{"id":176,"date":"2016-05-19T10:35:58","date_gmt":"2016-05-19T08:35:58","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/pluraleoekonomik\/?p=176"},"modified":"2016-05-19T10:37:10","modified_gmt":"2016-05-19T08:37:10","slug":"eine-einfuehrung-in-die-welt-lokaler-waehrungssysteme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/pluraleoekonomik\/eine-einfuehrung-in-die-welt-lokaler-waehrungssysteme\/","title":{"rendered":"Eine Einf\u00fchrung in die Welt lokaler W\u00e4hrungssysteme"},"content":{"rendered":"<p>Ein Blog-Beitrag von Norman D\u00fcrkop:<\/p>\n<p>In diesem Beitrag m\u00f6chte ich ein Themengebiet aufgreifen, welches in den Wirtschaftswissenschaften, aber auch in der Soziologie bislang selten behandelt wurde: Lokale W\u00e4hrungssysteme.<\/p>\n<p><!--more-->Oftmals begegnet einem in der Literatur auch der Begriff der \u201eKomplement\u00e4rw\u00e4hrungen\u201c. Dieser Begriff ist aber sehr weit gefasst, schlie\u00dft er doch prinzipiell alle Geldformen ein, die nicht von Zentralbanken ausgegeben wurden. Genau auf diese Komplementarit\u00e4t, diese Erg\u00e4nzung offizieller Zahlungsmittel ist Definitionsbestandteil von Komplement\u00e4rw\u00e4hrungen: Der Begriff meint der Wortbedeutung zu Folge \u201eerg\u00e4nzende W\u00e4hrung\u201c. Eine \u201eKomplement\u00e4rw\u00e4hrung\u201c steht demnach nicht f\u00fcr sich allein, sondern setzt das Vorhandensein einer anderen W\u00e4hrung im gleichen Nutzungsraum voraus. Der Begriff beinhaltet weiterhin den Anspruch einer Erg\u00e4nzung anderer im gleichen Raum genutzten W\u00e4hrungen. Komplement\u00e4rw\u00e4hrungen zeichnen sich also dadurch aus, dass sie nicht von staatlichen Einrichtungen wie Zentralbanken, sondern von privaten Organisationen, Personen oder Netzwerken ausgegeben werden. In einem Zentralbankgeldsystem bezeichnet der Begriff \u201eKomplement\u00e4rw\u00e4hrung\u201c demnach eine W\u00e4hrung, welche parallel zur offiziellen W\u00e4hrung uml\u00e4uft und mit dem der Anspruch verbunden wird, das gesetzliche Zahlungsmittel zu erg\u00e4nzen. Zu den Komplement\u00e4rw\u00e4hrungen ist auch Bitcoin zu z\u00e4hlen, welche in den letzten Jahren eine steigende mediale Aufmerksamkeit erlangt hat. Auch Gutscheine lassen sich dazu z\u00e4hlen, sofern sie die M\u00f6glichkeit besitzen zu zirkulieren (d.h. bei verschiedenen Stellen einl\u00f6sbar und nicht nur auf eine Handelskette beschr\u00e4nkt sind) und so als Geldsubstitut fungieren.<\/p>\n<p>Komplement\u00e4rw\u00e4hrungen allgemein hier zu diskutieren ist recht schwierig, da sich verschiedene Systeme hinsichtlich Zielsetzung, Aufbau und Mitgliederbasis stark unterscheiden. Ich grenze die Diskussion hier auf den Bereich der \u201elokalen W\u00e4hrungssysteme\u201c ein. Bei diesen handelt es sich in der Regel um zivilgesellschaftliche, also nicht-kommerzielle Vorhaben. Kommerzielle Systeme weisen in der Regel keine geographische Beschr\u00e4nkung auf (abgesehen vielleicht von Landesgrenzen), um m\u00f6glichst viele Kunden zu erschlie\u00dfen. Lokale W\u00e4hrungen werden eingef\u00fchrt, um bestimmte Entwicklungen positiv zu beeinflussen. Oftmals steht eine St\u00e4rkung lokaler Wirtschaftsstrukturen im Vordergrund oder auch die Schaffung einer Alternative zu heutigen Zentralbanksystemen, die als dysfunktional wahrgenommen werden.<\/p>\n<p>Warum aber sollte sich jemand mit lokalen Tauschsystemen besch\u00e4ftigen? Immerhin ist die volkswirtschaftliche Relevanz dieser alternativen W\u00e4hrungssysteme insgesamt recht gering. Das Interessante ist hier aber weniger die Gr\u00f6\u00dfe dieser Systeme, sondern der Versuch, Geld bewusst umzugestalten. Analysen dieser Systeme k\u00f6nnen also auch Aufschluss dar\u00fcber geben, ob die Funktionsweise von Geld sich steuern l\u00e4sst oder ob Geld stets feste Wesensz\u00fcge, quasi eine eigene \u201eNatur\u201c aufweist. Die bisherige Antwort d\u00fcrfte eher ambivalent ausfallen: Zwar wirken einige Systeme ungleichheitsreduzierend, indem sie von der regul\u00e4ren \u00d6konomie Ausgeschlossene inkludieren, dennoch haben viele Systeme mit Trittbrettfahrern zu k\u00e4mpfen. Viele der Systeme setzen auf Vertrauen, dementsprechend besteht hier eine Missbrauchsgefahr, sofern dieses Vertrauen missbraucht wird. Viele Systeme zerfallen zudem, weil die gesamte Menge an angebotenen G\u00fctern und Dienstleistungen zu gering ausf\u00e4llt und daher auch der Geldumlauf einbricht. Um einen Einstieg in das Thema zu erm\u00f6glichen, m\u00f6chte ich hier zwei Arten von lokalen W\u00e4hrungssystemen vorstellen: Dies sind die \u201eTauschringe\u201c und die sogenannten \u201eRegionalgelder\u201c.<\/p>\n<p>Tauschringe sind keine Erfindung der letzten Jahrzehnte, sondern existierten bereits im 19. Jahrhundert. Die popul\u00e4rsten Beispiele aus dieser Zeit sind\u00a0 die Zeitarbeitsb\u00f6rse von Robert Owen und die Tauschbank nach Pierre Joseph Proudhon (Wagner 2009: 27f.)<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>. Es gibt verschiedene Arten von Tauschringen, hier sollen jedoch nur die weit verbreiteten \u201eLocal Exchange Trading Systems\u201c (LETS) behandelt werden<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>. Nach einem Vorschlag von Simone Wagner lassen sich LETS folgenderma\u00dfen definieren: \u201eLET-Systeme sind netzwerkartig aufgebaute Handelsorganisationen, welche parallel zur Geldwirtschaft einen alternativen, nicht-monet\u00e4ren Wirtschaftskreislauf etablieren wollen\u201c (Wagner 2009: 33). In solchen Netzwerken k\u00f6nnten Leistungen und G\u00fcter, welche auf regul\u00e4ren M\u00e4rkten kaum nachgefragt werden, gegen eine Lokalw\u00e4hrung getauscht werden (Wagner 2009: 33; Hinz\/Wagner 2010: 60f.; Degens 2013: 18f.). LETS sind also, zumindest dem Anspruch nach, Parallel\u00f6konomien ohne Geldgebrauch. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnte hier eingewandt werden, dass jedes von den Tauschenden anerkannte Tauschmittel sich als Geld begreifen lie\u00dfe und daher hier auch Geld genutzt werde. Ungeachtet von diesem Einwand f\u00fchren LETS f\u00fchren stets eine eigene W\u00e4hrung ein, die als Basis einer Alternativ\u00f6konomie fungiert.<\/p>\n<p>Das erste LETS ist durch Michael Linton 1983 in British Columbia, Kanada als Antwort auf eine \u00f6rtliche Wirtschaftskrise realisiert worden. Eingebrachte Arbeitsleistungen wurden durch \u201eGreen Dollars\u201c verg\u00fctet, sodass Zeit als Ressource nutzbar gemacht wurde und auch Menschen mit wenig Geld inkludiert werden konnten (Wagner 2009: 35). Das Projekt erfuhr in den ersten zwei Jahren ein hohes Wachstum, nach insgesamt sieben Jahren kam jedoch bereits der Zusammenbruch. Daf\u00fcr gibt es unterschiedliche Erkl\u00e4rungen: Zum Einen wird der Verfall auf das geringe Angebot zur\u00fcckgef\u00fchrt und zum Anderen auf einen Vertrauensverlust durch eine \u00dcberschuldung des Systems (Wagner 2009: 36). Dieses erste LETS war an die Landesw\u00e4hrung gekoppelt, das hei\u00dft die \u201eGreen Dollars\u201c wurden durch Umtausch kanadischer Dollars erworben. Dadurch wurde die Beteiligung von Unternehmen erm\u00f6glicht, die so die Green Dollars in die Landesw\u00e4hrung umtauschen und somit wettbewerbsf\u00e4hig bleiben konnten. Die Kopplung sorgt daher aber auch f\u00fcr eine Verkn\u00fcpfung mit der \u201eregul\u00e4ren \u00d6konomie\u201c: Deren Verteilungsmechanismen wurden auf das LETS \u00fcbertragen. Viele sp\u00e4tere LETS verzichten auf diese Kopplung und verwenden stattdessen eine W\u00e4hrung, die an Zeiteinheiten normiert ist, was eine Marktpreisbildung ausschaltet<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> (Wagner 2009: 33). Ganz gleich jedoch, ob eine Zeitw\u00e4hrung verwendet wird oder auf die Verhandlung von Preisen gesetzt wird, ist die W\u00e4hrung eines LETS virtuelles Giralgeld, physisches Geld wird nicht verwendet (Wagner 2009: 33f.; Peacock 2003: 95). Des Weiteren existieren innerhalb dieser Komplement\u00e4r\u00f6konomien keine Zinsen, au\u00dferdem ist m\u00f6glich, auch bei negativen Kontost\u00e4nden Transaktionen vorzunehmen, Teilnehmer k\u00f6nnen sich also verschulden. Die Geldmenge wird bei LETS dezentral durch die einzelnen Teilnehmenden gesteuert, d.h. das Geldangebot kommt alleine durch G\u00fcter- und Leistungsnachfrage zu Stande. Weiterhin ist die Kontof\u00fchrung f\u00fcr alle anderen Mitglieder einsehbar und die Tauschakte werden durch ein Verzeichnis koordiniert (Wagner 2009: 34; Peacock 2003: 100; Degens 2013: 19). LETS gibt es mittlerweile in vielen Industriel\u00e4ndern und diese sind in der Regel sehr \u00e4hnlich strukturiert. Tauschringe dieser Art existieren in Deutschland seit dem Ende der 1980er Jahre (Wagner 2009: 36).<\/p>\n<p>Regionalgelder sind eine neuartige Erscheinung, welche erst seit etwa der Jahrtausendwende im deutschsprachigen Raum in Erscheinung getreten ist. Regionalgelder bezeichnet zweierlei: Zum einen Komplement\u00e4rw\u00e4hrungsprojekte, welche Mitglied im Regiogeld e.V. sind und zum anderen System emit spezifischen Eigenschaften. Zu diesen geh\u00f6ren vor allem, dass der Gebrauch von Regionalgeldern auf bestimmte geographische Gebiete beschr\u00e4nkt ist. Meist sind dies einzelne Landkreise, selten auch ganze Bundesl\u00e4nder (z.B. der KannWas in Schleswig-Holstein). Regionalgelder sind dezidiert nicht kommerziell, sondern gemeinn\u00fctzig orientiert und teilweise auch als gemeinn\u00fctzig anerkannt (Thiel 2011: 17). Regionalgelder sind in der Regel physische W\u00e4hrungen, die als Scheine exisitieren, wenngleich einzelne Systeme erg\u00e4nzend auch von elektronischer Kontof\u00fchrung Gebrauch machen. Auff\u00e4llig an den meisten Regionalgeldern ist zudem, dass fast alle einen periodischen Schwund aufweisen, d.h. der Nennwert der Scheine wird regelm\u00e4\u00dfig um einen bestimmten Prozentsatz verringert. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Errichtung eines Regionalgeld-Systems sind vielf\u00e4ltig und schlie\u00dfen vor allem eine St\u00e4rkung lokaler Wirtschaftsstrukturen und nachhaltiges Wirtschaften ein (Thiel 2011: 17). Insbesondere in der Art der Deckung der W\u00e4hrung zeigen sich zwei Typen von Regionalgeldern: Eurogedeckte und leistungsgedeckte W\u00e4hrungen. Erstere werden von Verbrauchern durch den Tausch mit Euros gekauft und k\u00f6nnten in der Regel auch wieder gegen eine Geb\u00fchr zur\u00fcckgetauscht werden, was sich als Vorteil f\u00fcr teilnehmende Unternehmen erweist, da die in der Regionalw\u00e4hrung erwirtschafteten Erl\u00f6se sich in Euro zur\u00fccktauschen lassen (Thiel 2011b: 18). Letztere werden laut Thiel nicht von der Organisation des Projektes, sondern von den teilnehmenden Unternehmen ausgegeben. Letztere gehen mit der Projektorganisation ein Vertragsverh\u00e4ltnis ein, durch welches garantiert werde, dass die Regionalw\u00e4hrung in den gleichen Betr\u00e4gen wie Euro akzeptiert werde (Thiel 2011: 18).<\/p>\n<p>Interessanterweise hat diese Unterscheidung vor allem eine geographische Relevanz: In den alten Bundesl\u00e4ndern kommen in der Regel eurogedeckte Systeme zum Einsatz, w\u00e4hrend in den neuen Bundesl\u00e4ndern fast ausschlie\u00dflich alle Projekte auf eine Leistungsdeckung vertrauen (Becker 2006: 34). Diese Antwort klingt schl\u00fcssig, basieren solche mit dem Euro stark gekoppelten W\u00e4hrungen doch st\u00e4rker auf der \u201eregul\u00e4ren \u00d6konomie\u201c und sind damit darauf angewiesen, dass m\u00f6glichst viele Unternehmen die jeweilige W\u00e4hrung auch akzeptieren, was aber schwierig ist, wenn nur wenige Unternehmen ans\u00e4ssig sind. Becker stellt zudem fest, dass Regionalgelder in den neuen Bundesl\u00e4ndern teilweise Tauschring-Charakter besitzen, da die jeweilige W\u00e4hrung hier nicht durch den Tausch mit Euro erworben w\u00fcrde, sondern durch das Anbieten von G\u00fctern oder Arbeitsleistungen. Dadurch w\u00fcrde jeder einzelne Teilnehmer selbst potenziell zur Annahmestelle werden (Becker 2006: 34). Damit zeigt sich, dass die \u00dcberg\u00e4nge zwischen Tauschringen und Regionalgeldern sehr fl\u00fcssig sind. Einige einzelne Systeme weisen sowohl die Elemente von Regionalgeldern als auch von Tauschringen auf. Hierf\u00fcr w\u00e4re etwa der Sterntaler zu nennen, der ein typisches Regionalgeldsystem (d.h. eine W\u00e4hrung mit Eurodeckung) mit einer Zeitw\u00e4hrung koppelt, die bei Tauschringen \u00fcblich sind. Dieser Umstand weist bereits auf die Komplexit\u00e4t des Ph\u00e4nomens \u201elokale W\u00e4hrungssysteme\u201c hin. Es ist daher verfehlt, solche Systeme per se weder als Garant f\u00fcr Korrekturen aktueller Wirtschaftssysteme noch als zum Scheitern verurteilt zu sehen. Stattdessen lassen sich nur einzelne Systeme oder Gruppen sehr \u00e4hnlicher Systeme beurteilen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>Literatur:<\/u><\/p>\n<p><strong>Becker, Ralf (2006)<\/strong>: Entwicklungsstand und Perspektiven der Regionalgeldbewegung. In:\u00a0 <em>Zeitschrift f\u00fcr Sozial\u00f6konomie<\/em>, Jahrgang 43, Folge 149; S. 32-38. Online: <u>http:\/\/www.sozialoekonomie-online.de\/archiv\/zfsoe-online-archiv-folge-144-151.html#folge149<\/u> [10.10.2015].<\/p>\n<p><strong>Degens, Philipp (2013)<\/strong>: <em>Alternative Geldkonzepte &#8211; Ein Literaturbericht<\/em>, MPIfG Discussion Paper 13\/1. Online: <u>http:\/\/www.mpifg.de\/pu\/mpifg_dp\/dp13-1.pdf<\/u> [10.10.2015].<\/p>\n<p><strong>Hinz, Thomas\/ Wagner, Simone (2010)<\/strong>: Die Diffusion einer sozialen Bewegung &#8211; lokale Austauschnetzwerke in Deutschland. In: <em>Zeitschrift f\u00fcr Soziologie<\/em>, Jahrgang 39, Ausgabe 1 (2010), S. 60-80.<\/p>\n<p><strong>Hubert, Eva-Maria (2004)<\/strong>: <em>Tauschringe und Marktwirtschaft. <\/em>Berlin: Duncker &amp; Dumblot.<\/p>\n<p><strong>Offe, Claus\/ Heinze, Rolf G. (1990)<\/strong>: <em>Organisierte Eigenarbeit. Das Modell Kooperationsring. <\/em>Frankfurt\/Main: Campus.<\/p>\n<p><strong>Onken, Werner (2008)<\/strong>: Marktwirtschaft ohne Kapitalismus. In: Wei\u00df, Mathias\/ Spitzeck, Heiko (Hrsg.): <em>Der Geldkomplex. Kritische Reflexion unseres Geldsystems und m\u00f6gliche Zukunftsszenarien. <\/em>Bern: Haupt Verlag, S. 100-113.<\/p>\n<p><strong>Peacock, Mark S. (2003)<\/strong>: Die volkswirtschaftliche Analyse einer neuen Geldform: Der Fall lokaler Tauschringe. In: Baecker, Dirk (Hrsg.): <em>Viele Gelder. <\/em>Berlin: Kulturverlag Kadmos, S. 93-119.<\/p>\n<p><strong>Thiel, Christian (2011)<\/strong>: Complementary Currencies in Germany: The Regiogeld System. In: <em>International Journal of Communitiy Currency Research<\/em>. Jahrgang 15, Ausgabe 15D, S. 17-21.<\/p>\n<p><strong>Wagner, Simone (2009)<\/strong>: <em>Lokale Tauschnetze. Untersuchungen zu einem alternativen Wirtschaftssystem. <\/em>Wiesbaden: VS Verlag f\u00fcr Sozialwissenschaften.<\/p>\n<p><u>Ebenfalls sehr lesenswert:<\/u><\/p>\n<p><strong>Thiel, Christian (2011)<\/strong>: <em>Das &#8222;bessere&#8220; Geld. Eine ethnographische Studie \u00fcber Regionalw\u00e4hrungen. <\/em>Wiesbaden: VS Verlag f\u00fcr Sozialwissenschaften.<\/p>\n<p>&#8211; Ein sehr umfangreiches Werk zu dem Ph\u00e4nomen \u201eRegionalgelder\u201c aus soziologischer Perspektive. Die beste mir bekannte Ausarbeitung zu dem Thema.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Die Zeitarbeitsb\u00f6rse von Owen zeichnete sich dadurch aus, dass Arbeitsleistungen mit Arbeitsscheinen entlohnt wurden, wobei die H\u00f6he der Entlohnung fest an die Arbeitszeit gekoppelt war. Aufgrund des knappen Angebotes von stark nachgefragten G\u00fctern erodierte dieses System bereits nach zwei Jahren. Proudhons Idee konnte hingegen gar nicht erst umgesetzt werden, da er aufgrund kritischer \u00c4u\u00dferungen ins Gef\u00e4ngnis kam\u00a0 (Wagner 2009 28f.; Offe\/Heinze 1990: 114-117).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Ein \u00dcberblick findet sich bei Hubert (2004: 118-127).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Hierbei gilt das Prinzip, dass eine Arbeitsstunde mit einem festen Betrag der Alternativw\u00e4hrung verg\u00fctet wird. Dieser Ansatz findet sich bereits bei den erw\u00e4hnten Arbeitszeitb\u00f6rsen Robert Owens.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Blog-Beitrag von Norman D\u00fcrkop: In diesem Beitrag m\u00f6chte ich ein Themengebiet aufgreifen, welches in den Wirtschaftswissenschaften, aber auch in der Soziologie bislang selten behandelt wurde: Lokale W\u00e4hrungssysteme.<\/p>\n","protected":false},"author":2277,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[14],"tags":[52,44,55,53,41,56,54],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/pluraleoekonomik\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/176"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/pluraleoekonomik\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/pluraleoekonomik\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/pluraleoekonomik\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2277"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/pluraleoekonomik\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=176"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/pluraleoekonomik\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/176\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":178,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/pluraleoekonomik\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/176\/revisions\/178"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/pluraleoekonomik\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=176"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/pluraleoekonomik\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=176"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/pluraleoekonomik\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=176"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}