{"id":107,"date":"2022-11-18T15:12:58","date_gmt":"2022-11-18T14:12:58","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/propsteikirche\/?page_id=107"},"modified":"2023-01-11T18:38:12","modified_gmt":"2023-01-11T17:38:12","slug":"didaktischer-kommentar","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/propsteikirche\/didaktischer-kommentar\/","title":{"rendered":"Didaktischer Kommentar"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Blog finden Sie unseren Vorschlag, wie eine Exkursion mit einer Schulklasse in eine katholische Kirche umgesetzt werden kann. Das Konzept richtet sich dabei an 5. und 6. Klassen innerhalb der Sequenz, in welcher Religionen behandelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor dem Besuch einer katholischen Kirche sollen im Ethikunterricht Assoziationen und Vorstellungen der Sch\u00fcler*innen zu Kirchen gesammelt und besprochen werden. Daf\u00fcr kann die Umfrage, die unter dem Reiter &#8218;Sch\u00fcler*innen&#8216; &#8211; &#8218;Vorbereitung&#8216; zu finden ist, genutzt werden. Alternativen w\u00e4ren zum Beispiel Wortwolken bei Mentimeter oder ein Brainstorming an der Tafel. Diese Vorstellungen sollen anschlie\u00dfend mit dem Material der Propsteikirche St. Trinitatis in Leipzig verglichen werden. Ausgehend davon wird im Gespr\u00e4ch deutlich, dass Kirchen sich nicht anhand ihrer \u00e4u\u00dferen Merkmale auszeichnen, sondern durch bestimmte Elemente. Ausgehend davon stellt sich die Frage, welche Elemente eine Kirche aufweisen muss, um als katholische Kirche zu gelten.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><em><span class=\"has-inline-color has-blue-color\">Hinweis: Vorausgesetzt wird die Kenntnis der SuS \u00fcber den Unterschied zwischen protestantischem, orthodoxem und katholischem Christentum.<\/span><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Exkursion erfolgt zun\u00e4chst eine Belehrung seitens der Lehrkraft \u00fcber den sensiblen Umgang mit religi\u00f6sen R\u00e4umen und Gegenst\u00e4nden. Danach bekommen die SuS einen Zeitraum zur Verf\u00fcgung gestellt, in dem sie die Kirche allein erkunden und den Raum auf sich wirken lassen k\u00f6nnen. Gem\u00e4\u00df Christina Br\u00fcll gestalte jede Religion R\u00e4ume und lebe durch diese und pr\u00e4gen mit ihrer Atmosph\u00e4re das Glaubensbewusstsein oftmals tiefgr\u00fcndiger als das gesprochene Wort. Dabei unterscheide er sich deutlich von anderen \u00f6ffentlichen R\u00e4umen und seine Architektur mache ihn signifikant und vermittle eine Botschaft (vgl. Br\u00fcll, Ittmann, Maschwitz, &amp; Stoppig, 2005, S.20). Daher bietet diese Erkundung der Sch\u00fcler*innen einen ersten sinnlichen Zugang zum Geb\u00e4ude und zum Glauben.<\/p>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend an den selbstst\u00e4ndigen Rundgang werden die K\u00e4rtchen mit den Elementen im Memory-Verfahren an die SuS verteilt. Daraufhin suchen die Kleingruppen das zugewiesene Element in der besuchten Kirche. Haben sie es gefunden, suchen sie sich eigenverantwortlich die Aufgaben und Infotexte zum jeweiligen Element auf der Blogwebseite heraus, oder holen sich bei der Lehrkraft die Arbeitsbl\u00e4tter, wenn sie keinen Internetzugang haben sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Nachbereitung im Unterricht werden die in der Kirche erfassten Informationen auf einem Plakat oder einer anderen f\u00fcr eine Pr\u00e4sentation geeignete Form zusammengefasst, damit sie anschlie\u00dfend in einem Galerierundgang im Klassenzimmer ausgestellt werden k\u00f6nnen. Zus\u00e4tzlich oder alternativ zum Galerierundgang k\u00f6nnen die SuS ihre eigene Kirche entwerfen und bauen. Dies bietet die M\u00f6glichkeit eines f\u00e4cher\u00fcbergreifenden Unterrichts mit dem Fach Kunst.<\/p>\n\n\n\n<p>Des Weiteren gibt es noch ein Quiz, welches aus einem Wortsuchsel und einem Kreuzwortr\u00e4tsel besteht. Dieses kann von den schnelleren Sch\u00fcler*innen gel\u00f6st werden. So k\u00f6nnen sich alle besch\u00e4ftigen, ohne dass sich manche Sch\u00fcler*innen aufgrund der Zeit stressen m\u00fcssen und die anderen langweilen sich nicht. Zudem bietet das Quiz eine gute M\u00f6glichkeit, das neu erworbene Wissen zu \u00fcberpr\u00fcfen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fachdidaktischer Hintergrund<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Text von Br\u00fcll et. al. verdeutlicht die Relevanz und Bedeutung von R\u00e4umen f\u00fcr den Menschen und verdeutlicht, dass R\u00e4ume ein Ausdruck des menschlichen Strebens und Hoffens sind und Auskunft \u00fcber die Menschen gibt, die den Raum gestaltet haben (vgl. Br\u00fcll et al., 2005, S.17) und so gestaltet auch die Religion R\u00e4ume und lebt durch diese. (vgl. ebd., S. 19) Aus eben diesem Grund k\u00f6nnen Sch\u00fcler*innen durch den Besuch heiliger St\u00e4tten tiefgreifende Einblicke in die Religion erlangen und auch ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr diese aufbauen, das \u00fcber ein blo\u00dfes Faktenlernen im Unterricht hinausgeht. Die R\u00e4ume sind dabei \u201cin ihrer Komplexit\u00e4t [&#8230;] Ausdruck und Bezugspunkt kultureller Identit\u00e4t und geben somit wesentlichen Aufschluss \u00fcber Traditionen, Werte und Verbindlichkeiten einer Kultur\u201d&nbsp; (Gehlen, 1998, zitiert nach Br\u00fcll et al., 2005, S.19). Ein Kulturraum hat dabei immer spezielle Zeichen der Wiedererkennung und in diesem nehmen Menschen eine besondere Haltung ein, wobei Br\u00fcll vor allem die sinnliche Erfahrung anspricht. So seien religi\u00f6se R\u00e4ume immer Orte des Sehens, des H\u00f6rens, des Riechens, des Tuns, des Denkens und des Glaubens (vgl. Br\u00fcll et al., 2005, S. 23). Daher wird dort unter anderem auch die Methode \u201cden Raum mit allen Sinnen erleben\u201d vorgestellt, an deren grundlegenden Ideen sich das erstellte Arbeitsmaterial orientiert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ziele<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ziel der Exkursion ist die Schulung der ph\u00e4nomenologischen Kompetenz der Sch\u00fcler*innen im Zuge der Erkundung der Kirche mit allen Sinnen. Dabei lernen sie die notwendigen Elemente einer katholischen Kirche kennen und sind anschlie\u00dfend in der Lage, diese zu benennen und zu beschreiben. Die Selbstst\u00e4ndige Erkundung der Kirche mithilfe des Arbeitsblattes gibt den Sch\u00fcler*innen als Form des entdeckenden Lernens die M\u00f6glichkeit, sich ein eigenes Bild zu konstituieren, indem sie einen real existierenden Ort erforschen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Literatur:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Br\u00fcll, C., Ittmann, N., Maschwitz, R. &amp; Stoppig, C. (2005). Synagoge &#8211; Kirche &#8211; Moschee. Kultr\u00e4ume erfahren und Religionen entdecken. M\u00fcnchen: K\u00f6sel.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Auf dem Blog finden Sie unseren Vorschlag, wie eine Exkursion mit einer Schulklasse in eine katholische Kirche umgesetzt werden kann. Das Konzept richtet sich dabei an 5. und 6. Klassen innerhalb der Sequenz, in welcher Religionen behandelt werden. 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