{"id":499,"date":"2022-05-06T20:10:34","date_gmt":"2022-05-06T18:10:34","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/olli\/?page_id=499"},"modified":"2022-05-06T20:10:35","modified_gmt":"2022-05-06T18:10:35","slug":"diversity","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/olli\/diversity\/","title":{"rendered":"Diversity \u00fcber Statements hinaus"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Universit\u00e4t ist kein diskriminierungsfreier Raum. Im Gegenteil zeigen sich auch hier gesamtgesellschaftliche Probleme wie Rassismus, Anti-Semitismus, Sexismus, Trans*feindlichkeit, Ableismus oder Klassismus unter dem Brennglas.&nbsp; Dabei hat der Senat vor einem Jahr das sogenannte Diversity-Statement ver\u00f6ffentlicht, indem es sich f\u00fcr die Gleichstellung von Betroffenen ebenjener Diskriminierungsformen ausspricht. Doch viel mehr als Sprechen passiert auch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt zwar Gleichstellungsbeauftragte, doch diese fokussieren sich nach eigener Aussage gr\u00f6\u00dftenteils auf die Gleichstellung von &#8222;Geschlecht und Geschlechterverh\u00e4ltnisse[n]&#8220;. Gibt es nur diese Dimension von Diskriminierung? Und schon da allein l\u00e4sst die Situation an der Uni immer noch zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Beispielsweise wird trans* Menschen verwehrt, eigenst\u00e4ndig und unb\u00fcrokratisch ihre Namen zu \u00e4ndern. Stattdessen wird in Unisystemen der Deadname gef\u00fchrt, was zur t\u00e4glichen Diskriminierung f\u00fchrt. F\u00fcr Besch\u00e4ftigte ist die unb\u00fcrokratische Namens\u00e4nderung theoretisch erlaubt, doch str\u00e4ubt sich die Uni seit Monaten, diese auch technisch umzusetzen. All-Gender-Toiletten sind zwar vom Senat abgenickt, aber die Beschilderung gibt es trotzdem nicht. Die Dozierenden haben meistens keine Ahnung von systematischer Diskriminierung an der Uni und auch nicht von eigenem diskriminierendem Verhalten. Manche schwenken von Unwissenheit gleich in die andere Richtung und nehmen es sich zum Beispiel heraus, Hausarbeiten in geschlechtergerechter Sprache schlechter zu bewerten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch im Jahr 2022 m\u00fcssen sich immer noch zu viele Studierende mit gezielter Diskriminierung von Mitstudierenden und Lehrenden einschlagen. Berichte von ableistischen, sexistischen, queerfeindlichen oder rassistischen \u00c4u\u00dferungen sind an dieser Uni leider keine Einzelf\u00e4lle, sondern sind f\u00fcr viele Betroffene Alltag. Da sich das dringend \u00e4ndern muss, begr\u00fc\u00dfen wir die Schaffung und Verstetigung der Pr\u00e4ventionsstelle Antidiskriminierung, aber wie das kann eine Person allein schaffen? Es wird immer wieder diskriminierende Vorf\u00e4lle geben, daf\u00fcr braucht es nicht nur eine Pr\u00e4ventionsstelle, sondern auch eine Meldestelle. Diese muss unabh\u00e4ngig vom Rektorat sein und daf\u00fcr sorgen, dass Betroffenen bei jeder Diskriminierung, unabh\u00e4ngig ihrer Form, geholfen wird und f\u00fcr T\u00e4ter:innen Konsequenzen folgen. Es passiert leider immer noch zu oft, dass Professor:innen oder Dozierende ihre hierarchische Stellung ausnutzen und Studierende bel\u00e4stigen, ohne dass dies Folgen hat.<\/p>\n\n\n\n<h3>Wir fordern<\/h3>\n\n\n\n<ul><li>es muss trans* Studierenden m\u00f6glich sein unter ihrem selbstgew\u00e4hlten Namen Veranstaltungen zu besuchen und Stud.IP und L\u00f6wenportal zu nutzen, ohne dass erst ein begonnenes Verfahren zur Namens\u00e4nderung n\u00f6tig ist. Ein solches Verfahren ist nicht nur erniedrigend, sondern kostet auch viel Geld, was Studierende h\u00e4ufig nicht stemmen k\u00f6nnen.<\/li><li>es braucht Zugang zur Grundversorgung f\u00fcr alle &#8211; dazu geh\u00f6ren auch All-Gender-Toiletten in allen Uni-Geb\u00e4uden.<\/li><li>es braucht eine unabh\u00e4ngige Melde- und Beratungsstelle f\u00fcr Betroffene von Diskriminierung, diskriminierendes Verhalten muss Konsequenzen haben<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Universit\u00e4t ist kein diskriminierungsfreier Raum. Im Gegenteil zeigen sich auch hier gesamtgesellschaftliche Probleme wie Rassismus, Anti-Semitismus, Sexismus, Trans*feindlichkeit, Ableismus oder Klassismus unter dem Brennglas.&nbsp; Dabei hat der Senat vor einem Jahr das sogenannte Diversity-Statement ver\u00f6ffentlicht, indem es sich f\u00fcr die Gleichstellung von Betroffenen ebenjener Diskriminierungsformen ausspricht. Doch viel mehr als Sprechen passiert auch nicht. 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