Nachwuchswissenschaftler in der Strahlentherapie erhält Graduierten-Stipendium über 8.000 Euro

Dekan Prof. Dr. Michael Gekle, Stipendiat Dr. Christian Ostheimer und Prodekan für Nachwuchsförderung, Prof. Dr. Michael Bucher
Foto: Zentrale Fotostelle UKH

Der Nachwuchswissenschaftler Dr. med. Christian Ostheimer hat ein mit 8.000 Euro dotiertes, einjähriges Graduiertenstipendium der „Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung“ erhalten. Die Urkunde dazu wurde dem Assistenzarzt an der Universitäts- und Poliklinik für Strahlenmedizin des Universitätsklinikums Halle (Saale) während der feierlichen Doktorandenverabschiedung im Löwengebäude der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) übergeben.

Ostheimer hat an der MLU Humanmedizin studiert. Seine Promotion auf dem Gebiet der Sauerstoffversorgung maligner Tumore in der Strahlentherapie schloss er mit dem Prädikat „summa cum laude“ ab. Seit April 2016 forscht Ostheimer in Halle im Rahmen des „Clinical Scientist Programms“ der Medizinischen Fakultät in seiner Habiltationsarbeit im Bereich der translationalen Radioonkologie zum Thema „Kombination von Radiotherapie und Immuntherapie“.

Derzeit absolviert der Arzt einen Forschungsaufenthalt am englischen „Oxford Institute of Radiation Oncology“. Dort untersucht er zellulaere Mechanismen der Tumorhypoxie in der Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Ester Hammond und wird die letzte Phase seiner Habilitation abschließen.

Neben der klinischen und experimentellen Forschung ist Ostheimer sehr engagiert im akademischen Bereich, u.a. ist er Sprecher der Nachwuchsgruppe der deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) und Vertreter der deutschen Nachwuchsradioonkologen in der „European Organisation for Research and Treatment of Cancer“ (EORTC). Seine Publikationsleistung vbeträgt aktuell 15 Artikel in nationalen beziehungsweise internationalen wissenschaftlichen Fachjournalen als Erst- bzw. Co-Autor. „Das Stipendium wird nun in meine Forschungsarbeit einfließen“, sagt Ostheimer.

Das Stipendium diene als Instrument der Leistungsanerkennung und Motivationssteigerung des wissenschaftlichen Nachwuchses, heißt es seitens der geldgebenden Stiftung. Es richte sich an jüngere Forscher, die noch am
Anfang ihrer wissenschaftlichen Karriere stehen, aber bereits durch herausragende
Leistungen auf sich aufmerksam gemacht haben.

Dr. Christian Ostheimer ist der zweite Stipendiat der Stiftung an der Medizinischen Fakultät Halle, im kommenden Jahr wird noch eine dritte Nachwuchswissenschaftlerin oder ein Nachwuchswissenschaftler in den Genuss der Förderung kommen, heißt es aus dem Prodekant für Nachwuchsförderung der Medizinischen Fakultät. Damit zählt die hallesche Fakultät zu den fünf von der Stiftung ausgewählten, die drei Jahre in Folge das einjährige Stipendium vergeben können.

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