{"id":664,"date":"2025-04-04T10:24:52","date_gmt":"2025-04-04T08:24:52","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/waldecker\/?p=664"},"modified":"2025-04-04T10:24:53","modified_gmt":"2025-04-04T08:24:53","slug":"baseline","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/waldecker\/2025\/04\/baseline\/","title":{"rendered":"Baseline"},"content":{"rendered":"\n<p>Wie geht es Ihnen heute?<br>Gut? Mittelm\u00e4\u00dfig? Super? Eher schlecht?<br>Woher wissen Sie das?<br>Was sind die Parameter, an denen Sie das festmachen?<br>Oder wachen Sie einfach auf und wissen, wie es Ihnen geht?<br>Wo ist die Baseline, was ist der Ausgangswert, der eine mittelgute Stimmung definiert und von dem aus Sie Abweichungen nach oben und nach unten wahrnehmen?<br>Warum sind das vielleicht hilfreiche Fragen?<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Sie gut erkennen, wie es Ihnen geht, und wenn Sie mit Schwankungen im Energielevel, bei der Motivation und vielleicht auch der Produktivit\u00e4t gut umgehen k\u00f6nnen, dann brauchen Sie diese Fragen im Moment nicht. Denke ich. Aber in folgenden Situationen finde ich sie sinnvoll:<\/p>\n\n\n\n<ol><li>Sie haben Phasen von sehr hoher Motivation\/Energie\/Produktivit\u00e4t und entsprechende Tiefphasen, aber es gibt nicht so viel dazwischen. Wenn Sie nicht in einer ausgepr\u00e4gten Hochphase sind, f\u00fchlen Sie sich h\u00e4ufig schlecht. Vielleicht sogar richtig schlecht &#8211; unproduktiv, faul, nutzlos, inkompetent.<\/li><li>Sie f\u00fchlen Schwankungen im Bereich Motivation\/Energie\/Produktivit\u00e4t und sind die ganze Zeit damit besch\u00e4ftigt, das zu optimieren.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Bei 1. m\u00f6chte ich vorschlagen, die Extremphasen mal zu beobachten und zu gucken, ob es dazwischen wirklich nichts gibt oder ob Sie es nur nicht so deutlich wahrnehmen. Wann f\u00fchlen Sie sich gut, gesund, &#8222;normal&#8220;? Falls es zu einem inneren Dialog kommt, in dem Sie sich selbst faul und unproduktiv nennen &#8211; wann und wie passiert das? Kann es sein, dass Sie einfach nach einer intensiven Arbeitsphase eine Pause brauchen? Warum ist so eine Pause nicht ok? (Pausen sind f\u00fcr mich auch ein Thema, willkommen im Club.)<\/p>\n\n\n\n<p>Bei 2. finde ich interessant, wie diese Optimierung aussieht und ob Sie dabei allgemeinen Hinweisen folgen oder sich wirklich mit sich selbst und ihren individuellen Bed\u00fcrfnissen besch\u00e4ftigen. Denn manchmal folgen wir allgemeinen Hinweisen und wundern uns dann, dass sie bei uns nicht funktionieren (wir sind halt, normalerweise, als Individuum kein Durchschnittsmensch). Ausserdem kann Selbstoptimierung zwanghaft werden oder zumindest gro\u00dfen zus\u00e4tzlichen Stress verursachen, der dann wieder kontraproduktiv ist. Passiert ihnen das? Bei Themen wie Schlaf, Ern\u00e4hrung, Sport? Probieren Sie immer die neusten &#8222;5 Tipps f\u00fcr super Produktivit\u00e4t&#8220; aus?<\/p>\n\n\n\n<p>Wer hier ab und zu etwas von mir liest, wei\u00df, dass ich Zwischent\u00f6ne mag. Da ich selbst oft und intensiv in einem Zustand von Hyperfokus arbeite und gern mal im Kaninchentunnel verschwinde, verstehe ich, wenn man diesen Hochzustand f\u00fcr normal h\u00e4lt und denkt, dass man sich immer so f\u00fchlen sollte und immer so arbeiten k\u00f6nnen sollte. Genau so verstehe ich den Drang, sich besser verstehen zu wollen und Tipps auszuprobieren. Auch wenn die generisch klingen. Manchmal funktioniert doch etwas, oder es ergibt sich ein interessanter neuer Denkansto\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber meine Frage bleibt: Wo ist der Grundzustand, der Ausgangswert,<br>von dem aus wir die Schwankungen nach oben und unten wahrnehmen?<br>Und wie kann es uns gelingen, die Schwankungen mit weniger Bewertung<br>oder sogar Verurteilung wahrzunehmen?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie geht es Ihnen heute?Gut? Mittelm\u00e4\u00dfig? Super? 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