{"id":2,"date":"2017-05-10T11:22:34","date_gmt":"2017-05-10T09:22:34","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/strickdings\/?page_id=2"},"modified":"2017-05-16T13:50:08","modified_gmt":"2017-05-16T11:50:08","slug":"faq","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/strickdings\/faq\/","title":{"rendered":"Projektbeschreibung"},"content":{"rendered":"<p>Digital Humanities &#8211; fr\u00fcher hie\u00df das mal &#8222;Neue Medien&#8220;, noch fr\u00fcher &#8222;elektronische Verarbeitung&#8220; und davor vermutlich &#8222;quantitative Methoden&#8220;. Es war eine \u00fcberschaubare Gruppe von Wissenschaftlern, die sich mit solchen Themen besch\u00e4ftigten. Die Methodik des Faches wurde vor allem durch die Grund- bzw. Hilfswissenschaften vertreten. Seit die digitalen Methoden jedoch einen zugkr\u00e4ftigen, neuen\u00a0Namen und\u00a0vor allem intensive\u00a0F\u00f6rderung erhalten haben, sind sie in den Geistes- und Geschichtswissenschaften\u00a0hipper geworden. Das Fach erbl\u00fcht regelrecht, die vielen Neuaufbr\u00fcche lassen sich kaum noch \u00fcberblicken. Das gilt auch, weil Digital Humanities tats\u00e4chlich eine interdisziplin\u00e4re Wissenschaftsdisziplin ist. Nicht nur Geisteswisseschaftler der verschiedenen klassischen F\u00e4cher, sondern\u00a0vor allem\u00a0Informatiker, Mathematiker, Geografen, Bibliothekare, Archivare etc. besiedeln das Fach. Damit treten Partner mit sehr unterschiedlichen Erkenntnisinteressen, Voraussetzungen und Bed\u00fcrfnissen an.\u00a0W\u00e4hrend es auf der einen Seite viel Fazination \u00fcber neue Herangehensweisen und M\u00f6glichkeiten gibt,\u00a0existieren andererseits bange Fragen rund um die Existenz der geisteswissenschaftlichen F\u00e4cher. Brauche ich k\u00fcnftig ein Informatikstudium, um geisteswissenschaftliche Analysen und Auswertungen vornehmen zu k\u00f6nnen? Auf diese Weise\u00a0verbinden sich mit der Methodenrevolution viele Baustellen, von denen heute noch nicht ganz klar wird, welches Geb\u00e4ude k\u00fcnftig mal daraus wird:<\/p>\n<p>Viele der j\u00fcngeren Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen stehen digitalen Methoden\u00a0mittlerweile sehr offen gegen\u00fcber. Das ist auch richtig so, denn die Geisteswissenschaften\u00a0brauchen\u00a0den Anschluss an das digitale Zeitalter. \u00dcberdies vertr\u00e4gt die Fachdisziplin auf jeden Fall\u00a0 mehr Methodik, die seit der kulturwissenschaftlichen\u00a0Wende\u00a0sehr\u00a0stark auf die interpretative, hermeneutische Methodik zusammengeschrumpft wurde. Eine nachvollziehbare, reproduzierbare Methodik ist allerdings genau das, was den Geschichtswissenschaftler vom Hobbyhistoriker trennt. Diesen Standard gilt es unter den Historikern und Historikerinnen wieder sch\u00e4rfer zu konturieren.<\/p>\n<p>Anders als die Grund- und Hilfswissenschaften setzt Digital Humanities allerdings nicht auf die fachspezifischen Thematiken und Problemen auf, sondern generiert \u00fcbergreifende Werkzeuge und Tools f\u00fcr eine umfassende &#8222;Geisteswissenschaft&#8220;.\u00a0Die Disziplin ist noch jung und verfolgt nicht immer dezidiert wissenschaftliche Fragestellungen. H\u00e4ufig geht es eher noch um ein Ausprobieren und Experimentieren. Der Ansatz vertritt die \u00dcberzeugung, dass \u00e4hnliche Problemstellungen in allen geisteswissenschaftlichen Arbeitsfeldern existieren.\u00a0Das ist\u00a0sicherlich nicht grundverkehrt. Dennoch gibt es daneben auch fachspezifische Erfordernisse, die bisher h\u00e4ufig noch unbeachtet bleiben.\u00a0Geschichtswissenschaft lebt\u00a0schon immer von einem vielseitigen Blick auf viele Quellen. Quellenkritik und fachspezifische Kenntnisse\u00a0\u00a0sind zur Einordnung solcher Quellen grundlegende Voraussetzung, um den historischen Kontext einer Quelle \u00fcberhaupt ad\u00e4quat interpretieren zu k\u00f6nnen. Die Grund- und Hilfswissenschaften beherbergen zudem eine Vielzahl genuin historischer Methodiken. Wir m\u00f6chten ganz konkret zeigen, wie wir beides &#8211; die Fachdisziplin und die digitalen Methoden &#8211; miteinander verkn\u00fcpfen.<\/p>\n<p>Unser Blog dient uns dazu, das neue Feld entlang uns interessierender Aufgabenbereiche zu strukturieren. Er kann auch Ihnen beim\u00a0Kennenlernen und Einordnen der vielen neuen M\u00f6glichkeiten helfen.\u00a0Andererseits m\u00f6chten wir zudem eine dezidiert fachwissenschaftliche Perspektive auf Digital Humanities entwerfen: Aus der Perspektive der Geschichtswissenschaften. Wir m\u00f6chten daher auch zeigen, wie wir uns &#8211; ohne Informatiker und Informatikerinnen zu sein oder \u00fcberhaupt zu den &#8222;digital born&#8220; zu geh\u00f6ren &#8211; das Digitale erobern. Wir m\u00f6chten daher nicht nur schlaglichtartig benennen, was es gibt. Wir m\u00f6chten vor allem zeigen, welche Schwierigkeiten treten bei der Nutzung auf und wie haben wir\u00a0sie \u00fcberwunden! Wir m\u00f6chten kommentieren, was uns bei der Beantwortung historischer Fragestellungen weitergebracht hat und was eben vielleicht auch nicht!<\/p>\n<p>Die Herausgeber des Blogs,<br \/>\nRobert Nasarek, Anne Purschwitz und Katrin Moeller<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Digital Humanities &#8211; fr\u00fcher hie\u00df das mal &#8222;Neue Medien&#8220;, noch fr\u00fcher &#8222;elektronische Verarbeitung&#8220; und davor vermutlich &#8222;quantitative Methoden&#8220;. 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