{"id":445,"date":"2023-07-11T11:44:45","date_gmt":"2023-07-11T09:44:45","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/projektwochefeininger\/?page_id=445"},"modified":"2023-07-11T11:45:09","modified_gmt":"2023-07-11T09:45:09","slug":"im-interview-mit-prof-dr-matthias-ballod","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/projektwochefeininger\/projektseminar\/im-interview-mit-prof-dr-matthias-ballod\/","title":{"rendered":"Im Interview mit Prof. Dr. Matthias Ballod"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-center\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/projektwochefeininger\/files\/2023\/07\/Interview-Ballod-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-446\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/projektwochefeininger\/files\/2023\/07\/Interview-Ballod-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/projektwochefeininger\/files\/2023\/07\/Interview-Ballod-300x200.jpg 300w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/projektwochefeininger\/files\/2023\/07\/Interview-Ballod-768x512.jpg 768w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/projektwochefeininger\/files\/2023\/07\/Interview-Ballod-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/projektwochefeininger\/files\/2023\/07\/Interview-Ballod-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Prof. Dr. Matthias Ballod ist Professor f\u00fcr &#8222;Didaktik der deutschen Sprache&#8220; an der Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg und neben vielen weiteren universit\u00e4ren \u00c4mtern auch Leiter des Projektseminars &#8222;Medienbildung als zentrale Aufgabe des Deutschunterrichts&#8220;.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Die Redaktion &#8222;Die Redakteure&#8220;, bestehend aus drei Sch\u00fclerInnen der Projektgruppe &#8222;Breaking News&#8220;, nahm sich der Aufgabe an, Prof. Ballod w\u00e4hrend der Projektwoche zu interviewen, um seine Sicht auf die Prozesse und m\u00f6gliche Endergebnisse der einzelnen Gruppen einzufangen. Daf\u00fcr erstellten sie geeignete Fragen, die w\u00e4hrend des Gespr\u00e4chs gestellt und die Antworten niedergeschrieben wurden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie kamen Sie auf die Idee, ein Projektseminar ins Leben zu rufen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Die Projektseminare haben eine so lange Tradition. Schon in meinen ersten Semestern als &#8218;Jung-Dozent&#8216; (ganz ohne Prof.-Titel) habe ich Medienseminare mit Studierenden und Sch\u00fclern durchgef\u00fchrt. Ich werde einmal eine Liste an Themen und Daten zusammenstellen:<br>Mein erstes \u2013 glaube ich \u2013 war im SoSe 1996. Als ich 2009 nach Halle kam, f\u00fchrte ich mit meinem \u2013 leider viel zu fr\u00fch verstorbenen \u2013 Kollegen, J\u00fcrgen Kr\u00e4tzer in jedem SoSe Projektseminare zu Literaturadaptionen durch. Direkt ab Gr\u00fcndung des LFG (vormals NSG) konnte ich bedingt durch den Kontakt zu einer meiner ehemaligen Studentinnen und Absolventin, die im Gr\u00fcndungsteam der Schule (6 Personen) war, die Umsetzung zumindest eines Projekts pro Schuljahr realisieren; in der Corona-Zeit waren keine Projekte m\u00f6glich, die letzten drei Semester war ich nicht direkt eingebunden, sondern Mitarbeiter von mir.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Warum sind Sie Leiter des Seminars geworden?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mein Studienwunsch war &#8218;Lehramt f\u00fcr Sonderschule&#8216;. Ich liebe Herausforderungen, wachse an Ihnen und lerne durch sie \u2013 t\u00e4glich mehr! Das trifft nat\u00fcrlich in besonderer Weise auch auf das Lehren und Lernen an einer Universit\u00e4t zu, das ich als besonders interessant sch\u00e4tzen und lieben gelernt habe. Denn: Ich lerne immerfort mit den Besten und immer neuen jungen Menschen deren Themen. Dabei komme ich mit deren (Medien-) Gewohnheiten, Lern-Wirklichkeiten in einen Austausch und Abgleich mit meinen eigenen Erfahrungen. Sie k\u00f6nnen sich kaum vorstellen, wie sehr sich die Medienwelten seit 1996 ver\u00e4ndert haben. Meine Examensarbeit habe ich auf einer elektronischen Schreibmaschine geschrieben, d.h. Computer spielten in meiner eigenen Studienzeit noch gar keine Rolle, das WWW, so wie wir es alle kennen, war erst ab 1990 entwickelt, \u00e4hnlich die graphischen Bedienoberfl\u00e4chen (Windows, Mac-Interfaces). Gleichwohl hatte ich dann das Gl\u00fcck und Privileg direkt mit meiner Promotion an der Entwicklung von computerunterst\u00fctzter Textanalyse in der Linguistik einzusteigen und diese Anfangszeit der 1990er voll mitzuerleben. H\u00e4ufig habe ich zu der Zeit als Pionierarbeit betrieben. Zwei Jahre meiner Promotionszeit habe ich Buchtexte digitalisiert, damit ich diese mit dem Computer wissenschaftlich untersuchen konnte. Das war damals abgefahren und ist heute (!) Mainstream. Was h\u00e4tte ich mir im Studium, die Recherchem\u00f6glichkeiten gew\u00fcnscht, die es heute gibt. Aber: Es ist auch gut, beides zu kennen und die Entwicklungen \u00fcber eine lange Zeit begleiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie ist es, Leiter des Seminars zu sein?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mein Studienwunsch war &#8218;Lehramt f\u00fcr Sonderschule&#8216;. Ich liebe Herausforderungen, wachse an Ihnen und lerne durch sie \u2013 t\u00e4glich mehr! Das trifft nat\u00fcrlich in besonderer Weise auch auf das Lehren und Lernen an einer Universit\u00e4t zu, das ich als besonders interessant sch\u00e4tzen und lieben gelernt habe. Denn: Ich lerne immerfort mit den Besten und immer neuen jungen Menschen deren Themen. Dabei komme ich mit deren (Medien-) Gewohnheiten, Lern-Wirklichkeiten in einen Austausch und Abgleich mit meinen eigenen Erfahrungen. Sie k\u00f6nnen sich kaum vorstellen, wie sehr sich die Medienwelten seit 1996 ver\u00e4ndert haben. Meine Examensarbeit habe ich auf einer elektronischen Schreibmaschine geschrieben, d.h. Computer spielten in meiner eigenen Studienzeit noch gar keine Rolle, das WWW, so wie wir es alle kennen, war erst ab 1990 entwickelt, \u00e4hnlich die graphischen Bedienoberfl\u00e4chen (Windows, Mac-Interfaces). Gleichwohl hatte ich dann das Gl\u00fcck und Privileg direkt mit meiner Promotion an der Entwicklung von computerunterst\u00fctzter Textanalyse in der Linguistik einzusteigen und diese Anfangszeit der 1990er voll mitzuerleben. H\u00e4ufig habe ich zu der Zeit als Pionierarbeit betrieben. Zwei Jahre meiner Promotionszeit habe ich Buchtexte digitalisiert, damit ich diese mit dem Computer wissenschaftlich untersuchen konnte. Das war damals abgefahren und ist heute (!) Mainstream. Was h\u00e4tte ich mir im Studium, die Recherchem\u00f6glichkeiten gew\u00fcnscht, die es heute gibt. Aber: Es ist auch gut, beides zu kennen und die Entwicklungen \u00fcber eine lange Zeit begleiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Was erwarten Sie, wie es [die Projektwoche] laufen wird?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe und hatte immer gro\u00dfes Vertrauen in die F\u00e4higkeiten meiner Studierenden und m\u00f6chte diese Einstellung an sie weitergeben. Das hei\u00dft, dass auch Sch\u00fcler viel mehr leisten k\u00f6nnen, wenn man es ihnen zutraut und ihnen Raum f\u00fcr eigene Ideen gibt. Dann muss nicht ich mit dem Verlauf und den Ergebnissen zufrieden sein, sondern die Studierenden und Sch\u00fcler selbst.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Glauben Sie, es wird ein gutes Endergebnis geben?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das ist f\u00fcr mich gar keine Frage. Und: Definiere &#8218;gut&#8216;! Ich bin mir sicher, dass alle an der Projektwoche Beteiligten eine spa\u00dfige, kurzweilige und interessante Woche erleben und hohe Lernkurven aufweisen. Auf der fachlichen, didaktischen, organisatorischen, sozialen und interaktiven Ebene. Jede und jeder f\u00fcr sich &#8211; und jede \/ jeder anderes. Aber: Das ist doch &#8218;gut&#8216;!<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie kamen die Gruppen zustande?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In einer ersten Kontaktaufnahme mit der Fachschaft Deutsch der betreffenden Stufe, haben wir m\u00f6gliche Interessen- u. Themenfelder von den LehrerInnen eingeholt. Diese haben wir durch eigene Ideen angereichert und den Studierenden pr\u00e4sentiert. Diese wiederum haben aus den Themensetzungen &#8218;Projektideen&#8216; weiterentwickelt und dann wiederum der Fachschaft pr\u00e4sentiert. Et voil\u00e1!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prof. Dr. Matthias Ballod ist Professor f\u00fcr &#8222;Didaktik der deutschen Sprache&#8220; an der Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg und neben vielen weiteren universit\u00e4ren \u00c4mtern auch Leiter des Projektseminars &#8222;Medienbildung als zentrale Aufgabe des Deutschunterrichts&#8220;. 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