{"id":15,"date":"2026-05-21T11:42:41","date_gmt":"2026-05-21T09:42:41","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/weimarerbeitraege\/?page_id=15"},"modified":"2026-05-21T11:49:04","modified_gmt":"2026-05-21T09:49:04","slug":"ueber-die-weimarer-beitraege","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/weimarerbeitraege\/ueber-die-weimarer-beitraege\/","title":{"rendered":"\u00dcber die Weimarer Beitr\u00e4ge"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"15\" class=\"elementor elementor-15\" data-elementor-settings=\"[]\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-section-wrap\">\n\t\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-884c416 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"884c416\" data-element_type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-784d787\" data-id=\"784d787\" data-element_type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-3d57ece animated-slow elementor-invisible elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"3d57ece\" data-element_type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;_animation&quot;:&quot;fadeIn&quot;}\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-text-editor elementor-clearfix\"><p><\/p>\n<div>\n<div>\n<div>\n<p style=\"text-align: center\">Ein transdiziplin\u00e4rer Blick auf die Gegenwart und ihre Literatur braucht eine Zeitschrift f\u00fcr Literaturwissenschaft, \u00c4sthetik und Kulturwissenschaften:<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em>Literaturwissenschaft<\/em>: Die Weimarer Beitr\u00e4ge konzentrieren sich auf Geschichte und Gegenwart der modernen deutschsprachigen Literatur, f\u00f6rdern aber auch die Ann\u00e4herung der Einzelphilologien und werfen \u00fcbergreifende Fragen der Literaturtheorie und Literaturgeschichtsschreibung auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em>\u00c4sthetik<\/em>: Die Zeitschrift ist seit langem ein Forum literaturwissenschaftlich relevanter \u00c4sthetik-Debatten, in denen formgeschichtliche, strukturanalytische, semiotische, rezeptionstheoretische und wahrnehmungsorientierte Ans\u00e4tze diskutiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em>Kulturwissenschaften<\/em>: Zum Profil geh\u00f6ren kulturhistorische und zeitdiagnostische Erkundungen, in denen der komparatistische und intertextuelle Blickwinkel inter- und transmedial erweitert wird und die Beziehungen zu anderen K\u00fcnsten ebenso diskutiert werden wie die sich medial wandelnden Produktions- und Rezeptionsbedingungen von Literatur.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">*<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Die Weimarer Beitr\u00e4ge wurden 1955 auf Initiative der Nationalen Forschungs- und Gedenkst\u00e4tten der klassischen deutschen Literatur in Weimar von den Herausgebern Louis F\u00fcrnberg und Hans-G\u00fcnther Thalheim gegr\u00fcndet und haben sich bald mit dem Ziel einer transdisziplin\u00e4ren und komparatistischen \u00d6ffnung der Germanistik als Zeitschrift f\u00fcr Germanistik, \u00c4sthetik und Kulturtheorie profiliert.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Seit den fr\u00fchen 1960er Jahren versuchten sich in der Zeitschrift verschiedene theoretische Ans\u00e4tze, methodische Zugangsweisen und grunds\u00e4tzliche Diskussionen gegen weltanschaulichen Dogmatismus zu behaupten. Die Weimarer Beitr\u00e4ge haben einen wesentlichen Anteil an der Herausbildung einer eigenst\u00e4ndigen Kulturtheorie in der DDR, die sich noch vor \u00e4hnlichen Diskursgr\u00fcndungen im Westen Deutschlands in Leipzig, Berlin und Jena als universit\u00e4rer Studiengang etabliert hat. Im Problemhorizont einer allgemeinen und vergleichenden Literaturwissenschaft wurden angrenzende Gebiete und aktuelle soziokulturelle, \u00e4sthetische und gesellschaftspolitische Aspekte und Kontexte einbezogen. Die Zeitschrift trug dabei wesentlich zur Vernetzung der deutschsprachigen mit der internationalen Forschungs- und Debattenkultur bei.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Der Anspruch der Zeitschrift wurde auch nach dem Ende der DDR aufrechterhalten, das die Zeitschrift kritisch begleitet hat. Die Weimarer Beitr\u00e4ge haben eine Geschichte, die ihr eine bestimmte Verpflichtung auferlegt: die ehrliche und sachliche Auseinandersetzung mit der Geschichte der DDR-Literatur und den Literatur- und Kulturwissenschaften dieser Zeit, die deren historische Widerspr\u00fcche analysiert und ihre produktiven Seiten nicht ignoriert. Zugleich bleibt die Zeitschrift offen f\u00fcr die Herausforderungen der Gegenwart.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">*<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Die Weimarer Beitr\u00e4ge sind keine literarische Zeitschrift, aber auch kein Forum f\u00fcr abstrakte Konzeptionsmonologe. Den Zugang zum Allgemeinen er\u00f6ffnet die konkrete Analyse. Dabei ist die Zeitschrift stets bestrebt, der Methodenvielfalt literaturwissenschaftlicher, \u00e4sthetischer und kulturtheoretischer einschlie\u00dflich medienhistorischer Forschung Raum zu geben. Die Verh\u00e4ltnisse von Literaturwissenschaft und \u00c4sthetik wie auch von Literatur- und Medientheorie und -geschichte sind erst als spannungsvolle Wechselverh\u00e4ltnisse produktiv. Sie verlangen transdisziplin\u00e4re \u00d6ffnung und historische Vergewisserung. So ist die Digitalisierung der Kultur nur zu erkennen, wenn eine Medienkulturwissenschaft an die Stelle einer technologisch dominierten Medientheorie tritt. Dieser Aufgabe sieht sich auch unsere Zeitschrift verpflichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><br><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">**<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em>Michael Franz<\/em><br> Philosophische \u00c4sthetik in den \u00bbWeimarer Beitr\u00e4gen\u00ab<br><a href=\"https:\/\/weimarer-beitraege.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/franz-zu-WB.pdf\"><b>Zum Beitrag<\/b><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><br><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em>Dieter Schade<\/em><br> Interview mit dem ehemaligen Redaktionssekret\u00e4r der \u00bbWeimarer Beitr\u00e4ge\u00ab, Hans-Ulrich Schnuchel<br><a href=\"https:\/\/weimarer-beitraege.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Schade-Schnuchel-Interview.pdf\"><b>Zum Beitrag<\/b><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><br><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein transdiziplin\u00e4rer Blick auf die Gegenwart und ihre Literatur braucht eine Zeitschrift f\u00fcr Literaturwissenschaft, \u00c4sthetik und Kulturwissenschaften: Literaturwissenschaft: Die Weimarer Beitr\u00e4ge konzentrieren sich auf Geschichte und Gegenwart der modernen deutschsprachigen Literatur, f\u00f6rdern aber auch die Ann\u00e4herung der Einzelphilologien und werfen \u00fcbergreifende Fragen der Literaturtheorie und Literaturgeschichtsschreibung auf. \u00c4sthetik: Die Zeitschrift ist seit langem ein Forum [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6526,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/weimarerbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/15"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/weimarerbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/weimarerbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/weimarerbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6526"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/weimarerbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/weimarerbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/15\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40,"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/weimarerbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/15\/revisions\/40"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/weimarerbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}