{"id":495,"date":"2022-05-06T20:09:15","date_gmt":"2022-05-06T18:09:15","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/olli\/?page_id=495"},"modified":"2022-05-06T20:09:15","modified_gmt":"2022-05-06T18:09:15","slug":"barrieren","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/olli\/barrieren\/","title":{"rendered":"Barrieren an der Uni abschaffen"},"content":{"rendered":"\n<p>Wir fordern, dass die Uni Halle nicht nur sichtbare Behinderungen ber\u00fccksichtigt, sondern auch weniger sichtbare (als Beispiel chronische Erkrankungen, Neurodivergenz, Geh\u00f6rlosigkeit, Lernbehinderungen und weitere). Auch der Umgang mit psychischen Erkrankungen l\u00e4sst sehr zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Diese sollten zum Einem als R\u00fccktrittsgrund von Pr\u00fcfungen anerkannt werden und zum Zweiten gibt es kein ann\u00e4hernd ausreichendes Angebot von Hilfs-Angeboten. Die, die es gibt sind nicht einfach zu erreichen und die Kapazit\u00e4t ist unzureichend. Die psychologische Gesundheit der Studierenden sollte an 1.Stelle stehen, da diese die Grundvoraussetzung f\u00fcr ein erfolgreiches Studieren und Leben ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Es darf nicht sein, dass sich die Uni gro\u00df Inklusion auf die Fahne schreibt, aber bis auf Rollstuhlgerechte Wege nicht wirklich was hinbekommt (und selbst das nur so halb).<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiteres Beispiel f\u00fcr Barrieren, die die Uni k\u00fcnstlich erzeugt, ist der Umgang mit trans* Studierenden. Diese d\u00fcrfen, im Gegensatz zu vielen anderen Universit\u00e4ten, ihren Namen erst nach Beginn der amtlichen Namens- und Personenstands\u00e4nderung anpassen und werden so immer wieder bewusst ausgeschlossen und diskriminiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Lehrbeauftragten m\u00fcssen Fortbildungen zu diversen Behinderungen und Umgang mit diesen belegen. Es gibt bisher immer noch sehr viele, die keine Skripte rausgeben wollen (\u201egeistiges Eigentum\u201c), was aber bei vielen Behinderungen ein Muss ist. Auch bei Studierenden, die mit psychischen Erkrankungen leben, kriegen immer wieder zahlreiche Steine in den Weg gelegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Es muss einen Zugang zu Skripten in einfacher Sprache geben, davon profitieren nicht nur Studierende mit Beeintr\u00e4chtigungen, sondern auch zus\u00e4tzlich noch Studierende, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Zudem gibt es die ganzen Informationsmaterialien und Webseiten ebenfalls nur in schwerer Sprache. Wir fordern eine Stelle f\u00fcr eine dolmetschende Person.<\/p>\n\n\n\n<p>Behinderte Studierende sind finanziell meist benachteiligt, da sie ihre Hilfsmittel meist selber zahlen m\u00fcssen. Bei fehlenden finanziellen Mitteln ist es oft \u00fcberhaupt nicht m\u00f6glich, sich erst welche zu besorgen. Daher m\u00fcssen sich Lehrende umso mehr offen f\u00fcr L\u00f6sungen zeigen. Um mehr Inklusion m\u00f6glich zu machen braucht es mehr Lehrstellen und kleinere Gruppe. F\u00fcr kleinere Gruppen spricht auch die aktuelle Pandemie, welche behinderte und chronisch kranke Studierende einschr\u00e4nkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Jede Fakult\u00e4t sollte einen unabh\u00e4ngigen und gut ausgebildeten Menschen f\u00fcr Chancengleichheit und Vielfalt erhalten, um das oben genannte Minimum an Hilfs-M\u00f6glichkeiten zu erweitern. Eine halbe Stelle f\u00fcr 21.000 Studierende ist in keiner Weise ausreichend, gerade wenn Termine dann auch immer wieder ausfallen m\u00fcssen. Gleichzeitig fordern wir, dass die Stabsstelle Vielfalt und Chancengleichheit des Rektorates neu besetzt wird, mit Menschen, die tats\u00e4chlich das Wohl von Studierenden im Sinn haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo f\u00fcr einige die Online-Lehre eine helfende L\u00f6sung war, ist sie f\u00fcr andere eine Barriere (fehlende Untertitel, Aufmerksamkeitsprobleme zuhause). Sollte es wieder zu Online-Lehre kommen, muss ein Weg f\u00fcr Hybrid-Lehre gefunden werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Universit\u00e4t muss mehr Mittel zu der Abschaffung der vorhandenen Barrieren zur Verf\u00fcgung stehen und dabei auch die nicht sichtbaren Einschr\u00e4nkungen der Studierenden beachten. Gerade in der aktuellen Lage, ist ein guter und gewissenhafter Umgang mit der psychischen Verfassung besonders wichtig. Es ist nachweislich best\u00e4tigt, dass die Anzahl an psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Angstst\u00f6rungen aber auch an psychischen Symptomen wie Stress, Schlafst\u00f6rungen, usw. w\u00e4hrend der Corona-Pandemie zugenommen haben. Besonders junge Erwachsene und Jugendliche sind in der jetzigen Zeit besonders gef\u00e4hrdet und m\u00fcssen gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n\n\n\n<h3>Wir fordern:<\/h3>\n\n\n\n<ul><li>ein gr\u00f6\u00dferes Angebot von Hybrid Veranstaltungen und das Hochladen aller Skripte<\/li><li>besser zug\u00e4ngliche Hilfs-Angeboten f\u00fcr Studierende, besonders f\u00fcr psychologische Beschwerde<\/li><li>eine unb\u00fcrokratische Namens\u00e4nderung in allen Systemen der Universit\u00e4t<\/li><li>psychologische Beschwerden als R\u00fccktrittsgrund von Pr\u00fcfungen<\/li><li>finanzielle Hilfe f\u00fcr Betroffene<\/li><li>Ausbau der technischen und baulichen Gegebenheiten<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir fordern, dass die Uni Halle nicht nur sichtbare Behinderungen ber\u00fccksichtigt, sondern auch weniger sichtbare (als Beispiel chronische Erkrankungen, Neurodivergenz, Geh\u00f6rlosigkeit, Lernbehinderungen und weitere). 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