RSS-Feed abonnieren

Passwort vergessen?

v Anmelden

3. Feb 2019

Survival-Strategien für’s Studium: Drogen, Dozenten und Durchhalten?

Verfasst von

studentin_studium_bibo

Die Martin-Luther-Universität ist meine alma mater. An ihr habe ich studiert und Bachelor sowie Master in Regelstudienzeit abgeschlossen. Parallel dazu habe ich mich mit meiner Agentur Schrift-Architekt.de selbständig gemacht (falls ihr mal Social Media Beratung in Halle braucht, wisst ihr, wen ihr erreicht!), mit DER SEMINAR eine KMU-Akademie für Unternehmen für gegründet und bin jetzt hauptberuflich selbständig. Hier will ich über diese Zeit berichten. Nachhören könnt ihr das auch in verschiedenen Folgen der Onlinegeister, unserem Radio-Podcast.

Alles in Regelstudienzeit?

War bei mir Druck? Ja, war er. Aber es war kein Druck, der von außen kam. Ich habe mir selbst Druck gemacht. Positiven Druck.

Was ist der Unterschied zwischen positiven und negativem Druck? Negativer Druck ist destruktiv. Das sind Fragen wie:

Bin ich gut genug zu studieren? Was passiert, wenn ich diese Prüfung verhaue? Ich werde mittellos auf der Straße landen!

Positiver Druck ist:

Ich habe diese einmalige Chance zu studieren! Wenn ich das schaffe, habe ich noch Zeit für das Festival! Ich habe jahrelang an den Weihnachtsmann geglaubt, dann werde ich das doch eine Stunde in der Prüfung an mich können!

Regelstudienzeit ist übrigens nur eine Empfehlung, keine Pflicht. Falls ihr BAföG bezieht, sieht die Situation zwar etwas anders aus, aber auch hier könnt ihr bspw. über studentisches Engagement wie Mitgliedschaft in Gremien einiges ausbessern und euch längere Zeiten holen.

Drogen: Wie viele nehmen aufputschende Mittel?

Ich kann nur für mich sprechen: Am häufigsten habe ich Schlaf und Tee zu mir genommen. Gelegentlich Kaffee. Immer noch die besten Drogen. Bestimmte Sorten Tee verbessern Leistungsfähigkeit, Konzentration und sind außerdem gesund. Es gibt viele gute Teesorten (u.a. hier zu finden), meine Favoriten kurz im Überblick:

Absteigend nach Fermentationszeit: Schwarzer Tee, Oolong, Grüner Tee, Weißer Tee. Alle sind gesund: Schwarzer Tee ist der beste Kaffee-Ersatz, denn er besitzt viel Koffein und kann heiß gebraut werden (100 °C). Oolong-Tee ist eine spezielle chinesische Mischung und weißt einen hohen Polyphenolen-Gehalte auf, der antioxidierend und damit gesundheitsfördernd wirken soll. Oolong-Tee ist ein Hybrid zwischen Schwarzen und Grünem Tee (empfohlene Brühtemperatur: 80-90 °C).Grüner Tee besitzt weniger Koffein als schwarzer Tee, soll aber eine anregende Wirkung auf den Stoffwechsel haben. Grüner Tee sollte nicht zu lang ziehen und etwas kühler sein (Brühtemperatur 80 °C). Weißer Tee ist mein persönlicher Favorit. Dadurch dass er äußerst schonend geerntet und behandelt (und damit kaum fermentiert ist) entsteht sein extrem milder und sanfter Geschmack. Ähnlich wie bei Oolong-Tee ist auch in Weißem Tee viel Polyphenolen enthalten, wirkt also ebenfalls gesundheitsfördernd. Weißer Tee sollte „kühl“ gebrüht werden (60 °C).

Dazu kommt noch der Moment des Brühens. Nehmt euch dafür wirklich etwas Zeit und zelebriert das Teebrühen als kleine Auszeit vom Alltag, als meditativen Prozess. Das dauert keine fünf Minuten und danach fühlt ihr euch auch im Kopf etwas besser!

Das sind meine „natürlichen Drogen“. Alle anderen kann ich selbst nicht empfehlen. Leistungssteigernd sind die wenigsten, am ehesten schützen sie vor bereits vorhandenen Problemen. Und wenn ihr unbedingt was nehmen möchtet, dann bitte ich drum: Nehmt organische Mittel. Das hat nichts mit Öko zu tun, aber sowas wie CBD-Öle (u.a. hier zu finden) sind zumindest nicht schädlich für euch. CBD bzw. Cannabidiol kommt vor allem im landwirtschaftlich hergestellten Faserhanf vor und hat keine psychischen Wirkungen, aber soll sehr vielfältige Wirkmechanismen zeigen. CBD-Öl soll antioxidativ wirken, die Signalgebung von Adenosin im Körper verstärken und schmerzlindernd wirken. Ein Rausch bleibt aber aus. Es benebelt euch also nicht, sondern hilft im Bestfall bei der Konzentration und aktuellen Leistung.

Dozenten und Profs: Sie sind keine Pädagogen, aber können helfen

Lehrer sind Pädagogen, Dozenten im Bestfall Andragogen. Pädagogik beschäftigt sich mit der kindlichen Bildung, aber im Studium sind wir in der Regel erwachsen. Andragogische Methoden sind weniger spielorientiert (was ich nicht verstehen kann) und weniger verschult (was ich gut finde). Ein idealer Dozent ist ein Fachidiot, der bzw. die offen ist für euren Input. Ein idealer Student ist ein Universaldilettant, der bzw. die zum Fachidioten werden will und nach Mentoren sucht.

Geht aktiv auf eure Dozenten zu. Im Bestfall helfen sie euch weiter. Wenn ihr merkt, dass sie es nicht können oder wollen sind es

  1. die falschen Dozenten für euch oder sie sind
  2. einfach ungeeignet für den Dozentenjob

und ihr solltet sie meiden. Wenn sie euch helfen können dann

  1. fragt konkret und mit einem Ziel (das ist für beide Seiten besser) und
  2. seid ehrlich.

Wenn ihr auch mal Dozent werden wollt, dann teilt das mit. Wenn der Dozent nur als Unterschriftengeber für ein Projekt da ist, teilt ihm bzw. ihr das auch mit. Offenheit und Ehrlichkeit sind wichtig. Versucht ein ehrliches Verhältnis auf Augenhöhe zu führen. Ein guter Dozent bzw. eine gute Dozentin wird sich von euch nicht eingeschüchtert fühlen und euer Engagement fördern. Und ihr solltet Dozenten oder Professoren nicht als Halbgötter betrachten. Häufig haben sie nur von ihrem Fachgebiet eine Ahnung. Sie sind die Spezialisten in einem Fach, nicht mehr und nicht weniger.

Durchhalten: Setz dir Ziele!

Am wichtigsten für die gesamte studentische Karriere! Ziele setzen, Etappen markieren und diese dann auch feiern. Das geht gern unter, vor allem in der deutschen Kultur. Ein perfektes Klausurergebnis zu bekommen, sollte gefeiert werden.

Ich kann nur empfehlen, dass ihr regelmäßig mit Dozenten oder dem Career Center sprecht. Ich habe das damals jedes Semester getan und es hat mir extrem geholfen. Grüßt Tino von mir!

17 Vorteile, warum sich Studenten selbstständig machen sollten | von Christian Allner

Das deutsche Lehrsystem wird gern kritisiert. Auch bekannte Internet-Unternehmer wie Gary Vaynerchuk (Vayner Media) oder Marcus Meurer (DNX-Konferenzen) kritisieren das starre Lehrsystem, denn die Hochschulen und Universitäten würden ihre Studenten kaum auf den wirklichen Alltag vorbereiten. Doch stimmt das wirklich? Viele Studiengänge bereiten Sie sogar hervorragend auf das Berufsleben vor – sogar auf eine Selbständigkeit.

Schlusstipp: Macht euch eine Liste, aber verliert euch nicht darin. Sucht keine Extreme, macht euch nicht irre, aber lasst es auch nicht schleifen! Sucht den mittleren Weg im Studium, zwischen asketischem Bücher wälzen und hedonistischem Partys feiern. Diese Zeit kommt nie wieder – nutzt sie, um voranzukommen, aber nutzt sie auch, um Spaß zu haben und Freunde zu finden!