Mit einem feierlichen Festakt wurde am 29. Mai 2026 ab 18.00 Uhr der internationale Forschungspreis des Europäischen Romanik Zentrums für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Romanik an Ursula Prinz verliehen. Geehrt wurde Frau Prinz für ihre Dissertation „Studien zum sogenannten Gregormeister und der ottonischen Buchmalerei in Trier.“
Prof. Dr. Ute Engel, Vorsitzende des ERZ, leitete die Verleihung ein. Ein Grußwort sprach Herr Dr. Fox von der Saalesparkasse. Im Festvortrag im Anschluss an die Preisverleihung sprach Prof. Dr. Klaus Gereon Beuckers (Kiel) zum Thema „Wechselwirkungen. Ottonische Buchmalerei am Ende des 10. Jahrhunderts.“
Ursula Prinz ist seit September 2021 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunsthistorischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel tätig. Nach dem Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Geschichte an der Universität Greifswald, das sie 2013 abschloss, absolvierte sie 2017 den Masterstudiengang Kunstgeschichte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Im Jahr 2024 wurde sie mit ihrer Arbeit zum sogenannten Gregormeister und zur ottonischen Buchmalerei in Trier promoviert. Derzeit arbeitet sie an ihrem Habilitationsprojekt, das sich mit dem Realismus in der polnischen Kunst des 20. Jahrhunderts im europäischen Kontext befasst. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die Kunst des Mittelalters, insbesondere die früh- und hochmittelalterliche Buchmalerei, Ornamentik und Rahmensysteme, sowie die Kunst des 20. Jahrhunderts mit besonderem Fokus auf die Neue Sachlichkeit und die polnische Kunst.
Der Romanikforschungspreis wird vom ERZ seit 2011 jährlich für herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Kunstgeschichte, Archäologie, Geschichte, Kirchen- oder Rechtsgeschichte im Hochmittelalter vergeben. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert, gefördert wird er durch die Stiftung der Saalesparkasse.
Das Europäische Romanik Zentrum ist ein gemeinnütziger Verein und beschäftigt sich als An-Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit dem Erfassen, Erforschen und Vermitteln des Romanischen Kulturerbes. Es konzentriert sich dabei auf wissenschaftliche Fragestellungen von Architektur, Kunst, Archäologie, Theologie, Geschichte und Rechtsgeschichte des Mittelalters mit einem Fokus auf der breiten Denkmallage mittelalterlicher Bauwerke in Sachsen-Anhalt.


