{"id":23,"date":"2024-12-10T08:50:16","date_gmt":"2024-12-10T07:50:16","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/survival\/?p=23"},"modified":"2024-12-10T08:54:29","modified_gmt":"2024-12-10T07:54:29","slug":"arbeit-waehrend-des-studiums-auch-studierende-muessen-steuern-bezahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/survival\/arbeit-waehrend-des-studiums-auch-studierende-muessen-steuern-bezahlen\/","title":{"rendered":"Arbeit w\u00e4hrend des Studiums: Auch Studierende m\u00fcssen Steuern bezahlen"},"content":{"rendered":"<p>Das war eine meiner bittersten Erkenntnisse w\u00e4hrend meines Studiums: Steuern zahlen. Ich dachte immer, dass ein Studenten-Nebenjob irgendwie anders behandelt wird. Aber nein: Viele Studenten m\u00fcssen ja Geld verdienen, um das Studium finanzieren zu k\u00f6nnen. Studentenjobs gibt es viele. Demnach k\u00f6nnen Studierende regelm\u00e4\u00dfig oder in den Semesterferien einer Arbeit nachgehen. Allerdings spielen in diesem Zusammenhang auch f\u00fcr uns Studierende Steuern eine gro\u00dfe Rolle. Wie alle anderen Arbeitnehmer m\u00fcssen auch wir Steuern abf\u00fchren und eine Steuererkl\u00e4rung einreichen. Dennoch gibt es einige Unterschiede, die es zu beherzigen gilt.<\/p>\n<p>Und da ich gerade sowieso Zahlen nachschlagen musste, will ich sie hier gleich mal sammeln und fixieren:<\/p>\n<h2><b>Was sollten Studenten hinsichtlich Steuern beachten?<\/b><\/h2>\n<p>Das Leben ist teuer &#8211; <a href=\"https:\/\/www.studierendenwerke.de\/uebersicht-der-entlastungen-fuer-studierende\" class=\"broken_link\">auch f\u00fcr Studierende<\/a>. Nicht nur <a href=\"https:\/\/studienwahl.de\/finanzielles\/was-kostet-ein-studium\">Studiengeb\u00fchren<\/a>, auch das WG-Zimmer und <a href=\"https:\/\/studieren.de\/studium-lebenshaltung.0.html\">Lebensmittel m\u00fcssen bezahlt werden<\/a>. Um sich das Studium und alle Ausgaben, die dazu geh\u00f6ren, leisten zu k\u00f6nnen, gehen die meisten Studenten einer Arbeit nach. Nat\u00fcrlich darf jeder Student so viel arbeiten, wie er kann und m\u00f6chte. Allerdings sind nicht alle Zuverdienste steuer- und sozialversicherungsfrei. Hier gilt es, ein paar Richtlinien zu beachten. Wer sich unsicher ist, informiert sich am besten bei einem <a href=\"https:\/\/trustlocal.de\/deutschland\/steuerberater\/\">Steuerberater in der N\u00e4he<\/a>, um steuertechnisch auf der sicheren Seite zu sein.<\/p>\n<h3><b>Minijobs<\/b><\/h3>\n<p>Studenten, die einem Minijob nachgehen und monatlich nicht mehr als 538 Euro verdienen (Stand 2024), m\u00fcssen sich nicht um die Steuern k\u00fcmmern. Zwar f\u00e4llt eine Lohnsteuer in H\u00f6he von rund zwei Prozent des Einkommens an, doch diese entrichtet in der Regel der Arbeitgeber und f\u00fchrt die Pauschale an das Finanzamt ab. Sozialabgaben werden hingegen an die Minijobzentrale \u00fcberwiesen. Bei weiteren Minijobs fallen Sozialabgaben an. Das Gesetz sieht jedoch einen \u00dcbergangsbereich f\u00fcr Studenten vor, der sich zwischen 538,01 Euro und 2.000 Euro bewegt. Die Zuverdienste sind versicherungspflichtig, umfassen jedoch nur einen reduzierten Sozialversicherungsumfang. Somit zahlen Studenten zwar Steuern, jedoch nur einen Bruchteil, der \u00fcblich ist. Wir haben also Welpenschutz.<\/p>\n<p><b>Hinweis:<\/b> Studenten, die an die Zukunft denken, k\u00f6nnen laut Deutscher Rentenversicherung bis 3,6 Prozent ihres Einkommens f\u00fcr die Rente einzahlen lassen. Weitere Beitr\u00e4ge bezahlt ebenso der Arbeitgeber. Eine Befreiung davon ist m\u00f6glich. Hierf\u00fcr reicht ein formloser Antrag bei der Minijob-Zentrale aus.<\/p>\n<h3><b>Werkstudentenjobs<\/b><\/h3>\n<p>Wer als <a href=\"https:\/\/www.arbeitsagentur.de\/bildung\/studium\/jobben-neben-dem-studium\">Student fest angestellt<\/a> ist, muss &#8211; wie jeder andere Arbeitnehmer auch &#8211; Steuern zahlen. Dazu z\u00e4hlen neben Kranken- und Pflege- auch Renten- und Arbeitslosenversicherung. Dabei ist zwischen einem normalen Arbeitsvertrag und einem Werkstudentenvertrag zu unterscheiden. Letzterer kommt zustande, wenn Studenten f\u00fcr die Arbeit weniger als 20 Stunden in der Woche aufwenden. In diesem Rahmen k\u00f6nnen Studenten von dem sogenannten Werkstudentenprivileg profitieren. Dieser sieht vor, dass Studenten von den Sozialversicherungen befreit werden, weil die Zeit weniger f\u00fcr die Arbeit, sondern vermehrt f\u00fcr das Studium genutzt wird. Lediglich Betr\u00e4ge f\u00fcr die Rentenversicherung und studentische Kranken- und Pflegeversicherung fallen an.<\/p>\n<h2><b>Pflichtpraktikum<\/b><\/h2>\n<p>F\u00fcr viele Studieng\u00e4nge ist das Absolvieren von Praktika vorgeschrieben. Studenten, die diesen Pflichtpraktika nachgehen, sind unabh\u00e4ngig von der Entgelth\u00f6he von Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherungsbeitr\u00e4gen befreit. Auch f\u00fcr die Rentenversicherung gibt es eine Befreiung der Versicherungspflicht. Steuern fallen hingegen an, wenn der Grundfreibetrag in H\u00f6he von 11.784 Euro pro Jahr \u00fcberschritten wird.<\/p>\n<p><b>Tipp:<\/b> Die Einnahmen durch BAf\u00f6G oder andere \u00f6ffentliche Mittel, z.B. durch ein Stipendium, sind steuerfrei. Kommt hingegen Geld durch Arbeit hinzu, sind steuerliche Abgaben nicht selten.<\/p>\n<p>Studenten, die viel arbeiten und somit Einnahmen generieren, erhalten zudem weniger Unterst\u00fctzung vom Staat. Wer sich dieser Tatsache bewusst ist, kann sorgenfrei einer Arbeit neben dem Studium nachgehen und sich alle Semester finanzieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das war eine meiner bittersten Erkenntnisse w\u00e4hrend meines Studiums: Steuern zahlen. Ich dachte immer, dass ein Studenten-Nebenjob irgendwie anders behandelt wird. Aber nein: Viele Studenten m\u00fcssen ja Geld verdienen, um das Studium finanzieren zu k\u00f6nnen. Studentenjobs gibt es viele. Demnach k\u00f6nnen Studierende regelm\u00e4\u00dfig oder in den Semesterferien einer Arbeit nachgehen. Allerdings spielen in diesem Zusammenhang [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6194,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/survival\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/survival\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/survival\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/survival\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6194"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/survival\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/survival\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/survival\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23\/revisions\/26"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/survival\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/survival\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/survival\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}