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Leipzig zeigt sich solidarisch mit Uni Halle

Hochschulpolitik

Wie folgender Pressemitteilung zu entnehmen ist, wird die Demo des „Aktionsbündnisses MLU Perspektiven gestalten“ am 02. Dezember Besuch und Unterstützung aus Leipzig erwarten können. Vielen Dank, kann man da nur sagen; ein Grund mehr für alle hallischen Studierenden, der Veranstaltung nicht fern zu bleiben!

Her mit der Kohle! – Demo am 02. Dezember in Halle

Student_innenRat der Universität Leipzig solidarisiert sich mit dem Studierendenrat der Universität Halle // Aufruf zur Teilnahme an Demo – Gemeinsam gegen Kürzungen an jeglichen Hochschulen

 

Leipzig, 24. November 2014. Der Student_innenRat der Uni Leipzig (StuRa) ruft zur Hochschuldemonstration „Her mit der Kohle“ am 2. Dezember in Halle an der Saale auf. Um 12:50 Uhr treffen sich die Leipziger Studierenden vor den Rolltreppen von Gleis 1 und 2 in der Haupthalle links, um gemeinsam nach Halle zu fahren (Abfahrt 13:05 Uhr Gleis 2).

 

Kai Zaschel, Referent für Hochschulpolitik des StuRa erklärt: „In den Ländern Sachsen und Sachsen-Anhalt droht den Hochschulen der institutionelle Kahlschlag. An den sächsischen Hochschulen werden bis 2017 weiter Stellen abgebaut und Institute perspektivisch geschlossen.  Der sachsen-anhaltinische Hochschulstrukturplan 2014 fokussiert den Tausch der Studienfächer Geowissenschaften und Sportwissenschaften in Halle gegen die Leipziger Pharmazie. Somit betreffen diese Pläne an der Uni Halle ebenfalls die Studierenden in Leipzig. Deswegen werden wir für unseren Univerbund auf die Straße gehen!“

 

„Da der 2. Dezember der Dies Academicus ist, werden Leipziger Studierende an diesem Tag keine Lehrveranstaltungen haben. So können wir der Universität Leipzig ein besonderes Geschenk machen und nach Halle fahren, um gemeinsam über Ländergrenzen hinweg gegen die Kürzungen der jeweiligen Landesregierungen zu demonstrieren. Die Fahrt nach Halle ist zudem die beste Möglichkeit das neue MDV-Semesterticket auf die sinnvollste aller Arten zu nutzen.“, so Friedemann Goerl, Referent für Nachhaltige Mobilität.

 


Miriam Pflug

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Mitglied des Erweiterten Senats

Mitglied der Kommission Lehre Studium Prüfung
Student_innenRat der Universität Leipzig
Universitätsstraße 1
04109 Leipzig

Web: www.stura.uni-leipzig.de

 

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Strukturdebatte nimmt Fahrt auf

Hochschulpolitik

Jetzt wird es ernst. Nachdem die Strukturdebatte an der MLU seit dem fast vergessenen Brief der Dekane im Juni 2012, als sie das Rektorat aufforderten, bis Oktober 2012 ein Strukturkonzept zwecks Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs (durch Abbau des strukturellen Defizits) vorzulegen, ständig unter unterschiedlichsten, teils fadenscheinigen Gründen in tagenden und plötzlich nicht mehr tagenden Struktur- bzw. Profilkommissionen verschleppte wurde, hat das Rektorat nun Pläne zur Schließung des Departments der Medien- und Kommunikationswissenschaften (MuK) verkündet. Oder doch nicht? Nach der Bekanntmachung in einer Pressemitteilung des Vorsitzenden des Departments (Prof. Dr. Manfred Kammer) nahm der Rektor dazu Stellung:

„Richtig ist: Im Moment gibt es Gespräche zwischen dem Rektorat und dem Dekan der Philosophischen Fakultät II. Diskutiert wird über verschiedene Konzepte, auch Varianten der Neuausrichtung der Medien- und Kommunikationswissenschaften – und dies vor dem Hintergrund, dass im kommenden Jahr zwei Lehrstühle vakant werden. Ein Thema in diesen Gesprächen ist daher auch, ob möglicherweise nicht in die Studiengänge der Medien- und Kommunikationswissenschaften im Wintersemester 2014/15 immatrikuliert werden sollte. Eine Entscheidung dazu gibt es tatsächlich bis heute nicht.“

Diese Entscheidung müsste der Senat fallen, der sich aller Voraussicht nach im März (12.03., 14 Uhr) damit beschäftigen wird. Prof. Kammer hofft in einem Interview bei Radio Corax, dass das Department MuK die Senatsmitglieder von seinem Erhalt überzeugen kann. Und wenn Halle laut Landesregierung die Medienstadt des Landes sein soll, fragt sich schon, was so eine Medienstadt mit Uni ohne Medienwissenschaft bedeuten soll?

Das Echo auf die Pressemitteilung von Prof. Kammer war schon groß: Die MZ berichtet hier, hier und hier, der StuRa und das Aktionsbündnis „MLU Perspektiven gestalten“ haben kritische Stellungnahmen veröffentlicht. Darin wird zurecht kritisiert, dass es keine inhaltlichen, sachlichen Gründe für die Schließung der MuK gibt. Die Lehre, die Verbindung von Theorie und Praxis, sehr gute außeruniversitäre Kooperationen und die große Nachfrage der Studierenden nach den Studiengängen sprechen für die MuK. Einziges Detail, das gegen die MuK spricht, ist, dass es aufgrund des Auslaufens von bald drei Professuren (von nur drei vorhandenen) die am schnellsten und einfachsten zu schließende Einrichtung der Universität ist. Und absolut inakzeptabel ist das Vorgehen, weil die Schließung von Instituten erst nach einer (auf der Grundlage des Gutachtens des Wissenschaftsrates) geführten Profildebatte beginnen sollte – wenn überhaupt, denn dass kein Geld für den Erhalt der Universität Halle in der jetzigen Struktur da sein soll, ist eine absurde Behauptung, wenn man auf die in der letzten Senatssitzung bekannt gewordenen Zuwendungen aus dem Hochschulpakt und die wachsenden privaten Vermögen (die aus Angst vor dem scheuen Kapital aber nicht besteuert werden) schaut. Die Profildebatte wurde immer mal angefangen, es wurden auch schon Kommissionen im Senat gegründet, doch einen Abschluss mit einem diskussionswürdigen Strukturkonzept gab es bisher nie, obwohl in mehreren Senatssitzungen vonseiten der Professoren und aller anderen Statusgruppen auf ein zügiges Beginnen der Profildebatte gedrängt wurde.

Der StuRa kritisiert (zum wiederholten Male) das Vorgehen des Rektorats: „Das Rektorat hat den Beschluss gefasst, ohne demokratisch legitimierte Gremien zu informieren oder zu beteiligen. In Anbetracht der Tatsache, dass in der Sitzung des Akademischen Senats letzte Woche explizit nach Immatrikulationsstopps gefragt wurde und das Rektorat keine konkreten Auskünfte dazu gegeben hat, werfen wir dem Rektorat eine Verschleierungstaktik vor.“ Dazu haben sich studentische Vertreter in Gremien schon oft anhören müssen: Manche Entscheidung lässt sich eben nicht basisdemokratisch fällen. Die Leitungen von Hochschulen (und nicht nur die) glauben eben, dass unbequeme Entscheidungen wie das Kürzen von Strukturen der Universität lassen sich am besten ohne demokratische Organe durchziehen. Insofern ist die Erwartung, das Rektorat würde solche Schließungspläne transparent in den gewählten Gremien führen, zwar berechtigt, aber unter den gegebenen gesellschaftlichen und rechtlichen Bedingungen illusorisch. (An dieser Stelle werde ich zum Thema Demokratiedefizite und Demokratisierung der Hochschulen häufiger schreiben.)

Die Positionierung „gegen jegliche Immatrikulationsstopps, Kürzungen und Schließungen von Fächern“ teile ich aber ausdrücklich und rufe die Studierenden (nicht nur die MuK-Studierenden) zu kollektiver Organisierung und Protestaktionen auf.

 

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Bis 23. April für Hochschulwahl anmelden!

Hochschulpolitik

Es ist nicht mehr weit, nämlich bis zum 14. Mai, dann sind wieder Hochschulwahlen. Alle Studierende, die den Beitrag für die Studierendenschaft bezahlt haben (also Mitglied der Studierendenschaft sind), haben dann wieder die Möglichkeit, aus den Kandidaten ihre Vertreter in den studentischen (Studierendenrat und Fachschaftsrat) und universitären Selbstverwaltungsgremien zu bestimmen. Zuvor müssen sich aber möglichst viele Kandidaten finden, damit die Wahl auch wirklich eine (Aus-)Wahl wird.

Bis zum 23.04., 15 Uhr können sich alle Interessierten, die die Politik in der MLU mitgestalten oder verändern wollen, im Gebäude des Studierendenrats als Wahlvorschlag für die studentischen Gremien registrieren lassen. Die dafür auszufüllenden Formulare finden sich auf „http://www.hochschulwahl.info/informationen-zur-kandidatur/„. Dort gibt es auch die Links zu den Formularen für die universitären Gremien.

Gerade angesichts der aktuellen wahnwitzigen Kürzungsbestrebungen unserer neoliberalen Regierung ist es wichtig, dass sich engagierte Studierende finden, die sich für die Interessen der Studierenden und der Universität einsetzen und einen radikalen Abbau des Wissenschaftsstandortes Halle verhindern!

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StuRa bildet Arbeitsgruppe zur Haushaltsdiskussion

Hochschulpolitik

Das erste Treffen dieser Arbeitsgruppe, an dem sich die Offene Linke Liste (OLLi) aktiv beteiligen wird, fand diesen Montag statt. Einen Bericht dazu findet ihr auf dem OLLi-Blog.

Zuvor hatte der StuRa folgende Stellungnahme zum Thema veröffentlicht:

„Der Studierendenrat der Martin-Luther-Universität fordert das Rektorat und den Senat auf, sich öffentlich aktiv für eine aufgabengerechte Finanzierung der MLU einzusetzen. Der aktuelle Diskussionsprozess und die deshalb zu befürchtende Streichung bestehender Arbeitsplätze und Studiengänge werden maßgeblich von unzureichenden Haushaltszuweisungen der Ministerien an die MLU verursacht. Mit über 6,5 Millionen Euro Defizit im Haushalt stehen mehr als 100 Stellen auf dem Spiel. Der aktuelle Betrieb wird nur mit den variablen Mitteln aus dem Hochschulpakt gewährleistet – Mittel, die vermutlich ab 2015 wegfallen werden.

Die aktuellen Zustände in vielen Instituten und Fachbereichen wie beispielsweise der Soziologie sind schon heute unzumutbar. Überbuchungen von Seminaren und Übungen führen zu langen Wartelisten und erschweren es den Studierenden ihr Studium in Regelstudienzeit abzuschließen. Dank Zielvereinbarung, Hochschulpakt und der “Leistungsorientierten Mittelvergabe” (LOM) entsteht eine Abwärtsspirale. Die Universität wird durch den Hochschulpakt genötigt, jedes Jahr unfassbar viele Studierende in ohnehin schon überfüllte Studiengänge zu zwängen, um dringend notwendige Mittel zu bekommen. Geld gibt es nur für Erst-Immatrikulierte. Die LOM ist nun ein mathematisches Modell, welches, durch verschiedene Indikatoren, u.a. die Absolventen und die Studierenden in Regelstudienzeit, die Universitäten und Fachhochschulen des Landes bewertet und dieses Jahr 10% und nächstes Jahr 15% des Haushaltes als sogenanntes Leistungsbudget an die Universitäten verteilt. Die MLU schnitt in diesem Modell letztes Jahr schlecht ab, was dazu führte, dass Gelder in den Topf zurückgezahlt werden mussten – ein Bonus ist auch dieses Jahr nicht zu erwarten.

Die Diskussion, die jetzt in eine heiße Phase tritt, wird dazu führen, dass sich die Universität freiwillig beschneidet und es weitere finanzielle Einbußen in den Landeszuschüssen geben wird.
Wir fordern das Rektorat auf, politischen Druck aufzubauen und zusammen mit den Studierenden, MitarbeiterInnen, Gewerkschaften, Hochschulgruppen, sowie ProfessorInnen für eine aufgabengerechte Finanzierung der Universität zu kämpfen. “ (Quelle: http://www.stura.uni-halle.de/blog/stellungnahme-fuer-eine-ausfinanzierte-mlu-gegen-stellenabbau/)

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Zu den Hochschulwahlen (Teil 1)

Wahlen

Die Gremien und engagierten Studierende geben sich im Moment alle Mühe, um die wahlmüden Studierenden über die anstehenden Hochschulwahlen zu informieren und zu mobilisieren. Traditionellerweise liegen die Wahlbeteiligungen bei den Wahlen zu den Hochschulgremien zwischen traurigen acht bis 15 Prozent, alles was darüberhinaus geht, gilt schon als erklärungsbedürftig. Dies zu erklären, soll jetzt nicht meine Sache sein.

Ich möchte als aktives Mitglied des Fachschaftsrates (kurz FSR) der Philosophischen Fakultät I auch einen Beitrag zur Aufklärung über die für Außenstehende verwirrende Gremienstruktur leisten. Im ersten Teil geht es um die beiden studentischen Vertretungskörperschaften.

Da wäre zum einen der FSR. Im FSR kann man nicht die ganze Welt der Hochschulpolitik verbessern. Hier geht es um sehr konkrete, alltägliche Probleme im Studienalltag. Der FSR wird gewählt als die Vertretung der einzelnen Fachschaften, daher gibt es eine ganze Reihe von FSR, z. B. für die ganze Philosophische Fakultät I, für die Juristen, Theologen, Mediziner etc. Der FSR soll die Interessen der Studierenden ihrer Fachschaft gegenüber den Lehrenden, Studierendenrat und anderen Institutionen der Uni vertreten. Er ist Ansprechpartner für die Studierende, wenn es um überfüllte Seminare, Streit mit Dozenten, Stress mit Prüfungsordnungen oder Auskünften zum Stundenplan geht. Wenn es um große Probleme geht, z. B., dass ein Lehrstuhl am Institut für Politikwissenschaften keinen Wiederholungstermin für eine Klausur im gleichen Semester anbieten will, ist es für die Studierenden einfacher, das Problem an den FSR zu melden (und der kümmert sich um eine Lösung), als das jeder Student einzeln sich beschwert. Der FSR verfügt über die entsprechende Legitimität und Autorität, den DozentInnen gewisse Probleme zu verdeutlichen. Der FSR der Philos. Fak. I kümmert sich traditionellerweise um die Einführung für die Erstsemester, die Ersti-Party und die Examensfeier der Absolventen. Außerdem „betreuen“ wir die Institutsgruppen und versuchen jedes Problem der Studierenden irgendwie zu lösen. Last bot not least soll darauf hingewiesen werden, dass der FSR über Gelder aus den Semesterbeiträgen verfügt, mit dem studentische Projekte, Veranstaltungen und Feiern unterstützt werden.

Eine Übersicht aller FSR findet man hier: http://www.stura.uni-halle.de/index.php/fachschaften

Den FSR der Philosophischen Fakultät hier: http://fachschaft.philfak1.uni-halle.de/

Das zweite studentische Gremium, das am 18.05. zu wählen ist, heißt Studierendenrat oder kurz StuRa. Hochschulpolitisch ist es für die Studirenden wesentlich wichtiger, denn der StuRa nimmt Stellung im Namen aller Studierenden zu allen hochschulpolitischen Belangen und versucht Einfluss auf die Landespolitik zu gewinnen. Jede Fachschaft entsendet je nach Größe Vertreter in den StuRa. Auch der StuRa verfügt über einen Haushalt, mit dem er unterschiedliche Dinge finanziert: den Sozialfonds für notleidende Studierende, Uni-Sport, die hastuzeit, interne Personal- und Sachkosten, Rechtsberatung für Studierende, studentische Projekte und Initiativen und verschiedene Arbeitskreise – siehe hier. Ansonsten ähneln sich die Aufgaben des StuRa mit denen der FSR, alles eben nur eine Ebene höher – vergleichbar mit Bundes- und Landtag. Siehe auch hier.

Startseite des StuRa: http://www.stura.uni-halle.de/

 

Kritik, Ergänzungen und Meinungen zu den Hochschulwahlen sind gern willkommen!

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