseinnahmen des Vereins entspricht. Die syrischen Studierenden können durch eine ausländerrechtliche Regelung nun auch BAföG beantragen.

 

Zur Diskussion der Leitungsstruktur

Die Vakanz der Kanzlerposition wurde im Januarsenat auch zum Anlass genommen, über die derzeitige Leitungsstruktur zu diskutieren. Die Leitung einer Universität kann nach Rektorats- oder Präsidiumsverfassung, mit oder ohne Kanzler organisiert sein. Der Senat hat im Januar eine Arbeitsgruppe beauftragt, über eine Veränderung der Leitungsstruktur zu diskutieren. Deren Ergebnisse wurden dem Senat nun vorgelegt: Die Entscheidung über die Ausschreibung der Kanzlerposition wird bis spätestens Juli 2013 nach intensiver Erörterung in den Gremien getroffen. Sollte die Kanzlerposition beibehalten werden, erfolgt die unverzügliche Ausschreibung im Juli. Bei einer anderen Meinung wird im Wintersemester 2013/14 über die Änderung der Grundordnung diskutiert. Die Entscheidung wird durch eine Kommission vorbereitet, die unter der Leitung der Prorektorin Dräger steht und sich im folgenden Verhältnis der Statusgruppen zusammensetzen soll: 4:1:1:1. Für die Studierenden wird Senator Sebastian Lüdecke (ghg) in der Kommission mitarbeiten. Leitungsstrukturänderungen, die über die Grenzen des derzeitigen Hochschulgesetzes hinausgehen würden, sollen separat debattiert werden.

Weitere Beschlüsse

Der Senat beschloss dann eine Reihe von Änderungen von Studien- und Prüfungsordnungen, eine neue Fassung des Kooperationsvertrages der MLU mit dem Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und die Termine zum Studienjahresablauf 2014/15. Im nicht-öffentlichen Teil wurde das Berufungsverfahren W3 „Ertragsphysiologie der Kulturpflanzen“ abgeschlossen und neu ausgeschrieben. Außerdem wurde die Ausschreibung der W3-Professur „Bodenkunde und Bodenschutz“ und die Umwandlung eines Beamtenverhältnisses auf Zeit in ein Beamtenverhältnis auf Lebenszeit für einen Professor beschlossen.

 

Siehe auch:

„Aus dem Akademischen Senat“

Resolution des Senats gegen geplante Kürzungen

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MLU: Die Werbebanden können aufgebaut werden

Hochschulpolitik

(Dieser Artikel erschien zuerst unter https://blogs.urz.uni-halle.de/olli/2013/03/die-werbebanden-konnen-aufgebaut-werden/)

Nein, es werden jetzt keine Werbebanden in unseren Hörsälen aufgestellt, soweit sind wir noch nicht. Aber nach der letzten Senatssitzung sollten sich die Studierenden und anderen Universitätsangehörigen darauf einstellen, dass auch die MLU in ein Geschäft einsteigt, das bislang vor allem aus dem Fußballbereich bekannt ist: Es gibt zwei konkrete Anfragen von halleschen Unternehmen, die gegen die Zahlung einer noch auszuhandelnden Summe die Namensrechte an Hörsälen im Audimax erwerben wollen. Andere Universitäten sind da schon länger dabei. Die Uni Erlangen-Nürnberg hat z. B. schon 2007 für 130.000 Euro einen Hörsaal in „easyCredit-Hörsaal“ umbenannt. Die Uni Jena hat einen Commerzbank-Hörsaal, die Magdeburger Uni einen Volksbank-Hörsaal und die Uni in Augsburg den „Sonntag & Partner Hörsaal“ sowie den „Andreas Schmid Logistik Hörsaal“. Nachdem die Idee unter de Dekanen wohl positiv aufgenommen wurde, hatte sich auch im Senat kaum grundsätzliche Kritik geäußert. Es wurde aber darauf hingewiesen, dass es natürlich auf die konkrete Ausgestaltung ankommt. Riesengroße Werbebanner im Audimax werden ebenso abgelehnt wie Einmischungen in Forschung und Lehre. Zu klären ist auch, was mit dem auf diesem Wege eingenommenen Geldern passieren soll.

 

Hörsaal-Sponsoring nur unter bestimmten Bedingungen

 

In Zeiten knapper Kassen ist so manches Senatsmitglied froh über jede zusätzliche Einnahmequelle. Das ist auch grundsätzlich nicht falsch, doch aus Sicht der OLLi bleibt die Hochschulfinanzierung vordringliche Aufgabe der Politik. Private Sponsorengelder können kein Ersatz für durch unzureichende Finanzierung des Landes entstandene Budgetlücken sein. Ein Namens-Sponsoring ist nur denkbar, wenn die Sponsorenverträge absolut transparent sind, der Senat Mitentscheidungsrechte hat und die Unternehmen außer dem Namen des Hörsaals keine weiteren, besonderen Rechte im Bereich Forschung & Lehre erhalten.

 

Zulassungszahlen in NC-Fächern festgelegt

 

In der Sondersenatssitzung ging es aber eigentlich um die Festsetzung der Zulassungszahlen in den Fächern mit uni-weitem NC. Nach einer lebhaften Diskussion wurde die entsprechende Ordnung mit einer Gegenstimme und acht Enthaltungen beschlossen. So werden zukünftig in den überlaufenen Fächern Psychologie, Soziologie oder Erziehungswissenschaften z. T. deutlich reduzierte Kapazitäten angeboten. Die Überlastbereiche Wirtschaftswissenschaften und Politikwissenschaften bleiben weiter NC-frei. Alle bislang mit NC versehenen Studiengänge bleiben zulassungsbeschränkt.

 

Weitere Entscheidungen und Berichte

 

Beschlossen wurden außerdem drei Ordnungen, die die neu eingeführten Eignungsprüfungen in den Lehramtsstudiengänge Grundschule Sport, Musik und Gestalten betreffen. In diesen Fächern soll zukünftig nicht mehr die Abiturnote allein bei der Auswahl der Studienbewerber herangezogen werden, sondern es sollen die fachspezifischen Fähigkeiten der Bewerber vor eigens gegründeten Prüfungskommissionen nachgewiesen werden.

In den laufenden hochschulpolitischen Diskussionen gibt es nicht wesentlich Neues. Die Kommission, die sich mit der Leitungsstruktur der Universität und eventuell neuen Modellen zur Hochschulleitung befassen soll, tagte. Die Meinungen gehen wohl weit auseinander, wobei diejenigen, die sich für das Präsidiumsmodell aussprechen, in der Minderheit sind und es nun eher um eine Optimierung des derzeitigen Rektoratsmodells geht. Die Kommission wird sich noch einmal treffen.

Zur Profil- und Strukturdebatte gibt es auch keine Neuigkeiten. Einzige erwähnenswerte Nachricht ist, dass die nächste Zielvereinbarung doch nicht eine fünfjährige Laufzeit haben wird, sondern nur eine einjährige Fortschreibung der alten Zielvereinbarung sein wird. Wahrscheinlich bleibt damit auch die Zuweisung des Landes für das Budget der MLU auf gleichem Niveau, abgesehen davon, dass die Uni etwa 200.000 Euro Zusatzkosten aus der vor wenigen Tagen beschlossenen Tariflohnerhöhung für die Angestellten der Länder selbst tragen muss.

Einen Bericht zur letzten Senatssitzung findet sich auch hier.

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Ergebnisse der Senatssitzung vom 30.01.

Hochschulpolitik

Eine rekordverdächtig lange Sitzung mussten die Vertreter des Akademischen Senats am vergangenen Mittwoch durchhalten: Erst nach fünfeinhalb Stunden waren die über 24 Tagesordnungspunkte abgearbeitet. Neben Routineangelegenheiten wie der Ausschreibung von Professuren (darunter auch die dringend benötigte Professur für Bildungssoziologie) und der Bestätigung von Berufungen wurde die zweite Lesung des Haushalts abgehalten, eine Resolution zur Weiterführung der Graduiertenförderung des Landes Sachsen-Anhalt verabschiedet und die Ordnungen für das Universitätsarchiv reformiert. Außerdem gab es aktuelle Informationen zur Profilbildung, die nun bis Oktober 2013 abgeschlossen werden soll (siehe unten). Nähere Informationen im Folgenden sind dem Newsletter der MLU entnommen. Die nächste Senatssitzung ist übrigens noch in diesem Wintersemester, denn für den 13. März ist wegen der Bestimmung der neuen Kapazitätsordnung ein Sondersenat angesetzt worden.

Unter dem TOP „Informationen des Rektorats“ wurden folgende Themen angesprochen:

Zielvereinbarungen / Haushalt 2014

Prof. Dr. Udo Sträter informierte darüber, dass der zeitliche Ablauf für die Behandlung der Zielvereinbarungen noch unklar ist. Im Rahmen der Landesrektorenkonferenz verständigt sich zurzeit eine kleine Gruppe – er gehört dieser an – zum weiteren Vorgehen. Außerdem liegen Informationen vor, dass für 2014 kein Doppelhaushalt verabschiedet werden soll.

Er berichtete zudem über Gespräche des Wissenschaftsministeriums mit dem Wissenschaftsrat zum zu erwartenden Abschlussbericht. Der ursprüngliche Gedanke, den Bericht im Zusammenhang mit einem Planungsimpuls des Landes zu verbinden, wird nicht mehr verfolgt.

Strukturanpassungsdiskussion

Mit den Dekanen befindet sich das Rektorat gegenwärtig in der Protokollabstimmung zur Liste der Stellen, die vorläufig gesperrt werden sollen. Außerdem fand am 25.01.2013 die konstituierende Sitzung der „Koordinierungskommission zur Profilbildung“ statt. Mitglieder dieser Kommission sind:

Prof. Dr. Wilfried Grecksch, Prof. Dr. Hans-Joachim Solms, Prof. Dr. Elmar Wahle, Prof. Dr. Winfried Kluth – als Sachverständiger, für die Statusgruppe 2 Frau Dr. Förster, für die Statusgruppe 3 Richard Schmidt und für die Statusgruppe 4 Bertolt Marquardt.

Es erfolgte die Abstimmung zur Arbeitsweise, zu den Aufgaben der Kommission, den zu erstellenden Zahlenmaterialien und zum Zeitplan. Dieser sieht im Ergebnis vor, die Profildiskussion bis Oktober 2013 zu beenden.

Die Fakultäten müssen sich in diesem Zusammenhang  darauf einstellen, im April Fakultätsratssitzungen durchzuführen, die sich mit den Zahlenmaterialien der Kommission entsprechend des Senatsbeschlusses befassen sollen.

Geplant ist außerdem eine Klausursitzung des Senats. Das Datum dafür legte der Senat in der Sitzung im Rahmen der Festlegung der Sitzungstermine für das Sommersemester fest. Die Sitzungen werden wie folgt stattfinden:

Mittwoch, 10. April 2013

Freitag, 31. Mai 2013 / Samstag, 1. Juni 2013 – Klausursitzung zur Profildiskussion

Mittwoch,  8. Mai 2013

Mittwoch, 12. Juni 2013

Mittwoch, 10. Juli 2013

Vertretungsregelung Kanzler

Nach dem Ausscheiden von Dr. Martin Hecht wird ab dem 1. April 2013 die Vertretungsregelung entsprechend der Geschäftsordnung des Rektorats greifen – so der Rektor.

Abschlussbericht zur Umsetzung der forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG

Prorektorin Prof. Gesine Foljanty-Jost gab bekannt, dass unter Federführung ihres Prorektorats der Abschlussbericht zur Umsetzung der forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG behandelt wurde. Es handelt sich dabei um einen standardisierten Bericht, der im Sinne einer Bestandsaufnahme zu verstehen ist und auf den Seiten des Prorektorats für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs im Netz veröffentlicht wird.

Spendenaufruf

Die aktuellen politischen Bedingungen in Syrien haben die rund 70 Studierenden und DoktorandInnen aus Syrien an unserer Universität in teilweise existentielle Probleme gestürzt, da der Zugang zu den eigenen Konten nicht mehr möglich ist. Eine Rückkehr zum jetzigen Zeitpunkt nach Syrien ist nicht möglich, ein Ende der Kämpfe in Syrien ist nicht absehbar. Da weitere Unterstützungen noch nicht wahrscheinlich sind, möchte die Prorektorin für Forschung und wiss. Nachwuchs, Prof. Dr. Foljanty-Jost, alle Mitglieder der Universität um Unterstützung bitten und ruft zu Spenden auf. Sie kündigte in diesem Zusammenhang eine entsprechende Rundmail an alle Universitätsangehörigen an.

Gedenkveranstaltung am 27. November 2013

Der Rektor gab bekannt, dass in Erinnerung an Mitglieder der Universität, die aus politischen und rassistischen Gründen nach 1933 aus der Universität entfernt wurden, am 27.11.2013 eine Gedenkveranstaltung geplant ist. Organisiert wird dieses Projekt unter der Federführung von PD Dr. Friedemann Stengel und Prof. Dr. Dr. Gunnar Berg.

Zusätzlich wurden in der Tagesordnung die Punkte „Zentrum für Biokatalyse“ und „Fortgang zu den Diskussionen zur Verfassung der Universität“ behandelt.

Zu Ersterem trug Prof. Dr. Birgit Dräger die Situation vor.  Danach wird das Thema in einer der nächsten Senatssitzungen auf der Tagesordnung stehen. Bedauerlich ist, dass dazu bereits in der Mitteldeutschen Zeitung berichtet wurde, die Darstellungen aber nicht korrekt waren. Die Überlegungen, eine interdisziplinäre wissenschaftliche Einrichtung unter dem Dach der Naturwissenschaftlichen Fakultät I zu gründen, bestehen im Zusammenhang mit der Integration der Eingliederung der Max-Planck-Forschungsstelle „Proteinforschung“.  Da es weder eine Satzung noch ein fertiges wissenschaftliches Konzept dafür gibt, sondern lediglich eine Absichtserklärung der Nat. Fak. I, eine solche Einrichtung zu gründen, wurde der Senat bisher nicht einbezogen.

Zum zweiten Punkt – Fortgang der Diskussionen bezüglich der Verfassung der Universität – verständigte sich der Senat dazu, das Thema in der März-Sitzung ausführlich zu behandeln. In Vorbereitung darauf soll festgestellt werden, welche Probleme die gegenwärtige Leitungsstruktur der Universität enthält. Dazu wurden alle Senatoren aufgerufen, sich zu äußern. In einer Kommission unter der Koordinierung von Prof. Dr. Birgit Dräger sollen diese Kritikpunkte aufgearbeitet und analysiert werden, um ggf. entsprechende Änderungen vorzunehmen. Die Kommission setzt sich aus Mitgliedern der vier Statusgruppen im Verhältnis  4 : 2 : 2 : 2 zusammen. Personelle Vorschläge sollen an Prorektorin Dräger übermittelt werden.

Resolution

In den aktuellen Diskussionen über den Haushalt 2014 wurde wiederholt signalisiert, dass die Weiterführung der Graduiertenförderung des Landes Sachsen-Anhalt in Frage gestellt wird. Der Senat und die Dekane hatten dazu bereits mehrfach kritisch diskutiert. Auf Initiative von Prorektorin Foljanty-Jost als Senatorin wurde in der Senatssitzung über eine Resolution debattiert, die im Ergebnis vom Senat verabschiedet wurde (http://verwaltung.uni-halle.de/senat_der_verwaltung/beschluesse_2010-2014).

Im Nachgang erhalten Vertreter des Wissenschaftsministeriums und ausgewählte Abgeordnete des Landtags diese Resolution zur Kenntnis.

Haushalt 2013

Breiten Raum nahm in der Sitzung die 2. Lesung des Haushalts 2013 ein. Nachdem Dr. Martin Hecht und Dr. Alexandra Denzel-Trensch das Zahlenwerk erklärten, schloss sich die Erörterung durch den Senat an.

Dr. Hecht bestätigte seine Grundaussage, die er bereits zur 1. Lesung im Dezember 2012 getroffen hatte. Danach ist eine Überziehung des Landeszuschusses in Höhe von 6,8 Mio. Euro zur Aufrechterhaltung des Betriebes der Universität erforderlich. Dieses Defizit wird aus Hochschulpaktmitteln 2020 gedeckt.

Ordnungen für das Universitätsarchiv

Dr. Michael Ruprecht stellte sich dem Senat als Leiter des Universitätsarchivs vor. Zudem legte er Ordnungen für das Universitätsarchiv vor, die vom Senat zu verabschieden waren. Es handelte sich dabei um die Archivordnung und die Benutzerordnung, denen der Senat zustimmte. Zusätzlich lag die Lesesaalordnung vor, die der Senat zur Kenntnis nahm.

Alle Regelungen sind demnächst im Amtsblatt nachzulesen.

Graduiertenkolleg „Protein Modification: A Key Mechanism for Ageing“

Nach dem Vortrag von Prof. Dr. Andreas Simm (Sprecher, Med. Fak.) stimmte der Senat der Einreichung einer Antragsskizze für ein Graduiertenkolleg „Protein Modification: A Key Mechanism for Ageing“ bei der DFG zu.  Antragstellende Einrichtungen für dieses Graduiertenkolleg sind die Friedrich-Schiller-Universität Jena, das Leibniz-Institut Fritz Lippmann in Jena und die Martin-Luther-Universität. Neben Professoren der Med. Fak. wird auch die Nat. Fak. III beteiligt sein.  Das Graduiertenkolleg fügt sich ein in den Forschungsschwerpunkt der Universität „Biowissenschaften – Makromolekulare Strukturen und biologische Informationsverarbeitung“ und in die Forschungsschwerpunkte der Med. Fak. „Demographieorientierte Medizin“ und „Molekulare Medizin mit Signaltransduktion“.

Ordnungen

Positive Stellungnahmen gab der Senat zu folgenden Änderungsordnungen zu Studien- und Prüfungsordnungen bzw. Auswahlordnungen ab:

Philosophische Fakultät I:

  • Ordnung zur Änderung der Fachspezifischen Bestimmungen für das Studienfach Griechisch im Studiengang Lehramt an Gymnasien

Philosophische Fakultät II:

  • Ordnung zur Änderung der Ordnung zur Regelung der Auswahlverfahren in den Zwei-Fach-Bachelor-Studienprogrammen Anglistik und Amerikanistik (60, 90 und 120 Leistungspunkte) im Zwei-Fach-Bachelorstudiengang
  • Dritte Ordnung zur Änderung der Fachspezifischen Bestimmungen für das Studienfach Englisch im Studiengang Lehramt an Gymnasien und im Studiengang Lehramt an Sekundarschulen
  • Ordnung zur Änderung der Studien- und Prüfungsordnung für die Studienprogramme Anglistik und Amerikanistik (60 und 90 Leistungspunkte) im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang
  • Zweite Ordnung zur Änderung der Fachspezifischen Bestimmungen für das Studienfach Englisch im Studiengang Lehramt an Grundschulen und an Förderschulen

Die Änderungen betreffen insbesondere die Zugangsvoraussetzungen für die o. g. Änderungsordnungen der Philosophischen Fakultät I und der Philosophischen Fakultät II.

Verabschiedet wurde außerdem die Zweite Ordnung zur Änderung der Promotionsordnung der Medizinischen Fakultät. Hier erfolgte die Erweiterung des Fächerkatalogs um das Fach Medizinische Soziologie.

Ausschreibungen

Zur Ausschreibung frei gegeben wurden folgende W-Stellen:

W2-Prof. „Soziologie der Bildung“ – voraus ging der Freigabeentscheidung die Umwidmung der Stelle von W2 „Soziologie der Bildung und Erziehung“ in W2 „Soziologie der Bildung“.

W3-Prof. „Pädagogische Psychologie“ und

W3-Prof. „Tierphysiologie“.

Die Berufungslisten für die

W3-Prof. „Experimentelle Physik (Optik und zeitaufgelöste Spektroskopie),

W3-Prof. „Physikalische Chemie (Komplexe Selbstorganisierende Systeme) und

W3-Prof. „Proteinbiochemie“ wurden vom Senat bestätigt. Es kann damit die Ruferteilung an die Erstplatzierten erfolgen.

Den Anträgen auf Verleihung von Außerplanmäßigen Professuren der Nat. Fak. III und der Phil. Fak. I wurde ebenfalls entsprochen.

Positiv befürwortet wurden zwei Anträge der Med. Fak. zur Zwischenevaluierung von Juniorprofessuren.

Darüber hinaus lag eine Liste zu den Vertretungsprofessuren für das Sommersemester 2013 vor. Insgesamt wurden 16 Vertretungsprofessuren bestätigt.

Im Sinne der Weiterentwicklung von internationalen strategischen Partnerschaften legte das Prorektorat für Forschung und wiss. Nachwuchs eine Liste mit 6 Kandidaten für internationale Gastprofessuren vor, die der Senat ebenfalls bestätigte.

Zu den o. g. frei gegebenen Professuren zur Ausschreibung lagen den Senatsmitgliedern Vorschläge für die Zusammensetzung von Berufungskommissionen vor. Diesen Vorschlägen folgte der Senat.

Auf der Tagesordnung stand des Weiteren die Bestimmung der Vertreter der Statusgruppe der Studierenden für den Wahlausschuss und die Nominierung eines Vertreters für den Verwaltungsrat des Studentenwerks ab  dem 1. April 2013.

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Ergebnisse des Sondersenats vom 19.12.

Hochschulpolitik

Die folgende Darstellung der Ergebnisse aus dem Sondersenat vom 19.12.2012 ist dem Newsletter der MLU entnommen:

Zu der als Sonder-Senat ausgewiesenen Sitzung wurde zu Beginn der nichtöffentliche Teil der Tagesordnung abgearbeitet, der am 12.12.12 aus zeitlichen Gründen nicht zur Behandlung kam.

Die Senatoren verabschiedeten in diesem Zusammenhang die Berufungsliste für die W3-Professur „Klinische Pharmazie“, die von der Naturwissenschaftlichen Fakultät I eingereicht wurde.

Außerdem entsprachen sie zwei Anträgen auf Apl.-Professuren, die von der Philosophischen Fakultät II bzw. der Medizinischen Fakultät vorgelegt wurden.

Zur Ausschreibung wurden folgende Professuren frei gegeben:

W3-Prof. „BWL, insbesondere Unternehmensethik und Controlling“ – Friede Springer Stiftungsprofessur,

W3-Prof. „Allgemeine Psychologie“,

W2-Prof. „Grundschuldidaktik Deutsch/Ästhetische Bildung“,

W2-Prof. „Didaktik der Physik mit Fachaufsicht Chemie“ (zu dieser gingen weitere Entscheidungen voraus, die sich auf die Schließung des Berufungsverfahrens und die Umwidmung der Denomination bezogen).

Zur W3-Prof. „Molekulare Zellbiologie“ entsprachen die Senatoren dem Antrag der Med. Fak., ohne eine Ausschreibung zur Abwehr eines Rufes das Berufungsverfahren zu eröffnen.

Zu den Ausschreibungen lagen die Vorschläge zur Zusammensetzung für die Berufungskommissionen vor, die ebenfalls befürwortet wurden.

Entschieden wurde zudem die Liste der Gastprofessuren für das Jahr 2013.

Nach ca. zwei Stunden wurde die Sitzung öffentlich fortgesetzt. Dabei lagen den Senatsmitgliedern die Berichte der Universität gegenüber den Unterarbeitsgruppen „Kleine Fächer“, „Agrar- und Lebenswissenschaften“ und „Ingenieurwissenschaften“ des Wissenschaftsrats und der „Selbstbericht der Medizin“  in Vorbereitung auf die Begehung des Wissenschaftsrats im April 2013 zur Kenntnisnahme vor.

In der dazu erfolgten Diskussion wurde die Kritik laut, dass der Senat nicht ausreichend in die Erarbeitung der Dokumente einbezogen wurde und nun keine Möglichkeit der Einflussnahme mehr besteht. Die Materialien sollten jedoch als Grundlage der weiteren Diskussion zum Profil der Universität in den Unterarbeitsgruppen bilden – so die Übereinkunft.

Zu den Themen „Strukturanpassungskonzept“ und „Kommission des Senates zur Profilbildung“ verabschiedete der Senat folgenden Beschluss, der auf einer Vorlage von Senatoren beruhte und mit einer Ergänzung zum Punkt 4. bestätigt wurde:

Verfahrensvorschlag für die Vorbereitung einer profilbildenden Strukturanpassung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

1. Prämisse

Damit der Senat eine solche Entscheidung verantwortlich treffen kann, müssen die Senatoren und Senatorinnen qualifiziert über die Situation in den einzelnen Fakultäten informiert sein. Nur so kann eine dem Gesamtinteresse der Universität gerecht werdende Entscheidung getroffen und verantwortet werden. Dabei sollten die „internen Sichtweisen“ der einzelnen Fakultäten ebenso einfließen wie die externe Beurteilung durch das Rektorat.

2. Zielsetzungen

Ziel des Verfahrens muss es sein, den Senatoren und Senatorinnen komprimiert und strukturiert Informationen zu den wesentlichen Parametern in den Bereichen Lehre (Studiengänge und ihre Auslastung, Absolventenquote, Ergebnisse von Absolventenbefragungen, Ranking-Ergebnisse, Kooperationen), Forschung (untergliedert in Publikationen, Nachwuchsförderung, Drittmitteleinwerbung), institutionelle Kooperationen und Bedeutung für die Region/Halle zu vermitteln. Dabei kann an die vorliegenden statistischen Materialien und Darstellungen angeknüpft werden, die für den Wissenschaftsrat erstellt wurden.

Jede Fachrichtung/Einrichtung sollte zu jedem der Parameter auch eine Eigeneinschätzung abgeben, die eine Einordnung in die Kategorien exzellent/führend (pink), überdurchschnittlich (grün), durchschnittlich (gelb), unterdurchschnittlich (rot) enthält und damit für die Gesamtperspektive optische Transparenz erzeugt. Diese Zuordnungen sollten besonders im Vergleich zu den benachbarten Universitäten erfolgen, soweit diese in diesem Bereich aktiv sind.

3. Verfahrensweise

Die Informationen sollten durch die Fakultäten und das Rektorat bis April 2013 bereitgestellt werden. Die Fakultätsräte und die Strukturkommission sollten in die Vorbereitungen einbezogen werden.

Die Ergebnisse sollten sodann in einer zweitägigen Klausursitzung des Senats, der Kommissionen und der Dekane vorgestellt und diskutiert werden.

Aufbauend auf den Ergebnissen der Klausurtagung soll das Rektorat unter Einbeziehung der Kommissionen einen Vorschlag zu Profilbildung erarbeiten.

4. Koordinierungskommission

Die Arbeitsabläufe werden durch eine Koordinierungskommission gesteuert, die sich aus drei Mitgliedern der Statusgruppe 1 sowie je einem Mitglied der Statusgruppen 2, 3 und 4 zusammensetzt. Sie steht unter dem Vorsitz des Rektors.

Im Sinne dieses Beschlusses unterbreitete die Statusgruppe 1 ihre Personalvorschläge (Prof. Dr. Hans-Joachim Solms, Prof. Dr. Wilfried Grecksch, Prof. Dr. Elmar Wahle), die der Senat bestätigte.

Zu den drei weiteren Sitzen forderte der Rektor die Statusgruppen auf, ihre Vorschläge bei ihm bis zum 11.01.2013 einzureichen.

Der öffentliche Teil der Sitzung wurde von zahlreichen Mitarbeitern, Mitarbeiterinnen und Studierenden interessiert verfolgt.

Quelle: Newsletter der MLU, http://wcms.uzi.uni-halle.de/test.php?id=2631733

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Nach der Sondersenatssitzung: Kein Kürzungsbeschluss in diesem Jahr!

Hochschulpolitik

Aus meiner Sicht kann das Aktionsbündnis das Resultat der Sondersenatssitzung am 19.12. zumindest als Teil-Erfolg betrachten. Das Rektorat hat, ohne es explizit auszusprechen, eingestanden, dass ein 3 Mio. Euro großes Einsparpotenzial nicht zu benennen ist, ohne der Profildiskussion vorzugreifen. Erstaunlich dabei war, dass auf den Auftrag des Oktobersenats, bis Dezember eben dieses Einsparpotenzial zu benennen, mit keinem Wort eingegangen wurde, obwohl bislang der Eindruck erweckt wurde, dass die Universität noch dieses Jahr 3 Mio. Euro des strukturellen Defizits einsparen muss, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten bzw. einer Haushaltssperre zu entgehen.

Nun wurde ein verbindliches, nachvollziehbares Verfahren festgelegt, das das Ziel aufweist, die bislang fehlenden Entscheidungsgrundlagen zu liefern und damit eine sinnvolle Profil- und Strukturdiskussion im Senat überhaupt zu ermöglichen. Bis heute gibt es ja keine konkreten Informationen, über welche gefährdeten Bereiche bei den Gesprächen von Rektorat und Dekanen gesprochen wurde. Nun haben die Fakultäten und damit auch die Fakultätsräte die Gelegenheit, ihre Stärken und Schwächen zu benennen und so ihren Anteil an der Profildiskussion zu leisten. Es wäre vielleicht eine Überlegung wert, ob das Bündnis in Zusammenarbeit mit den Fakultäts-, Fachschaftsräten und Institutsgruppen fachbezogene Vollversammlungen an allen Instituten der Universität organisieren sollte, um eine größtmögliche Mitwirkung der Studierenden und MitarbeiterInnen zu erzielen.

Die Zustimmung zu diesem Verfahrensvorschlag von Prof. Kluth (siehe Anhang) ist – aus meiner Sicht – keine vorweggenommene Zustimmung zu einer neuen Kürzungsrunde, sondern zu dem lange eingeforderten Schritt zu mehr Transparenz und demokratischer Beteiligung.

Es besteht dennoch kein Anlass für Euphorie, denn die Kürzungsvorhaben sind noch immer nicht vom Tisch. Mit dem nun beschlossenen Verfahren wird die Entscheidung nur vertagt. Und das Ziel des Rektorats, schlussendlich das Budget zu kürzen, wird sich nicht verändert haben. Aber an der Haltung der Senatoren, die als Teil des Aktionsbündnisses auftreten, hat sich m. E. nichts geändert: Ziel der Profilbildung kann nicht das reine Kürzen von „schwachen“ Fächern bedeuten. Sollte das Profil am Ende nur zu beschließen sein, wenn zugleich einer Budget- bzw. Strukturanpassung nach unten zugestimmt wird, können wir Senatoren uns dem nur verweigern. Angesichts des trotz aller Krisenrhetorik noch immer steigenden Wohlstands der deutschen Volkswirtschaft muss es möglich sein, die Universität entsprechend der real existierenden Studierendenzahlen und der ihr von der Politik übertragenen Aufgaben voll auszufinanzieren. Was ist ein „winziges“ Defizit von knapp 6 Mio. Euro angesichts eines Privatvermögens in Deutschland von knapp 10 Bill. Euro?

Profil- und Strukturdiskussion können nun nicht mehr getrennt voneinander geführt werden. Auch dieser (schizophrene) Versuch des Rektorats, beides voneinander zu trennen, ist gescheitert. Der Kampf gegen die Kürzungen muss fortgeführt werden, trotz des kleinen Teilerfolgs in diesem Jahr. Denn nächstes Jahr werden drei Prozesse parallel verlaufen: Strukturanpassung, Profilbildung und die Verhandlungen der Universität mit der Landesregierung über die neuen Zielvereinbarungen. Hierbei müssen die Studierenden und MitarbeiterInnen klar ihre Position deutlich machen. Herr Sträter will dann ja mit zur Demo kommen – wir nehmen ihn beim Wort.

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Senat fordert Konzept zum Abbau des 6-Mio.-Euro-Defizits der MLU

Hochschulpolitik

Die letzte Sitzung des Senats der MLU brachte einen etwas überraschenden Beschluss, der auf Initiative der Dekane gefasst wurde. Es ging um das strukturelle, d. h. jedes Jahr auftretende Defizit von sechs Mio. Euro im Haushalt der MLU, das bislang nur durch die Mittel aus dem Hochschulpakt ausgeglichen werden konnte. Die Dekane haben sich in einem Brief an den Rektor darüber beklagt, dass die Fakultäten aufgrund dieses dauerhaften Defizits nicht mehr ihre Aufgaben in Lehre und Forschung erfüllen könnten. Sie beklagen, dass es bislang kein Strukturkonzept zur Behebung des Defizits gäbe und stattdessen im Zentralen Bereich der MLU “massiv Einstellungen vorgenommen [werden], die zu Lasten des Kern-Geschäftes der Universität, zu Lasten von Forschung und Lehre, insbesondere zu Lasten der Studierenden gehen.” Dem Antrag, nun bis Ende des Jahres vom Rektorat ein entsprechendes Konzept ausarbeiten zu lassen, fand breite Zustimmung. Außerdem wurde das Moratorium, das davon ausgeht, bis zur Beendigung der Strukturdiskussion keine Ausschreibungen im Professorenbereich vorzunehmen, bis zur Oktober-Sitzung des Senats verlängert.

Hier könnt ihr weiterlesen.

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Wieder Niederlage für Sarkozy

Wahlen

In Frankreich wurden vergangenen Sonntag die Hälfte der Senatoren gewählt. Der Senat ist die zweite Kammer, die hauptsächlich über beratende Befugnisse verfügt und den Beschluss von Gesetzesvorlagen verzögern kann. Der Senat gilt traditionell als konservativ, doch damit ist jetzt nach 53 Jahren konservativer Mehrheit erst einmal Schluss. Die Sozialisten und die mit ihen verbündeteten Grünen, Kommunisten und Radikalsozialisten gewannen mindestens 24 Mandate hinzu und verfügen über eine absolute Mehrheit. Laut Spiegel ist dafür vor allem die gegen die Präfekturen und Gemeinden gerichtete Politik Sarkozys verantwortlich, der immer mehr Aufgaben an die unteren Ebenen abschiebt ohne die Finanzen zu verbessern. Die Gewinne der Sozialisten gingen fast ausnahmslos zu Lasten von Sarkozys UMP. Auch die Kommunisten konnten sich wieder stabilisieren und behalten 21 Sitze. Die genaue Zusammensetzung findet man hier. Es verstetigt sich ein Linkstrend, der im letzten Jahr mit den Regionalwahlen einsetzte (siehe meine Blogeinträge hier und hier. Erfreuliche Folge dieses linken Wahltriumphes ist, dass eine Schuldenbremse ähnlich wie die in der deutschen Verfassung nicht mehr durchsetzbar ist.

 

Siehe auch:

http://www.jungewelt.de/2011/09-27/018.php

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,788304,00.html

http://www.sueddeutsche.de/politik/linke-mehrheit-im-senat-sarkozy-und-die-kammer-des-schreckens-1.1149817

http://www.sueddeutsche.de/politik/sensation-bei-senatswahl-in-frankreich-linke-erobern-mehrheit-im-palais-du-luxembourg-1.1149073

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Zu den Hochschulwahlen (Teil 2)

Wahlen

Heute folgt Teil 2 meiner Beiträge zu den Hochschulwahlen. Beim letzten Mal erklärte ich die Aufgaben der studentischen Gremien (Fachschaftsrat und Studierendenrat). Heute soll die Bedeutung der Uni-Gremien Senat und Fakultätsrat erläutert werden.

 

Der Senat ist das höchste Gremium der Universität. Er beschließt den Uni-Gesamthaushalt und wählt den Rektor, sozusagen den Chef der Universität. Der Senat beschließt alle Ordnungen (z. B. Prüfungsordnungen oder die Grundordnung) und kann „zu allen Selbstverwaltungsangelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung Stellung nehmen. […] Der Senat hat insbesondere

1. in Forschungsangelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung, insbesondere über die

Festlegung von Prioritäten und die Bildung von Forschungsschwerpunkten sowie über

die Einrichtung von Sonderforschungsbereichen auf Vorschlag der Fachbereiche, zu

entscheiden,

2. über den Hochschulentwicklungsplan und den Entwurf der Zielvereinbarung zu beraten,

3. über die Vorschläge der Fachbereiche für die Berufung von Professoren und Professorinnen,

die Bestellung von Honorarprofessoren, Honorarprofessorinnen, Honorardozenten

und Honorardozentinnen und die Verleihung der Bezeichnung „außerplanmäßiger

Professor” oder „außerplanmäßige Professorin” zu beschließen,

4. über die Einrichtung, Änderung und Aufhebung von Studiengängen innerhalb der

Hochschule, Hochschuleinrichtungen und gemeinsamen Kommissionen auf Vorschlag

der Fachbereiche zu beschließen, […]“ (Hochschulgesetz Sachsen-Anhalt). Im Senat sitzen vier stimmberechtigte Vertreter der Studierenden, außerdem 12 Professoren, 4 wissenschaftliche Mitarbeiter und zwei Vertreter der sonstigen Beschäftigten der Uni.

 

Der Fakultätsrat entspricht in der Zusammensetzung dem Senat, also auch hier vier studentische Vertreter, und hat ähnliche Aufgaben, die sich aber auf die jeweilige Fakultät beschränken. Er ist also eine Art Äquivalent zum Fachschaftsrat. Der Fakultätsrat hat vor allem im Bereich Studium und Lehre, Evaluation, Berufung von ProfessorInnen seine Kompetenzen. Er beschließt auch über einen Haushalt. Informationen zu den Sitzungen des Fakultätsrates der Philosophischen Fakultät I findet man hier: http://www.philfak1.uni-halle.de/rat/prot/ta2011.html.

Im dritten und letzten Teil werde ich dann eine Wahlempfehlung aussprechen und einen Blick auf die Kandidaten zur Hochschulwahl eingehen.

 

Quelle:

http://www.verwaltung.uni-halle.de/senat/HSG.pdf

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