{"id":496,"date":"2010-05-24T22:25:23","date_gmt":"2010-05-24T20:25:23","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/portanova\/?p=496"},"modified":"2010-05-25T09:44:33","modified_gmt":"2010-05-25T07:44:33","slug":"496","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/portanova\/2010\/05\/496\/","title":{"rendered":"\u201eMehr als ein Mausklick: Medienkompetenz in der Schule\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Medienkompetenz, ein Schlagwort, das in letzter Zeit immer wieder in den Medien zu finden ist. Doch was macht eigentlich diese Medienkompetenz aus und welche Grundlagen werden ben\u00f6tigt, damit man \u00fcberhaupt mit ihr umgehen kann?<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Autorin: Brigitta Mogge-Stubbe<\/strong><\/p>\n<p>(*1943), ist eine Doktorandin f\u00fcr Germanistik, Geschichte und Musikwissenschaft.\u00a0 Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universit\u00e4t des Saarlandes, an der Deutschen Akademie f\u00fcr Sprache und Dichtung in Darmstadt und am Deutschen Literaturarchiv in Marbach. Seit 1986 war sie beim \u201eRheinischen Merkur\u201c, zun\u00e4chst als Leiterin des Ressorts Moderne Zeit t\u00e4tig. Seit September 1991 leitet sie das neugeschaffene Ressort Hochschule und Bildung. Au\u00dferdem ist sie f\u00fcr Kinder- und Jugendliteratur zust\u00e4ndig.<a href=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/portanova\/wp-admin\/post-new.php#_ftn1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Britta Mogge-Stubbe geht dieser Frage in ihrem Artikel nach und nennt zun\u00e4chst erst einmal die Grundlagen, die ben\u00f6tigt werden. Anschlie\u00dfend geht die Autorin auf allgemeine Probleme ein, die in Verbindung mit Medienkompetenzen entstehen, wie z. B. die Nutzung des PCs. Der Buchauszug ist unter<!--more--><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/books.google.de\/books?id=L0y973nqdkAC&amp;pg=PA144&amp;dq=medienkompetenz+bei+lehr-+und+lernsoftware&amp;cd=3#v=onepage&amp;q=medienkompetenz%20bei%20lehr-%20und%20lernsoftware&amp;f=false\">http:\/\/books.google.de\/books?id=L0y973nqdkAC&amp;pg=PA144&amp;dq=medienkompetenz+bei+lehr-+und+lernsoftware&amp;cd=3#v=onepage&amp;q=medienkompetenz%20bei%20lehr-%20und%20lernsoftware&amp;f=false<\/a><\/p>\n<p>zu finden.<\/p>\n<p><em>1. Abschnitt: \u201eWichtigste Hardware: der Kopf\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die Autorin bringt einen kurzen Einstig, mit Hilfe von J. Weizenbaum, der behauptet, dass 90% des Internets Schrott seien und dass die jungen Leute meist nur diesen Teil kennen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>&#8211; ebenso problematisch ist es mit Studenten, nur wenige erkennen die Qualit\u00e4t und die Bedeutung der Materialien\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>\u2192\u00a0Weizenbaum argumentiert, dass die mangelnde Studierf\u00e4higkeit durch die moderne Technologiegl\u00e4ubigkeit hervorgerufen wurde, da schlie\u00dflich der Kopf als Hardware dient, um das Internet richtig bedienen zu k\u00f6nnen<\/p>\n<p><em>2. Abschnitt: \u201eWarnung vor PC-Konserven\u201c<\/em><\/p>\n<p>Dieser Abschnitt beginnt mit einem Appell von H. von Hentig \u00e0 die Kinder sollen nicht zu fr\u00fch auf den PC abgerichtet werden, es sei viel wichtiger die drei Kulturtechniken zu beherrschen:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>1. Lesen\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 2. Schreiben\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 3. Rechnen<\/p>\n<p>&#8211; au\u00dferdem sollten die Kinder noch das Verstehen, Urteilen und das geduldige Beobachten lernen, der Computer geh\u00f6rt seiner Meinung nach nicht zum Schulauftrag<\/p>\n<p>&#8211; Internet Pionier C. Stoll meint sogar, dass die beiden wichtigsten Dinge (Lernen und Lehren) ihren Wert verlieren, wenn sie auf den PC reduziert werden<\/p>\n<p>\u2192\u00a0Medienkompetenz (wozu der Umgang mit Medien geh\u00f6rt) ist ohne diese Grundlage nicht zu haben<\/p>\n<p>Die Autorin macht hier auch darauf aufmerksam, dass das Internet das am h\u00e4ufigsten verwendete Medium ist, um sich Informationen zu beschaffen. Das Problem ist aber, dass nur eine geringe Anzahl von Nutzern mit diesen Informationen umgehen kann.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><em>3. Abschnitt: \u201eLehrer gehen online\u201c<\/em><\/p>\n<p>Hier wird deutlich, dass immer mehr Lehrer das Internet verwenden, es fehlen aber die Lehrpl\u00e4ne, um den Unterricht an die Technik anzupassen. Eine Studie vom Cornelson Verlag (Delphi &#8211; Studie) h\u00e4tte auch gezeigt, dass es eine Zunahme von Lehr- und Lernmedien im Unterricht gibt, ohne, dass das Schulbuch verdr\u00e4ngt wird.<\/p>\n<p>&#8211; es ist eine Mischung aus Bildschirm und Tafel bzw. Keyboard und Heft wichtig<\/p>\n<p>Die Autorin verweist auf die heutige Problematik:<\/p>\n<p>&#8211; Kinder die eingeschult werden, k\u00f6nnen heute schon ein Handy<\/p>\n<p>&#8211; Kinder die eingeschult werden, k\u00f6nnen heute schon einen PC bedienen aber sie wissen nicht wie sie einen Bleistift halten sollen<\/p>\n<p>&#8211; Grundschullehrer sind zu wenig ausgebildet, um Leseschw\u00e4chen zu erkennen<\/p>\n<p>Den Abschluss bildet ein Fazit, worin die Autorin sagt, dass die IT &#8211; Weltmacht Deutschland starke Leser, gute Rechner und sichere Schreiber braucht, welche aber nicht in einem ausstreichenden Ma\u00dfe vorhanden sind.<\/p>\n<p><em>4. Abschnitt: \u201eWettbewerb der Regionen\u201c\u00a0\u00a0 <\/em><\/p>\n<p>Im vierten Abschnitt stellt die Autorin Behauptungen und Widerspr\u00fcche auf, die die Technik bzw. Vernetzung mit sich bringt.<\/p>\n<p>&#8211; Behauptung: &#8211; Lehrer haben nichts gegen die vernetzte Schule<\/p>\n<p>&#8211; Wiederspruch: &#8211; Lehrer wollen nicht f\u00fcr deren Wartung zust\u00e4ndig sein<\/p>\n<p>&#8211; Behauptung: &#8211; Lehrer wollen mit guter Lernsoftware unterrichten<\/p>\n<p>&#8211; Wiederspruch: &#8211; Lehrer wollen aber die Technik nicht optimieren<\/p>\n<p>Den Abschluss bildet hier der Vorschlag, dass das Gebietsrechenzentrum des Kultusministeriums einige Aufgaben mit \u00fcbernehmen sollte.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><em>5. Abschnitt: \u201eDie vierte Kulturtechnik\u201c<\/em><\/p>\n<p>Hier macht die Autorin darauf aufmerksam, dass gute Bedingungen f\u00fcr neue Medienkompetenzen vorhanden sind, aber:<\/p>\n<p>\u2192 die Technologie wird ohne Konzepte und Methoden der Wissensvermittlung eingesetzt<\/p>\n<p>\u2192\u00a0Beamer werden zwar als Pr\u00e4sentationmittel eingesetzt aber meist nur im\u00a0Frontalunterricht<\/p>\n<p>\u2192\u00a0Computer werden nur selten in projektorientierte Arbeitsformen integriert (z. B.\u00a0SuS erstellen ihren eigenen Zeitplan)<\/p>\n<p><em>6. Abschnitt: \u201eZuerst kommt das Lesen\u201c<\/em><\/p>\n<p>Neue Medien haben uns viel Arbeit abgenommen, aber nach Auffassung der Autorin helfen sie nicht bei den PISA &#8211; Tests, da sie uns nicht das Lesen von B\u00fcchern beibringen bzw. das Grammatiklernen beibringen. Es ist von daher wichtig, dass wir begreifen, dass der Umgang mit neuen Informationstechnologien gelehrt werden kann, wenn das Lesen und Schreiben beherrscht wird.\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<em>7. Abschnitt: \u201eDer beste Freund\u201c<\/em><\/p>\n<p>Hier wird deutlich gemacht, was die PISA &#8211; Studie bedeutet, sie soll als Wegweiser zum richtigen Lernen dienen. Der Computer ist zwar ein wichtiges Unterrichtsmedium, aber er generiert nicht automatisch Qualit\u00e4t. Computer k\u00f6nnen auch keine Lehrer ersetzen, aber sie k\u00f6nnen die Gruppen- oder Partnerarbeit st\u00e4rken.<\/p>\n<p><em>8. Abschnitt: \u201eWer soll das bezahlen?\u201c<\/em><\/p>\n<p>Kosten sind ein entscheidender Faktor, auch in der Schule, deshalb wird in der Schule zuerst mehr Wert auf die Sanierung der Schule gelegt, als auf die Anschaffung von Notebooks oder PCs. Es w\u00e4re von daher ratsam, wenn Eltern bzw. die Wirtschaft mit helfen w\u00fcrden, dieses Problem zu beseitigen.\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<hr size=\"1\" \/><a href=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/portanova\/wp-admin\/post-new.php#_ftnref1\">[1]<\/a> Aus: http:\/\/www.merkur.de\/red_mogge.21968.0.html, zuletzt abgerufen am 01.Mai.2010.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Medienkompetenz, ein Schlagwort, das in letzter Zeit immer wieder in den Medien zu finden ist. 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