{"id":53,"date":"2015-05-20T14:33:47","date_gmt":"2015-05-20T12:33:47","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/pluraleoekonomik\/?p=53"},"modified":"2016-10-23T10:19:41","modified_gmt":"2016-10-23T08:19:41","slug":"was-ist-oekonomische-bewertung-eigentlich-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/pluraleoekonomik\/was-ist-oekonomische-bewertung-eigentlich-nicht\/","title":{"rendered":"Was ist \u00f6konomische Bewertung eigentlich (nicht)?"},"content":{"rendered":"<p>In meiner Doktor-Arbeit, die ich am <a href=\"http:\/\/www.ufz.de\/index.php?de=4517\" target=\"_blank\">Department \u00d6konomie des Helmholtz-Zentrums f\u00fcr Umweltforschung in Leipzig<\/a>\u00a0schreibe, befasse ich mich mit der Frage, wie man mit dem \u201cBewertungsobjekt\u201d Biodiversit\u00e4t sinnvoll umgehen kann. Es geht also um <a title=\"Umwelt\u00f6konomische Bewertung\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Umwelt%C3%B6konomische_Bewertung\" target=\"_blank\">\u00f6konomische Bewertung von Umweltg\u00fctern<\/a> im Allgemeinen bzw. von biologischer Vielfalt im Speziellen. Eine der interessantesten Fragen, auf die ich dabei bisher gesto\u00dfen bin, ist gleichzeitig die grundlegendste: Was ist \u00f6konomische Bewertung eigentlich? Was macht sie aus? Wodurch unterscheidet sie sich von nicht-\u00f6konomischen Bewertungen? Was hei\u00dft \u00fcberhaupt \u201c\u00f6konomisch\u201d?<!--more--><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst w\u00e4re die scheinbar triviale Frage zu beantworten, was \u00d6konomie ist. Hierzu gibt es keine allgemeing\u00fcltige Antwort, obgleich eine Definition unter \u00d6konomen recht einflussreich ist (siehe unten). Laien assoziieren mit \u00d6konomie meistens solche Sachen wie Geld, M\u00e4rkte oder den <em><a title=\"Eine Lanze f\u00fcr den \u00f6konomischen Imperialismus\" href=\"https:\/\/skeptischeoekonomie.wordpress.com\/2015\/01\/19\/eine-lanze-fur-den-okonomischen-imperialismus\/\" target=\"_blank\">homo oeconomicus<\/a><\/em>. F\u00fcr \u00d6konomen sind dies jedoch keine ma\u00dfgeblichen Begriffe, sondern lediglich eine Institution, ein Allokationsmechanismus und ein Verhaltensmodell unter vielen. Dieses Dreigestirn kommt zwar in \u00f6konomischen Texten besonders h\u00e4ufig vor, doch ist es f\u00fcr die \u00d6konomie nicht definitorisch. Der eigentliche Forschungsgegenstand der \u00d6konomie ist, nach der bew\u00e4hrten Definition von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lionel_Robbins\" target=\"_blank\">Lionel Robbins<\/a>, der Umgang des Menschen mit knappen G\u00fctern zur Erreichung seiner Ziele. Dabei ist mit \u201cMensch\u201d eine abstrakte Analyseeinheit gemeint, die je nach Kontext irgendwo im Spektrum zwischen Individuum und Menschheit lokalisiert sein kann. Die Robbins\u2019sche Definition erlaubt trotz ihrer Allgemeinheit einige wichtige, weiterreichende Schlussfolgerungen. Erstens, die \u00d6konomie ist <a title=\"Anthropozentrismus und die Begr\u00fcndung von Naturschutz\" href=\"https:\/\/skeptischeoekonomie.wordpress.com\/2014\/12\/10\/anthropozentrismus-und-die-begrundung-von-naturschutz\/\" target=\"_blank\">anthropozentrisch<\/a>, d. h. der Mensch mit seinen Zielen ist das Ma\u00df aller Dinge (innerhalb des Forschungshorizonts der \u00d6konomie). Zweitens, die \u00d6konomie hat nichts zu sagen \u00fcber die Ziele der Menschen \u2013 ob sie richtig oder falsch sind, klug oder dumm etc., das sind Fragen, mit deren Beantwortung die Ethik bedacht ist. Damit ist die \u00d6konomie implizit <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Konsequentialismus\" target=\"_blank\">konsequentialistisch<\/a> bzw. utilitaristisch, weil f\u00fcr sie prim\u00e4r die Erreichung bzw. Nichterreichung menschlicher Ziele von Interesse ist. Anders ausgedr\u00fcckt ist die \u00d6konomie streng subjektivistisch bzw., wie \u00d6konomen gern sagen, pr\u00e4ferenzorientiert \u2013 es z\u00e4hlen die Pr\u00e4ferenzen der Menschen, diese werden kaum hinterfragt. Drittens, von zentralem Interesse f\u00fcr die \u00d6konomie ist die allokative Effizienz, d. h. die m\u00f6glichst effiziente Erreichung menschlicher Ziele unter gegebenen Bedingungen (dabei ist es unerheblich, ob die Zielerreichung mittels M\u00e4rkte oder auf anderem Wege stattfindet). Die viel diskutierte Gerechtigkeit der Allokation ist daher nicht eine Zielgr\u00f6\u00dfe der \u00d6konomie, sondern vielmehr eine Nebenbedingung, unter der das Allokationsproblem gel\u00f6st werden muss. Die Wahl derartiger Nebenbedingung (z. B. auch der Verteilung von Eigentumsrechten, von der man ausgeht) im Vorfeld der \u00f6konomischen Analyse beinhaltet ein Werturteil, das auf alle F\u00e4lle explizit gemacht werden sollte.<\/p>\n<p>Die \u00d6konomie muss damit leben, dass ihr vorgeworfen werden kann (und oft vorgeworfen wird), dass sie \u201cperverse\u201d oder schlicht \u201cb\u00f6se\u201d Pr\u00e4ferenzen genauso behandelt wie \u201cgute\u201d. Oder dass sie meistens den Status quo bez\u00fcglich der Verteilung der Eigentumsrechte zur Grundlage der Analyse nimmt. Grunds\u00e4tzlich k\u00f6nnte man solcher Kritik begegnen durch den Ausschluss bestimmter Pr\u00e4ferenzen\/Eigentumsarten oder, generell, durch Gewichtung entsprechend einer ethischen Theorie. Solange dies explizit gemacht wird, ist an sich nichts gegen ein solches Vorgehen einzuwenden. Gleichwohl ist zu bedenken, dass jede derartige Annahme in einem gewissen Sinne arbitr\u00e4r ist (genauso wie die Standard-Annahme, vom gegebenen Zustand auszugehen, arbitr\u00e4r ist), es gibt nicht <strong>die<\/strong> richtige Eigentumsverteilung, <strong>das<\/strong> richtige Set an Pr\u00e4ferenzen etc. Zudem sei noch gesagt, dass manche Randbereiche der (neoklassischen) \u00d6konomie durchaus Fragen \u201ckorrekter\u201d Pr\u00e4ferenzen und Eigentumsverteilung analysieren, allen voran die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialwahltheorie\" target=\"_blank\">Sozialwahltheorie <\/a>(social choice theory). Auch wurde z. B. von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hal_Varian\" target=\"_blank\">Hal Varian<\/a>, derzeit Chef\u00f6konom bei Google,<a title=\"Distributive Justice, Welfare Economics, and the Theory of Fairness\" href=\"http:\/\/www.jstor.org\/discover\/10.2307\/2265084?uid=6528720&amp;uid=3737864&amp;uid=2&amp;uid=3&amp;uid=67&amp;uid=6528664&amp;uid=62&amp;uid=5910216&amp;sid=21106035518741\" target=\"_blank\">darauf hingewiesen<\/a>, dass Wohlfahrts\u00f6konomik genau deswegen nicht viel \u00fcber distributive Gerechtigkeit zu sagen hat, weil diese essentiell von der anf\u00e4nglichen Ausstattung der Akteure mit G\u00fctern\/Kapital abh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Nun aber zur \u00f6konomischen Bewertung. Der Ausgangspunkt hier ist die Notwendigkeit von Abw\u00e4gungen (trade-offs), die sich aus der Einsicht ergibt, dass Menschen sich st\u00e4ndig zwischen verschiedenen Handlungen angesichts knapper Mittel entscheiden m\u00fcssen. Dies k\u00f6nnen triviale Abw\u00e4gungen sein (esse ich heute Br\u00f6tchen oder Kn\u00e4ckebrot?) oder komplexe Abw\u00e4gungen auf gesellschaftlicher Ebene (baue ich einen Damm oder bewahre ich einen alten Wald?). Eine daraus resultierende Grundannahme der \u00f6konomischen Wertlehre ist Substituierbarkeit: ich kann nur zwischen zwei G\u00fctern abw\u00e4gen, wenn ich in der Lage bin, auf eines von ihnen zu verzichten. Diese Annahme wird durchaus kritisch gesehen, weil wir z. B. auf viele Umweltg\u00fcter nicht wirklich verzichten k\u00f6nnen. Daher geht man meistens nur von Substituierbarkeit<em> at the margin<\/em> aus (mehr dazu <a title=\"Was ist ein Wal wert? Oder ein menschliches Leben?\" href=\"https:\/\/skeptischeoekonomie.wordpress.com\/2015\/03\/15\/was-ist-ein-wal-wert-oder-ein-menschliches-leben\/\" target=\"_blank\">siehe hier<\/a>). Dann ergibt sich der \u00f6konomische Wert einer \u00c4nderung in einem (Umwelt-)Gut aus der subjektiven Pr\u00e4ferenz von Individuen f\u00fcr diese \u00c4nderung und aus der ebenso subjektiv wahrgenommenen Knappheit des Gutes (dazu <a title=\"Erfasst \u00f6konomische Bewertung Nutzwerte?\" href=\"https:\/\/skeptischeoekonomie.wordpress.com\/2015\/03\/26\/erfasst-okonomische-bewertung-nutzwerte\/\" target=\"_blank\">siehe hier<\/a>). Falls die \u00c4nderung positiv ist, muss etwas f\u00fcr sie aufgegeben werden, falls negativ \u2013 wird man eine Entsch\u00e4digung verlangen. Daher die Substituierbarkeitsannahme. Diese subjektiven Einsch\u00e4tzungen k\u00f6nnen dann auf verschiedenen Wegen ermittelt werden, in der Regel aber durch die Analyse realer oder hypothetischer Auswahlentscheidungen, gem\u00e4\u00df der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Offenbarte_Pr%C3%A4ferenzen\" target=\"_blank\">Theorie offenbarter Pr\u00e4ferenzen<\/a> (die, zugegebenerma\u00dfen, nicht unumstritten ist).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/skeptischeoekonomie.files.wordpress.com\/2015\/04\/wtp.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-thumbnail wp-image-244\" src=\"https:\/\/skeptischeoekonomie.files.wordpress.com\/2015\/04\/wtp.png?w=150&amp;h=97\" alt=\"Eine stilisierte Zahlungsbereitschaft (WTP)-Kurve. Der \" width=\"150\" height=\"97\" \/><\/a><\/p>\n<p>Rein theoretisch kann man auch den \u00f6konomischen Gesamtwert eines (Umwelt-)Gutes errechnen, nicht nur den Wert einer marginalen \u00c4nderung. Dies w\u00e4re mathematisch das Integral\/die Fl\u00e4che unter der Zahlungsbereitschaftskurve in Abh\u00e4ngigkeit von der Qualit\u00e4t\/Menge des Gutes. Das Problem hier ist, dass bei sehr geringen Mengen\/sehr geringer Qualit\u00e4t die Zahlungsbereitschaft f\u00fcr viele Umweltg\u00fcter gegen unendlich gehen d\u00fcrfte, womit auch das Integral unendlich w\u00e4re. Derartig verstandener \u00f6konomischer Gesamtwert ist also ein nettes theoretisches Konstrukt, jedoch bar jeglicher praktischer Relevanz.<\/p>\n<p>Interessanterweise werden in der \u00f6konomischen Bewertung manchmal sog. Kostenmethoden eingesetzt, bei denen der \u00f6konomische Wert von einem Umweltgut z. B. \u00fcber die Kosten der Ersetzung seiner Leistungen (bspw. Gew\u00e4sserregulierung im Falle eines Auenwaldes) approximiert wird. Dies hat mit \u00f6konomischer Bewertung an sich nichts zu tun, weil hier nur eine technische M\u00f6glichkeit \u201cbewertet\u201d wird, ohne dass Aussagen getroffen w\u00fcrden \u00fcber menschliche Pr\u00e4ferenzen. Und diese sind f\u00fcr die \u00d6konomie ja essentiell.<\/p>\n<p>Nun gibt es einige Kritikpunkte an der \u00f6konomischen Bewertung, auf die ich an dieser Stelle eingehen m\u00f6chte, um nochmal klarer zu machen, was sie (nicht) ist:<\/p>\n<ol>\n<li>Inkommensurabilit\u00e4t: es wird oft darauf hingewiesen, dass bestimmte G\u00fcter bzw. Situationen nicht vergleichbar bzw. nicht in einer Metrik, z. B. Geld, ausdr\u00fcckbar (inkommensurabel) seien. Menschen h\u00e4tten keine Pr\u00e4ferenzen, denn es gehe um Vergleiche zwischen \u00c4pfeln und Birnen. Hierauf ist die Antwort recht simpel: letzten Endes treffen Menschen aber doch immer eine Entscheidung. Auch keine Entscheidung <strong>f\u00fcr<\/strong>etwas ist eine implizite Entscheidung <strong>dagegen<\/strong>. Vergleichbarkeit mag also im Abstrakten nicht gegeben sein, sie wird aber von der Wirklichkeit \u201cerzwungen\u201d. Was Kommensurabilit\u00e4t anbetrifft, w\u00e4re das Gegenargument, dass wir \u00d6konomen nur versuchen, Abw\u00e4gungen in einer Einheit auszudr\u00fccken, damit sie leichter verst\u00e4ndlich sind. Ob es sich dabei um Geld handelt oder eine andere Metrik, ist unerheblich.<\/li>\n<li>Nicht-Substituierbarkeit: manche G\u00fcter seien nicht substituierbar; sie seien essentiell, man k\u00f6nne nicht auf sie verzichten. Diese Problematik habe ich bereits angesprochen \u2013 dies ist der Grund, warum \u00f6konomische Bewertung eigentlich nur als marginale Bewertung (d. h., Bewertung von geringf\u00fcgigen \u00c4nderungen)\u00a0 sinnvoll ist. F\u00fcr essentielle G\u00fcter (im Kontext von Umweltg\u00fctern spricht man hier von <em>Critical Natural Capital<\/em>) haben wir gerade als Gesellschaft sog. lexikographische Pr\u00e4ferenzen, d. h. ein Mehr an einem Gut kann ein Weniger an einem anderen nie aufwiegen. Das ist der Grund, wieso die <a title=\"Was ist ein Wal wert? Oder ein menschliches Leben?\" href=\"https:\/\/skeptischeoekonomie.wordpress.com\/2015\/03\/15\/was-ist-ein-wal-wert-oder-ein-menschliches-leben\/\" target=\"_blank\">ber\u00fchmteste \u201c\u00f6konomische\u201d Bewertungsstudie<\/a> von Robert Costanza und Kollegen Unfug ist. Dies ist auch der Grund, warum <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Umwelt%C3%B6konomische_Gesamtrechnung\" target=\"_blank\">umwelt\u00f6konomische Gesamtrechnung<\/a>nichts mit \u00f6konomischen Werten zu tun hat, sondern nur physische Mengen von Umweltg\u00fctern mit <em>konstanten<\/em>Preisen gewichtet. Dies ist lediglich eine Art von Index-Bildung.<\/li>\n<li>Subjektivit\u00e4t: gerade von Biologen wird meiner Erfahrung nach des \u00d6fteren bem\u00e4ngelt, die \u00f6konomische Wertkonzeption sei inh\u00e4rent subjektivistisch, weil sie so sehr an menschlichen Pr\u00e4ferenzen orientiert ist. Als L\u00f6sung wird manchmal vorgeschlagen, von \u201cobjektivierten\u201d <a title=\"Erfasst \u00f6konomische Bewertung Nutzwerte?\" href=\"https:\/\/skeptischeoekonomie.wordpress.com\/2015\/03\/26\/erfasst-okonomische-bewertung-nutzwerte\/\" target=\"_blank\">Nutzwerten<\/a> auszugehen, die dann vermeintlich auf objektiven Bed\u00fcrfnissen basieren w\u00fcrden. Das wirft nat\u00fcrlich die Frage auf, ob es so etwas \u00fcberhaupt gibt. Einerseits kann man sagen, dass der Mensch Sauerstoff, Nahrung, einen angemessenen Schutz vor K\u00e4lte etc. zum \u00dcberleben braucht. Andererseits gibt es auch Menschen, die freiwillig auf Teile sogar so grundlegender G\u00fcter verzichten, bspw. um sich der Askese hinzugeben. Und auch wenn es sicherlich ein objektives Minimum gibt, ohne das der menschliche Organismus nicht lebensf\u00e4hig ist, w\u00e4re eine Orientierung an dieser objektiven Komponente nicht sehr zufriedenstellend, weil sie \u00fcber die meisten f\u00fcr uns relevanten Entscheidungssituationen keine Aussagen liefern w\u00fcrde. Alles, was \u00fcber dieses zum \u00dcberleben notwendige Minimum hinausgeht <strong>ist<\/strong> nun aber subjektiv und h\u00e4ngt von Pr\u00e4ferenzen des Einzelnen ab.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Vieles, was mit \u00f6konomischer Bewertung assoziiert wird, trifft nicht wirklich zu. Dies ist der Grund, wieso ich immer wieder in diesem Blog versuche, sie gegen nicht gerechtfertigte Kritik zu verteidigen. Aber nat\u00fcrlich hat die \u00f6konomische Bewertung auch Grenzen, wie die \u00d6konomie sie grunds\u00e4tzlich hat. Diese liegen vor allem in der streng utilitaristischen Herangehensweise sowie in den vielen Schwierigkeiten, theoretische Konstrukte praktisch umzusetzen (z. B. den \u00f6konomischen Wert eines bestimmten \u00d6kosystems zu ermitteln). Richtig angewandt und korrekt interpretiert kann die \u00d6konomie hier interessante und wichtige Informationen liefern. Sie darf aber mitnichten die einzige Entscheidungsgrundlage sein und man muss sich ihrer Beschr\u00e4nkungen immer bewusst sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In meiner Doktor-Arbeit, die ich am Department \u00d6konomie des Helmholtz-Zentrums f\u00fcr Umweltforschung in Leipzig\u00a0schreibe, befasse ich mich mit der Frage, wie man mit dem \u201cBewertungsobjekt\u201d Biodiversit\u00e4t sinnvoll umgehen kann. 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