{"id":124,"date":"2023-02-02T00:37:29","date_gmt":"2023-02-01T23:37:29","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/volkspark\/?p=124"},"modified":"2023-03-31T18:05:19","modified_gmt":"2023-03-31T16:05:19","slug":"vom-roten-volkspark-zum-reichshof-die-nationalsozialistische-neutralisation-des-zentrums-des-linken-politischen-lagers-in-halle-1933-1934","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/volkspark\/2023\/02\/vom-roten-volkspark-zum-reichshof-die-nationalsozialistische-neutralisation-des-zentrums-des-linken-politischen-lagers-in-halle-1933-1934\/","title":{"rendered":"Vom \u00bbroten Volkspark\u00ab zum \u00bbbraunen Reichshof\u00ab \u2013 Die Ausschaltung des linken Zentrums Halles 1933\/1934"},"content":{"rendered":"\n<p>Der hallesche Volkspark galt, \u00e4hnlich wie andere Volks- und Gewerkschaftsh\u00e4user in Deutschland, w\u00e4hrend Kaiserreich und Weimarer Republik als lokales Zentrum des linken politischen Lagers. Der Volkspark in Halle besa\u00df jedoch im Vergleich zus\u00e4tzliche Symbolkraft, da hier 1920 der Zusammenschluss des linken Fl\u00fcgels der USPD mit der KPD erfolgt war. Es ist daher nicht verwunderlich, dass dieser Knotenpunkt des politischen Gegners mit der Macht\u00fcbertragung an die Nationalsozialisten vom 30. Januar 1933 in den Fokus der neuen Machthaber r\u00fcckte.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Februar 1933 war es den linken Parteien noch m\u00f6glich, im Volkspark sowohl Wahlkampfveranstaltungen als auch eine nicht\u00f6ffentliche Versammlung mit dem Ziel der Bildung einer Einheitsfront abzuhalten. Die staatliche Repression war jedoch allgegenw\u00e4rtig. In der Nacht des Reichstagsbrandes vom 27. auf den 28. Februar durchsuchte die Polizei den Volkspark und beschlagnahmte zahlreiche Schriften. Die Situation versch\u00e4rfte sich weiter, als am 28. Februar die Reichstagsbrandverordnung \u00bbzum Schutz von Volk und Staat\u00ab erlassen wurde und somit die rechte Gewalt einen legalen Rahmen erhielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Opposition gegen\u00fcber den neuen Machthabern blieb trotzdem zun\u00e4chst noch sichtbar. Bei der Reichstagswahl vom 5. M\u00e4rz 1933 in Halle stimmte ein Drittel der W\u00e4hlenden f\u00fcr KPD (22,2 Prozent) oder SPD (11,6 Prozent).\u00a0 Eine Woche sp\u00e4ter, am 12. M\u00e4rz 1933, beteiligten sich nur 65 Prozent der halleschen Wahlberechtigten an der Neuwahl des Stadtrates, auch hierin kann man eine fortbestehende Ablehnung des neuen Regimes in einem Teil der Bev\u00f6lkerung sehen. Und selbst unter diesen Bedingungen verfehlte die NSDAP im Stadtrat eine absolute Mehrheit. Erst der Ausschluss der linken Abgeordneten, die Selbstaufl\u00f6sung der liberalen und der katholischen Zentrumspartei sowie der Beitritt der Deutschnationalen zur NSDAP-Fraktion sorgten bis Juli 1933 daf\u00fcr, dass im halleschen Stadtrat nur noch Nationalsozialisten sa\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im gleichen Zeitraum enteignete das NS-Regime reichsweit die Verm\u00f6gen der linken Parteien, der Gewerkschaften und des \u00bbReichsbanners Schwarz-Rot-Gold\u00ab. Mit einem Gesetz vom 14. Juli gingen sie auf den Preu\u00dfischen Staat bzw. die nicht-preu\u00dfischen Landesbeh\u00f6rden \u00fcber. Die Grundst\u00fccke wurden in den meisten F\u00e4llen im Grundbuch auf den Namen des Reiches umgeschrieben. Dies betraf auch die von der Arbeiterbewegung in vielen St\u00e4dten errichteten Volksh\u00e4user, die den neuen Herrschern in besonderer Weise ein Dorn im Auge waren \u2013 standen sie doch f\u00fcr das k\u00e4mpferische Einfordern \u00f6konomischer und politische Rechte, w\u00e4hrend die Nationalsozialisten die\u00a0 Idee einer uniformen \u00bbWir-Volksgemeinschaft\u00ab vertraten, die das \u00bb\u2018Ich\u2018 aus ihrem Denken ausgel\u00f6scht hat\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 16. September 1933 berichtete eine Zeitung, dass der fr\u00fchere \u00bbVolkspark\u00ab am 1. Oktober zum \u00bbReichshof\u00ab werde und der fr\u00fchere Direktor des Hotels \u00bbGoldene Engel\u00ab vom Preu\u00dfischen Innenministerium beauftragt sei, dessen Leitung zu \u00fcbernehmen. So hei\u00dft es in einer sp\u00e4teren Ausgabe:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>\u00bbDie stattlichen Volksparkgeb\u00e4ude wie das ganze Grundst\u00fcck aber gingen in das Verm\u00f6gen des Reiches \u00fcber, und das Reich verpachtete es nun an Herrn Teutschbein, einem kernechten, deutschen Fachmann, dem nun die gro\u00dfe Aufgabe zuf\u00e4llt, aus dem neuen \u201aReichshof\u2018 eine Mustergastst\u00e4tte zu machen.\u00ab<\/p><cite>Aus der Saale-Zeitung vom 15. November 1933<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>In einer zwei Tage sp\u00e4ter erschienenen Ausgabe wird davon gesprochen, dass der ehemalige Ort des Klassenkampfes zu einem Ort der Vers\u00f6hnung gestempelt werde. In einer weiteren Ausgabe vom 14. Oktober ist von einer Transformation \u00bbvom roten \u201aVolkspark\u2018 zum \u201aReichshof\u2018\u00ab die Rede, die zugleich die Eroberung des mitteldeutschen Industriereviers durch die SPD symbolisiere:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>\u00bbUnd es ist kein blo\u00dfer Zufall, da\u00df der hallische \u201aVolkspark\u2018, diese Versammlungsst\u00e4tte in der seit Jahrzehnten der Marxismus zu Hause war, nun im neuen Deutschland zum \u201aReichshof\u2018 geworden ist, und da\u00df den neuen Namen eine \u201aDeutsche Woche\u2018 erstmalig in die \u00d6ffentlichkeit hinaustr\u00e4gt. [\u2026] denn hier wurde vor nunmehr genau 13 Jahren durch die Drahtzieher Moskaus die KPD, unseligen Angedenkens gegr\u00fcndet! [\u2026] Halle, das rote Herz Mitteldeutschlands von ehedem, ist nun zur Hochburg des Nationalsozialismus geworden, und zum \u00e4u\u00dferen Zeichen dessen ward aus dem Blut Verf\u00fchrter besudelten \u201aVolkspark\u2018 ein \u201aReichshof\u2018.\u00ab<\/p><cite>Aus der Saale-Zeitung vom 14. Oktober 1933<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>An jenem 14. Oktober 1933 fand die Er\u00f6ffnung der Ausstellung \u00bbDeutsche Woche\u00ab unter dem Leitspruch \u00bbDeutsch, aber gut\u00ab im Reichshof statt. Die Ausstellung versuchte ihre Besucher von deutschen Produkten, deutscher Technik, Lebensart und Landschaft zu \u00fcberzeugen. Es sollte ein Gef\u00fchl der Aufbruchsstimmung und Sicherheit in Deutschland und dessen \u00bbVolksgemeinschaft\u00ab vermittelt werden. Zu diesem Zweck wurde der Hauptsaal zum Zentrum der Ausstellung mit einer den ganzen Saal beanspruchenden Darstellung der mitteldeutschen Landschaft, die bescheiden als \u00bbSchau des wirtschaftlichen und verkehrstechnischen Aufbaues Mitteldeutschlands\u00ab betitelt wurde. Die ehemalige Turnhalle beherbergte eine Gemeinschaftsausstellung von Handel und mitteldeutscher Industrie. Im Speiseraum des Hauptgeb\u00e4udes wurde \u00bbzukunftsweisend\u00ab f\u00fcr einen geringen Preis eine ausgiebige Mahlzeit angeboten. Ferner gab es einen Ausstellungsraum zu Landwirtschaft und Handwerk sowie einen f\u00fcr Frauenverb\u00e4nde und den Bund Deutscher M\u00e4del (BDM), die pr\u00e4sentierten, wie Arbeit rationell gestaltet werden k\u00f6nne, damit Frauen mehr Zeit der Familie widmen k\u00f6nnten. In einer Ehrenhalle hingen ein Portr\u00e4t Hitlers und ein gro\u00dfes Hakenkreuz, das per Scheinwerfer angestrahlt wurde. Zeitgleich zur Ausstellung wurde am 14. und 15. Oktober 1933 der sogenannte erste gro\u00dfe Appell des Gaues Halle-Merseburg der NSDAP in Halle durchgef\u00fchrt, bei dem 60.000 Menschen angetreten sein sollen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/volkspark\/files\/2023\/02\/Reichshof-Veranstaltung-1024x701.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-162\" width=\"338\" height=\"231\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/volkspark\/files\/2023\/02\/Reichshof-Veranstaltung-1024x701.jpeg 1024w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/volkspark\/files\/2023\/02\/Reichshof-Veranstaltung-300x206.jpeg 300w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/volkspark\/files\/2023\/02\/Reichshof-Veranstaltung-768x526.jpeg 768w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/volkspark\/files\/2023\/02\/Reichshof-Veranstaltung.jpeg 1200w\" sizes=\"(max-width: 338px) 100vw, 338px\" \/><figcaption>Veranstaltung im gro\u00dfen Saal des \u00bbReichshofs\u00ab<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Reichshof wurden nachfolgend eine Vielzahl von Veranstaltungen abgehalten, mit denen die Nationalsozialisten dem Ort ihren Stempel aufzudr\u00fccken versuchten. So sprach Anfang Dezember 1933 die \u00bbF\u00fchrerin des Reichsm\u00fctterdienstes\u00ab zu 1.200 Frauen, anl\u00e4sslich des 25-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der \u00bbEvangelischen Frauenhilfe\u00ab. Der \u00bbNationalsozialistische Lehrerbund\u00ab (NSLB) f\u00fchrte ebenfalls im Dezember 1933 eine Buchausstellung zum Begriff Rasse durch und unter dem Motto \u00bbGutes f\u00f6rdern \u2013 Krankes ausmerzen\u00ab einen rassenbiologischen Lehrgang, an dem 1.200 Lehrer aus dem Gau Halle-Merseburg teilnahmen. Die Gleichschaltungen und Zwangsvereinigungen betrafen auch Ch\u00f6re, die bis dahin f\u00fcr die Arbeiterkulturen von hohem Stellenwert gewesen waren. So wurden am 13. Dezember 300 S\u00e4nger und S\u00e4ngerinnen verschiedener Vereine im \u00bbDeutschen Volkschor\u00ab vereinigt, darunter jene des\u00a0 \u00bbArbeiter-S\u00e4ngerchors Halle\u00ab, der in Kaiserreich und Weimarer Republik die linke Arbeiterkultur durch Konzerte im Volkspark mitgestaltet hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1934 folgten im \u00bbReichshof\u00ab mehrere gr\u00f6\u00dfere Veranstaltungen, die einen Massencharakter aufwiesen. Mitte M\u00e4rz sprach der \u00bbReichsjugendf\u00fchrer\u00ab Baldur von Schirach im Reichshof zur versammelten Hitlerjugend \u00fcber die \u00bbneue deutsche Staatsjugend\u00ab. Die von Schirach propagierte Gleichschaltung der Jugendlichen zeigt sich exemplarisch\u00a0 in seiner \u00c4u\u00dferung, \u00bb[\u2026] hier sei eine Generation aufgestanden, die bedingungslos \u201aWir\u2018 sagt und das \u201aIch\u2018 aus ihrem Denken ausgel\u00f6scht hat.\u00ab Die HJ-Gebietsleitung organisierte ihre Veranstaltungen aus der ehemaligen Lehmannschen Villa heraus, die noch heute gegen\u00fcber dem Volkspark steht. Am 20. April 1934, zum Geburtstag des \u00bbF\u00fchrers\u00ab, sprach Robert Ley, der Chef der NS-Scheingewerkschaft DAF (Deutsche Arbeitsfront) nach einleitender Marschmusik der 26. SS.-Standarte im Reichshof. Leys Rede behandelte \u00bb[\u2026] grunds\u00e4tzliche Ausf\u00fchrungen \u00fcber die Ethik der Arbeit und \u00fcber das vom nationalsozialistischen Staat angestrebte Vertrauensverh\u00e4ltnis zwischen Betriebsf\u00fchrung und Gefolgschaft\u00ab. Der NS-Chefideologe Alfred Rosenberg sprach am 14. Oktober zum Thema \u00bbDie Umwertung der deutschen Geschichte\u00ab und postulierte: \u00bbDie Weltgeschichte mu\u00df neu geschrieben werden!\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/volkspark\/files\/2023\/02\/Baldur-von-Schirach.jpg\" alt=\"\" width=\"237\" height=\"341\" \/><figcaption>\u00bbReichsjugendf\u00fchrer\u00ab Baldur von Schirach<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/volkspark\/files\/2023\/02\/Bundesarchiv_Bild_146-1969-067-10_Alfred_Rosenberg.jpg\" alt=\"\" width=\"237\" height=\"315\" \/><figcaption>Alfred Rosenberg, oft als \u00bbNS-Chefideologe\u00ab bezeichnet<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/volkspark\/files\/2023\/02\/robert-ley-1933-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-128\" width=\"243\" height=\"323\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/volkspark\/files\/2023\/02\/robert-ley-1933-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/volkspark\/files\/2023\/02\/robert-ley-1933-225x300.jpg 225w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/volkspark\/files\/2023\/02\/robert-ley-1933-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/volkspark\/files\/2023\/02\/robert-ley-1933.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 243px) 100vw, 243px\" \/><figcaption>DAF-Leiter Robert Ley<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Doch auch im Jahr 1934 ist noch erkennbar, dass ein relevanter Teil der halleschen Bev\u00f6lkerung in Opposition zum NS-Regime stand. Bei einer Volksabstimmung vom 19. August, die nach dem Tod Hindenburgs die Allmacht Adolf Hitlers als Staatsoberhaupt, Reichskanzler und Oberbefehlshaber der Armee absegnen sollte, verweigerten sich noch 25.956 oder 17,5 Prozent der Wahlberechtigten den Nationalsozialisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Reichshof wurde bis zur Einnahme Halles durch die Alliierten im Jahr 1945 weiterhin f\u00fcr alle Arten von Veranstaltungen verwendet, er diente aber auch als Musterungsstelle f\u00fcr Rekruten oder zur Unterbringung von Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen. Eine wirkliche Konzeption f\u00fcr seine Gesamtnutzung gab es nicht, daher wurde aus der Burg des Sozialismus nie eine Burg des Nationalsozialismus. Zwar versuchte die DAF zu Beginn der NS-Herrschaft auf Reichsebene\u00a0 einen NS-Typ von Gemeinschaftsbauten zu entwickeln, um damit sowohl die sozialdemokratischen Volkshaus- Tradition\u00a0 zu\u00a0 beseitigen\u00a0 als\u00a0 auch\u00a0 den\u00a0 linksrevolution\u00e4ren\u00a0 Ideen\u00a0 der\u00a0 Avantgarde\u00a0 etwas entgegenzusetzen. Im Ergebnis solcher Pl\u00e4ne entstanden in einigen St\u00e4dten \u00bbH\u00e4user der Arbeit\u00ab als Symbole des NS-Staates und Ausdruck der Allgegenwart der Partei. In Halle aber betrieben die Machthaber den Volkspark aus pragmatischen Gr\u00fcnden als Dienst- und Versammlungsort weiter.\u00a0 Dabei war er nur eine von vielen Immobilien, die die Nationalsozialisten 1933 in Halle erbeutet hatten und f\u00fcr eigene Zwecke zu nutzen begannen. Auch das damalige Logenhaus der Freimaurer (heutiger Hauptstandort der Leopoldina) wurde z. B. nach deren Enteignung von der NSDAP-Gauleitung genutzt. Ferner verteilten sich die gro\u00dfen politischen Versammlungen w\u00e4hrend der NS-Herrschaft auf mehrere Orte in der Stadt, , so z. B. den Thalia-Saal oder den Kaiser-Wilhelm-Saal, wodurch ein vormals zentraler Punkt wie der Volkspark ebenfalls an Bedeutung verlor.<\/p>\n\n\n\n<p>Zusammenfassend l\u00e4sst sich festhalten, dass die Kombination aus massiver Repression, Enteignung des Volksparks, der Umnutzung als Reichshof mit NS-Inhalten und dezentralisierter Versammlungskultur w\u00e4hrend der NS-Herrschaft in Halle nicht nur dazu f\u00fchrte, dass dieser Ort als linkes Zentrum der Stadt ausgeschaltet wurde, sondern auch als Versammlungsort an sich immer weiter marginalisiert wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der hallesche Volkspark galt, \u00e4hnlich wie andere Volks- und Gewerkschaftsh\u00e4user in Deutschland, w\u00e4hrend Kaiserreich und Weimarer Republik als lokales Zentrum des linken politischen Lagers. 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