{"id":127,"date":"2009-11-11T11:10:00","date_gmt":"2009-11-11T10:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/politikwissenschaft\/?p=127"},"modified":"2009-11-11T11:16:27","modified_gmt":"2009-11-11T10:16:27","slug":"lekturen-teil-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/politikwissenschaft\/2009\/11\/lekturen-teil-ii\/","title":{"rendered":"Lekt\u00fcren, Teil II"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-141\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/politikwissenschaft\/files\/2009\/11\/Moorstedt-182x300.jpg\" alt=\"Moorstedt\" width=\"182\" height=\"300\" \/>Im Bundestagswahlkampf 2009 war viel von der Rolle des Internets f\u00fcr die Kampagnen von Kandidaten und Parteien die Rede. Vorbild war der Wahlkampf von Barack Obama im Jahre 2008, der f\u00fcr die Gewinnung neuer Anh\u00e4nger wie f\u00fcr das Auftreiben von Onlinespenden Ma\u00dfst\u00e4be setzte.<\/p>\n<p>Jetzt ist ein Buch erschienen, das dieses Ph\u00e4nomen untersucht. Autor ist mit Tobias Moorstedt ein Journalist, und entsprechend lese- und leserfreundlich ist das Buch ausgefallen.<\/p>\n<p>Moorstedt war w\u00e4hrend des Wahlkampfes 2008 in den USA unterwegs, hat die Parteizentralen und Parteiversammlungen in den unterschiedlichsten Ecken des Landes besucht, hat mit Bloggern diskutiert und die Trends in der amerikanischen Medienwelt beobachtet. Herausgekommen ist ein sehr lesenswertes Buch mit vielen Informationen, Zahlen und Geschichten, die nicht nur den Wahlkampf 2008 lebendig werden lassen, sondern auch viel \u00fcber Politik im Internetzeitalter verraten. <!--more--><\/p>\n<p>Die Rolle des Internets war f\u00fcr Obamas Wahl zentral: als relativ unbekannter Senator aus Illinois, ohne gro\u00dfe finanzielle Ressourcen, trat er gegen die &#8222;Establishment&#8220;-Kandidatin Hillary Clinton an, die die wichtigsten Akteure der Demokratischen Partei schon vorab an sich gebunden hatte. \u00dcber die Seite mybarackobama.com nahm er den gr\u00f6\u00dften Teil der insgesamt 280 Millionen Spendengelder ein. Zugleich konnten sich so Unterst\u00fctzer Obamas in allen 50 Bundesstaaten miteinander vernetzen. Am Ende des Wahlkampfs gab es etwa mehr als 10.000 &#8222;Support&#8220;-Gruppen mit jeweils 15 bis 100.000 Mitgliedern.<\/p>\n<p>Interessant w\u00e4re heute, fast genau ein Jahr nach der Wahl Obamas, eine Fortsetzung zu lesen und die Frage aufzuwerfen (und zu beantworten), ob Medien- und Wahlkampftechniken, die zu einer erfolgreichen Wahl gef\u00fchrt haben, auch in einem Regierungsamt von Nutzen sind. Aktuelle Trends in der amerikanischen Politik scheinen dieser These ja eher zu widersprechen, auch wenn Obama sich auch heute noch h\u00e4ufig direkt per Email, Webseite oder soziale Netzwerke an die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger wendet.<\/p>\n<p>Tobias Moorstedt: Jeffersons Erben. Wie die digitalen Medien die Politik ver\u00e4ndern, Suhrkamp Verlag (edition suhrkamp), Frankfurt\/Main 2008, 165 Seiten, 9,- Euro. Auf der Internetseite des Suhrkamp-Verlages kann man sich eine Leseprobe der ersten Seiten des Buches herunterladen: <a href=\"http:\/\/www.suhrkamp.de\/download\/Blickinsbuch\/9783518125717.pdf\">http:\/\/www.suhrkamp.de\/download\/Blickinsbuch\/9783518125717.pdf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Bundestagswahlkampf 2009 war viel von der Rolle des Internets f\u00fcr die Kampagnen von Kandidaten und Parteien die Rede. Vorbild war der Wahlkampf von Barack Obama im Jahre 2008, der f\u00fcr die Gewinnung neuer Anh\u00e4nger wie f\u00fcr das Auftreiben von Onlinespenden Ma\u00dfst\u00e4be setzte. Jetzt ist ein Buch erschienen, das dieses Ph\u00e4nomen untersucht. 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