{"id":497,"date":"2022-05-06T20:09:49","date_gmt":"2022-05-06T18:09:49","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/olli\/?page_id=497"},"modified":"2022-05-06T20:09:50","modified_gmt":"2022-05-06T18:09:50","slug":"hochschuldemokratie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/olli\/hochschuldemokratie\/","title":{"rendered":"F\u00fcr echte Hochschuldemokratie"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Zuge der K\u00fcrzungsdebatte zeigt sich erneut, was wir schon lange kritisieren: Die Uni ist ein furchtbar undemokratischer Ort. W\u00e4hrend die Studierenden die gr\u00f6\u00dfte Statusgruppe an der Universit\u00e4t sind, d\u00fcrfen sie im Senat h\u00f6chstens das demokratische Feigenblatt f\u00fcr die professorale Diktatur geben. Echte Beteiligung sucht man vergeblich, obwohl es mit der Viertelparit\u00e4t schon lange ein Modell gibt, das genau diese sichern w\u00fcrde. Dabei w\u00fcrde nicht der gr\u00f6\u00dfte Teil der Sitze an die Professor:innen fallen, sondern jeweils ein Viertel der Sitze an jede der vier Mitgliedergruppen \u2013 Professor:innen, wissenschaftliche sowie sonstige Mitarbeitende und Studierende. Statt dieses Demokratiedefizit endlich zu beheben, hat das Land Sachsen-Anhalt dieses Problem mit dem neuen Landeshochschulgesetz nur versch\u00e4rft. Ab der kommenden Wahl werden nicht mehr 12, sondern 14 Professor:innen den 10 \u00fcbrigen Mitgliedern des Senats gegen\u00fcbersitzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sagen: Der Zustand ist untragbar. Wir werden uns auch weiterhin f\u00fcr die Viertelparit\u00e4t einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch schlimmer sieht es beim Rektorat aus, wo Studierende schon froh sein k\u00f6nnen, wenn ihnen tats\u00e4chlich zugeh\u00f6rt wird, denn das ist leider alles andere als selbstverst\u00e4ndlich. F\u00fcr gew\u00f6hnlich bleibt dort n\u00e4mlich relativ wenig von studentischen Anliegen h\u00e4ngen, auch wenn der Rektor gerne \u00e4u\u00dferst gro\u00dfz\u00fcgig Audienzen gew\u00e4hrt. Bei seinem Prorektor f\u00fcr Studium und Lehre, immerhin f\u00fcr Studierende zust\u00e4ndig, ist es schon schwieriger ein Anliegen zu unterbreiten, kommt er doch regelm\u00e4\u00dfig seinen Aufgaben nicht nach.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollen aber nicht nur angeh\u00f6rt werden, sondern mit am Tisch sitzen, besser noch mit abstimmen, wenn die wirklich wichtigen Entscheidungen an der Universit\u00e4t vorbereitet werden und das passiert eben nicht nur in den Senatskommissionen (in denen zudem auch eine absolute Mehrheit der Professor:innen herrscht), sondern vielfach auch im Rektorat.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb fordern wir eine gew\u00e4hlte, stimmberechtigte studentische Vertretung im Rektorat, etwa durch eine Aufteilung des Prorektorats f\u00fcr Studium und Lehre in ein Prorektorat f\u00fcr Lehre und ein studentisch besetztes Prorektorat f\u00fcr Studium.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber auch grunds\u00e4tzlich gilt es ein Bild der Hochschule zu bek\u00e4mpfen, das Studierende nur als zu verwaltende Masse begreift. Studierende sind keine reinen Konsument:innen, sondern gestalten die Lehre an der Universit\u00e4t aktiv mit \u2013 andernfalls w\u00e4ren auch Veranstaltungsformate wie Seminare und Tutorien undenkbar \u2013 und wirken auch an der Forschung mit, etwa als wissenschaftliche Hilfskr\u00e4fte. Dabei erfahren sie nicht nur den \u00fcblichen Mangel an studentischer Teilhabe, sondern ihre niedrige Stellung in der d\u00fcnkelhaften akademischen Hierarchie dr\u00fcckt sich auch in teils kreativen Auslegungen des Arbeitsrechts zu ihrem Nachteil von Seiten der Universit\u00e4t aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollen uns daf\u00fcr einsetzen, dass m\u00f6glichst alle HiWis ihre Rechte kennen und diese auch durchgesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<h3>Wir fordern:<\/h3>\n\n\n\n<ul><li>Viertelparit\u00e4t in Senat, Fakult\u00e4tsr\u00e4ten und Senatskommissionen.<\/li><li>ein studentisches Prorektorat.<\/li><li>faire Behandlung von HiWis.<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Zuge der K\u00fcrzungsdebatte zeigt sich erneut, was wir schon lange kritisieren: Die Uni ist ein furchtbar undemokratischer Ort. 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