Trauma

Was ist ein Trauma?

Jenseits komplizierter wissenschaftlicher Definitionen lässt sich das Erleben eines Traumas folgendermaßen beschreiben

„………..wie im freien Fall….“

„……….es war als ob mir der Boden unter den Füßen weggerissen wurde…“

„………..es hat mich total umgehauen…..“

„………..danach war nichts mehr wie vorher…“

Ein Trauma ist ein überwältigendes „Stress-Ereignis“, welches so massiv ist, dass es gewöhnliche Verarbeitungsmechanismen überfordert.

Heilt ein Trauma von alleine aus?

Das ist unterschiedlich. Untersuchungen geben hier unterschiedliche Zahlen an, man kann davon ausgehen, dass ein Trauma in ca. 40 % der Fälle von alleine, bzw. mit Unterstützung des sozialen Umfeldes ausheilt. Dann bestehen nur zu Beginn Anzeichen von Stress, die dann aber allmählich nachlassen.

In knapp der Hälfte der Fälle entsteht jedoch eine Traumafolgeerkrankung, welche den Alltag beeinträchtigt und für die eine Behandlung sinnvoll ist.

Was sind das für Ereignisse, die ein Trauma hervorrufen?

Die häufigsten Traumaursachen sind körperliche und sexuelle sowie psychische Gewalt, Krieg, Folter, Flucht, Unfälle, lebensbedrohliche Erkrankungen. Aber auch Mobbing oder der Tod naher Bezugspersonen und Trennungen können unter bestimmten Umständen ein traumatisches Erlebnis sein.

Mit welchen Stressfolgen muss ich nach einem Trauma rechnen?

Die typischen direkten Folgen sind oft,Anspannung, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Unruhe sowie eine Tendenz, immer wieder an das Trauma und Szenen aus dem Trauma zu denken. Dies ist in der ersten Zeit nach einem traumatischen Ereignis normal, von einer Traumfolgestörung spricht man erst, wenn die Stresssymptome mehrere Wochen anhalten bzw. noch andere dazukommen.

Woran erkenne ich , dass sich eine Traumafolgeerkrankung entwickelt hat?

Wenn sich auch nach mehreren Wochen noch ständig quälende Erinnerungen an das Trauma „aufdrängen“, in Bildern oder Szenen, die sich anfühlen, als ob das Trauma ständig wieder stattfindet, wenn die Reizbarkeit in eine dauerhafte „Schreckhaftigkeit“ und „Alarmstimmung“ übergeht und wenn die Stimmung zunehmend bedrückt wird und man sich niedergeschlagen fühlt, sind das Hinweise auf das Vorliegen auf eine Traumafolgestörung. Zusätzlich kann es passieren, dass man sich „dumpf“ fühlt bzw. kaum fühlen kann oder auch zeitweise wie „abgeschaltet“ ist.